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in Gerechtigkeit in Russland
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Anatoly Baranov, Dr. phil., Professor, Leiter der Abteilung für experimentelle Lexikographie des Instituts für russische Sprache der Russischen Akademie der Wissenschaften. Bis 1980 Studium der Philologie an der Staatlichen Lomonossow-Universität Moskau; 1984 Promotion zum Kandidaten der philologischen Wissenschaften an der Staatlichen Lomonossow-Universität Moskau; 1991 Dr. phil. am Institut für russische Sprache der Russischen Akademie der Wissenschaften; Habilitation im Fach Philologie mit der Arbeit „Linguistische Theorie der Argumentation“.

Ausgewählte Publikationen: Čto nas ubeždaet? (Rečevoe vozdejstvie i obščestvennoe soznanie.). Moskau 1990; Metasprache der Beschreibung von Metaphern im öffentlichen Diskurs. In: Das Wort. Germanistisches Jahrbuch 2004. Moskau 2004; Lingvističeskaja ėkspertiza teksta. Teoretičeskie osnovanija i praktika. Moskau 2007; (Hrsg. zus. mit. D.O. Dobrovol’skij) Osnovy frazeologii. Moskau 2013; Deskriptornaja teorija metafory. In: Jazyki slavjanskoj kul’tury. Moskau 2014.

Klaus von Beyme, Prof. em., Dr. phil., Dr. hc., Prof. hc. an der Lomonossow Universität Moskau. Studium der Politikwissenschaft in Heidelberg, München, Paris, Bonn, Moskau und an der Harvard Universität; 1963 Promotion in Heidelberg, danach Assistent in Heidelberg; 1967 Habilitation; 1967-1974 ordentlicher Professor an der Universität Tübingen; 1974-1999 ordentlicher Professor am IPW; 1982-1985 Präsident der International Political Science Association. Forschungsaufenthalte in Moskau, Paris, Stanford, Melbourne, Wissenschaftszentrum Berlin. 2008 Schader-Preis, 2012 Mattei Dogan-Preis der IPSA „for high achievement in Political Science“.

Ausgewählte Publikationen: Politische Theorien in Russland 1789-1945. Wiesbaden 2001; Theorie der Politik im 20. Jahrhundert. Von der Moderne zur Postmoderne. Frankfurt a.M. 2007; Sozialismus. Theorien des Sozialismus, Anarchismus und Kommunismus im Zeitalter der Ideologien 1789-1945. Wiesbaden 2013; Bruchstücke der Erinnerung eines Sozialwissenschaftlers. Wiesbaden 2016; Die Russland-Kontroverse. Eine Analyse des ideologischen Konflikts zwischen Russland-Verstehern und Russland-Kritikern. Wiesbaden 22018.

Aljona Brewer, MA. Studium der Geschichte und Germanistik an der Ruhr-Universität Bochum. 2009-2012 wissenschaftliche Angestellte im Forschungsprojekt „Kulturen der Gerechtigkeit“, Teilprojekt „Gerechte Herrschaft im Russland der Neuzeit“; 2011-2012 Stipendiatin im Institut für Europäische Geschichte, Mainz.

Ausgewählte Publikationen: (Hrsg. zus. mit A. Lenkewitz und S. Plaggenborg) „Gerechte Herrschaft“ im Russland der Neuzeit. Dokumente. München 2014.

Vladimir Grafskij, Dr. jur. 1957-1960 Jurastudium in Kazan’ und 1960-1962 an der Staatlichen Lomonossow-Universität Moskau; 1967 Promotion am Institut für Staat und Recht der Akademie der Wissenschaften der UdSSR; 1967 bis heute Mitarbeiter des Instituts für Staat und Recht; 1992 Habilitation mit einer Arbeit zum Thema „Das Problem der Wechselwirkungen von Macht und Wissen in der Geschichte des politischen Denkens“; erhielt 1997 den Titel Professor für Staatsgeschichte und Recht an der Staatlichen Lomonossow-Universität Moskau; 2005-2018 Leiter des Bereichs Staatsgeschichte, Recht und Politikwissenschaft.

Ausgewählte Publikationen: Gosudarstvo i technokratija: istoriko-kritičeskoe issledovanie. Moskau 1981; Ėnciklopedičeskij juridičeskij slovar’. Moskau 2002; Vseobščaja istorija prava i gosudarstva. Učebnik dlja vuzov. Moskau 22007; Koncepcii gosudarstva zakonnosti i pravovogo gosudarstva v ich vozniknovenii, sootnošenii i sovremennom istolkovanii. In: Trudy instituta gosudarstva i prava Rossijskoj akademii nauk. 2009, Nr. 3, 155-173; Istorija političeskich i pravovych učenij: učebnik. Moskau 32009.

Dagmar Heller, Dr. theol., wissenschaftliche Referentin für Orthodoxie am Konfessionskundlichen Institut des Evangelischen Bundes in Bensheim. Studium der evangelischen Theologie an der Kirchlichen Hochschule Bethel sowie den Universitäten Göttingen und Heidelberg. 1990 Promotion an der Universität Heidelberg mit einer Arbeit über „Schriftauslegung und geistliche Erfahrung bei Bernhard von Clairvaux“; 1993-2000 Studienreferentin der Kommission für Glauben und Kirchenverfassung beim Ökumenischen Rat der Kirchen in Genf; 2001-2007 Referentin für Ökumene und Orthodoxie bei der Evangelischen Kirche in Deutschland, Hannover; 2007-2017 Dozentin für Ökumenische Theologie und Studiendekanin am Ökumenischen Institut Bossey/Schweiz.

Ausgewählte Publikationen: Schriftauslegung und geistliche Erfahrung bei Bernhard von Clairvaux. Würzburg 1990; Baptized into Christ. A guide to the ecumenical discussion on baptism. World Council of Churches. Geneva 2012; (Hrsg. zus. mit Peter Bouteneff): Interpreting together. Essays in hermeneutics. World Council of Churches. Geneva 2001; (Hrsg. zusammen mit Péter Szentpétery): Umstrittene Katholizität. Von der zwiespältigen Beziehung zwischen Vielfalt und Einheit. Tagungsbericht der 18. Wissenschaftlichen Konsultation der Societas Oecumenica (= Beiheft zur Ökumenischen Rundschau 105). Leipzig 2016; (Hrsg. zusammen mit Minna Hietamäki): Just Do It?! – Anerkennung und Rezeption im ökumenischen Miteinander. Tagungsbericht der 19. Wissenschaftlichen Konsultation der Societas Oecumenica (= Beiheft zur Ökumenischen Rundschau 117). Leipzig 2018.

Gerd Koenen, Dr. phil. Historiker und Publizist. Seit 1966 Studium der Geschichte, Politikwissenschaften und Romanistik an der Universitäten Tübingen und Frankfurt a.M.; 1972 Staatsexamen in Politikwissenschaften und Geschichte; 1993-1996 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Forschungsprojekt „West-östliche Spiegelungen“; 2003 Promotion „ ‚Rom und Moskau‘ – Deutschland, der Westen und die Revolutionierung Russlands 1914-1924“; 2008-2010 Fellow der School of History des „Freiburg Institute for Adwanced Studies“.

Ausgewählte Publikationen: (Hrsg.) Deutschland und die russische Revolution 1917-1924. München 1998; Der Russland-Komplex. Die Deutschen und der Osten; 1900-1945. München 2005; Das rote Jahrzehnt. Unsere kleine deutsche Kulturrevolution 1967-1977. Frankfurt a.M. 52011; Die Farbe Rot. Ursprünge und Geschichte des Kommunismus. München 22018.

Marion Krause, Dr. phil. habil., Professorin für Slavistische Sprachwissenschaft am Institut für Slavistik der Universität Hamburg. Studium der Russistik/Slavistik an der Staatlichen Universität Leningrad. Promotion in Allgemeiner Sprachwissenschaft, Psycholinguistik, Soziolinguistik an der Universität Leningrad. Habilitation an der Ruhr-Universität Bochum. Venia legendi in Slavischer Philologie.

Ausgewählte Publikationen: Dinamika mechanizma vosprijatija slova pri različnych uslovijach ovladenija inostrannym jazykom. München 2002; Epistemische Modalität: Zur Interaktion lexikalischer und prosodischer Marker (am Material des Russischen und Bosnisch-Kroatisch-Serbischen). Wiesbaden 2007; (Hrsg. zus. mit Th. Reuther) Slavistische Linguistik 2013. München 2015.

Corinna Kuhr-Korolev, Dr., Osteuropahistorikerin Berlin. Studium der Osteuropäischen Geschichte, Slavistik und Politikwissenschaften in Bonn, Köln und Moskau; 2002 Promotion zum Dr. phil. an der Philipps-Universität Marburg mit einer Arbeit zur sowjetischen Jugend in der Zwischenkriegszeit; 2006-2009 wissenschaftliche Mitarbeiterin am DHI Moskau, 2009-2012 an der Ruhr-Universität Bochum, 2012-2014 bei der Kulturstiftung der Länder Berlin, 2015-2018 freiberufliche Wissenschaftlerin, Kuratorin und Redakteurin u.a. in dem Ausstellungsprojekt „Clash of Futures. Mythen der Nationen 1914-1945“. Seit Mai 2019 Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschungen Potsdam.

Ausgewählte Publikationen: Gezähmte Helden. Die Formierung der Sowjetjugend. Essen 2005; Gerechtigkeit und Herrschaft. Von der Sowjetunion zum Neuen Russland. Paderborn 2015; (Hrsg. zus. mit U. Schmiegelt-Rietig, E. Zubkova): Raub und Rettung. Russische Museen im Zweiten Weltkrieg. Köln 2019.

Holger Kuße, Prof. Dr., Professor für Slavische Sprachgeschichte und Sprachwissenschaft am Institut für Slavistik der TU Dresden. Mitglied der Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz. Studium der Slavistik und Evangelischen Theologie in Mainz, Wien und Frankfurt a.M. Aufenthalte in Moskau, St. Petersburg (DAAD-Stipendiat); 1992-2005 wissenschaftlicher Mitarbeiter und Hochschuldozent in Frankfurt a.M.; 1997 Promotion zum Dr. phil. an der Goethe-Universität Frankfurt a.M. mit einer Arbeit zur konjunktionalen Koordination in Predigten und politischen Reden im Russischen; 2002 Habilitation in Frankfurt a.M. mit einer Arbeit zu Argumentationsformen im russischen philosophischen Diskurs.

Ausgewählte Publikationen: Konjunktionale Koordination in Predigten und politischen Reden. Dargestellt an Belegen aus dem Russischen. München 1998; Metadiskursive Argumentation. Linguistische Untersuchungen zum russischen philosophischen Diskurs von Lomonosov bis Losev. München 2004; Lev Tolstoj und die Sprache der Weisheit. Göttingen 2010; (zus. mit Boris Norman): Lingvistika v sadu. Vvedenie v teoriju semantičeskoj inveriantnosti. Moskau/Ekaterinburg 2018; Kulturwissenschaftliche Linguistik. Eine Einführung. Göttingen 2012 (russ. Übersetzung: Kazan’ 2016).

Anna Lenkewitz-Salminen, Dr. phil., Regionalkoordinatorin im Integrationsprojekt „Naapruiäidit/Stadtteilmütter“ für Nicehearts ry in Helsinki. Studium der Osteuropäischen Geschichte, Neueren Geschichte und der Slavistik an den Universitäten in Marburg und Bonn; 2017 Promotion zur Dr. phil. an der Ruhr-Universität Bochum mit einer Arbeit über Wahrnehmungen, Konzepte und Ideen der Gerechtigkeit im späten Zarenreich.

Ausgewählte Publikationen: (Hrsg. zus. mit A. Brewer und S. Plaggenborg) „Gerechte Herrschaft“ im Russland der Neuzeit. Dokumente. München 2014; „The State as a Murderer“: The Death Penalty and Just Authority in the Late Tsarist Empire. In: O. Hakola, S. Heinämää und S. Pihlström (Hrsg.): Death and Mortality. From Individual to Communal Perspectives. Vol. 19 (2015). COLLeGIUM. Studies Across Disciplines In The Humanities And Social Science Helsinki; Gerechtigkeit im späten Zarenreich Ideen, Konzepte, Wahrnehmungen. Kulturen der Gerechtigkeit. Bd. 9. (Erscheinung: Mai 2019).

Irina Levontina, Dr. phil., leitende wiss. Mitarbeiterin in der Abteilung Semantik am Vinogradov-Institut für russische Sprache. Regelmäßige Autorin der elektronischen populärwissenschaftlichen Zeitung „Troickij variant“ [Troicker Variante]. 1995 Promotion mit der Arbeit „Zielworte und naive Teleologie“ an der Staatlichen Lomonossow-Universität Moskau.

Ausgewählte Publikationen: (Hrsg. zus. mit N. Arutjunova) Logičeskij analiz jazyka. Obraz čeloveka v kul’ture i jazyke. Moskau 1999; (zus. mit A. Šmelev und A. Zaliznjak) Ėvoljucija ključevych konceptov russkogo jazyka v 20 veke: aspekty izučenija. In: Vestnik Rossijskogo gumanitarnogo naučnogo fonda. 2008 (50), Nr. 1, 120-127; (zus. mit A. Šmelev und A. Zaliznjak) Konstanty i peremennye russkoj jazykovoj kartiny mira. Moskau 2012; O čem reč‘. Moskau 2016; Russkij so slovarem. Moskau 2016.

Viktoria Lomasko, vgl. oben S. 525

Andrey Medushevskiy, Dr. phil., Ordinarius an der Nationalen Forschungsuniversität „Höchste Wirtschaftsschule“ (Moskau), führender Experte des Instituts des Rechts und der öffentlichen Politik (Moskau), Vorsitzender des Redaktionsausschusses der Zeitschrift „Vergleichende Verfassungsreview“. 1982 Absolvent des Moskauer Staatlichen Historischen und Archivarischen Instituts; 1985 Doktorarbeit über die Probleme des russischen Absolutismus im 18. Jh.; 1994 Habilitationsschrift über die politische Philosophie des russischen Konstitutionalismus.

Ausgewählte Publikationen: Utverždenie absoljutizma v Rossii. Sravnitel’noe istoričeskoe issledovanie. Moskau 1994; Teorija konstitucionnych ciklov. Moskau 2005; Russian Constitutionalism: Historical and Contemporary Development. London/New York 2006; Političeskie sočinenija: pravo i vlast’ v uslovijach social’nych transformacij. Moskau/St. Petersburg 2015; Političeskaja istorija russkoj revoljucii: normy, instituty, formy social’noj mobilizacii v 20 veke. Moskau/St. Petersburg 2017.

Margareta Mommsen, Dr. phil., emeritierte Professorin für Politische Wissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität München, Geschwister-Scholl-Institut für Politische Wissenschaft. 1972 Promotion an der Universität Heidelberg; 1985 Habilitation an der Ruhr-Universität Bochum; 1989 Professur für Politische Wissenschaft an der Universität der Bundeswehr Hamburg; 1990 Übernahme der Professur für Politische Wissenschaft an der LMU, Schwerpunkt: Politische Systeme Osteuropas; Emeritierung im April 2003.

Ausgewählte Publikationen: Hilf mir, mein Recht zu finden. Russische Bittschriften von Iwan dem Schrecklichen bis Gorbatschow. Berlin 1987; Wohin treibt Russland? Eine Großmacht zwischen Anarchie und Demokratie. München 1996; Wer herrscht in Russland? Der Kreml und die Schatten der Macht. München 22004; (Hrsg. zus. mit A. Nußberger) Das System Putin. Gelenkte Demokratie und politische Justiz in Russland. München 2007; Das Putin-Syndikat. Russland im Griff der Geheimdienstler. München 2017.

Christoph Mühl, Dipl.-Theol., Pastoralreferent im Bistum Osnabrück. Studium der katholischen Theologie an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster; 2009 Diplom in kath. Theologie mit einer Abschlussarbeit zum Begriff „Schwesterkirchen“ im orthodox-katholischen Dialog; 2009-2012 wissenschaftlicher Mitarbeiter im Forschungsprojekt Kulturen der Gerechtigkeit. Normative Diskurse im Transfer zwischen Westeuropa und Russland. Dissertationsprojekt zur Rechtfertigungslehre und Gerechtigkeit Gottes in den ökumenischen Dialogen mit russisch-orthodoxer Beteiligung.

Ausgewählte Publikationen: Die Russische Orthodoxe Kirche unter Patriarch Kyrill I. – Rückblick auf sein erstes Amtsjahr. In: OST-WEST Europäische Perspektiven 11 (2010), Heft 1, 4-15; Rez.: Theōsis: Deification in Christian Theology. S. Finlan und V. Kharlamov (Hrsg.). Cambridge 2006. In: Theologische Revue 109 (2013), Heft 4, Sp. 306-308; Justification in the Theological Conversations between Representatives of the Russian Orthodox Church and the Protestant Churches in Germany. In: A. Krawchuk, T. Bremer (Hrsg.): Eastern Orthodox Encounters of Identity and Otherness. Values, Self-Reflection, Dialogue. New York 2014, 261-272.

Stefan Plaggenborg, Dr. phil., Lehrstuhl für osteuropäische Geschichte an der Ruhr-Universität Bochum. Studium der Geschichte und Germanistik in Freiburg i. Brsg., Promotion 1986 „Staatsfinanzen und Industrialisierung in Russland 1881-1903. Die Bilanz der Steuerpolitik für Fiskus, Bevölkerung und Wirtschaft“. In: Forschungen zur osteuropäischen Geschichte 44 (1991), S. 123-339; Habilitation 1994 „Revolutionskultur. Menschenbilder und kulturelle Praxis in Sowjetrussland zwischen Oktoberrevolution und Stalinismus“. Köln, Wien, Weimar 1996; 1994-1998 Lehrstuhl für osteuropäische Geschichte, Universität Jena; 1998-2007 Lehrstuhl für osteuropäische Geschichte, Universität Marburg; 2009-2010 Fellow am Freiburg Institute of Advanced Studies; 2015-2016 Fellow am Historischen Kolleg in München.

Ausgewählte Publikationen: (Hrsg.) Handbuch der Geschichte Russlands. Bd. 5 (2 Teilbände): 1945-1991 – Vom Ende des Zweiten Weltkrieges bis zum Zusammenbruch der Sowjetunion. Stuttgart 2002-2003; Experiment Moderne. Der sowjetische Weg. Frankfurt a.M./New York 2006; Ordnung und Gewalt. Kemalismus – Faschismus – Sozialismus. München 2012; (Hrsg. zus. mit A. Brewer und A. Lenkewitz) „Gerechte Herrschaft“ im Russland der Neuzeit. Dokumente. München 2014; Pravda. Gerechtigkeit, Herrschaft und sakrale Ordnung in Altrussland. Paderborn 2018.

Nikolaj Plotnikov, Dr. phil., PD, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Seminar für Slavistik/Lotman-Institut für russische Kultur der Ruhr-Universität Bochum, Geschäftsführer des Osteuropa-Kollegs NRW. Studium der Philosophie an der Moskauer Staatlichen Lomonosov-Universität. 2001 Promotion zum Dr. phil. an der FernUniversität in Hagen mit einer Arbeit über die Konzepte praktischer Rationalität beim frühen Hegel. Habilitation im Fach Philosophie mit einer Arbeit über „‚Person‘ Eine Ideengeschichte in interkultureller Perspektive. Studien zu deutsch-russischen philosophischen Diskursen“.

Ausgewählte Publikationen: (Hrsg.): Kunst als Sprache – Sprachen der Kunst. Russische Ästhetik und Kunsttheorie der 1920er Jahre in der europäischen Diskussion. Hamburg 2014; (Hrsg. zus. mit A. Haardt): Gesicht statt Maske. Philosophie der Person in Russland. Berlin 2012; (Hrsg. zus. mit M. Siegfried und J. Bonnemann): Zwischen den Lebenswelten. Interkulturelle Profile der Phänomenologie. Münster 2012; (Hrsg. zus. mit A. Haardt): Diskurse der Personalität. Die Begriffsgeschichte der ‚Person‘ aus interkultureller Perspektive. München 2008; Gelebte Vernunft. Konzepte praktischer Rationalität beim frühen Hegel. Stuttgart-Bad Cannstatt 2004.

Zlata Ponirovskaja, Digital-Media-Produzentin in Moskau. Studium der Biologie, danach Studium am Institut für Probleme der Gegenwartskunst.

Claus Scharf, Dr. phil., 1965-2003 wissenschaftlicher Mitarbeiter des Instituts für Europäische Geschichte Mainz, seither Rentner. 1957-1965 Studium der Geschichte, der Slavistik und der Philosophie an den Universitäten Köln und Münster mit dem Schwerpunkt Osteuropäische Geschichte; 1965 Staatsexamen; 1979-1989 Mitglied des Mainzer Stadtrates; 1993 Promotion an der Universität Halle-Wittenberg bei Professor Erich Donnert mit dem von Lev Kopelev inspirierten Thema „Katharina II., Deutschland und die Deutschen“.

Ausgewählte Publikationen: Katharina II., Deutschland und die Deutschen. Mainz 1995 (illustrierte Ausgabe 1996; russ. Übers.: Ekaterina II, Germanija i nemcy. Moskau 2015); (Hrsg. zus. mit J. Kessel) Anton Wilhelm Nordhof, Geschichte der Zerstörung Moskaus im Jahre 1812. München 2000; (Hrsg.) Katharina II., Rußland und Europa. Beiträge zur internationalen Forschung. Mainz 2001; (Hrsg. zus. mit H. Duchhardt) Interdisziplinarität und Internationalität. Wege und Formen der Rezeption der französischen und der britischen Aufklärung in Deutschland und Rußland im 18. Jahrhundert. Mainz 2004; (Hrsg. zus. mit H. Möller, W. Dudarew und M. Lawrinowitsch) Deutschland – Russland. Stationen gemeinsamer Geschichte – Orte der Erinnerung. Bd. 1: Das 18. Jahrhundert. München 2018.

Georg Schomacher, Dr. Phil., Direktionsassistent Museum für Lackkunst, Münster. Studium der Slawistik an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, 2002 Promotion zum Dr. Phil.

Ausgewählte Publikationen: Konstantin Leont’evs ästhetischer Aristokratismus. Modernitätskritik und Adelsmentalität in Rußland. Münster 2003; Fragilität des Wortes – Variabilität des Symbols. Sprachbilder in der Dichtung I.F. Annenskijs. In: B. Symanzik, G. Birkfellner, A. Sproede (Hrsg.): Metapher, Bild und Figur. Osteuropäische Sprach- und Symbolwelten. Hamburg 2003, 253-263; Wahrheitsemphase und poietisches Können. Platonismen in der russischen Literatur von Deržavin bis Nabokov (Europäische Hochschulschriften, Bd. 69). Frankfurt u.a. 2003; Geschichte, Mentalität und Recht. Zum Problem der Differenz respektive des Gegensatzes von ‚westlicher‘ und russischer Rechtskultur. In: A. Sproede, W. Krawietz (Hrsg.): Gewohnheitsrecht – Rechtsprinzipien – Rechtsbewußtsein. Transformationen der Rechtskultur in West- und Osteuropa. Interdisziplinäres Symposion 2004 an der Universität Münster. Berlin 2006 [zugleich Sonderheft Rechtstheorie, 35. Band 2004 Heft 3/4], 427-436; Das Bild der Eisenbahn in der russischen Literatur. In: Ost-West. Europäische Perspektiven, Heft 3/2006, 234 ff.

Aleksej Šmelev, Dr. phil., Professor für russische Sprache. Bis 1979 Studium an der Staatlichen Lomonossow-Universität Moskau bei der Abteilung für Struktur- und Angewandte Linguistik der Philologischen Fakultät; seit 1979 Assistent und seit 1997 Professor an der Pädagogischen Staatlichen Universität Moskau; Mitglied der Dissertation- und der wissenschaftlich-organisatorischen Gremien des Vinogradov-Instituts für russische Sprache. Promotion 1984 mit der Arbeit „Sicherheit-Unsicherheit bei den Namen von Personen in russischer Sprache“ und Habilitation 1995 mit der Arbeit zum Thema „Referenzmechanismen der russischen Sprache“.

Ausgewählte Publikationen: (Hrsg. zus. mit T. Bulygina) Jazykovaja konceptualizacija mira (na materiale russkoj grammatiki). Pragmatika, semantika, leksikografija, vid, vremja, lico, modal’nost’. Moskau 1997; Russkaja jazykovaja model’ mira: Materialy k slovarju. Moskau 2002; (zus. mit I. Levontina und A. Zaliznjak) Ėvoljucija ključevych konceptov russkogo jazyka v 20 veke: aspekty izučenija. In: Vestnik Rossijskogo gumanitarnogo naučnogo fonda. 2008 (50), Nr. 1, 120-127; (zus. mit I. Levontina und A. Zaliznjak) Konstanty i peremennye russkoj jazykovoj kartiny mira. Moskau 2012.

Daniel Weiss, Prof. Emeritus. Ab 1968 Studium der Slavistik, Indogermanistik, Osteuropäischen Geschichte und rumänischen Sprachwissenschaft an den Universitäten Zürich und Warschau; 1975 Dr. phil. (Dissertation: Syntax und Semantik polnischer Partizipialkonstruktionen); 1976 Postdoc-Stipendium an der MGGU Moskau, Inhaber von Lehrstühlen für Slavische Linguistik in Hamburg (1982-1988), München (1988-1993) und Zürich (1993-2014); Emeritierung 2014. Leiter mehrerer Forschungsprojekte 1986-2017. Autor von 158 Publikationen zur Syntax und Wort-, Satz- und Textsemantik des modernen Russischen, Polnischen und Makedonischen, zur forensischen Linguistik im heutigen Russland, zum sowjetischen Novojaz („Newspeak“) und der polnischen Nowomowa im „Realen Sozialismus“ und zum gegenwärtigen politischen Diskurs in Russland (implizite Kommunikationsstrategien, v.a. Formen und Funktionen von intertextuellen Verweisen; Ukraine-Konflikt).

Ausgewählte Publikationen: Was ist neu am Newspeak? Reflexionen zur Sprache der Politik in der Sowjetunion. In: R. Rathmayr (Hrsg.): Slavistische Linguistik 1985. München 1986, 247-325; (Hrsg.) Der Tod in der Propaganda (Sowjetunion und Volksrepublik Polen). Bern/Frankfurt 2000 [darin: Die Verwesung vor dem Tode. N.S. Chruščevs Umgang mit Fäulnis-, Aas- und Müllmetaphern, 191-257]; Verb serialization in North East Europe: the case of Russian and its Finno-Ugric neighbours. In: B. Hansen, B. Wiemer, B. Wälchli (Hrsg.): Grammatical replication and grammatical borrowing in language contact. Berlin/Boston 2012, 619-655; The lazy speaker and the fascination of emptiness: colloquial Russian from a typological perspective. In: I. Kor Chahine (Hrsg.): Contemporary Studies in Slavic Linguistics. Amsterdam/Philadelphia 2013, 91-121; Ukrainskij konflikt v zerkale korpusnoj lingvistiki. In: E. Velmezova (Hrsg.): Schweizerische Beiträge zum Belgrader Slavistenkongress. Bern/Frankfurt a.M. 2018, 321-348.

Claudia Woldt, Dr. phil., Pressesprecherin der Dresdner Philharmonie (davor: Wiss. Mitarbeiterin am Institut für Slavistik der TU Dresden). Studium der Slavistik und Romanistik an der TU Dresden, der Masaryk-Universität Brno und der Humboldt-Universität zu Berlin. 2009 Promotion zur Dr. phil. am Institut für Slavistik der TU Dresden mit einer Arbeit über Sprachbewertung im Tschechischen.

Ausgewählte Publikationen: Sprache als Wert – Werte in der Sprache. Untersuchungen zur Bewertung von Sprache allgemein und von Komposita im Besonderen in der tschechischen Sprachgeschichte. München/Berlin 2010; Übersetzungsverweigerung als „Kulturschutz“ – Zum Umgang mit Germanismen in der tschechischen Sprachgeschichte. In: H. Kuße (Hrsg.): Bohemicum Dresdense. Beiträge zur Didaktik, Sprachentwicklung und Übersetzung des Tschechischen. München/Berlin 2010, 97-111; Deontic Modality in Political Discourse – Expressions of Tolerance and Intolerance in Czech Parliamentary Debates Before and After 1989. In: B. Kreß (Hrsg.): Totalitarian Political Discourse? Tolerance and Intolerance in Eastern and East Central European Countries – Diachronic and Synchronic Aspects. Hildesheimer Schriften zur Interkulturellen Kommunikation. Frankfurt a.M. 2013, 27-37; Normativität als linguistische Schnittstelle. Untersuchungen zum russischen Gerechtigkeitsdiskurs. München 2013.

Evert van der Zweerde, Dr. phil., Professor für Politische und Sozialphilosophie an der Fakultät für Philosophie, Theologie und Religionswissenschaften der Radboud Universität, Nijmegen, Niederlande. Studium der Philosophie und der russischen Sprache und Kultur an den Universitäten von Nijmegen, Moskau (Staatliche Lomonossow-Universität) und Fribourg. 1994 Promotion [PhD] an der Radboud Universität zum Thema Soviet Philosophy – the Ideology and the Handmaid; a Historical and Critical Analysis of Soviet Philosophy, with a Case-Study into Soviet History of Philosophy, 1997 in Buchform veröffentlicht als Soviet Historiography of Philosophy; Istoriko-Filosofskaja Nauka (Dordrecht & Boston: Kluwer Academic Publishers).

Ausgewählte Publikationen: (Hrsg. zus. mit W.v.d. Bercken und M. de Courten): Vladimir Solov’ëv: Reconciler and Polemicist. Leuven 2000; (Hrsg. zus. mit G. Steunebrink): Civil Society, Religion, and the Nation; Modernization in Intercultural Context: Russia, Japan, Turkey. Amsterdam 2004; (Hrsg. zus. mit A. Brüning): Orthodox Christianity and Human Rights. Leuven 2012; (Hrsg. zus. mit B. Leijssenaar und J. Martens): Futures of Democracy. Eindhoven 2014; (Hrsg. zus. mit A. Agadjanian und A. Jödicke): Religion, Nation and Democracy in the South Caucasus. London/New York 2015; Vzgljad so storony na istoriju russkoj i sovetskoj filosofii; sbornik statej. St. Petersburg 2017.

Gerechtigkeit in Russland

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