Über Selbstachtung
2009, 223 Seiten, Kart., EUR 20.90 / CHF 29.90
ISBN: 978-3-7705-4734-0

Summary

Ohne Selbstachtung keine Zivilisation. Doch eine Zivilisation, die nicht auch das Komische spürt, das im Selbstachtungspathos steckt, droht in eine ressentimentgeladene Beleidigtenkultur abzurutschen. Nichts ist leichter zu beschädigen als die Selbstachtung des Menschen und nichts scheint leichter verletzbar als das Gefühl, geachtet zu werden.

Man denkt heute an die »Zornigen«, die lauthals darüber Klage führen, dass man ihren Gott, ihren Propheten, ihren Glauben beleidigt und so ihre Würde beschädigt habe. Dadurch bekommt das Thema »Selbstachtung« eine theologisch-politische Qualität.
Strasser zeigt, warum es für den Menschen zentral ist, sich selbst achten zu können: Weil Selbstachtung unseren gemeinsamen Ursprungs-Ort von Würde bildet. Und der Anspruch des Menschen, gegen seine Natur Würde zu verkörpern, ist Grundlage aller Selbstachtung.

Inhalt

Vorwort

Brüchige Selbstachtung

1. Mit den Füßen kopfstehen
2. Wissen, woran man nicht glaubt
3. Banalerweise, jedoch edel
4. Immer noch nach Auschwitz

Elemente einer Logik der Selbstachtung

5. Das bin ich mir selbst schuldig
6. Das Recht, ein guter Verlierer zu sein
7. Ich bin es mir schuldig, mich selbst zu verachten
8. Ruhmsucht und Kadavergehorsam

Sich selbst treu bleiben

9. Verbesserung glücklicher Naturanlagen
10. Ein Schicksal haben, ein Schicksal sein
11. Sozial aufsteigen
12. Sich selbst verwirklichen

Gleiche unter Gleichen

13. Darwins Sklave
14. Ishiguros Butler
15. Mazlishs Homo comboticus

Anhang

16. Streber. Versuch über die philosophische Passion