Beiträgerinnen und Beiträger

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Beiträgerinnen und Beiträger

Rüdiger Campe, Alfred C. and Martha F. Mohr Professor of German and Comparative Literature, Yale University. Studium der Latinistik, Germanistik und Philosophie in Bochum, Freiburg i. Br. und Paris. Promotion 1987 über die Transformation der Rhetorik in der frühen Neuzeit (Affekt und Ausdruck, 1990), Habilitation 2000 über Wahrscheinlichkeit in Wissenschaft und Roman (Spiel der Wahrscheinlichkeit, 2002; The Game of Probability, 2012). Professur an der Johns Hopkins University 2001–2007, Aby Warburg Preis 2002, Humboldt Forschungspreis 2011, Gastdozenturen in Frankfurt/Oder, Konstanz, Siegen. Zuletzt Baumgarten-Studien zusammen mit A. Haverkamp u. C. Menke; Bella Parrhesia, hg. mit M. Wessels (2018); Screen Genealogies, hgg. mit C. Buckley u. F. Casetti (2019); Die Institution im Roman: Robert Musil (2020).

Tobias Döring lehrt englische Literaturwissenschaft an der LMU München und ist Mitglied der DFG-Forschungsgruppe „Philologie des Abenteuers“ mit einem Projekt zu Transformationen viktorianischer Abenteuerliteratur. Sonstige Forschungsinteressen sind Shakespeare Studies und Postcolonial Studies. Kürzlich erschienen: “En-tale-ment – Marina Warner’s Indigo and the Politics of Storytelling” (in: And Thereby Hangs a Tale – A Critical Anatomy of „Popular“ Tales, hg. v. Ina Habermann u. Christian Krug, Erlangen: FAU University Press 2020, S. 21–35); „Virginia Woolf und das Abenteuer der Moderne, dargestellt an Mrs Dalloway“ (in: Abenteuer in der Moderne, hg. v. Oliver Grill u. Brigitte Obermayr, München: Fink 2020, S. 125–148); „Höllenwut und Zaubermühn: Vom Streitwert des Übersetzens – Zum 125. Geburtstag von Hans Rothe“ (in Shakespeare Jahrbuch 156 [2020], S. 170–186).

Jutta Eming, Professorin für Ältere Deutsche Literatur und Sprache an der Freien Universität Berlin seit 2010. 1996 Promotion an der Freien Universität Berlin (Funktionswandel des Wunderbaren – Studien zum Bel Inconnu, zum Wigalois und zum Wigoleis vom Rade, Trier 1999). 2003 Habilitation an der Freien Universität Berlin (Emotion und ExpressionUntersuchungen zu deutschen und französischen Liebes- und Abenteuerromanen des 12.–16. Jahrhunderts, Berlin u. New York 2006). 2007–2009 Assistant Professor in Medieval German Studies an der University of British Columbia in Vancouver/Kanada. Gastprofessuren u.a. an der Duke University, an der University of North Carolina at Chapel Hill und an der University of Nicosia. Arbeitsschwerpunkte: historische Emotionalität, Wunderbares und Wissen, Asynchronien in der Literatur der Vormoderne, Abenteuerliteratur; geistliches Spiel, höfischer Roman und Prosaroman. Publikation zum Thema zuletzt: Aventiure und EskapadeNarrative des Abenteuerlichen vom Mittelalter zur Moderne, hg. mit Ralf Schlechtweg-Jahn (Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 2017).

Wolfram Ette, Literaturwissenschaftler und Publizist. Studium der Allgemeinen und Vergleichenden Literaturwissenschaft, der Philosophie und Klassischen Philologie in Berlin und Paris. 1995 Magisterarbeit über Pindar, 2000 Promotion über Thomas Mann (Freiheit zum Ursprung – Mythos und Mythos-Kritik in Thomas Manns Josephs-Tetralogie, 2002), Habilitation mit der Arbeit Kritik der Tragödie – Über dramatische Entschleunigung (2012; 22014). Professurvertretungen in Chemnitz, München, Bielefeld und Basel. Zurzeit Mitglied der DFG-Forschungsgruppe „Philologie des Abenteuers“, darin vertreten mit einem Projekt über Spannung. Zuletzt erschienen: Das eigensinnige Kind (Marburg: Büchner-Verlag 2019). Im Frühjahr 2021 erscheint: Der Ausnahmezustand ist der Normalzustand, nur wahrer – Corona-Texte (zusammen mit Anne Peiter). Kurzessayistik und kleine literarische Texte: https://wolframettetexte.wordpress.com

Eckart Goebel, Inhaber des Lehrstuhls für Komparatistik und Deutsche Philologie an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen. Studium der Allgemeinen und Vergleichenden Literaturwissenschaft, Philosophie und Germanistik an der Freien Universität Berlin und am St. Hugh’s College in Oxford. 1995 Promotion in Komparatistik an der FU über die späte Weimarer Republik (Konstellation und Existenz, Tübingen 1996). 2001 Habilitation über Jean-Paul Sartre ebenda (Der engagierte Solitär, Berlin 2001). Gastprofessur am Queen’s College in Oxford. 2005–2015 Professor für Germanistik an der New York University. 2014/15 Fellowship am Wissenschaftskolleg zu Berlin mit einem Projekt über Goethes psychologisches Wissen. 2015 Berufung nach Tübingen. Zuletzt erschienen: Esmeralda – Deutsch-französische Verhältnisse in Thomas Manns ‚Doktor Faustus‘ (Göttingen: Wallstein 2015); EhrgeizDynamiken zweckrationaler Passion (Paderborn: Brill/Wilhelm Fink 2020).

Oliver Grill, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Deutsche Philologie der Ludwig-Maximilians-Universität München. Studium der Germanistik und Philosophie in München. 2017 Promotion ebenda mit einer Arbeit zum Wetter in der Literatur des 19. Jahrhunderts (Die Wetterseiten der Literatur – Poetologische Konstellationen und meteorologische Kontexte im 19. Jahrhundert, Paderborn: Fink 2019). Mitarbeiter in der DFG-Forschungsgruppe „Philologie des Abenteuers“, darin vertreten mit einem Habilitationsprojekt zum Abenteuer im Bildungsroman und in Romanen der Klassischen Moderne. Zusammen mit Brigitte Obermayr Herausgeber des Sammelbandes Abenteuer in der Moderne (Paderborn: Fink 2020).

Alexander Honold, Professor für Neuere Deutsche Literaturwissenschaft an der Universität Basel. Geboren in Valdivia/Chile. Studium der Germanistik, Komparatistik, Philosophie und Lateinamerikanistik in München und an der Freien Universität Berlin. 1994 Promotion an der FU über Robert Musil (Die Stadt und der Krieg, 1995). 2002 Habilitation an der Humboldt-Universität zu Berlin über die Astronomie im Werk Hölderlins (Hölderlins Kalender, 2005). Lehr- und Forschungstätigkeit in Berlin (FU und HUB) sowie Konstanz. Seit 2004 Ordinarius in Basel. Weitere Rufe nach Münster und Princeton. Gastprofessuren in New York (NYU), Stanford, Wien (IFK), Santa Barbara und Hamburg (Warburg-Haus). Mercator-Fellow am DFG-Forschungskolleg „Philologie des Abenteuers“ mit einem Projekt über Textlandschaften und Erzählwege in Peter Handkes matière d’Espagne. In jüngerer Zeit erschienen: Der Erd-ErzählerPeter Handkes Prosa der Orte, Räume und Landschaften (Stuttgart: Metzler 2017).

Martin von Koppenfels, Professor für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft mit romanistischem Schwerpunkt an der LMU München. Studium der AVL, Romanistik und Latinistik in Charlottesville, München, Barcelona und Berlin. 1997 Promotion an der FU Berlin über die New Yorker Lyrik García Lorcas (Die Trauer der modernen Lyrik, 1998). 2006 Habilitation an der FU Berlin mit der Arbeit Immune Erzähler – Flaubert und die Affektpolitik des modernen Romans (München: Fink 2007). 2007–2010 Professor an der Universität Bielefeld. 2009 Anna Krüger-Preis für Wissenschaftsprosa des Wissenschaftskollegs Berlin. Seit 2009 Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. Seit 2018 Sprecher der DFG-Forschungsgruppe „Philologie des Abenteuers“. Zuletzt erschienen: Abenteuer: Erzählmuster, Formprinzip, Genre, hg. v. Martin von Koppenfels u. Manuel Mühlbacher, München: Brill/Fink 2019; „Combray–Irkutsk – Über Abenteuerroman und Avantgarde“ (in: Abenteuer in der Moderne, hg. v. Oliver Grill u. Brigitte Obermayr, Paderborn: Brill/Fink 2020, S. 105–124).

fabienne Liptay, Professorin für Filmwissenschaft an der Universität Zürich. Studium der Filmwissenschaft, Theaterwissenschaft und Anglistik in Mainz, dort 2002 Promotion mit einer Studie zum Märchenfilm (WunderWelten – Märchen im Film, 2004). 1999–2001 freie Mitarbeiterin in der Fernsehredaktion 3sat Kulturzeit. 2002–2007 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Seminar für Filmwissenschaft der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz. 2007–2013 Juniorprofessorin für Filmgeschichte am Institut für Kunstgeschichte der LMU München, danach Vertretung einer Professur für Filmwissenschaft in der Theaterwissenschaft München. Leiterin des SNF-Forschungsprojekts “Exhibiting Film: Challenges of Format” (2017–2021) und Kooperationspartnerin der DFG-Forschungsgruppe „Philologie des Abenteuers“. Publikationen u.a. Telling Images – Studien zur Bildlichkeit des Films (2016).

Manuel Mühlbacher, wissenschaftlicher Mitarbeiter in der DFG-Forschungsgruppe „Philologie des Abenteuers“ an der LMU München. Studium der Allgemeinen und Vergleichenden Literaturwissenschaft sowie der Romanistik in München, Paris und Oxford. Promotion im Jahr 2017 mit einer Arbeit über Darstellungsformen der Imagination bei Shaftesbury, Condillac und Diderot (Die Kraft der Figuren, Paderborn: Fink 2019). Forschungsaufenthalte in Paris und Pisa. Mitherausgeber des Bandes Abenteuer: Erzählmuster, Formprinzip, Genre (Paderborn: Brill/Fink 2019) sowie der Sonderausgabe von Romance Studies (Sade, l’inconnu? – Nouvelles approches critiques, deux cents ans après sa mort [2015]). Aktuell Arbeit an einem Habilitationsprojekt zum Verhältnis von Abenteuer und Verwundung bei Ariosto und Cervantes.

Riccardo Nicolosi, Professor für Slavische Philologie (Literaturwissenschaft) an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Studium der Sprach- und Literaturwissenschaft an der Universität “La Sapienza” in Rom, Promotion in Slavistik an der Universität Hamburg, Habilitation in Slavischer und Allgemeiner Literaturwissenschaft an der Universität Konstanz. Leiter des Teilprojekts „Anatomiestunde des erzählten Abenteuers – Abenteuerliteratur und ihre Theoretisierung in der frühen Sowjetunion“ in der DFG-Forschungsgruppe „Philologie des Abenteuers“. Jüngste Buchpublikationen: Degeneration erzählen – Literatur und Psychiatrie im Russland der 1880er und 1890er Jahre (Paderborn: Fink 2018); Herausgeber mit B. Obermayr u. N. Weller: Interventionen in die Zeit – Kontrafaktisches Erzählen und Erinnerungskultur (Paderborn: Schöningh 2019); Herausgeber mit A. Hartmann: Born to Be Criminal – The Discourse on Criminality and the Practices of Punishment in Late Imperial Russia and Early Soviet Union (Bielefeld: transcript 2017).

Bernhard Teuber, emeritierter Professor für Romanische Philologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Studium der Romanischen und Klassischen Philologie in München, Tours und Salamanca. 1986 Promotion in München über karnevaleske Literatur der Frühen Neuzeit in Frankreich und Spanien (Sprache, Körper, Traum, 1989). 1994 Habilitation über mystische Dichtung bei Johannes vom Kreuz (Sacrificium litterae, 2003). Forschungs- und Lehrtätigkeit in Madrid (Universidad Autónoma), Berlin (HUB), Tours (Centre d’Études Supérieures de la Renaissance). 1996–2000 Ordinarius an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. 2000–2020 Ordinarius an der LMU (französische, spanische und mittelalterliche Literatur). Mitherausgeber des Sammelbands Höhepunkte des mittelalterlichen Erzählens (Heidelberg: Winter 2016). 2018–2021 Mitglied der DFG-Forschungsgruppe Philologie des Abenteuers, darin vertreten mit einem Projekt über das Abenteuer-Schema im altfranzösischen und altoccitanischen Versroman des 12. und 13. Jahrhunderts.

Nicola Zambon, Philosoph. Studium der Philosophie in Bologna, Mainz und Freiburg i. Br. 2010–2014 Kollegiat am Promotionsstudiengang Literaturwissenschaft der Ludwig-Maximilians-Universität München mit einem Projekt zu Blumenberg (Das Nachleuchten der Sterne – Konstellationen der Moderne bei Hans Blumenberg, Paderborn: Fink 2017). 2015–2017 Gastforscher an den Archives Husserl in Paris als Stipendiat der DFG mit einem Projekt zur Rhetorik (in) der Phänomenologie Husserls und Heideggers. Seit 2017 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Religionswissenschaft an der Freien Universität Berlin. Seit 2019 Vorstandsmitglied der Hans Blumenberg-Gesellschaft. Herausgeber der nachgelassenen Werke Hans Blumenbergs zur Phänomenologie für den Suhrkamp-Verlag. Es erscheint demnächst: Langages de la phénoménologie – Description et rhétorique de Husserl à Blumenberg, Paris: Hermann 2021 (zusammen mit Jean-Claude Monod); “The Mind-Body-Relationship in Kant’s ‘De Medicina Corporis’ and its Consequences for his Late Moral Philosophy” (in: Teoria [2021/1]).