Dank

in Update!
AutorIn: Franziska Heller
Open Access
Dank

Eine Folge der Digitalisierung des Films sind die immer spektakulärer werdenden Special Effects und – damit einhergehend – die immer länger werdenden Credits. Nun geht es mir ähnlich: Im Vergleich zu vorherigen Studien bin ich bei der vorliegenden Publikation ungleich mehr Menschen und Institutionen zu tiefstem Dank verpflichtet; eine Vielfalt von Hilfestellungen und Einflüssen, die es mir erst ermöglicht hat, die „speziellen Effekte“ eines komplexen und m. E. sehr dringlichen Gegenstandsbereiches aus den verschiedensten Perspektiven anzugehen.

Ohne Barbara Flückiger und ihren Wagemut, mich 2008 in ein interdisziplinäres, anwendungsorientiertes Projekt zur Digitalisierung von Archivfilmen zu holen, hätte meine (Wissenschafts-)Vita wohl einen ganz anderen Verlauf genommen. Vieles wäre mir verschlossen geblieben. Sie hat mir nicht nur ein neues Gegenstandsfeld in der Film- und Medienwissenschaft eröffnet, sondern auch ganz praktisch eine weitere Ausbildung ermöglicht. Im Verlauf von verschiedenen Projekten haben wir gemeinsam viele Situationen meistern und uns Bereiche erobern müssen. Für mich unschätzbare Lektionen. In diesem Zusammenhang danke ich auch dem Schweizerischen Nationalfonds für die Förderung des Projekts FILMGESCHICHTE RE-MASTERED. Die dort erarbeiteten Erkenntnisse wurden ergänzt von der Arbeit in den Projekten AFRESA und DIASTOR (beide gefördert von der KTI, der Kommission für Technologie und Innovation in der Schweiz).

Das vorliegende Buch geht aus meiner Habilitationsschrift an der Philosophischen Fakultät der Universität Zürich hervor; ein (Prüfungs-)Unterfangen, das ohne die institutionelle Unterstützung des Seminars für Filmwissenschaft nicht möglich gewesen wäre. Fabienne Liptay, Margrit Tröhler und Jörg Schweinitz haben mich vor allem in der finalen Phase des Verfahrens mit Anregungen begleitet. Kaum zu unterschätzen sind auch die logistischen und infrastrukturellen Möglichkeiten und Zuwendungen des Zürcher Seminars – nicht zuletzt mit seiner exzellenten Videothek und Bibliothek. Besonderer Dank gilt Daniela Casanova, die mich unermüdlich mit wertvollen Literaturhinweisen versorgt hat. Auch haben mir die Kolleg*innen in der Administration seit 2008 unzählige Male schnell und unkompliziert geholfen.

Ich freue mich, dass das vorliegende Buch das Ergebnis meiner nun schon dritten Zusammenarbeit mit Henning Siekmann vom Wilhelm Fink Verlag ist, der äußerst herzlich und geduldig stets bereit ist, Projekte gemeinsam zu entwickeln. Dem Schweizerischen Nationalfonds danke ich hier für die sehr großzügige Förderung dieser Open-Access-Buchpublikation.

In diesem Kontext gebührt auch Simon Spiegel ein von Herzen kommendes „merci vill mal“. Diese Veröffentlichung hätte mich auf den letzten Metern wesentlich mehr Nerven gekostet, hätte er mir nicht in außergewöhnlich offener und loyaler Weise beigestanden.

Auf inhaltlicher und gestalterischer Ebene ist dieses Buch nicht denkbar ohne den Archival Film Festival Circle: Ein ganz besonderer Dank geht hier zunächst an den Festivaldokumentaristen Valerio Greco, sein kreatives Auge und seine Großzügigkeit. Ohne den über mehrere Jahre hinweg andauernden intensiven Austausch mit Kolleginnen und Kollegen aus der Medien- und Archivpraxis, ohne das ganze praktische Hintergrundwissen, hätte ich viele Thesen nicht entwickeln können. Ich kann mir meine medien- und filmwissenschaftliche Tätigkeit ohne diesen kontinuierlichen Dialog nicht mehr vorstellen. Zu den prägendsten Personen – auch in persönlicher Hinsicht – gehören: Anna Batistová, Neil Brand, Rob Byrne, Mark Davies, Dennis Doros, Mark Fuller, Adelheid Heftberger, Johan Nordström, Natasha Poljakowa, Tom Vincent, Peter Walsh, Lars Zeidler u.v.m. Darüber hinaus bin ich Irela Núñez, Hendrik Teltau, Andreas Thein und Anke Wilkening sehr zu Dank verpflichtet. Karl Wratschko ist für mich ein kreativ kuratierendes Phänomen, und ich schätze mich sehr glücklich, dass er seine Arbeiten mit mir (und meinen Studierenden) seit Jahren teilt. Oliver Hanley und Ulrich Ruedel infizieren mich immer wieder mit ihrer Leidenschaft für vergessene Bereiche der Filmgeschichte. Uli Ruedel beeindruckt mich speziell mit seinem Enthusiasmus, über die disziplinären Gräben zwischen Natur- und Geisteswissenschaften hinaus zu denken und damit wirkliche Kollaboration in der Forschung zu leben.

Auf der Seite der universitären Film(geschichts)forschung habe ich ebenfalls das Glück, in ein vielseitig inspirierendes Netzwerk eingebunden zu sein. Seit vielen Jahren erfahre ich die besondere fachliche wie menschliche Unterstützung von Sonja Czekaj, Evelyn Echle, Wolfgang Fuhrmann, Adrian Gerber, Maggie Hennefeld, Eva Hielscher, Kristina Köhler, Bregt Lameris, David Pfluger, Jan Sahli, Matthias Steinle, Matthias Uhlmann und Yvonne Zimmermann. Schnellen, auch logistisch-technischen Support habe ich gerade zuletzt immer wieder von Michelle Beutler, Joëlle Kost, Olivia Stutz sowie Noemi Daugaard und Josie Diecke erhalten. Darüber hinaus gilt mein Dank den Studierenden, die mich in unterschiedlichsten Kursen und auf den Exkursionen nach Bologna mit ihren Fragen und Anregungen herausgefordert haben.

Claudy Op den Kamp ist meine Muse – ob in akademischen Debatten oder in populärkulturellen Fragen. Mit ihr kann ich in allen Bereichen besser denken.

Den persönlich-privaten Rahmen, der mir das vorliegende Buch überhaupt erst ermöglicht hat, wird darüber hinaus von Menschen gebildet, die mich immer wieder daran erinnern, was wirklich zählt: Alexander Czechowicz und Sebastian Moretto, die nun schon seit fast 15 Jahren immer bedingungslos parat sind, wenn plötzlich ein Anruf von mir kommt. Melanie Seite, die dafür sorgt, dass meine Finger an der Schreibtastatur nie erlahmen. Franziska „Finsi“ Raff und Anne „Killer-Bambi“ Martin, die beste Zonenverteidigung im Leben, die man sich als Freundin nur wünschen kann – zusammen mit Vicky Weber, Sarah Beyeler und dem gesamten Team der Züri Raptors. Moritz Heller, der als einziger die Fähigkeit perfektioniert hat, den Moment mit absoluter Hingabe zu genießen. Und – als wichtige Post-Credit-Szene: Öper vo eus zwei, und das bi nöd ich – Andrea Misteli kann ich an dieser Stelle nicht genug danken, weil er mein Karma wie niemand anders prägt; weil er selbst dem größten Stress trotzt und unbeirrt mit mir weiter über die Dimensionen von Musik und Kulinarik debattiert – von Raspberry Berets zu Strawberry Bubblegums. Der jede Problemstellung mit seiner unangepassten Art und seinen einzigartigen analytischen Fähigkeiten in neue Perspektiven rückt; und dies häufig getragen von einer ebenso überraschenden wie mitreißenden Mischung aus Prince, N’Sync und Marx – aus Justin, Karl und Richard. So bringt es Lebowski (1998) für mich auf den Punkt: „That rug really tied the room together …“

Zürich, August 2019 Franziska Heller