Philosophiegeschichte der Zeit
2008, 204 Seiten, Festeinband mit Schutzumschlag, EUR 30.90 / CHF 42.90
ISBN: 978-3-7705-4671-8

Summary

Reflexionen über Zeit begleiten das philosophische Nachdenken seit seinen Anfängen. Schon das präphilo­sophische mythologische Weltverständnis operiert mit Zeitvorstellungen, freilich nicht abstrakt, sondern einge­bettet in symbolische Handlungen, Riten, Kulte, Sitten und Gebräuche. Auch das vorwissenschaftliche alltägli­che Leben und Handeln ist geleitet von Zeitvorstellungen unterschiedlichster Art. Zeit ist ein Grundfaktor des Le­bens.

 

Karen Gloy legt eine packende Geschichte der Zeittheorie vor, die von Platon, Aristoteles und Plotin, über Augustin, Newton und Kant bis zu Husserl und Heidegger reicht.

 

Ihr Buch zeichnet sich durch detaillierte Einzelinterpretatio­nen der eminenten Zeittheoretiker aus, stellt diese aber in einen übergreifenden geschichtlichen Zusammenhang.

 

Aus dem Inhalt:

 

I.                 Einleitung

 

II.            Die Zeitvorstellung der Vorsokratiker und ihre Konfrontation mit anderen Zeittypen

 

III.           Platons Zeittheorie

 

Die Zeitgestalt des Jetzt bei Aristoteles

 

Die Struktur der Zeit in Plotins Zeittheorie

 

 

VI. Die Struktur der Augustinischen Zeittheorie im XI. Buch der Confessiones

 

VII. Newtons Zeittheorie und ihre Rezeption bei Kant

 

VIII. Das Verhältnis von Zeit, Raum und Bewegung bei Kant

 

Husserls Zeittheorie

 

Heideggers Zeittheorie

 

Pressemeldungen

Süddeutsche Zeitung, 02.12.2008

Es macht den Reiz von Gloys historischer Rekonstruktion aus, dass dabei eine besondere Form der philosophiegeschichtlichen Eigenzeit zum Vorschein kommt. Sie ist weder zyklisch, auch wenn die neueren Philosophen immer wieder zu ihren älteren Vordenkern zurückkehren, noch linear, obwohl es Fortschritte in der Abfolge der jeweiligen Denkanstrengungen gibt. Die Geschichte der Philosophie hat eine eigene Zeit.