
Summary
Reflexionen über Zeit begleiten das philosophische Nachdenken seit seinen Anfängen. Schon das präphilosophische mythologische Weltverständnis operiert mit Zeitvorstellungen, freilich nicht abstrakt, sondern eingebettet in symbolische Handlungen, Riten, Kulte, Sitten und Gebräuche. Auch das vorwissenschaftliche alltägliche Leben und Handeln ist geleitet von Zeitvorstellungen unterschiedlichster Art. Zeit ist ein Grundfaktor des Lebens.
Karen Gloy legt eine packende Geschichte der Zeittheorie vor, die von Platon, Aristoteles und Plotin, über Augustin, Newton und Kant bis zu Husserl und Heidegger reicht.
Ihr Buch zeichnet sich durch detaillierte Einzelinterpretationen der eminenten Zeittheoretiker aus, stellt diese aber in einen übergreifenden geschichtlichen Zusammenhang.
Aus dem Inhalt:
I. Einleitung
II. Die Zeitvorstellung der Vorsokratiker und ihre Konfrontation mit anderen Zeittypen
III. Platons Zeittheorie
Die Zeitgestalt des Jetzt bei Aristoteles
Die Struktur der Zeit in Plotins Zeittheorie
VI. Die Struktur der Augustinischen Zeittheorie im XI. Buch der Confessiones
VII. Newtons Zeittheorie und ihre Rezeption bei Kant
VIII. Das Verhältnis von Zeit, Raum und Bewegung bei Kant
Husserls Zeittheorie
Heideggers Zeittheorie
Inhalt
Pressemeldungen
, 02.12.2008
Es macht den Reiz von Gloys historischer Rekonstruktion aus, dass dabei eine besondere Form der philosophiegeschichtlichen Eigenzeit zum Vorschein kommt. Sie ist weder zyklisch, auch wenn die neueren Philosophen immer wieder zu ihren älteren Vordenkern zurückkehren, noch linear, obwohl es Fortschritte in der Abfolge der jeweiligen Denkanstrengungen gibt. Die Geschichte der Philosophie hat eine eigene Zeit.


