Verzeichnis der Autorinnen und Autoren

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Verzeichnis der Autorinnen und Autoren

Mario Bührmann, Dr. phil., Religionswissenschaftler. 2003–2010 Mitarbeiter in dem an der Freien Universität Berlin angesiedelten DFG-Sonderforschungsbereich 447 „Kulturen des Performativen“ im Projekt „Ritual und Risiko. Zur Performativität des Spiels zwischen Kulturanthropologie, Religion und Kunst“. Einschlägige Publikationen: „Das ‚Spiel der Naturvölker‘ im Spiegel der deutschen Ethnologie. Zur Ästhetik von Mythos, Kult und Spiel bei Adolf Ellegard Jensen“, in: Thomas Anz/Heinrich Kaulen (Hg.), Literatur als Spiel (2009); „Culture and Rites in Motion. The Conception of Culture and Ritualistic Actions in the Works of Edward Burnett Tylor“, in: Udo Simon (Hg.), Reflexivity and Discourse on Ritual (2011); „Riskante Zwischenräume? Überlegungen zum Konzept des ‚Spiels‘ bei J. Huizinga und V. Turner“, in: Regine Strätling (Hg.), Spielformen des Selbst. Das Spiel zwischen Subjektivität, Kunst und Alltagspraxis (2012).

Lutz Ellrich, Professor i. R. für Medienwissenschaft an der Universität zu Köln. Studium der Philosophie, Soziologie und Theaterwissenschaft. Nach der Promotion wiss. Mitarbeiter an verschiedenen Universitäten, u. a. am „Institut für Informatik und Gesellschaft“ in Freiburg. Theaterregisseur und PR-Texter. 1998 Habilitation in Kulturanthropologie und Soziologie, ab 1999 Vertretungs- und Gastprofessuren; 2003 Berufung an die Universität zu Köln. Von 2005–2009 Leiter des Teilprojekts „Mediale Latenz und politische Form“ im SFB/FK 427, ab 2009 Co-Leiter des BMBF-Forschungsprojekts „Vertrauen und Misstrauen in Innovationsnetzwerken“. Publikationen u. a.: Beobachtung des Computers (1995); Verschriebene Fremde (1999); Die Unsichtbarkeit des Politischen (mit Harun Maye u. Arno Meteling, 2009); Vorführen und Verführen. Orientierungsangebote in alten und neuen Medien (2011). Arbeitsschwerpunkte: Kommunikations- und Medientheorie, experimentelles Theater, Computersoziologie und Konfliktforschung.

Franz, Michael, Prof. Dr. sc., nach dem Besuch des Berlinischen Gymnasiums zum Grauen Kloster 1955 Aufnahme des Studiums der Philosophie, Logik/Semiotik und Kunstgeschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin. 1957–1959 Zwangsunterbrechung des Studiums aus politischen Gründen; 1960–1962 Fortsetzung und Abschluss des Studiums. 1962–1973 Fachredakteur für Literaturkritik und Philosophie am Berliner Rundfunk. 1973–1982 Aspirant, Arbeitsgruppenleiter und Dozent für Philosophische Ästhetik und Kultursemiotik an der Sektion Ästhetik und Kunstwissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin. 1979 Promotion und Habilitation. 1982 Wechsel an das Akademie-Institut für Ästhetik und Kunstwissenschaften. 1992–2002 Projektgruppenleiter Kultursemiotik und Antike-Rezeption am Zentrum für Literaturforschung Berlin. Wichtigste Bücher: Ästhetik heute (1978); Wahrheit in der Kunst (1984); Von Gorgias bis Lukrez. Antike Ästhetik und Poetik als vergleichende Zeichentheorie (1999); Daidalische Diskurse. Antike-Rezeption im Zeitalter der High-Techne (2006). Langjähriger und gegenwärtiger Mitherausgeber der Weimarer Beiträge.

Kristiane Hasselmann, Dr. phil., Wiss. Koordinatorin und Geschäftsführerin des an der Freien Universität Berlin angesiedelten DFG-Sonderforschungsbereichs 980 „Episteme in Bewegung. Wissenstransfer von der Alten Welt bis in die Frühe Neuzeit“. Studium der Theaterwissenschaft, Anglistik und Psychologie in Leipzig, Toronto und an der Humboldt-Universität zu Berlin. Promotion an der Freien Universität Berlin im DFG-geförderten Graduiertenkolleg „Körperinszenierungen“ mit einer historiographischen Arbeit, die den freimaurerischen Selbstformungsanspruch als Modellfall einer in aristotelischer Tradition verankerten, im 18. Jahrhundert erneuerten Habitusethik analysiert. 2008–2010 Wiss. Geschäftsführerin des DFG-Sonderforschungsbereichs 447 „Kulturen des Performativen“ und Mitarbeiterin in dem von Erika Fischer-Lichte geleiteten Teilprojekt „Ästhetik des Performativen“. Publikation u. a.: „Entfesselung des Imaginären und Suche nach der perfekten Form. Zur Bedeutung freimaurerischer Referenzen in Matthew Barneys Cremaster 3 (2002)“, in: Helmar Schramm, Ludger Schwarte u. Jan Lazardzig (Hg.), Spuren der Avantgarde: Theatrum alchemicum. Frühe Neuzeit und Moderne im Kulturvergleich (2017).

Kalisch, Eleonore, PD Dr. habil., Theater-, Kultur- und Medienwissenschaftlerin. Studium der Theaterwissenschaft, Kulturwissenschaft und Slawistik. Tätigkeit als Dramaturgin am Landestheater Halle; dramaturgische Mitarbeiten am Gorki-Theater Berlin und am Deutschen Theater Berlin. Seit 2000 regelmäßige Gastprofessuren an der Humboldt-Universität zu Berlin und an der Universität Leipzig. Spezialgebiete: Theater- und Mediengeschichte von der Antike bis zur Gegenwart; vergleichende Mediendramaturgie. Von 2012–2015 Leiterin des Lehrgebiets Mediendramaturgie und -performanz an der Humboldt-Universität zu Berlin. Publikationen (Auswahl): Sprachspiele als Machtspiele (1999); Theaterkrieg und histrionischer Körper. Der Pietismus und die Ansätze zu einer kommunikativen Habitus-Ethik im späten 17. und frühen 18. Jahrhundert (2000); Konfigurationen der Renaissance. Zur Emanzipationsgeschichte der Ars theatrica (2002); Von der Ökonomie der Leidenschaften zur Leidenschaft der Ökonomie. Adam Smith und die Actor-Spectator-Kultur im 18. Jahrhundert (2006); Der dramaturgische Blick. Potenziale und Modelle von Dramaturgie im Medienwandel (Mitherausgeberin, 2014).

Karl-Heinz Kohl, Professor i. R. am Institut für Ethnologie der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Promotion zum Dr. phil. in Religionswissenschaft, Ethnologie und Geschichte an der Freien Universität Berlin. 1986 Habilitation an der Freien Universität Berlin; 1988–96 Professur für Allgemeine Ethnologie am Institut für Ethnologie und Afrikastudien der Johannes Gutenberg-Universität Mainz; 1996 Berufung auf die Professur für Kultur- und Völkerkunde am Institut für Ethnologie der Goethe-Universität Frankfurt am Main und Ernennung zum Direktor des Frobenius-Instituts an der Goethe-Universität Frankfurt (bis 2016); 2001–2002 Theodor-Heuss-Professor an der New School for Social Research, New York; seit 2006 ordentl. Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. Zuletzt erschienen: Das Humboldt-Forum und die Ethnologie. Ein Gespräch zwischen Karl-Heinz Kohl, Fritz Kramer, Johann Michael Möller, Gereon Sievernich und Gisela Völger (2019).

Lisa Wolfson, Dr. phil., Stipendiatin der Fritz Thyssen Stiftung am Institut für Theaterwissenschaft der Ruhr-Universität Bochum mit einem Forschungsprojekt zum Moskauer Teatr.doc. Studium der Theater-, Film- und Fernsehwissenschaft, Ethnologie, Pädagogik und Psychologie an der Universität zu Köln; Promotion mit einer interdisziplinären Arbeit über Puppen und künstliche Menschen in Kultur und Medien. 2010–2015 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Kölner Institut für Medienkultur und Theater, Lehrstuhl von Lutz Ellrich. Veröffentlichungen u. a.: Das Mysterium der Puppe. Semantik und Funktion eines Zwischenwesens (2018); „Tabu? Verharmlosung? Satire? – Mediale Darstellungen Hitlers in Er ist wieder da (Roman, Hörbuch, Film)“, in: Friedrich W. Block/Uwe Wirth (Hg.), Grenzen des Komischen (2020, im Erscheinen); „Drei Formen postmoderner Tragik – Žižeks Spiel mit Antigone“, in: Silke Felber/Wera Hippesroither (Hg.), Spuren des Tragischen (2020, im Erscheinen).

Andreas Wolfsteiner, Professor für Angewandte Theaterwissenschaft an der Hochschule Osnabrück; Vertretungs- und Gastprofessuren an der Freien Universität Berlin, Humboldt-Universität zu Berlin u. der Universität Hildesheim. Promotion 2008 am GRK „Körper-Inszenierungen“ an der Freien Universität Berlin mit einer Untersuchung zur Geschichte und Theorie von Interfaces (Der formatierte Körper, 2011). Postdoktorand am Internationalen Graduiertenkolleg „InterArt/Interart Studies“; Wiss. Mitarbeiter am Institut für Theater, Medien und Populäre Kultur der Universität Hildesheim. Habilitation mit der Schrift Sichtbarkeitsmaschinen. Zum Umgang mit Szenarien (2018). Weitere Publikationen: Paradigmenwechsel. Wandel in den Künsten und Wissenschaften (hg. mit Andrea Sakoparnig u. Jürgen Bohm, 2014); Trial and Error. Szenarien medialen Handelns (hg. m. Markus Rautzenberg, 2014); „Nerv und Leitungsdraht. Technikphilosophische Positionen ausgehend vom Passagen-Werk“, in: Kyung-Ho Cha (Hg.), Aura und Experiment. Zum Verhältnis von Technik, Geistes- und Naturwissenschaft bei Walter Benjamin (2017).