Zeigenössische Allegorien - Literatur, Kunst, Theorie
2003, 283 Seiten, 28 s/w. Abb., kart., EUR 45.90 / CHF 61.50
ISBN: 978-3-7705-3619-1

Summary

Ein Blick auf Literatur- und Kunstbestimmungen der letzten Jahrzehnte macht die herausragende Präsenz der Allegorie deutlich. In dieser Arbeit wird ein postidealistischer Allegoriebegriff jenseits von Walter Benjamin und Paul de Man und der für sie konstituierenden Allegorie-Symbol-Opposition vorgestellt, der erlaubt, die Allegorie in unterschiedlichen Begriffsfeldern (Differenz, Heterotopie, Intertextualität, Translation, Selbstreferenz) und Theorien (Foucault, Lyotard, Spivak, Bhabha) zu plazieren.

An ausgewählten Beispielen wird vorgeführt, wie dieser reformulierte Allegoriebegriff einen neuen Zugang zur gegenwärtigen Literatur und Kunst eröffnet. Neben Sebastiano Vassalli, Salman Rushdie, Assia Djebar, Toni Morrison, J.M. Coetzee, José Donoso, den Neoneoavantgardisten Gabriele Frasca und Francesco Muzzioli werden Installationen und Texte von Robert Smithson, eine Videoarbeit von Victor Burgin sowie Sophie Calles situationistische und fotografische Projekte, im besonderen ihre Zusammenarbeit mit Paul Auster analysiert.