Ethopoetik des Elementaren
Zum Schreiben als Lebensform in der Lyrik von René Char, Paul Celan und Octavio Paz
2008, 393 Seiten, 2 s/w Abb., kart., EUR 54.00 / CHF 71.90
ISBN: 978-3-7705-4665-7
erschienen in der Reihe:
Band: 10

Summary

»Wir schreiben immer noch um un­ser Leben« – Paul Celans Diktum markiert gleichsam den Nullpunkt dieser Studie, die den Nexus zwi­schen Ethik und Ästhetik in den Ge­dichten von René Char, Octavio Paz und Paul Celan verfolgt.

 

Das auf den späten Foucault zurück­gehende Theorieangebot der Etho­poetik erlaubt es, die ethische Qua­lität des Lyrischen abseits moralischer Normativität zu bestimmen. Ihr Telos findet die Ethopoetik allein in der Im­manenz performativer, stetig revidier­ter Schreibszenen, die bei Char, Ce­lan und Paz eine existentielle Tragweite gewinnen. Am trauma­tischen Ende der Moderne wird gleichwohl die emphatische Zuspit­zung notwendig, die das Gedicht als elementar(st)en Abdruck des Lebens begreift.