Die Autorinnen und Autoren dieses Bandes

in Migration und Gegenwartsliteratur
Freier Zugang
Die Autorinnen und Autoren dieses Bandes
Matthias Aumüller

ist Privatdozent für Neuere deutsche Literaturgeschichte und Allgemeine Literaturwissenschaft an der Bergischen Universität Wuppertal, und derzeit SNF Senior Forscher an der Universität Freiburg/CH im Projekt „Literaturgeschichte, Interpretationstheorie und Narratologie. Über ihr Zusammenwirken am Beispiel des unzuverlässigen Erzählens im deutschsprachigen Nachkriegsroman“. Zu seinen Publikationen gehören: Innere Form und Poetizität. Die Theorie Aleksandr Potebnjas in ihrem begriffsgeschichtlichen Kontext, Frankfurt a.M. 2005; Narrativität als Begriff. Analysen und Anwendungsbeispiele zwischen philologischer und anthropologischer Orientierung (Hg.), Berlin/Boston 2012; Minimalistische Poetik. Zur Ausdifferenzierung des Aufbausystems in der Romanliteratur der frühen DDR, Münster 2015; Brigitte Reimann in Neubrandenburg, Berlin 2018.

Till Dembeck

ist Associate Professor für deutsche Literatur und Mediendidaktik an der Université du Luxembourg. Seine Arbeitsgebiete sind Mehrsprachigkeitsphilologie, Neuere deutsche Literatur (mit Schwerpunkten im 18. und 19. Jahrhundert), Lyrikforschung, Kultur- und Literaturtheorie, Medien der Literatur und Mediendidaktik sowie die Geschichte der Sprachforschung. Zum Thema der literarischen Mehrsprachigkeit hat er zahlreiche Artikel und Sammelbände publiziert, darunter Literatur und Mehrsprachigkeit. Ein Handbuch, hg. mit Rolf Parr, Tübingen 2017.

Eva Hausbacher

ist Professorin für Slawistische Literatur- und Kulturwissenschaft am FB Slawistik der Universität Salzburg. Dissertation zur frühfuturistischen Dichtermalerin Elena Guro („… denn die Geschöpfe lieben Aufmerksame“. Weiblichkeit in der Schrift Elena Guros, Frankfurt a.M. 1996); Habilitation zu transnationalen Schreibweisen in der zeitgenössischen russischen Literatur 2008 (Poetik der Migration, Tübingen 2009); Vertretungsprofessur an der Universität Innsbruck; 2012 bis 2016 Leitung des FWF-Forschungsprojekts zu Sowjetischer Mode und Konsumkultur: „Nadel und Faden. Transformationen des sowjetischen Kostüms als Spiegel des Wertewandels in der Sowjetunion am Beispiel der individuellen Herstellung von Kleidung (1953–1985)“. Arbeitsschwerpunkte: Russische Literatur im 20. und 21. Jahrhundert im europäischen Kontext, Literatur im Kontext von Migration, Gender und Fashion Studies.

Eva Maria Hrdinová

ist Leiterin des Lehrstuhls für Fremdsprachen an der Pädagogischen Fakultät der Palacký Universität in Olomouc (CZ). Als studierte Germanistin und Bohemistin mit Schwerpunkt Translatologie und habilitierte Übersetzungs- und Dolmetschwissenschaftlerin ist sie auch als Dolmetscherin und Übersetzerin für Deutsch-Englisch-Tschechisch-Kirchenslavisch tätig (so auch die erste Übersetzerin von Jean Pauls Vorschule der Ästhetik ins Tschechische). Zum Schwerpunkt ihrer wissenschaftlichen Aktivitäten gehören die Translation von (ostkirchlichen liturgischen) Termini im kulturellen Kontext, die sogenannte Böhmische Redaktion des Kirchenslavischen, aber auch die Spuren des Minderheiten-Schulwesens in der Tschechischen Republik. Autorin von mehreren Monografien in tschechischer Sprache und mehreren Studien (auf Tschechisch, Deutsch und Englisch) zu diesen Themen.

Nora Isterheld

absolvierte eine Ausbildung zur Verlagsbuchhändlerin im Münchner Hanser Verlag und studierte Germanistik, Literaturvermittlung und Russistik an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg. Als Stipendiatin der Bayerischen Eliteförderung wurde sie mit einer Arbeit über russischstämmige AutorInnen in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur promoviert („In der Zugluft Europas“. Zur deutschsprachigen Literatur russischstämmiger AutorInnen, Bamberg 2017). 2018 erhielt sie dafür den Georg R. Schroubek-Publikationspreis vom Sonderfonds Östliches Europa der LMU München. Derzeit arbeitet sie in einem Verlag in Zürich.

Renata Makarska

ist Professorin für polnische Translations-, Sprach- und Kulturwissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz in Germersheim. Forschungsschwerpunkte: westslavische Kulturen des 20. und 21. Jahrhunderts (Literatur und Topografie, Migration, Mehrsprachigkeit, Regionalismus, Übersetzungstheorien, Comic sowie Beziehungen zwischen Text und Bild). Neueste Publikationen: Neue alte Rassismen? Differenz und Exklusion in Europa nach 1989, hg. mit Gesine Drews-Sylla, Bielefeld 2015; Comic in Polen, Polen im Comic, hg. mit Kalina Kupczynska, Berlin 2016; Erweiterung des Horizonts. Fotoreportage in Polen im 20. Jahrhundert, hg. mit Iwona Kurz/Schamma Schahadat/Margarete Wach, Göttingen 2018.

Mara Matičević

studierte Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft an der LMU München und ist seit 2014 Doktorandin an der Graduiertenschule für Ost- und Südosteuropastudien in München. Ihr in der Slavistik angesiedeltes Dissertationsprojekt wird von Prof. Raoul Eshelman betreut. Sie untersucht darin zeitgenössische Migrationstexte aus dem postjugoslawischen Raum und widmet sich vor allem der Frage nach den Möglichkeiten textästhetischer Manifestation von Migration.

Jana-Katharina Mende

ist Lektorin für deutsche Literatur und Sprache an der Universität Lüttich, Belgien. Sie forscht zu europäischer Romantik, Migrationsliteratur, Mehrsprachigkeit in (literarischen) Texten, Literaturlinguistik (Verbindungen von linguistischen Methoden und literaturwissenschaftlichen Fragestellungen, besonders in Bezug auf Mehrsprachigkeit und Literaturtheorie) und komparatistischer Diskurssemantik. Dissertation zum Thema der polnisch-deutsch-französischen Literaturbeziehungen, Das Konzept des Messianismus in der polnischen, französischen und deutschen Literatur der Romantik, Heidelberg 2019.

Marek Nekula

ist Professor für Bohemistik und Westslavistik an der Universität Regensburg, wo er das Bohemicum-Center for Czech Studies und den Forschungsverbund „Grenze/n in nationalen und transnationalen Erinnerungskulturen“ leitet. Er publiziert u.a. zum Gedächtnis der Literatur und in der Literatur sowie zur literarischen Mehrsprachigkeit. Zu seinen Buchpublikationen in dem für den vorliegenden Band relevanten Bereich gehören etwa die Monografien Tod und Auferstehung einer Nation: Der Traum vom Pantheon in der tschechischen Literatur und Kultur, Köln et al. 2017 und Franz Kafka and His Prague Contexts: Studies in Language and Literature, Praha 2016, der Sammelband Zeitschriften als Knotenpunkte der Moderne/n: Prag – Brünn – Wien, Heidelberg 2019 oder die Anthologie Ich träume von Prag. Deutsch-tschechische literarische Grenzgänge, hg. mit Andrea Fischerová, Passau 2012.

Christian Steltz

ist Akademischer Rat am Lehrstuhl für Neuere deutsche Literaturwissenschaft 2 an der Universität Regensburg. Zu seinen Forschungsgebieten gehören Gegenwartsliteratur, Postdramatisches Theater, Film und Theater, Intermedialität und Interkulturelle Literatur. Zur türkisch-deutschen Literatur hat er mehrere Aufsätze publiziert, zuletzt die Artikel zu „Migrantenliteratur“ und „Kanak Sprak“ in: Wendejahr 1995. Transformationen der deutschsprachigen Literatur, hg. v. Heribert Tommek/Matteo Galli/Achim Geisenhanslüke, Berlin/Boston 2015.

Weertje Willms

ist außerplanmäßige Professorin für Komparatistik und (interkulturelle) Germanistik am Deutschen Seminar der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Sie ist stellvertretende Sprecherin des deutsch-russischen Graduiertenkollegs „Kulturtransfer und ‚kulturelle Identität‘“. Außerdem engagiert sie sich mit innovativen Lehrprojekten in Zusammenarbeit mit verschiedenen KünstlerInnen und Institutionen, wofür sie 2015 mit dem Lehrpreis der Universität Freiburg und 2018 mit dem Lehrentwicklungspreis Instructional Development Award des Bundesministeriums für Bildung und Forschung ausgezeichnet wurde. Zu ihren Forschungsschwerpunkten zählen: Deutsch-russische Kulturbeziehungen, Interkulturalitäts- und Kulturtransferforschung, Literatur und Psychologie, Genderforschung, Kinder- und Jugendliteratur, Kreatives Schreiben und Literaturvermittlung in der Öffentlichkeit. Wichtige Publikationen: Gesellschaftlicher Diskurs und literarischer Text in Deutschland zwischen 1945 und 1970, Würzburg 2000; Geschlechterrelationen in Erzähltexten der deutschen und russischen Romantik, Hildesheim 2009.

Monika Wolting

ist Professorin am Germanistischen Institut der Universität Wrocław, Sprecherin des Internationalen Christa-Wolf-Zentrums und stellvertretende Präsidentin der Goethe Gesellschaft Polen. Studium der Germanistik in Gdańsk und Düsseldorf, Promotion 2002 in Warschau und Habilitation 2010 an der Philologischen Fakultät der Universität Wrocław mit der Schrift Der Garten als Topos in dem Werk von Marie Luise Kaschnitz, Undine Gruenter und Sarah Kirsch, Wrocław 2009. Zu ihren Forschungsschwerpunkten gehören Kriegsforschung, Intellektuellenforschung, Engagierte Literatur, Ästhetik und Politik, Kulturpolitik, Realismusforschung. Letzte Publikationen: Der neue Kriegsroman. Identitätskonstruktionen in der deutschen Gegenwartsliteratur, Heidelberg 2019; Klassik als kulturelle Praxis, hg. mit Paula Wojcik/Stefan Matuschek, Berlin 2019; Der neue Kriegsroman (Hg.), Göttingen 2019; Identitätskonstruktionen in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur (Hg.), Göttingen 2017.