Dem Tod einen T/Raum geben. Überlegungen zu einer Poetik des Eingeschlossenseins bei Georges Perec

in An den Rändern des Lebens

Um den Tod seiner in Auschwitz umgebrachten Mutter zu begreifen, entwickelt Georges Perec verschiedene Lagermetaphern. Dazu gehört die in W ou le souvenir d’enfance (1975) beschriebene Insel W, die von einer Diktatur des Sports regiert wird, genauso wie die Beobachtung, dass im Grunde alle seine Träume sich um das Leben in Konzentrationslagern drehen. In den folgenden Überlegungen wird beschrieben, wie Perec diese Metaphern poetologisch verarbeitet, indem er die Vorstellung des räumlichen und zeitlichen Eingeschlossenseins in seinen Texten produktiv macht und das Bild einer Schreibszene entwickelt, die von Eingrenzungen beflügelt wird. Diese beiden Umgangsweisen lassen sich aus Perecs Traumberichten und den dazu verfassten Paratexten ableiten. Sie werden im Laufe des Artikels auf medienhistorische Beobachtungen zum Schwarzraum bezogen und von der surrealistischen Praxis des Träumenotierens abgegrenzt.

An den Rändern des Lebens

Träume vom Sterben und Geborenwerden in den Künsten

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