Inhalt

In: Der Vers im Drama
Author: Jorg Wesche
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Inhalt

1 Warum Versdramen? Einführende Überlegungen 1

2 Grundmodelle des Versgebrauchs 17

Teil I Bausteine zur Theorie des Dramen- und Theaterverses

1 Medialität des Verses im Drama und Theater 25

1.1 Der Vers als Schreibweise und dramatisches Formprinzip 31

1.2 Verse als Theaterzeichen 38

2 Formen metrischer Mimesis im Drama 47

3 Wer spricht den Vers? Zum pragmatischen Status gebundener Rede zwischen Figur, Autor und Drameninstanz 61

4 Dramaturgische Funktionen des Verses: Ort, Zeit, Handlung und Rolle 77

4.1 Metrische Handlungsführung und Figurengestaltung in Andreas Gryphius’ Märtyrertragödie Catharina von Georgien (1657) 83

4.2 Verunsicherung der Sprache und Ironie des Blankverses. Zur Dramaturgie des Prosimetrums in Kleists Ritterschauspiel Das Käthchen von Heilbronn (1810) 91

5 Zur Künstlichkeit des Verses im Drama 115

5.1 Freiheit durch Form. Gustav Freytags ›Technik‹ des Versdramas als analytisches Bezugsmodell 115

5.2 Große Sprachgebärde und metrische Innerlichkeit. Zur Künstlichkeit des Dramenverses bei Max Kommerell 126

5.3 Natürliche Künstlichkeit. Rhythmische Poetisierung der Welt bei T. S. Eliot 135

Teil II Modelle des 20. und 21. Jahrhunderts

1 Monometrisches Modell 145

1.1 Sprache in Gefangenschaft. Syntaktische Segmentierung und ›beflügelter‹ Blankvers in Bechers Dramolett Ikaros (1919) 145

1.2 Gleichheit im Blankvers. Metrischer Sozialismus in Erwins Strittmatters Komödie Katzgraben (1954) und Bertolt Brechts »Katzgraben«-Notaten (1953) 160

1.3 Vers und Geschlecht. Metrische Gleichstellung in Karl Mickels Weiberherrschaft (1971) 174

1.4 Funktionale Variabilität und Einheitlichkeit der Form. Zur Theatertauglichkeit des Blankverses 181

1.5 Das gefundene Maß. Sprechgesang in Ernst Jandls »vers-drama« Aus der Fremde (1980) auf der Schwelle zur Oper 184

2 Polymetrisches Modell 209

2.1 Metrische Isolation monologischer Puppen in Hugo v. Hofmannsthals Das Kleine Welttheater (1897) 209

2.2 Das Metrum als poetische Provokation. Zur ›Verskultur‹ in Karl Mickels Nausikaa (1968) 217

2.2.1 Expositorischer Versgebrauch 217
2.2.2 Polymetrische Theatralität 228
2.2.3 Metrische Körperlichkeit 234
2.2.4 Sprach- und Theaterskepsis 236
2.2.5 Theater im Abseits. Zur literaturhistorischen Stellung Mickels 241
2.2.6 ›Schrecken des Humanismus‹. Metrische Vielfalt im Mythos als ästhetische und politische Herausforderung 245

3 Prosimetrisches Modell 261

3.1 Der verhöhnte Vers. Metadramatische Sprachkomik im Spannungsfeld von Dialekt und Metrum in Gerhart Hauptmanns Komödie Schluck und Jau (1900) 261

3.2 Ästhetik hölzerner Rede. Zum Zusammenhang von Vers, Marionette und Repräsentationstheater in Arthur Schnitzlers Burleske Zum großen Wurstel (1906) 284

4 Freirhythmisches Modell 311

4.1 Der Vers als mythisches Analogon. Zur akustischen Dialektik rhythmischer Alterität in Hans Henny Jahnns Medea (1926) 311

4.2 »Menschen als Verse«. Sprechgestik und Ordnungsgewalt freirhythmischer Rede in Thomas Bernhards Der Berg (1970) 339

4.3 Rhetorik des Katarakts. Der Vers im Bewusstseinsstrom in Albert Ostermaiers Monodrama Vatersprache (2003) 353

Teil III Zusammenfassung und Perspektiven

Teil IV Anhang

Dramen in Versen. Eine Auswahlbibliographie 391

Siglenverzeichnis 403

Quellen 405

Forschungsliteratur und literaturkritische Schriften 411