
Summary
»Sympathy for the Devil« wird 40 Jahre alt. Anlässlich dieses Geburtstags veranstaltet der vorliegende Band eine kleine Party. Achtzehn brilliante Essays, geschrieben von führenden deutschen Intellektuellen, gehen den Spuren nach, die dieser Song aufgegriffen und hinterlassen hat.
Es handelt sich um Spuren, die sich in der Popkultur, aber vor allem auch in der Religions-, Medien- und politischen Geschichte antreffen lassen: Von Godards One plus one bis in die frühchristliche Gnosis zurück reicht das Material der »Coverversionen«, von der jede von einer prägnanten Zeile des Songs ausgeht. Und natürlich darf in Rockkultur experimentiert werden: vom Sampling bis zum Remix, von der Verdopplung bis zur Auslassung. Ein Buch also nicht nur für die Gebildeten unter den Fans der Stones, sondern auch für alle ironischen Verehrer ihres Titelhelden.
Inhalt
ALBERT KÜMMEL-SCHNUR
A Long, Long Time
RAINER MARTEN
Please Allow Me To Introduce Yourself
JOCHEN HÖRISCH
A Man of Wealth And Taste.
Jaggers Lucifer trifft Goethes Mephisto
BERNHARD SIEGERT
A Man of Wealth And Taste
BAZON BROCK
Stolen Many A Man’s Soul And Faith.
Kraft durch Frevel – eine Strategie der Rationalisierung
HANS ULRICH RECK
Pleased To Meet You
THOMAS MACHO
Hope You Guess My Name
NORBERT BOLZ
What’s Puzzling You
MANFRED FASSLER
Nature Of My Game.
Diabolisch leben
FRIEDRICH KITTLER
When The Blitzkrieg Raged
BERND STIEGLER
Hope You Guess My Name
Der diabolische Name.
JULIA ZONS
When After All It Was You And Me
KLAUS THEWELEIT
So I lay Traps For Troubadours Before They Reach Bombay. One Plus One: Symphaties For Godard Plus Stones
WILLEM VAN REIJEN
Every Cop Is A Criminal
SIGRID WEIGEL
Just Call Me Lucifer.
Diabolus in Musica und die Geschichte der Faustopern
GERT THEILE
Use All Your Well-Learned Politesse.
Or I’ll Lay Your Soul To Waste
ALBERT KÜMMEL-SCHNUR
Tell You One Time,
You’re To Blame
HANS-ULRICH GUMBRECHT
Tell Me, Sweetie, What’s My Name.
A Gnostic Fantasy
Pressemeldungen
, 13.03.2009
Zusammenfassen lässt sich dieses Gedanken-Sampling quer durch den Rolling-Stones-Song "Sympathy for the devil" nicht. "Puzzling" sagt Mick Jagger, sei das Prinzip des Diabolischen - und ist auch Prinzip dieses Buchs. Versammelt in 18 Essays ist die poptheoretische Prominenz von Klaus Theweleit bis Bazon Brock, aber auch der Basler Kunstwissenschaftler Hans Ulrich Reck, Friedrich Kittler und Trendy-Dandy Norbert Bolz. Ein Buch für alle, die wissen wollen, wie elend weit sie vom medienwissenschaftlichen und popkulturellen Diskurs abgehängt wurden.
, 15.04.2009
Vor Raimar Zons, dem Chef der Verlage Schöningh und Fink, verneigen sich jetzt siebzehn Autoren mit Essays über des Teufels zerbrechliche Seele: nicht in den gnostischen Religionen, nicht im Massensterben bei Verdun, nicht im Räderwerk der Massenmedien, sondern eben auf Mick Jaggers Bühne. Die aufs schönste delirierenden Beiträge nehmen jeweils eine Zeile aus "Sympathy for the Devil" zum Titel. Ein Antisammelband kam so zustande, in dem von Friedrich Kittler und Sigrid Weigel über Jochen Hörisch bis zu Hans Ulrich Gumbrecht, Norbert Bolz und Klaus Theweleit das Paderborner Haus rockt. Schließlich hat dieser Verlag in der goldenen Zeit der abgedrehten Medientheorie den Diskurs stimuliert wie kein zweiter.
, 01.08.2009
[...] die Lektüre lohnt. Ein Buch-experiment als Annäherung an ein Song-Experiment.



