Das Wunder(bare) der Poesie. Kleists Die heilige Cäcilie oder die Gewalt der Musik (1811)

in Das Wunderbare

Der folgende Beitrag analysiert einen Text, in dem ein Wunder geschehen sein soll. Welchen Status hat das religiöse Wunder in einem ästhetischen Arrangement, hier konkret im Rahmen von Literatur? Lassen sich das Wunder und das Wunderbare voneinander unterscheiden und wenn ja, wie? Diese Fragen gruppieren sich um die Grundausrichtung des Beitrags, der untersucht, wie gerade im literarischen Arrangement im Kontext des Wunderhaften und Wunderbaren die Handlung (histoire) und die Darstellungsweisen (discours) in ein komplexes Verhältnis zueinander treten, in ein Verhältnis, das selbst von dem Sujet – dem Wunder – affiziert wird. Heinrich von Kleists Die heilige Cäcilie (1811) ist kein religiöser Text, aber ein Text, der darstellungstechnisch von der religiösen Figur des Wunders ›durchsäuert‹ wird, also literarisch- formal an den sachlich verabschiedeten Religionsdiskurs anschließt.

Das Wunderbare

Dimensionen eines Phänomens in Kunst und Kultur

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