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Inhalt

1 Einleitung 1

2 Negativität – Differenz – Weiblichkeit 21

2.1 Die Kategorie des Negativen 23

2.2 Das Spiel der Differenzen 28

2.3 Das fragmentierte weibliche Subjekt als Ort der Differenz 34

3 Nichtidentität – Dialogizität – Metatextualität oder Essayismus als Vertextungsprinzip 41

3.1 Essayismus als Konstellation von Brüchen 43

3.2 Essayismus als Polyphonie 47

3.3 Essayismus als (selbst-)reflexive Kommentierung und gedankliche Kreisbewegung 50

4 Weibliche Autorschaft – Selbstreferentialität – Performativität oder ‚die Bachmann‘, ‚die Streeruwitz‘ und ‚die Jelinek‘ als Autorinnen der Negativität 53

4.1 Weibliche Autorschaft zwischen Negierung und Selbstermächtigung 57

4.2 Selbstreferentielles Spiel einer essayistischen Autorschaft 61

4.3 Zur Geburt der Autorin aus dem Geist des performativen Aktes 62

5 Erinnerung – Schmerz – Trauma oder zur Darstellung faschistoider Strukturen bei Bachmann, Streeruwitz und Jelinek 67

6 Ingeborg Bachmann – Poetik der Chiffrierung oder zum Rätselcharakter des Schmerzes 75

6.1 ‚Die Bachmann‘ der anderen: Vorbemerkungen zum Verhältnis von Nachlass, medialer Vermarktung und Rezeption 81

6.2 Bachmanns Autorschaft: Arbeit am Mythos als Rekonstruktion einer negativen Kunstfigur? 92

6.3 Die Dichterin in ihrer Zeit als „utopische Existenz“ zwischen Erkenntnisleid und „bitter[er]“ „Sehnsucht“ 97

6.4 Sprache im Abseits: Die Frankfurter Vorlesungen (1959/60) 108

6.5 Auflösung des Gedichts in der essayistischen Poetik: Von den Frankfurter Vorlesungen zu den späten und Nachgelassenen Gedichten (entst. ca. 1962–1965) 114

6.5.1 Inmitten von Sprachgittern oder wenn die (lyrische) Sprache sich selbst durchstreicht: Von Anrufung des großen Bären (1956) zu Keine Delikatessen, [Ich habe die Gedichte verloren] und [Die Gedichte sind mir abhanden gekommen] 123

6.5.2 Dekonstruktion und Reaktualisierung der ‚besten aller möglichen Welten‘: Ich weiss keine bessere Welt (Wer weiß eine bessere Welt)und[Ich weiß keine bessere Welt] (Die schwachsinnige Moral der Opfer) 136

6.5.3 Schmerzen der Erinnerung: [Nach vielen Jahren] 146

6.5.4 Wand – Worte – Wahrheit oder Malina in den Nachgelassenen Gedichten: Für Ingmar Bergman, der von der Wand weiss 153

6.6 Malina (1971) oder die Erinnerung an die dunkle Geschichte einer Prinzessin der Schmerzen 162

6.7 Essayismus und Dystopie bei Bachmann am Beispiel des Traum-Kapitels aus Malina 176

7 Zwischen Affirmation und Kritik: Marlene Streeruwitz und Elfriede Jelinek über Ingeborg Bachmann und die mediale Bachmann-Rezeption 183

8 Marlene Streeruwitz – „Poetik der Brechung“ zwischen Todes- und Lebensarten 197

8.1 Der Streeruwitz-Kosmos: Begriffe, Konzepte, theoretische Voraussetzungen 204

8.1.1 Reaktualisierung der literarischen Moderne? 204

8.1.2 Auflösung von Dichotomien 208

8.1.3 Anti-Realismus 211

8.1.4 Zusammenführung von Ästhetik und Ethik, Theorie und Praxis, Form und Inhalt 213

8.1.5 Geschlechtermodelle zwischen Feminismus und Poststrukturalismus 216

8.1.6 Zum Verhältnis von Autorschaft, Rezeption und Text 224

8.1.7 Gesellschaftsverständnis und Subjektposition 227

8.2 Weibliche Autorschaft: (K)ein performatives Spiel? 232

8.2.1 Politische Autorschaft als Machtkritik 234

8.2.2 Dame, Domina oder Daisy Duck? Inszenierungsformen der 1990er Jahre 240

8.2.3 „Sie nicht als Sie“ oder changierende Identitäten: Inszenierungsformen der 2000er Jahre 246

8.3 Kritisch kommentiert: Marlene Streeruwitz über den medialen Umgang mit Elfriede Jelineks Autorschaft 254

8.4 Essayismus bei Streeruwitz: „Texte des Versuchens“ 259

8.5 Utopie oder mögliche Wirklichkeit? – Plurale Sprachkonzepte in den Tübinger und Frankfurter Poetikvorlesungen (1997/98) 261

8.5.1 Sprache des Weiblichen als „feministische Kulturkritik“ 266

8.5.2 Sprache der Erinnerung als Gegenentwurf zum gesellschaftlichen Vergessen und Verdrängen 273

8.5.3 Sprache der Opfer 278

8.5.4 Sprache der Gesellschaftskritik oder eine „Poetik des Politischen“ 284

8.6 NS-‚Euthanasie‘ – Vergasung – Massenmord: Todesarten der Gegenwart in Boccaleone. (1999) 289

8.6.1 Die Figur Hans als Vertreter faschistoider Gesellschaftsstrukturen 291

8.6.2 Der Schmerz der Figur Grete 297

8.6.3 Der Ausbruch der Figur Tini als weibliche Selbstermächtigung 300

8.7 Negierung klassischer Theaterformen: Marlene Streeruwitz’ Theatertheorie als essayistische Poetik 305

8.8 Nachwelt. Ein Reisebericht. (1999) 308

8.8.1 Einleitung 308

8.8.2 Weibliche Biographien zwischen „objektive[m] Urteil“ und ‚lebendigem Leben‘ 311

8.8.3 Erinnerungen an den Faschismus als Momente der Brechung vergangener und gegenwärtiger Lebensgeschichten 320

8.8.4 Der Schmerz der Figur Margarethe 328

8.9 Morire in levitate. (2004) 332

8.9.1 Einleitung 332

8.9.2 Erinnern und Vergessen 337

8.9.3 „Der frische Schnitt“ oder Schmerz als aktualisierte Erinnerung 343

8.9.4 Auflösung der Novellenform in der kreiselnden Bewegung des Essays 351

8.10 Kreuzungen. (2008) 356

8.10.1 Einleitung 356

8.10.2 Spieglein an der Wand, wer ist der Mächtigste im ganzen Land: Von der Machtergreifung zur Entmachtung der Machthaber 361

8.10.2.1 Geld und Macht 370
8.10.2.2 Sexualität und Macht 372
8.10.2.3 Kunst und Macht 379

8.10.3 Die (Menstruations-)Schmerzen der Figur Max 383

8.10.4 Zur poetologischen Bedeutung der männlichen Perspektivfigur 387

8.11 Die Schmerzmacherin. (2011) 395

8.11.1 Einleitung 395

8.11.2 Kein erhabener Schmerz, keine große Seele 402

8.11.3 Traumatischer Erinnerungsschmerz 408

8.11.4 Schmerzen erleiden und Schmerzen zufügen: Zum Opfer-Täter/innen-Diskurs 416

9 Exkurs: Mädchenopfer und Töchtermorde „im Namen des Vaters“: Die Vervielfältigung von Bachmanns Vaterfigur in Streeruwitz’ Romanen von Nachwelt. (1999) bis Nachkommen. (2014) 425

10 Elfriede Jelinek – Poetik der „Anmaßung“ oder der abwesend anwesende Schmerz 441

10.1 Zwischen femme fatale und femme fragile: Jelinek als Autorin der Negativität 447

10.2 Die Nobelpreisrede Im Abseits (2004) als poetologische Selbstreflexion 453

10.2.1 Jelineks Wirklichkeitskonzeption 456

10.2.2 „Ich bin die Gefangene meiner Sprache“ 462

10.3 Essayismus bei Jelinek: Die unendlichen Weiten der Textflächen (2013) 467

11 Fazit 473

12 Verzeichnis der zitierten Literatur 479

13 Es gibt keine Grenzen. Das Denken darf überall hin. Ein Gespräch mit Marlene Streeruwitz (Wien, 08.09.2014) 517