Spielräume der Erfahrung
Kritik der transzentdentalen Konstitution bei Merleau-Ponty, Deleuze und Schmitz
2007, 324 Seiten, kart., EUR 39.90 / CHF 56.90
ISBN: 978-3-7705-4453-0
erschienen in der Reihe:
Band: 25

Summary

Die Frage nach einer nicht reduktionistischen Bestimmung von Erfahrung und Wahrnehmung steht im Zentrum dieser Untersuchung. Anhand der Figuren von Deckung, Drehung und Faltung wird die Radikalisierung der Phänomenologie nach Husserl als eine Umstellung von der Konstitutionsleistung eines transzendentalen Subjekts auf ein autonomes und zeitlich vermitteltes Differenzgeschehen dargestellt. In seinem unabgeschlossenen Spätwerk hat Merleau-Ponty das Verhältnis von Bewusstsein und Objekt als eine reversible "Verflechtung" ausgewiesen und im "materiellen Apriori" angesiedelt. Unter den Vorzeichen der Abkehr vom transzendentalen Subjekt radikalisiert Deleuze diese Theorieinnovation und zeigt die Wiederholung einer "Differenz an sich selbst" auf der Ebene der Immanenz.