Kapitel 5 Eine Karte des Verschwindens

In: Aus der Welt gefallen
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Abb. 12
Abb. 12

„Vier Märtyrer deutscher Wissenschaft in Inner-Afrika“, August Petermann, 1864

Während sich die Fallgeschichten der Verschollenen in den Geographischen Notizen allmählich entfalten, vollendet Petermann das ambitionierteste kartographische Projekt seines ersten Gothaer Jahrzehnts, die zehn Blätter umfassende Karte von Inner-Afrika nach dem Stande der geographischen Kenntniss in den Jahren 1861-1863, die im Dezember 1863 mit der Publikation der letzten beiden Blätter ihren zumindest vorläufigen Abschluss findet. Einer der weißen Flecken auf der Karte Afrikas ist getilgt.

Im Archiv des Perthes Verlags sind neben der Karte auch zwei Entwurfsstufen erhalten, die sehr gut die kartographischen Operationen illustrieren, in denen ein idealtypisches „Endresultat neuer geographischen Forschungen“ entsteht. Der Geographiehistoriker Imre Joseph Demhardt hat einen Ausschnitt aus dem Wadai und Bagirmi gewidmeten Blatt – erschienen in dem gleichen Ergänzungsheft, das auch den Bericht über Moriz v. Beurmann’s Aufenthalt in Mursuk und Reise von Mursuk nach Wau enthält, in dem erste Gerüchte über dessen „Beraubung, wenn nicht Ermordung“ diskutiert werden [Kapitel 3] – gewählt, um einen Einblick in die „Werkstatt“ der Gothaer Kartographie zu geben, zugleich aber zu zeigen, wie vorläufig deren „Endresultat“ in diesem Fall ist.144 Ein Teil der „ausgedehnten terra incognita“, die sich östlich des Tschad-Sees erstreckt, ragt hier in das kartographierte Territorium hinein und formuliert damit, so Demhardt, einen forschungsorientierenden Imperativ, der die Richtung für neue Entdeckungsreisen vorgibt.145 Jedoch, und das scheint uns in der Sequenz mit gleicher Signifikanz hervorzutreten, deutet diese imperative Geste nicht nur ins Territorium, das heißt in Richtung Wadai, sondern auch auf das Kartenblatt selbst, indem sie nicht nur anzeigt, wo, sondern, betrachtet man die Folge der beiden Vorstufen und der publizierten Karte, auch wie die Karte sich dem projektierten „Endresultat“ annähern soll. Das erste, von Bruno Hassenstein gezeichnete, Konzept zeigt eine graphische Darstellung verschiedener Itinerarien, ein Netz von Routen.146 Im zweiten Entwurf, einer farbigen Handzeichnung ebenfalls von Hassenstein, wird die Landschaft dominanter, Flüsse, Seen und Berge füllen nun den Raum zwischen den Routen, die aber weiterhin sehr prominent präsent sind. Verschwunden sind allerdings bereits weitgehend die Zeitangaben, in denen im ersten Entwurf die Entfernungen gemessen werden – „2 1/2 Tage“, „10 Tage nach Burkhardt p. 67“, „7 Stunden“: Das bezieht sich auf Wege, die individuelle Reisende tatsächlich gegangen sind, Reisende, die dabei vielfältigen Einflüssen unterworfen waren, die sie oft nicht kontrollieren konnten und die zu Abweichungen, Unterbrechungen, Irrwegen geführt haben. Das ist im zweiten Entwurf schon weniger erkennbar, der die Entfernungen nun in Meilen angibt, die mit dem Stechzirkel gemäß des einheitlichen Maßstabs abzumessen sind. Auf der fertigen Karte, einem kolorierten Kupferstich, für den nun Hassenstein und Petermann verantwortlich zeichnen, sind die kontingenten Routen zu einem scheinbar festen Wegenetz geronnen, und aus den Punkten, an denen sie sich kreuzen, sind Dörfer und Städte geworden. Verschwunden ist dagegen das engmaschige Karo des Zeichenpapiers. An seine Stelle ist das sehr viel weitere Netz der Längen- und Breitengrade getreten, und während sich Routen und Landschaften in den Entwürfen noch auf dem Grund des leeren Karo-Papiers abzeichnen, erscheint das fertige Kartenblatt einheitlich grundiert. Die Differenz zwischen dem Medium Papier und den Zeichen ist damit dem Anschein nach geschwunden, Punkte, Linien und Grund bilden einen homogenen Kartenraum, der auf einen ebenso homogenen Raum verweist, der Landschaften, Wege und Orte enthält und der sich nun vor dem Auge des Betrachters entfaltet. Die Karte erscheint geschlossen, sie gibt sich nicht mehr als das Ergebnis intensiver Datenverarbeitung, als mathematisch-geometrische Konstruktion auf Papier zu erkennen. Damit erscheint sie auch nicht mehr als das Ergebnis von Bewegungen, die die Messungen und Berechnungen ermöglicht haben; sie hat gleichsam ihr off, das im Papier des Entwurfs noch durchschimmerte, hinter der durchgehenden Grundierung versteckt.

Sehr dominant tritt im Kartenbild dafür eine andere Art von Linien hervor: die Grenzen, die verschiedene politische Einheiten trennen, auch wenn über deren Charakter und Ausdehnung häufig nur sehr wenig bekannt ist. Grenzen gehören zu einer Karte, das hat Petermann an anderer Stelle im Blick auf nicht weniger prekäre Grenzziehungen betont. Als er 1868 eine Karte der polynesischen Inselwelt publiziert, weist er im Kommentar auf die – heuristische – Ordnungs- und Orientierungsfunktion von Grenzen hin: „Der Klarheit wegen, und um in die Gruppierungsbegriffe Polynesiens System und Bestimmtheit einzuführen, ist es in dieser neuen Karte versucht worden, das ganze Gebiet durch bestimmte Grenzlinien in ähnliche Unterabteilungen zu zerlegen wie das Festland.“147 Kaum weniger spekulativ als die experimentell eingeführte Kerbung des „mare incognitum“148 ist die Gliederung der „terra incognita“ Zentralafrikas. Für die Reisenden jedenfalls stellten sich die Grenzverläufe weit weniger übersichtlich dar als auf der Karte; die Unsicherheit darüber, in wessen Territorium man sich gerade befand, und welche Routen von wem kontrolliert wurden, gehört zu den wiederkehrenden Motiven der in den Mittheilungen zu lesenden Briefe und Reiseberichte.

Die Afrika-Karte versteckt die Lücken im geographischen Wissen keineswegs. Weite Flächen bleiben leer, andere werden mit Verweisen auf unsichere Quellen („Weg nach E. de Lauture’s Erkundigungen“), alternierende Nomenklaturen („Etang od. Maé Sakramban?“) oder ungeklärte politische Verhältnisse („Wahrscheinliche Westgrenze von Wadai“) versehen. Der kartographische Imperativ aber, dass es Grenzen gibt, wird ebensowenig in Frage gestellt wie die Annahme, dass sich an einem topographischen Punkt nur ein Ort befinden kann, auch wenn unterschiedliche Menschen nicht nur unterschiedliche Namen dafür haben, sondern noch unterschiedlichere Vorstellungen damit verbinden. Unhinterfragt bleibt ebenfalls, dass eine Linie nur einen Weg markieren kann, selbst wenn es immer wieder andere Reisen sind, die ihn, zu Sommer- oder Winter-, zu Kriegs- oder Friedenszeiten, überhaupt erst zum Weg werden lassen.

Und so sind die Markierungen der Unsicherheit vor allem Markierungen der Vorläufigkeit, ein Hinweis darauf, dass die kartographische Operation, die ein Territorium erscheinen lässt, indem sie die individuellen Personen und Ereignisse, die dieses Erscheinen erlauben, zum Verschwinden bringt, noch nicht zum Abschluss gekommen ist.

Als relationales Gefüge von Punkten und Flächen definiert Petermanns „Karte der Gegenwart“, um noch einmal seine grundlegende Bestimmung aufzugreifen, zugleich die Richtung, in welche sie zu verbessern wäre: durch genauere Ortsbestimmungen. Diese zu liefern, war denn auch die vorrangige Aufgabe der Reisenden, die in der Nachfolge von Barth aufgebrochen waren, um zu Petermanns großem Kartenprojekt beizutragen. Was sie sonst noch an Erfahrungen liefern konnten, findet keinen Eingang in das Wissen der – physikalisch-topographischen – Karte. Damit aber verändert sich auf dem Weg von der Skizze über den Entwurf zur Karte nicht nur die Darstellung, sondern auch das Dargestellte. Nicht nur das geographische Wissen verfestigt und verstetigt sich, sondern auch das dargestellte Territorium selbst scheint in der Übersetzung von der Linienhaftigkeit der Skizze in die Flächigkeit der Karte homogener zu werden. Verlorengegangen ist die Erfahrung des Weges als konkretes physisches Phänomen, das weder auf eine zwei Punkte verbindende Linie beschränkt bleibt, noch eine homogene Fläche konstituiert; verlorengegangen ist aber auch die Heterogenität dieses Raumes als ‚undurchschautes‘ Geflecht physischer wie politischer Möglichkeiten und Widerstände.

Schon einen Monat nachdem die Zehnblattkarte vollständig vorlag, im Januar 1864, konnte Petermann von einem neuen Aufbruch berichten. Im ersten Artikel ihres zehnten Jahrgangs präsentieren die Mittheilungen – erneut in einer dichtgefügten Dramaturgie der Auf- und Abtritte – einen neuen Reisenden, dessen Ziel einmal mehr Timbuktu heißt: Gerhard Rohlfs’ Reise von Algier gegen Timbuktu hin erweckt einerseits die Hoffnung, endlich die von Barth gelieferten Daten verbessern zu können, andererseits verspricht seine geplante Route, die westlich von dem in der Zehnblattkarte erfassten Gebiet und von Barths Weg nach Timbuktu verläuft, dem Zeitschriftentitel entsprechend neue Erforschungen.

Im gleichen Heft jedoch führt Petermann seine Leserinnen und Leser noch einmal in das alte, bereits erfasste Territorium – und in das eigene Archiv – zurück, indem er den „kühn und doch besonnen zugleich“ vorwärtsschreitenden Rohlfs in eine „gelichtete Reihe der Afrikanischen Reisenden eintreten“ lässt und dabei insbesondere an den „kühnen, energisch vorwärts dringenden v. Beurmann“ erinnert, „der an der Westgrenze des mohammedanischen Wadai hingemordet wurde“.149 Es ist das erste Mal, dass Beurmann ausdrücklich für tot erklärt wird, auch wenn Ort und Umstände seines Endes immer noch nicht eindeutig geklärt sind. Das ist auch ein Eingeständnis des Scheiterns von Seiten Petermanns. Anders als die anderen vom Hülfs-Comité zur Suche nach Vogel ausgesandten Expeditionen war Beurmann entlang der von Petermann projektierten Route gereist, mit den ersten Blättern der Zehnblattkarte im Gepäck, deren letzte Blätter erschienen, als er bereits verschollen war - in genau dem Territorium, das auf diesen Blättern dann kartographisch Gestalt annehmen sollte. Zwar gemahnt Petermann noch einmal an die Notwendigkeit, Opfer zu bringen, auf die er im Exposé des Hülfs-Comités und auch andernorts beständig hinweist. Dennoch scheint sich ein gewisses Unbehagen in die leichte, aber signifikante Verschiebung einzutragen, in der das Voranschreiten Beurmanns und Rohlfs charakterisiert wird: kühn, energisch vorwärts dringend der erste, kühn und doch besonnen zugleich der zweite. Die Besonnenheit war bis dahin im Tugendkanon von Petermanns Forscher-Heroen nicht zu finden.

Petermanns Nachruf auf Beurmann liest sich fast wie ein Abgesang auf jene Rastlosigkeit, die er den Reisenden mit auf den Weg gegeben hat. Eine Rastlosigkeit, in der Beuermann eine Adresse erzeugt, an der er niemals zu finden sein sollte:

Verrathen, verlassen, beraubt, immer wieder in seinen Planen gekreuzt, körperlich geschwächt, wankte seine Seelenstärke auch nicht um ein Haar breit, und von solcher Hoffnung ist er noch bis auf den letzten Augenblick dermassen beseelt gewesen, dass er in den drei kurzen Briefen an Dr. Barth drei Mal ausdrücklich erwähnt, er werde fernere Sendungen, namentlich auch die schon in Kuka zum Abschluss gebrachten Briefe an A. Petermann, die wahrscheinlich die geographischen Resultate seiner Reisen enthalten, erst von Wadai aus über Chartum nach Europa befördern und er wünsche Sendungen von Europa auf demselben Wege.150

Barth hat diesen Wunsch an Petermann weitergeleitet, er hat aus diesem Anlass aber vor allem sein Erstaunen über die darin zum Ausdruck kommende Weltfremdheit betont:

So grenzt es an Verrücktheit, wenn er sagt, der Mallem Mohammed, die gegenwärtig wichtigste politische Person in Bornu, habe ihm versprochen, ihm den Diwan von Bornu dasselbe Geschichtswerk das ich in 2 Exemplaren nach Europa befördert und bekannt gemacht – nach Wadai nachzuschicken!!151

In der Tat scheint Beurmann die terra incognita eher als eine terra nullius zu betrachten, ein Land, in dem sich europäische Forscher nach Belieben bewegen oder auch „an bestimmten Punkten Stationen“ einrichten können, „wo vier, fünf junge Leute mit einigen Europäischen Dienern ein Paar Jahre lang bleiben, um das Land zu studiren“, bevor sie dann durch frische Teams ersetzt werden. Diesen Vorschlag zur Reorganisation der Afrika-Forschung hatte Beurmann 1861 entworfen.152 Sinn einer solchen, die Forschung anonymisierenden Organisation ist es, das Studium vom „Übel“ der „individuellen Standpunkte“ einzelner Reisender zu befreien. Ausdrücklich werden damit gleichermaßen eine zu große Vertrautheit mit dem Land als auch die Rücksichtnahme auf dessen politische und kulturelle Verfasstheit als wissenschaftsfremd klassifiziert. Erfahrungen zu sammeln wird zur Sache der Diener, denen die Aufgabe zufällt, die Infrastruktur zu sichern, die es den jungen, das heißt wohl vor allem, nicht durch eigene Erfahrungen vorbelasteten, Wissenschaftlern ermöglicht, ihre Studien zu betreiben, ohne allzu sehr mit dem studierten Land in Berührung zu kommen. Barth hat (davon wird das nächste Kapitel handeln) diesem Wissenschaftsverständnis nicht nur sein eigenes, fünfbändiges Reisewerk als eine monumentale Ausfaltung der „eigenen Standpunkte“ entgegengesetzt, er hat auch wiederholt darauf hingewiesen, dass die oft irritierende Naivität, mit der sich die Reisenden im Geflecht undurchschauter physischer wie politischer Möglichkeiten und Unmöglichkeiten bewegen, zumindest mitverantwortlich ist für das, was dann ihr Martyrium heißen wird.

Auf den Verdacht der Verrücktheit ist Petermann nicht eingegangen. Er hat zu diesem Zeitpunkt bereits eine andere Rolle für Beurmann vorgesehen, ebenso wie für Eduard Vogel, Adolph Overweg und Hermann Steudner, „die an der gleichen Aufgabe arbeiteten und wie jener tief im Innern des Afrikanischen Kontinents begraben liegen, Opfer des Klima’s oder der Barbarei, Märtyrer Deutscher Wissenschaft“.153

Petermann greift damit eine Formulierung auf, die bereits Karl Andree in dem von ihm herausgegebenen Magazin Globus gebraucht hatte, das seit 1862 als Illustrierte Zeitschrift für Länder- und Völkerkunde den Mittheilungen vor allem auf populärwissenschaftlichem Feld Konkurrenz machte. Im April 1862 präsentiert auch Andree einen Überblick über Die neuen Entdeckungsreisen in Afrika, an dessen Ende er auf das Schicksal Vogels eingeht, dessen Tod ihm außer Frage zu stehen scheint, dessen Heimholung ins Reich des Wissens er aber zur patriotischen Pflicht erklärt:

Aber einen solchen Todten darf Deutschland nicht ruhen lassen, er darf für uns nicht verschollen sein; wir wollen Gewißheit über das Schicksal jenes Märtyrers der Wissenschaft haben.154

Petermann und dessen eineinhalb Jahre zuvor gegründetes Gothaer Hülfs-Comité geflissentlich ignorierend, inszeniert Andree indirekt zugleich einen kleinen „guerre de journaux savants“, wie Jules Verne ihn dann in den Cinq semaines en ballon nachstellen wird [Kapitel 1]. Wenn Andree über Heuglin schreibt, „daß er sich auf den Plan einer Reise vom Mittelmeere, durch das unbekannte Land der Tibbus nach Wadai gar nicht einließ, sondern, was allein verständig erscheint, Chartum zum Ausgangspunkte gewählt hat“,155 dann dürfte zumindest dem geographisch interessierten Publikum klar gewesen sein, dass es Petermanns Plan ist, den Heuglin selbstverständlich ignoriert, und dem folgend, wie in Petermanns Instruction vorgezeichnet, Beurmann zum Märtyrer werden wird.156

Es ist also in gewisser Weise eine Wiederaneignung der Geschichte, wenn nun auch Petermann seinen eigenen martyrologue entwirft, seinerseits ohne Hinweis auf Andree. Die entscheidende Anregung scheint wohl auch eher von Jules Verne zu stammen, dessen Roman übrigens der gleichen französischen Vorlage folgt wie auch Andrees Bericht, nämlich einem Artikel zu Eduard Vogel, der hier als „bon astronome“ gerühmt wird, in der Pariser illustrierten Zeitschrift Le Tour du Monde, nouveau journal des voyages.157

Petermann hat die Cinq Semaines en Ballon noch im Jahr ihres Erscheinens, 1863, gelesen. Im Juli 1863 erscheint im Magazin für die Literatur des Auslandes eine recht freie Übersetzung von Auszügen des Romans, ohne Gattungsnennung, ohne Martyrologium, aber mit dem Auftritt Petermanns.158 Auch sonst, jenseits dieses Verweises, der aus der fiktionalen Welt des Romans in die reale Welt der Geographie führt, ist der Text, der unter der Rubrik „Afrika“ und nicht, wie für einen französischen Roman zu erwarten, unter „Frankreich“ zu finden ist, vollkommen im Stil eines ‚tatsächlichen‘ Reiseberichts gehalten. Lediglich eine Fußnote erklärt augenzwinkernd, die Redaktion wage nicht, „für die Authentizität der Erzählung einzustehen“.159 Petermann hat darauf seinerseits mit einer Fußnote geantwortet, die er im September-Heft 1863 der Mittheilungen einem Artikel zur Übersicht der neuesten bereits im Gange befindlichen oder projektirten Afrikanischen Reisen hinzufügt. Zwar glaube er, so heißt es dort, seinen Leserinnen und Lesern nicht eigens erklären zu müssen, „dass das Ganze ein blosses Phantasiestück ist“, die Cinq Semaines also keinen Anspruch erheben können, in eine seriöse Übersicht über wirkliche Reisen aufgenommen zu werden. Gerade damit aber nimmt er sie doch auf, am Rande, als Fußnote. Und wenn er sich dort noch einmal ausdrücklich vom Magazin für die Literatur des Auslandes abgrenzt, tut er das in einer ähnlich vielsagend-nichtssagenden Formulierung: „Dem Kundigen brauchen wir freilich nicht erst zu sagen, was er von Jules Verne’s Buch […] zu halten habe“.160 Petermann wusste ganz gut, was er von dem „Phantasiestück“ zu halten habe. Schon im folgenden Monat beschreibt er, in einem Artikel für die Kölnische Zeitung, die Afrikaforschung erstmals selbst als Martyrium: „Die deutsche Expedition in Inner-Afrika. Wahrscheinlicher Tod Moritz v. Beurmann’s. Neueste Nachrichten von Th. v. Heuglin. Die Märtyrer deutscher Wissenschaft“.161 Anfang des folgenden Jahres präsentiert er dann seine eigene Martyrologie, nicht nur im Text, sondern er holt die Fiktion gewissermaßen wieder in die Wirklichkeit und vor allem in das Medium zurück, in dem er sich sehr viel souveräner bewegt als Andree, in die Karte, die dem Januar-Heft der Mittheilungen beigefügt ist: Vier Märtyrer Deutscher Wissenschaft in Inner-Afrika.

Damit kehrt Petermann auch kartographisch überraschend schnell an den Ort zurück, dessen Erfassung mit der nur einen Monat zuvor vollendeten Zehnblattkarte zumindest vorläufig abgeschlossen sein sollte. Nicht nur ihr Titel weist die neue, und doch nicht so neue, Karte als ein eigenwilliges Produkt innerhalb der Mittheilungen aus. Kartographisch fällt sie hinter den Stand der Zehnblatt-Karte zurück, die weitaus detaillierter und präziser das aktuelle geographische Wissen über das Innere Afrikas präsentierte als jene bereits veraltete Vorlage der Märtyrer-Karte, auf die Petermann einen Monat später allein „der übersichtlichen Darstellung der Reiserouten“ halber zurückgreift. Wenn er dabei ausdrücklich betont, dass die neue Karte „keinen geographischen Werth beansprucht, vielmehr der Berichtigungen sehr bedarf“,162 dann befreit er sie von dem Anspruch, auf den er selbst eigentlich alle in den Mittheilungen erscheinenden Karten verpflichtet hatte, nämlich „das Endresultat neuer geographischen Forschungen zusammenfassen und graphisch veranschaulichen“ zu sollen163 – wie es paradigmatisch die Zehnblattkarte tut, deren erste Blätter als „l’excellente carte qui lui servait de guide“ schon die Reise Fergussons angeleitet hatten.

Es ist kein neues, sondern ein anderes, ein verblichenes, aber doch im Archiv aufbewahrtes Wissen, das die Karte der Märtyrer demgegenüber präsentiert. Wenn Petermann der veralteten Vorlage die Routen von vier Reisenden (wieder) einzeichnet, die während des vorangegangenen Jahrzehnts in dem auf der Zehnblatt-Karte präsentierten Territorium ihr Leben verloren hatten oder verschollen waren, dann geht er noch einmal hinter das Endresultat zurück und erinnert an den Prozess, dem sich dieses Endresultat verdankt. Greifbar wird dabei ein doppelter Prozess, der einerseits, wie der Rückgriff auf die ältere Karte vergegenwärtigt, auf den Gothaer Zeichentischen stattfindet, sich aber andererseits, darauf verweisen die eingezeichneten Routen, auf afrikanischem Territorium abspielt. So dokumentiert die Märtyrer-Karte, was die Zehnblattkarte zum Verschwinden gebracht hatte: das Verschwinden selbst, insbesondere das Verschwinden jener Reisenden, die verschollen sind. Sie repräsentiert ein Wissen um ihre Wege sowie um die Orte – oder Nicht-Orte –, an denen ihre Reisen ein unerwartetes Ende gefunden haben, ein Wissen um oftmals abenteuerliche Erlebnisse und tragische Schicksale, denen die Leserinnen und Leser der Mittheilungen manchmal über Jahre hinweg folgen konnten. Auf der Karte nimmt dieses Wissen die Form von Linien an, die große Flächen nahezu schnurgerade, fast wie die kürzeste Verbindung zwischen zwei Punkten, durchziehen, sich dann aber krümmen und zacken und gelegentlich zu bizarren Mustern verknoten – und unvermittelt abbrechen. In diesen arabesken Formen löst sich die Homogenität der Fläche wieder auf, und es formt sich ein Wissen um die physische, soziale oder politische Heterogenität eines Raumes, der den „kühnen, energisch vorwärts dringenden“ Forschern164 unerwartete Widerstände entgegensetzt, ihre Routen unberechenbar und sie selbst zu Duldern und schließlich zu Märtyrern werden lässt.165

Dieses Wissen führt allerdings die Karte an die Grenze ihres Repräsentationsvermögens. Ob ein Reisender von einem Endpunkt auf der gleichen Route zurückgekehrt ist, auf der er dorthin gelangt war, ob er das Ende seines Lebens oder ob nur das Wissen über ihn ein Ende erreicht hat, ist den Linien nicht abzulesen. Elementarer aber ist, dass die Übersicht, das zentrale Versprechen jeder Karte, jene Unübersichtlichkeit nicht darzustellen vermag, die aus Forschern Märtyrer macht. Die Karte der Märtyrer braucht, mehr als jede andere, eine Legende.

Legenden in einem doppelten Sinn sind es, was die Mittheilungen in ausführlichen Erzählungen und in kurzen Miszellen entwerfen: Sie präsentieren und erläutern den wissenschaftlichen Apparat der Kartographie, sie verweisen allerdings auch auf das, was in den Karten unsichtbar geworden ist, ihre epistemischen Voraussetzungen ebenso wie die Phantasien, die in sie eingeflossen sind.

In dem Artikel, dem die Märtyrer-Karte beigefügt ist, erinnert Petermann an Leiden und Durchhaltevermögen derer, die die Daten zusammengetragen haben, aufgrund derer die Karte, der er ihre Legenden einzeichnet, nun veraltet ist. Aber die Märtyrer-Karte führt nicht nur in die Vergangenheit, sondern auch in eine Gegenwart und Zukunft, die noch unerlöst ist. Nur zwei der vier Routen enden dort, wo sich die Gräber befinden, in denen die Märtyrer zur Ruhe gekommen sind. Die anderen beiden, die der Verschollenen, führen in einen Raum der Potentialität, der durch das Verschwinden, das die Linien gerade nicht bezeichnen können, eröffnet wird. Denn weder über den ontologischen Status der Verschollenen (tot oder lebendig) noch über ihren Aufenthaltsort kann etwas Verbindliches ausgesagt werden. Nur das: Mögen sie nun lebendig oder tot sein, sie, respektive ihre Leichen, müssen irgendwo sein. Nur befindet sich dieses Irgendwo an keinem etablierten Ort. Es ist anderswo.

Dieser unsichere Status der Verschollenen überträgt sich auf die Karte. Wenn eine Karte „alle Punkte und Räumlichkeiten nach horizontaler Lage und Entfernung messbar“ werden lässt,166 dann vermessen die Linien auf der Karte der Verschollenen Punkte und Räumlichkeiten von unterschiedlichem ontologischen Status, solche, die gemessen und berechnet werden können, und solche, die gerade nicht bestimmt werden können. Kartographiert werden kann hier allenfalls unter Aufgabe des für Petermanns Wissenschaftsverständnis zentralen Autopsie-Prinzips. Um dieses Prinzip aufzugeben und etwa mit lokalem Wissen angemessen umzugehen, fehlen seiner Geographie die Instrumentarien. Auf der Karte fixiert werden, als vermutete letzte Orte, was sich in der Wirklichkeit als ein kaum zu durchdringendes Geflecht aus Vermutungen und Gerüchten darstellt. Darauf, und nicht auf einen mit Koordinaten zu bestimmenden Ort, verweisen die im Nichts endenden Linien. Dieses Nichts zum Ort nicht einfach von Verirrung, Krankheit oder Streit, Leid und Tod, sondern eines Martyriums zu erklären, sprengt den homogenen Raum der Geographie.

Eine Möglichkeit, die Homogenität des Territoriums, die Homogenität der Welt wiederherzustellen, demonstriert Stieler’s Hand-Atlas 1891, wenn er den Verschollenen schlicht für tot erklärt [Kapitel 1]. Solchermaßen petrifiziert, vermag der eine Verschollene, Eduard Vogel – ironischerweise ist es derjenige, der die exakte, physikalische Geographie nach Afrika zu bringen bestimmt war –, stellvertretend für die vielen anderen noch einmal auf der Afrika-Karte zu erscheinen. Aufgeopfert wird dabei allerdings die Homogenität der Karte, die mit dem Eintrag des individuellen Ereignisses in eine semiotische Unruhe versetzt wird.

Eine andere Möglichkeit eröffnet sich, ebenfalls nicht ohne Ironie, in der literarischen Phantasie eines Karl May. Ihr bleibt es vorbehalten, den „dunklen Schleier zu zerreißen“, der das Schicksal nicht nur der Verschollenen verhüllt, sondern auch das Territorium, das zu kartieren ihnen nicht gelungen war. Erst dem überragenden Spurenleser Kara ben Nemsi gelingt es, das Wissen indigener Informanten, europäischer Abenteurer oder allzu kühner Hermeneuten verderbter Briefkommunikationen überbietend, der Landschaft abzulesen, was ihre Bewohner entweder verschweigen oder in einer Flut widersprüchlicher Aussagen verwirren.

So ritt ich auch jetzt ganz allein zwischen den Dünen dahin und hielt zuweilen mein Tier an, um dem eigentümlichen Klingen des Sandes zu lauschen, welches, beinahe unhörbar, für ein scharfes Ohr dennoch zu vernehmen war. […] Da bemerkte ich zwischen zwei Erderhöhungen einen kleinen Sandberg, welcher nicht auf natürliche Weise entstanden sein konnte. […] Eine Strecke weiter fand ich eine ganz frische Darb (Spur), welche unsere Richtung schief durchschnitt. Sie stammte von einem einzelnen Tiere und war so klein, daß ich vermutete, das Kamel sei ein Bischarinhedjihn oder wenigstens eines jener Mehara, wie man sie bei den Tuareg in ausgezeichneter Rasse findet. […] Dieses Tier hier war eine Stute, denn die hinteren Füße hatten eine größere Spurweite als die vorderen. Die Eindrücke waren nicht tief, aber auch nicht zu seicht; das Kamel war also nur mittelmäßig belastet; es trug nichts als seinen Reiter. Dieser war also entweder ein Verfolgter oder ein Räuber oder einer jener Kuriere, wie sie die Wüste auf ihren schnellen Tieren nach allen gangbaren Richtungen durcheilen.167

Allein in der Wüste, spürt Mays Held nicht nur, wie einst Beurmann, „das Gefühl der Freiheit“ [Kapitel 4, S. 88]. Er vermag auch der Spur des Verschollenen bis in eine verborgene Bergfeste zu folgen, sich mühelos im wege-, aber nicht namenlosen Terrain zwischen „Timbuktu, Pullo, Haussa, Bornu und Wadaï“168 orientierend. In der Überfülle dieser nur auf der Karte zu überschauenden Nomenklatur teilt sich dann aber doch auch Mays erzählerischer Phantasie etwas von der semiotischen Unruhe mit, in welche die Geschichten der Verschollenen die Karte versetzt haben:

‚[W]elche Oasen [bilden] den Schlüssel zum Rif[?]‘ – ‚Aïn es Salah, Ghadames, Ghat, Murzuk, Audschelah und Siut.‘ – ‚Und zum Sudan?‘ – ‚Aghades und Ahir, Bilma, Dongola, Khartum und Berber.‘ – ‚Wie reist man von Kordofan nach Kaïro?‘ – ‚Von Lobeïdh nach Khartum über Kurssi, Sanzür, Koamat und Tor el Khada. Die Reise dauert zehn Tage. Oder von Lobeïdh nach Debbeh über Barah, Kaymar, Dschebel, Haraza, Way und Ombelillah. Dieser Weg ist um acht Tage länger, aber besser als der vorige.‘169

Der Malstrom, den der Klang solcher Namen erzeugt, entsteht auf den Karten, nicht nur des Perthes Verlags, auf denen sich die weißen Flecken der nord- und zentralafrikanischen Geographie schließen – Mays Held hat gerade eine Stunde zuvor erstmals afrikanischen Boden betreten, als er in einem „Examen“, das eigentlich einem potentiellen Führer durch die Wüste gilt, vor allem das eigene Wissen ausstellt. Er hat sich vorher, anderswo, orientiert: „Ich schlug die stets bereite Karte auf“170. Aber nicht, um einen konkreten Weg zu finden, sondern um in einer Überfülle der Zeichen möglicher Wege den einen Weg zu verlieren. Denn den Weg zu dem Verschollenen kann die Karte natürlich nicht weisen. An ihre Stelle tritt, als die Handlung ihren Höhepunkt erreicht, eine „Spiegelung“, die, gleich einer „meilenweiten Camera obscura“, sehen lässt, was die Karte in diesem Fall nicht einmal benennen kann: „Die Fata morgana hatte uns die Gum verraten“.171 Damit aber hat Mays Erzählung eine andere Welt betreten, denn zuvor hat er selbst in einem langen Exkurs die trügerische Wirkung der „Spiegelung“ geschildert:

Hauehn aaleïhu ia Allah, hilf ihnen, o Gott! […] Sie haben vor Durst und Hitze den Verstand verloren und halten die Fata Morgana, die gefährliche Spiegelung, für die Wirklichkeit.172

Ebenfalls angelockt vom Klang fremder Namen, droht der Erzähler eines anderen Romans, Wilhelm Raabes Abu Telfan oder die Heimkehr vom Mondgebirge, „wie ein betrunkener Schmetterling“ im Strudel zerstreuten Wissens verlorenzugehen:

Man hätte glorreich lügen können, ohne die mindeste Gefahr zu laufen, ad absurdum geführt zu werden, und wir hatten uns entschlossen, es zu thun. Was Alles hätten wir […] über den Gorilla, die Tsetsefliege, den Tschadsee, den Sambesi und dergleichen Kuriositäten sagen können! Überall hatten wir es mit Dingen zu thun, von welchen Jedermann etwas gehört hat, ohne jedoch etwas Genaueres darüber zu wissen […] und unser entzücktes Herz schlug und flatterte wie ein betrunkener Schmetterling über den tausend Blumen des Mondgebirges – Dschebel al Komri […].173

Dies geschieht, zehn Jahre bevor Mays „Reiseerzählung“ erstmals in der Familienzeitschrift Frohe Stunden erscheint, ebenfalls in einer illustrierten Zeitschrift, Über Land und Meer, in der Raabes Roman von Mai bis September 1867 in zwanzig Fortsetzungen zu lesen ist. Der Erzähler gibt jedoch der Verlockung der Namen, von denen „Jedermann etwas gehört hatte“ – jedenfalls „Jedermann“, der verfolgt, wie sich die weißen Flecken auf den Karten von Afrika schließen – nicht nach. Der Buchausgabe seines Romans stellt er sogar eine Vorbemerkung voran, welche die Spur, die in die Welt der Karten ebenso wie der Illustrierten Zeitungen führt, zu zerstreuen scheint: „Ich bitte ganz gehorsamst, weder den Ort Abu Telfan noch das Tumurkieland auf der Karte von Afrika zu suchen“174. Das kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass nicht nur Raabe eine Karte auf dem Schreibtisch liegen hatte, auf der eben diese Orte zu finden sind, und mit deren Hilfe sich auch der Reiseweg des Helden von Abu Telfan bis nach Leipzig, wie in den von Karl May herbeizitierten Itineraren, sehr gut verfolgen lässt – bevor er sich dann in der deutschen Provinz verwirrt.175

Auch auf Petermanns Karte der Märtyrer deutscher Wissenschaft findet sich, am Rande von Eduard Vogels letzter Reiseroute, ein kleines Bergmassiv namens Abu Telfan, auf dem Weg ins Königreich Dar Fur, das Vogel nicht erreichen sollte, von dem aber Raabe drei Jahre später seinen Protagonisten aus langjähriger Gefangenschaft, „aus dem allerunbekanntesten, allerinnersten Afrika“,176 zurückkehren lässt – was bis zu dem Zeitpunkt, als Abu Telfan erschien, immer noch keinem europäischen Reisenden der realen Welt gelungen war.

Das andere Wissen der Märtyrer-Karte ist auch ein Wissen der Literatur. Den Leserinnen und Lesern von Romanen – und illustrierten Zeitschriften – ist es letztlich vertrauter als den Geographen. Hier finden jene fragwürdigen Gestalten wie Raabes wenig heldenhafter Held Leonhard Hagebucher – wie Storms Heinz Kirch ein nicht wirklich willkommener Heimkehrer – ein Refugium. Ins ‚allerinnerste Afrika‘ war er gelangt im Gefolge eines „bis weit übers Sultanat Wadai hinaus“ „berüchtigten Elfenbeinjägers vom Weißen Nil“ namens „Signor Luca Mollo, genannt Semibecco“177 – ein literarischer Wiedergänger, der unschwer den „Elephantenjäger Teodoro Evangelisti aus Lucca“ und auch „Francesco Salemi, aus Scalati in Sicilien“ assoziieren lässt, beide bekannt aus der Legende zur Märtyrer-Karte, wie sie sich in den Notizen der Geographischen Mittheilungen findet. Bei Vermessungsarbeiten an der Landenge von Suez verschollen, kann auch Hagebucher den Ruhm eines „Märtyrers für die Wissenschaft“ genießen;178 ein Ruhm, in dem sich seine Familie und selbst die benachbarte Kleinstadt sonnen darf – solange, bis er heimkehrt und nicht nur die eher unheroische Geschichte seiner Gefangenschaft, sondern auch seine Verbindung zu so zwielichtigen Gestalten wie Semibecco ruchbar wird. In dem Bericht, den er nach seiner Heimkehr erstattet, konkretisiert sich zwar sein Leidensweg, er profanisiert sich aber zugleich. Schnell ist aus dem Märtyrer (wieder) der „Phantast“ und „Rechenfehler“ geworden, als der er seinem Vater vor seiner Flucht in die Fremde gegolten hatte179 – wie auch Storms Heinz Kirch seinem Vater (un)berechenbar bleibt: „er rechnete, er summierte und subtrahierte, er wollte wissen, was ihm dieser Sohn […] kosten dürfe“.180 Aber, wie bereits Vernes Cinq Semaines en Ballon gezeigt hat, sind es Rechenfehler, aus denen Geschichten – selbst die Geschichte des wissenschaftlichen Fortschritts – entstehen [Kapitel 1].

Auch Leonhard Hagebucher wird durch ein durchaus phantastisch anmutendes Rechenexempel überhaupt erst zum Märtyrer. Als „Sekretär des Sekretärs des Monsieur Linant-Bey, Oberingenieurs Seiner Hoheit, des Vizekönigs von Ägypten“, arbeitet er mit an der Lösung der „Weltfrage der Durchstechung der Landenge von Suez“.181 Dreißig Fuß, so hatten Kritiker des Projekts berechnet, liege der Spiegel des Roten Meers höher als der des Mittelmeers, so dass sich durch den Kanal gewaltige Wassermassen des Indischen Ozeans über Südeuropa ergießen würden; kaum einen Fuß betrüge der Unterschied tatsächlich, so behaupten die Befürworter. Es sind jedoch weniger die in seiner Bewerbung betonten Fähigkeiten in den „mathematischen Wissenschaften“, die Hagebucher zur Klärung dieses Streits beizutragen hat, sondern vielmehr ist sein journalistisches Talent gefragt, da, wie die Projektemacher sehr wohl wissen, die vorrangige Aufgabe darin besteht, „nicht nur den Kanal, sondern auch die öffentliche Meinung in das rechte Bett zu leiten“. Und zu diesem Zweck „redigierten wir Zeitungsartikel für alle möglichen europäischen und außereuropäischen Blätter“.182 Wie die Forschungsreisenden bewegen sich die Kanalbauer in grundverschiedenen Räumen: im „Sande zwischen Pelusium und Suez“,183 im mathematisch konstruierten Modell dieses geographischen Raums und im Imaginären der europäischen Kultur.

Auch der Erzähler bewegt sich, in ironischer Brechung seiner Rolle, in einer heterogenen, unsicheren Welt und ähnelt dabei zusehends jenen Polizeibeamten, die vergeblich versuchen, den Reiseweg Hagebuchers zu dokumentieren. Zunächst folgt er, auf einer Reise über Karten und durch geographische Mitteilungen, dem Klang exotischer Namen, die einen Spielraum der Phantasie zu eröffnen scheinen, in dem dann auch Abu Telfan im Schatten der sehr viel weiter östlich lokalisierten Mondberge liegen kann: „Man hätte glorreich lügen können, ohne die mindeste Gefahr zu laufen, dessen überführt zu werden, und wir hatten uns entschlossen, es zu tun […] und unser entzücktes Herz flatterte wie ein betrunkener Schmetterling über den tausend Blumen des Mondgebirges – Dschebel al Komri“.184 Zwischen Nippenburg und Bumsdorf aber – Namen, die nun tatsächlich auf keiner Karte zu finden sind – geraten Held wie Erzähler in den Bann von Mächten, die die erzählerische Phantasie nicht so „glorreich“ herbei- oder weglügen kann. Während Hagebucher bei dem Versuch, sein Abenteuer öffentlich zu vermarkten, gleichermaßen mit dem Publikum in Konflikt gerät, das sich um seine exotistische Phantasie betrogen sieht, als auch mit der Polizei, die sehr gut durchschaut, wie Hagebuchers Erzählung parabolisch auf die deutsche Realität zurückweist, konfrontiert der Erzähler sein eigenes (Un-)Vermögen, zu erfinden, mit seiner (Un-)Fähigkeit, zu finden, was bereits – in anderen Medien – festgehalten ist. Die „Archive“ der deutschen Fremdenämter, die die „dunkle Spur“ des Helden auf dem Boden des Deutschen Bundes erhellen könnten, bleiben dem Erzähler verschlossen (auch wenn er selbst sie erfunden hat), und Hagebuchers eigenes „Reisetagebuch“ „wird ewig ein Gerücht bleiben, denn niemals wurde uns die Existenz dieses Reisetagebuchs zu einer Gewißheit“.185

In einem Geflecht der Gerüchte und unsinnigen Informationen verfängt sich der Versuch, einen verlässlichen Bericht der Reise Hagebuchers über Triest, Wien, Prag, Dresden und Leipzig in die fiktive Welt von Nippenburg und Bumsdorf abzuliefern. „Zwischen Dresden und Leipzig liegt Riesa an der Bahn. Da trinkt man ein sehr gutes Eierbier“.186 Selbst wenn man wüsste, was ein Eierbier ist, hätte das mit der erzählten Geschichte absolut nichts zu tun; wir erfahren nicht einmal, ob Hagebucher überhaupt in Riesa Station gemacht hat. Stattdessen wird die volkskundliche durch eine geschichtliche Information ergänzt:

In der Nähe von Leipzig soll der Fürst Schwarzenberg den Kaiser Napoleon geschlagen haben, was jedenfalls eine große Merkwürdigkeit wäre, wenn es sich beweisen ließe. Wir wollen aber die Sache in der Dunkelheit beruhen lassen, in welcher sie uns von unsern Vätern überliefert wurde – die alten Herren wußten nicht genauer als wir, wer eigentlich bei Leipzig den Kaiser Napoleon geschlagen habe.187

Eine solche Aussage gibt recht gut den Gestus wieder, in dem viele Reiseberichte ihr fragmentarisches, aus ungeprüften Quellen stammendes Wissen der fremden Welt präsentieren. Sie demonstriert aber auch, dass es im Zeitalter der Ausdifferenzierung wissenschaftlicher Disziplinen und ebensosehr kontroverser politischer Ansichten zunehmend schwierig wird, ein kohärentes Wissen der – vermeintlich – eigenen Welt zu präsentieren, das dann auch noch in den Raum individueller Lebenserfahrung zurückzuprojizieren wäre. (Das Wissen über den Ausgang einer Schlacht ist 1867 natürlich nicht mehr Sache des Gedächtnisses ‚alter Herren‘, sondern der Geschichtswissenschaft, und ob man den Sieg über Napoleon einem Fürsten, einer Allianz republikanisch-national gesinnter Freiwilliger oder völlig anderen Kräften zuzuschreiben gewillt ist, ist von politischen Orientierungen kaum zu lösen.) Selbst in seiner fiktiven Welt verliert der Erzähler seine Figuren immer wieder aus dem Blick, folgt, wie die ‚Öffentlichkeit‘, Gerüchten, die er weder bestätigen noch zurückweisen will. Zwar weiß er es am Ende dann doch meist besser, aber diese Überlegenheit hebt das ironische Bewusstsein nicht auf, dass selbst eine erfundene Wirklichkeit auf Verfahren angewiesen ist, Wissen zu stabilisieren. Verfahren, die auf zweifache Weise zu scheitern drohen: Entweder, indem sie zu gut funktionieren und so jede irritierende Erfahrung ausschließen, oder nicht gut genug, um aus einer Vielzahl heterogener Daten überhaupt eine Welt entstehen zu lassen. Weniger, indem er der Spur exotischer Namen ins allerinnerste Afrika folgt, erweist sich Raabe als sorgfältiger Leser geographischer Literatur – nicht zuletzt wohl auch der Erinnerungen an einen Verschollenen seiner Bekannten Elise Polko, Eduard Vogels Schwester.188 Vor allem besitzt er ein ausgeprägtes Gespür dafür, wie in den Karten-Legenden die Sicherheit des realistischen Weltentwurfs, jenes stabilen referentiellen Modells, das die Karte verspricht, zu Bruch geht – zu Bruch gehen muss, um auch auf der Karte Neues entstehen zu lassen.

Wie bereits in den Cinq semaines en ballon geschieht das in einem Wechselspiel verschiedener, einander supplementierender und immer wieder auch subvertierender, Medien und Darstellungsformen: Auftritte vor wissenschaftlichen Gesellschaften und geographisch interessierten Laien, Reiseberichte, Briefe, Zeitschriften, Karten, Atlanten, Legenden, Fußnoten, Anekdoten wie Romane formen ein epistemisches Feld, dessen Heterogenität und dessen semiotischen Überfluss Petermanns Märtyrer deutscher Wissenschaft in Inner-Afrika zumindest andeuten, ebenso wie drei Jahrzehnte später noch der dürre Hinweis auf Eduard Vogel in Stieler’s Hand-Atlas. Ausbuchstabiert wird diese Heterogenität in der Literatur des Realismus, einer Literatur, für die Realität niemals in einer Darstellung zu bannen, sondern immer zugleich anderswo zu suchen ist – in einer stets prekären Balance aus Stabilität und Instabilität, Stabilisierungen und Destabilisierungen.

Ein Wechselspiel zentrierender und dezentrierender Kräfte bestimmt auch den publizistischen Ort, an dem Raabes Roman erstmals erschienen ist. Als Allgemeine Illustrirte Zeitung fügt ihn Über Land und Meer in ein Ensemble fiktionaler und nicht-fiktionaler, sprachlicher und bildlicher Darstellungsformen ein, umbricht ihn durch Illustrationen, die in keinem inhaltlichen Zusammenhang zum Text stehen, sondern dem Regime der graphischen Gestaltung der (Doppel-) Seiten geschuldet sind. Illustrationen zu Abu Telfan gibt es nicht, aber eine Woche, bevor der Roman beginnt, ist ein ganzseitiges Bild erschienen, das sich sehr gut darauf beziehen lässt, wenn man gelernt hat, die Aufmerksamkeit zu zerstreuen und in der Zerstreuung Zusammenhänge zu entdecken: Die Heimkehr des Verlorengeglaubten.189

Abb. 13
Abb. 13

„Die Heimkehr des Verlorengeglaubten“, 1867

Zwei Seiten später erläutert eine Anekdote, was hier zu sehen ist: Ein Sylter Fischer ist nach einem Sturm verschollen, seine Frau blickt, gleich „einer still Wahnsinnigen“, aber auch der Königstochter in Schillers Taucher gleich, vierzehn Tage lang vergeblich auf die Wogen. Dann aber kehrt der Schiffbrüchige, der von einem englischen Boot aufgefischt worden war, zurück, nicht vom Strand her, von dem er ausgefahren war, sondern über einen Umweg. Das gibt der Abbildung die Gelegenheit, die ars memoria, den verzweifelt-hoffenden Blick der Frau, die gefasste Resignation des Vaters, ins Zentrum zu setzen und zugleich die im Text beschriebene „köstliche Szene des Wiedersehens“ durch den von hinten nahenden Heimkehrer zu antizipieren, aber noch in der (nahen) Zukunft zu belassen.190 Die „köstliche Szene“ ist nur deshalb köstlich, weil zugleich ihr Gegenteil antizipierbar und im Blick der Frau präsent ist. Das, was sie nicht sieht, kann hinter ihr liegen, es kann aber auch vor ihr liegen, versteckt in einem Anderswo, das ihr Blick nicht erreicht. Das heißt, in einem Raum der Potentialität, der der Raum des Verschollenen ist, der aber auch den Raum der Illustrirten Zeitung auffaltet, in der jeder Zusammenhang möglich, keiner aber zwingend wird.

144

Imre Josef Demhardt, Der Erde ein Gesicht geben. Petermanns Geographische Mitteilungen und die Entstehung der modernen Geographie in Deutschland (Katalog zur Ausstellung der Universitäts- und Forschungsbibliothek Erfurt/Gotha 2005), Gotha 2006, S. 32-37 und S. 43-45 sowie die Abbildungen 16-18, die zwei Vorstufen im Vergleich mit der ‚fertigen‘ Karte zeigen.

145

Demhardt, Der Erde ein Gesicht geben, S. 36.

146

Von einem „große[n] Netz von Itinerarien, welches unsere jetzige Kenntnis von Bagirmi, Wadai und den benachbarten Landschaften ausmacht“ spricht Hassenstein auch in seinem Mémoire zur Karte von Inner-Afrika (in: Mittheilungen, Ergänzungsband 2, S. 4); groß heißt hier v. a. grobmaschig: „im Süden dagegen fehlte jeder sichere Anhalt gänzlich“.

147

Mittheilungen 1868, S. 373-375; S. 374.

148

Ebd., S. 375.

149

Mittheilungen 1864, S. 1.

150

Ebd., S. 27.

151

Barth an Petermann, 12.12.1863 (SPA ARCH PGM 039/06, Folio 1119); zum Diwan von Bornu vgl. Barth, Reisen und Entdeckungen, Bd. 2, S. 276ff. Vgl. 039/06, Folio 1123, v. 31.10.1863, wo Barth andeutet, Beurmann sei verantwortlich für seinen eigenen Tod.

152

[M. v. Beurmann,] v. Beurmann’s Reise in Nubien und im Ägyptischen Sudan, in: Mittheilungen 1861, S. 369-371; S. 369.

153

August Petermann, Moriz [sic] v. Beurmann’s Tod nebst Übersicht seiner Reise (1861-1863) so wie derjenigen von Overweg (1850-1852), Vogel (1853-1856) und Steudner (1861-1863), in: Mittheilungen 1864, S. 25-30; S. 27.

154

Die neuen Entdeckungsreisen in Afrika, in: Globus, 1. Jg., Heft 4, April 1862, S. 107-110; S. 110; für den Hinweis auf den Artikel danken wir Daniela Gretz. Zum Globus vgl. auch Kirsten Belgum, Popularizing the World: Karl Andree’s Globus, in: Colloquia Germanica 46, 3, 2013, S. 245-265.

155

Globus 1862, S. 110.

156

Vgl. Fn. 68 und 110.

157

Le Tour du Monde 1861, S. 408f.; 1860 hatte Le Tour du Monde einen ausführlichen Artikel zu Barth gebracht.

158

„Eine fünfwöchige Luftreise quer über Afrika“, in: Magazin für die Literatur des Auslandes, 32. Jg., No. 29, 22. Juli 1863, S. 344-347; S. 345. Der Auszug ist im Übrigen ein illustratives Beispiel für die präkoloniale Formation rassistischer Stereotype. Sehr breiten Raum nehmen die rassistischen Schilderungen abergläubischer ‚Eingeborener‘ ein, die die Ballonfahrer als Teufel bekämpfen oder als Götter anbeten, oder sich als ‚fanatische‘ Moslems grundsätzlich feindlich verhalten; so nimmt die ‚spannende‘ Verfolgungsjagd am Ende des Romans fast die Hälfte des Auszugs ein, in dem die Reise zum militärischen Kommandounternehmen mutiert. Dass eine ‚Forschungsreise‘ sich den Weg mit Waffengewalt bahnen muss und darf, erscheint hier – wie auch in vielen anderen Darstellungen, auch in den Mittheilungen – als Normalität.

159

Eine fünfwöchige Luftreise, S. 344.

160

August Petermann, Übersicht der neuesten bereits im Gange befindlichen oder projektirten Afrikanischen Reisen, in: Mittheilungen 1863, S. 337-339; S. 339, Fn. 1 (Redaktionsschluß des 9. Heftes war der 1. September).

161

Kölnische Zeitung vom 30.10.1863; vgl. Johannes H. Voigt, Die Erforschung Australiens. Der Briefwechsel zwischen August Petermann und Ferdinand von Mueller 1861-1878, Gotha 1996, S. 51.

162

Mittheilungen 1864, S. 27.

163

Petermann, Vorwort, in: Mittheilungen 1855, S. 2.

164

August Petermann, Gerhard Rohlfs’ Reise von Algier gegen Timbuktu hin, in: Mittheilungen 1864, S. 2-6; S. 1.

165

Vgl. zur Arabeske als Figur der Verschollenheit Wolfgang Struck, Ingenjör Andrées luftfärd oder Die melancholischen Entdeckungen des Films, in: Hansjörg Bay/Wolfgang Struck (Hg.), Entdeckungsreisen. Vorfahren – Nachfahrten – Revisionen, Köln/Weimar/Wien 2012, S. 29-52.

166

Vgl. oben, S. 19.

167

May, Die Gum, S. 73-75.

168

May, Die Gum, S. 19.

169

May, Die Gum, S. 25f.

170

May, Die Gum, S. 53.

171

May, Die Gum, S. 106f.

172

May, Die Gum, S. 105.

173

Abu Telfan oder die Heimkehr vom Mondgebirge. Roman von Wilhelm Raabe, in: Über Land und Meer, Nr. 33, Mai 1867, S. 518.

174

Wilhelm Raabe, Abu Telfan oder Die Heimkehr vom Mondgebirge, in: Wilhelm Raabe, Werke, Bd. 7, hg. v. Karl Hoppe u. Werner Röpke, 2. Aufl., Göttingen 1969, S. 5.

175

Vgl. den Kommentar zu Abu Telfan, in: Raabe, Werke, Bd. 7, S. 413; demnach benutzte Raabe die – veraltete – Karte von Afrika/nach guten Hülfsmitteln entworfen und gezeichnet im Jahre 1833/von/F. Renner/Lieutenant in der Königlich Preußisch./Artillerie/in Stein gestochen/von/Albrecht Pratt.

176

Raabe, Abu Telfan, S. 11.

177

Ebd., S. 26.

178

Ebd., S. 96.

179

Ebd., S. 101, S. 102.

180

Storm, Hans und Heinz Kirch, S. 116.

181

Raabe, Abu Telfan, S. 24.

182

Ebd., S. 25.

183

Ebd.

184

Ebd., S. 11f.

185

Ebd., S. 14.

186

Ebd., S. 9.

187

Ebd.

188

Elise Polko, Erinnerungen an einen Verschollenen. Aufzeichnungen und Briefe von und über Eduard Vogel. Gesammelt von seiner Schwester, Leipzig 1863.

189

In: Über Land und Meer, 1867, Nr. 32, S. 512.

190

Karl Teschner, Zur Zeit der Stürme, in: Über Land und Meer, 1867, Nr. 32, S. 514.

Aus der Welt gefallen

Die Geographie der Verschollenen

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  • Barth, Heinrich, Reisen und Entdeckungen in Nord- und Central-Afrika in den Jahren 1849 bis 1855 von Dr. Heinrich Barth. Im Auszuge bearbeitet. Mit Holzschnitten, zwei Bildern und dem Portrait des Reisenden, Erster Band, Gotha 1859

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