Detailliertes Inhaltsverzeichnis

in Kinder des Krieges, Gewissen der Nation
AutorIn: Nicole Weber

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I Kontexte 1

1 Einleitung: Was ist die Gruppe 47 und wie wird sie gesehen? 4

1.1 Verdienste und Errungenschaften: Die Gruppe 47 entwickelt sich zur ‚moralischen Instanz‘ 6

1.2 Kritik und Verteidigung: Forschungsstand 14

1.2.1 Quellen und dokumentarische Literatur 15

1.2.2 Der Mythos der Gruppe hinterfragt: Kritische Stimmen 20

Die Revision der ‚Stunde Null‘ 22

Debatten in den 90er Jahren 24

Gruppe 47 ‚revisited‘: Die Entwicklung einer kritischen Gruppe-47-Philologie 28

1.3 Zwischenbilanz: Der heutige Stand der Diskussion um die Gruppe 47 32

2 Vorgehen und theoretischer Rahmen 35

2.1 Kontinuitäten aus dem Nationalsozialismus und ‚NS-Moral‘ 37

2.1.1 ‚NS-Moral‘ 39

‚NS-Moral‘ in den Geschichtswissenschaften 40

Schwierigkeiten 42

2.1.2 Identität und Alterität I: Partikulare Moral 44

2.1.3 Kontinuitäten partikularer Moral 47

2.2 Methodische Fragen: Narrative Ethik, Alterität in der Literatur 49

2.2.1 ‚Ethical Turn‘ und die ‚Moral der Geschichte‘ 50

2.2.2 Moral und Ethik 52

2.2.3 Identität und Alterität II: Das ‚absolut Andere‘ 55

2.2.4 Identität und Alterität III: Strukturelle Dichotomien und diskursive Verknüpfungen 57

Imagined Communities und Identitätspolitik 57

Othering und manichäische Weltbilder 58

Strukturelle Oppositionen und Moral 60

2.3 Die ‚Literatur der Gruppe 47‘: Was ist das und wer schrieb sie? 61

2.3.1 Teilnehmer/-innen aus dem ‚innersten Kreis‘ 63

2.3.2 Die relevanten Autoren/-innen-Jahrgänge 69

2.3.3 Korpus 76

2.4 Zwischenbilanz: Zusammenfassung und verfeinerte Fragestellung 79

3 „Man blieb […] immer unter sich.“ Nonfiktionale Texte und Begebenheiten auf den Tagungen 81

3.1 Die ‚junge Generation‘ 85

3.1.1 ‚Junge Generation‘ als Verteidigung gegen Fremdzuschreibung 87

3.1.2 Junge Generation im Nationalsozialismus und danach 88

3.1.3 Identität und Moral in der ‚jungen Generation‘ 91

3.2 Alfred Anderschs programmatischer Essay Deutsche Literatur in der Entscheidung (1948) 94

3.2.1 Der Essay und sein historischer Kontext 95

3.2.2 Identität und Schuld 97

3.2.3 Die deutsche Nation 100

3.2.4 Besatzung und Exil: Moralische Rechte ‚der Anderen‘ in Deutschland 105

3.3 Deutung, Mitleid und Tugend in außerliterarischen Zeugnissen der Gruppe 47 109

3.3.1 Identität, Alterität und moralische Relevanz 110

Deutung 110

Mitleid 113

3.3.2 Identität, Alterität und ‚Tugend‘ 116

4 Zwischenfazit I 121

II Subtexte 125

1 Annäherung an das Korpus: Überblick und Musteranalyse 128

1.1 Tabellarischer Überblick und erste Organisation des Materials 130

1.1.1 Hypothesen und Fragen an die Texte 130

1.1.2 Möglichkeiten der Auswertung – einige Beobachtungen 135

1.1.3 Annäherung über die interessantesten Texte: Musteranalysen 140

1.2 ‚Mustertext‘ Christian Ferber: „Mimosen im Juli“ (gelesen 1960) 144

1.2.1 „Mimosen im Juli“: Text, Kontext und ‚Moral der Geschichte‘ 145

Historische Verortung 148

‚Moral der Geschichte‘? 149

1.2.2 Exkurs: Georg Seidel alias Christian Ferber in der Autobiografie Ein Buch könnte ich schreiben (1996) 151

1.2.3 Subtext: Moraldiskurse und Identität in „Mimosen im Juli“ 156

Moralische Relevanz: Opferkonkurrenz und Deutung 156

Tugend 157

Schlüsse 159

1.3 Zwischenbilanz: Literarisierung von Diskursen partikularer Moral in der Gruppe 47? 161

2 Mitleid: Opferkonkurrenz und Empathieverweigerung 163

2.1 Franz Joseph Schneider: „Die Mandel reift in Broschers Garten“ (gelesen 1949) – eine unwahrscheinliche Liebesgeschichte 166

2.1.1 Schneider und die Gruppe 47 167

2.1.2 „Die Mandel reift in Broschers Garten“ 171

Handlung und historischer Kontext 171

‚Moral der Geschichte‘ 174

2.1.3 Dichotomien im Subtext der Erzählung 176

Figurenzeichnung: Juden, Russen und Deutsche 176

Juden und deutsche Soldaten in Rumänien: Opferkonkurrenzen 180

Schlüsse 183

2.2 Stand der Forschung: Opfernarrative und -kollektive, Opferkonkurrenz und Empathieverweigerung 184

2.2.1 Deutsche Opfernarrative 185

2.2.2 Beschweigen jüdischer Erinnerung 186

2.2.3 Deutsche Opferkollektive, Täter-Opfer-Dichotomien, Empathieverbot und Missachtung 188

2.3 Opferfiguren und -konstellationen in der Literatur der Gruppe 47 193

2.3.1 Kollektive: Deutsche und jüdische Opfer in den Almanach- und Preistexten 194

2.3.2 Konkurrenzen: Heinrich Bölls Billard um halbzehn (1959) und Opferkonstellationen im ‚Wendejahr 1959‘ 200

Heinrich Böll und der Nationalsozialismus 202

Deutsche und jüdische Opfer in Billard um halbzehn: Der Roman als Antwort an Paul Celan 204

2.3.3 Empathie: Paul Celan als literarische Figur in Werken der Gruppe 47 208

Paul Celan in den Werken von Schroers, Dor / Federmann, Bobrowski und Bachmann 210

Opferkonkurrenzen und Antisemitismus 214

2.4 Zwischenbilanz: Mitleid und Moral in der Literatur der Gruppe 47 und einige Ergänzungen zur Frage des Antisemitismus 219

3 Deutung: Erlebnisgemeinschaft vs. die Intellektuellen 225

3.1 Der Diskurs: Erlebnisgemeinschaft als Abgrenzung und Identitätsstiftung im und nach dem Nationalsozialismus 228

3.1.1 Junge Generation als Erlebnisgemeinschaft im Nationalsozialismus 228

3.1.2 Gemeinschaft vs. ‚Nichtdabeigewesene‘ in der Nachkriegszeit 230

3.2 Generation, Erlebnis und Gemeinschaft in den literarischen Fiktionen 232

3.2.1 Georg Hensel: „In der großen Pause. Abiturientengespräch im November 1946“ (gelesen 1949) 233

Opferfiguren 234

Erlebnisgemeinschaft 235

Intellektuellenskepsis 237

3.2.2 Horst Mönnich: „Die Wanderkarte“ (gelesen 1956) 239

Przybilla als ‚der Andere‘ 241

Natur vs. Intellekt 243

3.3 Skeptische Stimmen 246

3.3.1 Paul Schallück: „Monologe eines Süchtigen“ (Gelesen 1954) 246

3.3.2 Carl Amery: „Das jähe Ende des Pater Sebaldus“ (gelesen 1957) 248

Der Erzähler und der Gruppe-47-Realismus 250

Putz Niegel und Intellektuellenfeindlichkeit 252

Der Erzähler als Andersch-Karikatur? Hinweise und (das Ausbleiben von) Reaktionen 255

3.3.3 Zum Streit auf der Tagung in Niederpöcking 257

3.4 Autor und Erzähler als ‚Dabeigewesene‘ 264

3.4.1 Autor als ‚Dabeigewesener‘ vs. andere Autoren im Kahlschlag 265

3.4.2 Autor als ‚Dabeigewesener‘ vs. ‚nicht dabei gewesene‘ Leser/-innen im Kahlschlag 268

3.4.3 Moralische Schreibweisen der ‚Dabeigewesenen‘ bei den ‚Kriegskindern‘? 271

3.5 Zwischenbilanz: Moralische Deutung in der Literatur der Gruppe 47 275

4 Tugend: Zugehörigkeit und moralische Integrität 277

4.1 Alfred Andersch: Sansibar oder der letzte Grund (1957) 281

4.1.1 Sansibar, Andersch und die Gruppe 47 283

4.1.2 Sekundärliteratur und Debatten 286

Andersch-Debatte 287

Relektüren von Sansibar 290

4.1.3 Die Anderen, der Deutsche und die Jüdin: Identität und Dichotomien 293

Figuren I: Die guten Deutschen und die bösen Fremden 294

Moral der Geschichte: Warum es falsch ist, Deutschland zu verlassen 299

Figuren II: „Nicht-Identische Identität“ der Figur Judith 303

Schlüsse 308

4.2 Einfache Deutsche, die ‚Nazi‘-Elite und die Verortung von Schuld 309

4.2.1 Einfache Deutsche und ‚Nazis‘ in der Nachkriegszeit und in den Almanachund Preistexten 310

Der Diskurs um Deutsche und ‚Nazis‘ in Öffentlichkeit und Forschung 311

Almanach und Gruppe-47-Preise, Zahlen und Verhältnisse 316

4.2.2 Das Dorf gegen ‚die da oben‘: Gute Deutsche in Siegfried Lenz’ Erzählung „Gelegenheit zum Verzicht“ (gelesen 1960) 320

‚Gute Deutsche‘ im Werk von Siegfried Lenz 321

Lenz im Almanach: „Gelegenheit zum Verzicht“ 323

4.2.3 Heinz v. Cramers „Bericht des jungen Mannes“ (gelesen 1961) – der Nazi-Dämon 328

Hintergründe 329

Der Text im Almanach 331

Schlüsse 335

4.3 ‚Eigene‘, ‚fremde‘ und jüdische Figuren 339

4.3.1 Fremde und jüdische Figuren in den Almanach- und Preistexten 340

Fremde Figuren, Fremde Orte und Semantik des Fremden: Einige Beobachtungen 340

Jüdische Figuren 346

4.3.2 Hans Werner Richters Die Geschlagenen (1949) 352

Rezeption, Kritik und wichtige Diskurse 353

Die Deutschen, der Fremde und der jüdische Lagerleiter 357

4.3.3 Noch einmal zu Siegfried Lenz’ „Gelegenheit zum Verzicht“ und einige Schlüsse 363

Der Jude Heilmann 363

Schlüsse 367

5 Zwischenfazit II 369

III Reflexionen 377

1 „Kein Indianer mehr“? Wolfgang Weyrauchs „Indianische Ballade“ (gelesen 1955) 381

1.1 War Weyrauch ‚ein Nazi‘? Außerliterarisches zu Weyrauch im und nach dem Nationalsozialismus 384

1.1.1 Kontinuitätslinien aus dem Nationalsozialismus 384

1.1.2 Brüche in der Nachkriegszeit 386

1.2 „Indianische Ballade“ 388

1.2.1 Handlung und Hintergründe: „Indianische Ballade“ als NS-Persiflage 389

1.2.2 ‚Moral der Geschichte‘ 396

1.2.3 Hollywood und die antagonistischen Figuren in der ‚Gesellschaft‘ 400

1.3 Zwischenbilanz und eine Ergänzung zu NS-Narrativen in der Gruppe 47 (Eisenreich) 404

Eisenreich: „Tiere von ganz natürlicher Grausamkeit“ (gelesen 1953) 406

Schlüsse 415

2 „Wissen Sie was, ich nenne Sie einfach Herr Ausländer“ – preisgekrönte Satiren auf Vorurteile gegenüber ‚Andern‘ 416

2.1 Martin Walser: „Templones Ende“ (gelesen 1955) – Rezeption und Lektüren 417

2.1.1 Handlung und Bezüge in „Templones Ende“ 419

2.1.2 Parabel um Fremdenfeindlichkeit 422

2.2 Relektüre: Wer ist Templone? 424

2.2.1 Setting 425

2.2.2 Zuschreibungen ‚des Jüdischen‘ 428

2.2.3 „Templones Ende“ als Parabel gegen den Fremdenfeindlichen 432

a) Die Fremden und die Spekulation 433

b) Die Freunde und das Sozialleben 433

c) Die Tochter 434

Schlüsse 434

2.3 Zwischenbilanz und einige Ergänzungen zu Reflexionen partikularer Moral in weiteren Preistexten (Morriën und Böll) 436

Morriën 436

Böll 441

Schlüsse 443

3 „Lern du selbst“ – Ingeborg Bachmanns Erzählung „Alles“ (gelesen 1959) im Dialog mit Celan, Buber und der Gruppe 47 444

3.1 „Alles“: Rezeption und Lesarten 446

3.1.1 Inhalt und Deutungsansätze 447

3.1.2 Ist der Erzähler eine moralische Reflexionsfigur? 449

Haltung des Erzählers und Handlungsverlauf: Das Böse im Kind 450

Haltung des Erzählers und Bachmanns philosophische Texte: Aufklärungsskepsis 451

3.1.3 „Alles“ als Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus – und dessen Reflexion in der Gruppe 47? 452

Werkkontext 453

Bezüge zur Gruppe 47(I) 454

3.2 Das „dialogische Prinzip“ Martin Bubers in „Alles“ 456

3.2.1 Bubers dialogisches Prinzip 457

3.2.2 Bachmann – Buber – Celan 461

3.2.3 Ich und Du in „Alles“ 465

Bezüge zur Gruppe 47 (II) 469

3.3 Zwischenbilanz und einige Ergänzungen zum dialogischen Prinzip in der Gruppe 47 (Aichinger, Hildesheimer, Dor) 472

Dialogische Ethiken in der Gruppe 47 473

Schlüsse 478

4 Fazit und Ausblick 479

Ergebnisse 481

Desiderate 487

Literaturverzeichnis 491

Siglenverzeichnis 491

Verzeichnis der verwendeten Literatur 491

Primärtexte und Quellen 491

Sekundärliteratur und weitere Quellen 504

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Kinder des Krieges, Gewissen der Nation

Moraldiskurse in der Literatur der Gruppe 47

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