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Dank

Der Großteil der Forschungen zu diesem Buch entstand während Freisemestern, die ich in Berlin verbracht habe, wo sich seit einigen Jahren mein Lebensmittelpunkt befindet. Berlin ist ein Ort, an dem die Geschichte allgegenwärtig ist, an dem Licht und Schatten wie in kaum einer anderen Stadt nebeneinander bestehen und bestehen dürfen, eine Stadt, die mit einer unglaublichen Lebenskraft sich selbst immer wieder neu erfindet, ohne jemals prätentiös zu sein, eine Stadt, in der Scheitern und Wiederaufstehen zu einer Lebensform werden, die Kreativität schafft und Luft zum Atmen. Berlin hat eine Präsenz, die sich in der Begegnung mit Orten und Personen entfaltet. Der ganze erste Teil dieses Buches ist voll von Personen, die Berlin geprägt haben und mit denen Berlin Geschichte geschrieben hat.

Viele der Personen, die an diesem Buch mitgeschrieben haben, gehören nicht der menschlichen Gattung an. Die Vögel, Füchse, Eichhörnchen, Mäuse, Hunde, Bäume und Pflanzen Wilmersdorfs sind meine ständigen Begleiter. Ihnen gilt mein Dank. Besonders möchte ich mich bei unserer Yorkie-Dame Genki bedanken, von der wir uns 2017 schmerzlich verabschieden mussten, und bei Oskar, der einen festen Platz in unserer Mitte gefunden hat – beide waren und sind eine fortwährende Quelle von Weisheit, Freude und Lebensenergie.

Nicht nur Berlin hat an diesem Buch mitgeschrieben. In den letzten Jahren habe ich viele Orte besucht, an denen die Grenze zwischen den Wirklichkeitsebenen durchlässig ist. Zu diesen thin places gehört die Westküste der USA, allen voran Redwood Forest, doch auch Schottland und Nordskandinavien. Besonders möchte ich mich bei dem Berg Gisuris bedanken, der heute zusammen mit Akka und Nijak den Eingang zum Sarek-Nationalpark beschützt und der seit 65 Millionen Jahren einer der Ein- und Ausatmungspunkte Lapplands ist.

In diesem Buch führe ich Forschungen weiter, die mich in den letzten zwanzig Jahren immer wieder beschäftigt haben. Viele Gespräche mit Kolleginnen und Kollegen sowie mit Studierenden haben mir dabei geholfen, meine Argumente zu formulieren und zu verbessern. Besonderer Dank gilt Whitney A. Bauman, der 2018 mit mir das Forschungs- und Begegnungszentrum Counterpoint: Navigating Knowledge gegründet hat und der mir ein wichtiger Freund und Gesprächspartner ist. Wertvolle Anregungen zu diesem Buch habe ich außerdem von Jay Johnston, Bron Taylor, Jens Schlieter, Claudia Bruns und den Mitgliedern der Forschergruppe zu new animism, allen voran Sarah Pike, Graham Harvey und David Haberman, erhalten. Meinem Freund und Kollegen Dylan Burns verdanke ich viele Anregungen während unserer Lunchpausen in der Mensa der Freien Universität Berlin oder bei abendlichen Gesprächen.

Anne Koch, Helmut Zander, Andreas Sommer und Stefan Mekiffer haben das Buchmanuskript oder Teile davon gelesen und mir wichtige Rückmeldungen gegeben, die ich versucht habe, so gut es geht umzusetzen. Für diesen Gedankenaustausch bin ich sehr dankbar.

Einen besonderen Dank möchte ich Hans G. Kippenberg aussprechen. Ich werde nie vergessen, wie ich ihn 1995 in seinem Büro an der Bremer Universität aufsuchte, um ihm ein Dissertationsprojekt zur antiken Astrologie vorzuschlagen. Er war sofort interessiert, obwohl er mich gar nicht kannte. Seine Begeisterung für kulturwissenschaftliche Forschung, auch und gerade wenn sie überkommenes Wissen gegen den Strich bürstet, hat mich seitdem fortwährend motiviert und inspiriert. Hans G. Kippenberg war es auch, der mich auf die Spur einer diskursorientierten Religionsforschung gesetzt hat, und das meiste, was ich seit meiner Zeit als Doktorand gelernt habe, geht direkt oder indirekt auf ihn zurück. Über die Jahre ist eine Freundschaft gewachsen, die mich mit Dankbarkeit erfüllt. Aus Anlass seines achtzigsten Geburtstags sei ihm dieses Buch gewidmet.

Auch Alissa Jones Nelson gebührt ein besonderer Dank. Sie war nicht nur eine geduldige Zuhörerin, wenn ich sie einmal mehr mit Fragen zur Geschichte der Seele behelligt habe, sondern sie hat mich auch mit Autorinnen und Autoren sowie mit Themen und Fragestellungen bekannt gemacht, die in vielfältiger Weise in dieses Buch eingeflossen sind. Und was noch wichtiger ist: Sie teilt mit mir das Abenteuer des Lebens. Love is touching souls.