Autorinnen und Autoren

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Autorinnen und Autoren

Horst Bredekamp

wurde nach seinem Studium der Archäologie, Philosophie und Soziologie in Kiel, München und Berlin 1974 an der Philipps-Universität Marburg zum Dr. phil. promoviert. Nach einem Volontariat am Liebighaus Frankfurt a. M. und einer Assistentenstelle am kunsthistorischen Seminar der Universität Hamburg ab 1976 erhielt er 1982 den Ruf auf eine Professor für Kunstgeschichte an die Universität Hamburg. Seit 1993 lehrt er an der Humboldt-Universität zu Berlin. Von 2003 bis 2012 war er zusätzlich Permanent Fellow des Wissenschaftskollegs zu Berlin. Von 2000 bis 2019 leitete Bredekamp die Forschergruppen „Das Technische Bild“ und „Bildakt und Verkörperung“ an der Humboldt-Universität zu Berlin. Bredekamp erhielt zahlreiche Preise, darunter 2005 den Aby-Warburg Preis der Stadt Hamburg, 2006 den Max-Planck-Forschungspreis und 2012 den Berliner Wissenschaftspreis. Seit 2004 ist er Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina sowie seit 2016 Mitglied der American Academy of Arts and Sciences. Er ist Mitglied des Ordens „Pour le Mérite“. 2015 bis 2018 war er mit Neil MacGregor und Hermann Parzinger Gründungsintendant des Humboldtforums Berlin. AUSGEWÄHLTE VERÖFFENTLICHUNGEN: (1975): Kunst als Medium sozialer Konflikte. Bilderkämpfe von der Spätantike bis zur Hussitenrevolution. Frankfurt a. M.: Suhrkamp; (1992) Antikensehnsucht und Maschinenglauben. Die Geschichte der Kunstkammer und die Zukunft der Kunstgeschichte. Berlin: Berlin- Verlag; (2004): Die Fenster der Monade. Gottfried Wilhelm Leibniz’ Theater der Natur und Kunst. Berlin: Akademie; (2005): Darwins Korallen. Die frühen Evolutionsdiagramme und die Tradition der Naturgeschichte. Berlin: Wagenbach; (2015): Der Bildakt. Berlin: Wagenbach (2015 bis 2019 in engl., französ., ital., span., portug. und chines. Übersetzungen erschienen); (2012): Leibniz und die Revolution der Gartenkunst. Herrenhausen, Versailles und die Philosophie der Blätter. Berlin: Wagenbach; (2019): Galileo’s Thinking Hand. Manerism, Anti-Manerism and the Virtue of Drawing in the Foundation of Early Modern Science (Übers. v. M. Cohen). Berlin und Boston: de Gruyter.

Rüdiger Campe

studierte von 1974 bis 1984 Germanistik, Philosophie und Altphilologie in Bochum, Paris und Freiburg. 1986 wurde er mit der Arbeit „Affekt und Ausdruck. Zur Umwandlung der literarischen Rede im 17. Jahrhundert“ zum Dr. phil. promoviert und habilitierte sich 2000 über „Spiel der Wahrscheinlichkeit. Literatur und Berechnung zwischen Pascal und Kleist“ (publiziert 2002). Von 2001 bis 2006 war er Professor of German an der Johns Hopkins University Baltimore und ist seit 2007 Professor of German and Comparative Literature an der Yale University in New Haven, Connecticut. Von 2007 bis 2008 war er Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin und 2016 am Internationalen Forschungszentrum Kulturwissenschaften, Wien, 2002 erhielt er den Preis der Aby Warburg-Gesellschaft und 2011 den Humboldt-Forschungs-Preis. AUSGEWÄHLTE VERÖFFENTLICHUNGEN: (1990): Affekt und Ausdruck. Zur Umwandlung der literarischen Rede im 17. und 18. Jahrhundert. Tübingen: Niemeyer; (2002): Spiel der Wahrscheinlichkeit. Literatur und Berechnung zwischen Pascal und Kleist. Göttingen: Wallstein; (2013ff. hg. mit P. Fleming): Buchreihe: Paradigms. Literature and the Human Sciences. Berlin: de Gruyter; (2014, mit A. Haverkamp & Ch. Menke): Baumgarten-Studien. Zur Genealogie der Ästhetik. Berlin: August Verlag; (2014, hg. mit Julia Weber): Re-Thinking Emotion. Exteriority and Interiority. Berlin: de Gruyter; (2016): Baumgartens Ästhetik: Metaphysik und techne. In: Zeitschrift für Ästhetik und allgemeine Kunstwissenschaft, Sonderh. 15, Hamburg: Meiner, S. 149-170; (2018, hg. mit Malte Wessels): Bella Parrhesia. Begriff und Figur der freien Rede in der frühen Neuzeit. Freiburg: Rombach; (2015): Vor Augen Stellen. Über den Rahmen rhetorischer Bildgebung. In: H. Lethen, L. Jäger, A. Koschorke (Hgg.): Zum Problem der Evidenz in den Kulturwissenschaften. Ein Reader: revised reprint; (2016): Baumgartens Ästhetik: Metaphysik und techne. In: Zeitschrift für Ästhetik und Kunstwissenschaft 15, S. 149-170.

Martin Grötschel

studierte von 1969 bis 1973 Mathematik und Wirtschaftswissenschaften an der Universität Bochum. 1977 wurde er an der Universität Bonn promoviert; 1981 habilitierte er sich in Bonn mit einer Schrift im Gebiet Operations Research. Ab 1982 hatte er eine Professur für Angewandte Mathematik an der Universität Augsburg inne, von 1991 bis 2015 den Lehrstuhl für Informationstechnik an der TU Berlin. Ab 1989 war er Mitglied, 1993-1994 Vorsitzender des Vorstandes der Deutschen Mathematiker Vereinigung. Er war ab 1999 Mitglied des Exekutivkomitees der Internationalen Mathematiker-Union (IMU) und von 2007-2014 deren Generalsekretär. 2011-2015 stand er als Vorsitzender der Einstein-Stiftung Berlin vor. Er begründete das DFG-Forschungszentrums Matheon mit. Nach seiner Zeit als Vizepräsident des Konrad-Zuse-Zentrums für Informationstechnik ab 1991 war er 2012 bis 2015 dessen Präsident. Neben zahlreichen Mitgliedschaften ist er seit 2005 Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina, seit 1995 Mitglied, seit dem 1. Oktober 2015 Präsident der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. Unter den Auszeichnungen seien besonders hervorgehoben der Fulkerson-Preis 1982 und der Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft 1995. 2004 wurde ihm von der Association of European Operational Research Societies die EURO Gold Medal verliehen, seit 2011 ist er Distinguished Affiliated Professor der TU München. 2008 erhielt Grötschel den Berliner Wissenschaftspreis und wurde 2014 mit dem Life Time Award der Stiftung heureka ausgezeichnet. AUSGEWÄHLTE VERÖFFENTLICHUNGEN: (2. Aufl. 1993 mit A. Schrijver u. L. Lovász): Geometric algorithms and combinatorial optimization. Springer 1988; (1995 hg. mit R. L. Graham u. L. Lovász): Handbook of Combinatorics, 2 Vols. MIT Press: Elsevier; (2009 hg. mit V. Mehrmann u. K. Lucas): Produktionsfaktor Mathematik – wie die Mathematik die Wirtschaft bewegt. Springer.

Douglas Hofstadter

schloss 1965 sein Studium der Mathematik an der Stanford University mit dem Bachelor of Science ab. 1974-75 war er wissenschaftlicher Assistent im Fachbereich Physik an der Universität Regensburg und wurde 1975 in theoretischer Festkörperphysik an der University of Oregon promoviert. Bekannt wurde er kurz danach mit dem sog. „Hofstadter-Schmetterling“, einer selbstähnlichen fraktalen Struktur, die sich aus dem energetischen Spektrum von Gitterelektronen mit einem äußeren Magnetfeld ergibt. Seit 1977 ist Hofstadter Professor für Kognitionswissenschaft an der Indiana University in Bloomington. Für sein Buch „Gödel, Escher, Bach: an Eternal Golden Braid“ erhielt er 1980 den Pulitzer-Preis sowie den American Book Award. 1980-81 war er Guggenheim Fellow, und seit 2009 ist er Mitglied der American Academy of Arts and Sciences und der American Philosophical Society. 2018 hatte Hofstadter die Albertus-Magnus-Professur der Universität zu Köln inne. Sein im Jahre 2013 gemeinsam mit Emmanuel Sander verfasstes Buch „Surfaces and Essences: Analogy as the Fuel and Fire of Thinking“ erhebt die Analogie zum Grundprinzip menschlichen Erfahrens und Denkens. AUSGEWÄHLTE VERÖFFENTLICHUNGEN: (1979): Gödel, Escher, Bach: an Eternal Golden Braid. New York: Basic Books; (1985): Metamagical Themas: Questing for the Essence of Mind and Pattern. New York: Basic Books; (1988): Metamagicum: Fragen nach der Essenz von Geist und Struktur. Stuttgart: Klett-Cotta; (1995): Fluid Concepts and Creative Analogies: Computer Models of the Fundamental Mechanisms of Thought; (1996): Die FARGonauten: Über Analogie und Kreativität. Stuttgart 1996: Klett-Cotta; (1997): Le Ton beau de Marot: In Praise of the Music of Language. New York: Basic Books; (2007): I Am a Strange Loop. New York: Basic Books; (2013 mit E. Sander): L’Analogie: Cœur de la pensée. Paris: Éditions Odile Jacob; (2013 mit E. Sander): Surfaces and Essences: Analogy as the Fuel and Fire of Thinking. New York: Basic Books; (2014 mit E. Sander): Die Analogie: Das Herz des Denkens. Stuttgart: Klett-Cotta; (2019 mit E. Sander): 表象与本质: 类比 思考之源和思维之火. Beijing: Cheers.

Thomas de Maizière

legte nach seinem Studium der Rechtswissenschaft in Münster und Freiburg im Breisgau 1979 das erste und 1982 das zweite juristische Staatsexamen ab. Im Anschluss wurde er Mitarbeiter des Regierenden Bürgermeisters von Berlin, zunächst Richard von Weizsäckers, dann ab 1984 Eberhard Diepgens. 1986 wurde er an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster zum Dr. jur. promoviert. 1985 bis 1989 war de Maizière Leiter des Grundsatzreferates der Senatskanzlei des Landes Berlin und Pressesprecher der CDU-Fraktion im Abgeordnetenhaus. 1990 unterstützte er seinen Cousins Lothar de Maizière, den ersten frei gewählten Ministerpräsidenten der DDR, als Berater und gehörte der Verhandlungsgruppe der DDR für den deutsch-deutschen Einigungsvertrag an. Von 1990 bis 1994 war er Staatssekretär im Kultusministerium von Mecklenburg-Vorpommern sowie von 1994 bis 1998 Leiter der Staatskanzlei. Ab 1999 hatte er verschiedene Ministerposten in Sachsen inne; bis 2001 als Chef der Sächsischen Staatskanzlei, von 2001 bis 2002 als Sächsischer Staatsminister der Finanzen, von 2002 bis 2004 als Sächsischer Staatsminister der Justiz und von 2004 bis 2005 als Sächsischer Staatsminister des Innern. 2005 berief ihn Angela Merkel als Bundesminister für besondere Aufgaben und Chef des Bundeskanzleramtes in die Bundesregierung nach Berlin. Anschließend, von 2009 bis 2011, war de Maizière Bundesminister des Innern. 2011 wurde er zum Bundesminister der Verteidigung ernannt und 2013 abermals zum Bundesminister des Innern. Er gehörte der Bundesregierung bis 2018 an. Seit 2010 ist de Maizière Honorarprofessor für Staatsrecht, zunächst an der Technischen Universität Dresden, seit 2018 an der Universität Leipzig. Seit November 2018 hat er den Vorsitz der Deutschen Telekom Stiftung inne. AUSGEWÄHLTE VERÖFFENTLICHUNGEN: (1986): Die Praxis der informellen Verfahren beim Bundeskartellamt. Darstellung und rechtliche Würdigung eines verborgenen Vorgehens. Münster; (1990 mit L. Wicke u. L. de Maizière): Öko-soziale Marktwirtschaft für Ost und West. Der Weg aus Wirtschafts- und Umweltkrise. München: dtv; (2012): Staatliches Handeln im Wandel der Zeit (= Dresdner Vorträge zum Staatsrecht. Bd. 3). Baden-Baden: Nomos; (2019): Regieren: Innenansichten der Politik. Freiburg: Herder.

Jürgen Mittelstras

studierte von 1956 bis 1961 Philosophie, Germanistik und evangelische Theologie an den Universitäten Bonn, Hamburg und Erlangen, wo er 1961 zum Dr. phil. promoviert wurde. Nach einem Postgraduiertenstudium in Oxford 1961/62 habilierte er sich 1968 mit der Schrift „Neuzeit und Aufklärung. Studien zur Entstehung der neuzeitlichen Wissenschaft und Philosophie.“ Nach einer Visiting Professorship an der Temple University (Philadelphia) erhielt er 1970 die Professur für Philosophie und Wissenschaftstheorie an der Universität Konstanz, die er bis 2005 als Ordinarius, seit 1990 zugleich auch als Direktor des Zentrums Philosophie und Wissenschaftstheorie bekleidete. Er ist Mitglied in mehreren nationalen und internationalen Akademien und war u.a. von 1985 bis 1990 Mitglied des Wissenschaftsrates, 1992-1997 Mitglied des Senats der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), 1997-1999 Präsident der Allgemeinen Gesellschaft für Philosophie in Deutschland, 2002-2008 Präsident der Europäischen Akademie der Wissenschaften (Academia Europaea) mit Sitz in London und 2005-2015 Vorsitzender des Österreichischen Wissenschaftsrates. Seit 2006 ist Mittelstraß Direktor des Konstanzer Wissenschaftsforums. 2011 wurde er TUM Distinguished Affiliated Professor an der Technischen Universität München. 2015 erfolgte die Ernennung zum Honorarprofessor der Universität Salzburg. Unter zahlreichen Ehrungen und Preisen sind hervorzuheben 1989 der Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft, 1998 die Lorenz-Oken-Medaille der Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte, 2007 die Ehrensenatorwürde der Universität Erlangen-Nürnberg, 2011 das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse, 2012 der Nicholas Rescher Prize for Systematic Philosophy, Universität Pittsburgh, USA. Ab 1980 gab er die vierbändige „Enzyklopädie Philosophie und Wissenschaftstheorie“ heraus, die 2005-2018 auf acht Bände erweitert in zweiter Auflage erschien. AUSGEWÄHLTE VERÖFFENTLICHUNGEN: (1962): Die Rettung der Phänomene. Ursprung und Geschichte eines antiken Forschungsprinzips. Berlin: de Gruyter; (1974): Die Möglichkeit von Wissenschaft. Frankfurt a.M.: Suhrkamp; (1982): Wissenschaft als Lebensform. Reden über philosophische Orientierungen in Wissenschaft und Universität. Frankfurt a. M.: Suhrkamp; (1989 mit M. Carrier): Geist, Gehirn, Verhalten. Das Leib-Seele-Problem und die Philosophie der Psychologie. Berlin: de Gruyter (engl. 1991); (1989): Der Flug der Eule. Von der Vernunft der Wissenschaft und der Aufgabe der Philosophie. Frankfurt a. M.: Suhrkamp; (1992): Leonardo-Welt. Über Wissenschaft, Forschung und Verantwortung. Frankfurt a. M.: Suhrkamp; (1998): Die Häuser des Wissens. Wissenschaftstheoretische Studien. Frankfurt a. M.: Suhrkamp; (2001): Wissen und Grenzen. Philosophische Studien. Frankfurt a. M.: Suhrkamp; (2011): Leibniz und Kant. Erkenntnistheoretische Studien. Berlin: de Gruyter; (2014): Die griechische Denkform. Von der Entstehung der Philosophie aus dem Geiste der Geometrie. Berlin: de Gruyter; (2018): Theoria. Chapters in the Philosophy of Science. Berlin: de Gruyter.

Constanze Peres

studierte 1975-1982 Philosophie und Theater-, Musik- und Literaturwissenschaft in München und Zürich. Ihr Studium an der Hochschule für Philosophie S.J. München schloss sie 1977 mit dem Bakkalaureat ab. 1982 wurde sie in Philosophie an der Ludwig-Maximilians-Universität München promoviert. Nach einem Studienaufenthalt in Rom wurde sie 1987-89 durch ein Forschungsstipendium der DFG gefördert. Ihre Lehrtätigkeit in Philosophie begann sie 1983/84 an der Universität in München und setzte sie ab 1991/92 an der Technischen Universität und der Hochschule für Bildende Künste Dresden fort, wo sie seit 1994 die Professur für Philosophie/Ästhetik innehat; 1996-2001 war sie zugleich lehrbeauftragte Professorin an der Hochschule für Philosophie S.J. München. 2014-2016 war sie Mitglied des wissenschaftlichen Beirats „Leibniz: Vision als Aufgabe“ der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. AUSGEWÄHLTE VERÖFFENTLICHUNGEN: (1983): Die Struktur der Kunst in Hegels Ästhetik. Bonn: Bouvier; (1997): Antizipation in Kunst und Wissenschaft. Ein interdisziplinäres Erkenntnisproblem und seine Begründung bei Leibniz. Hg. m. F. Gaede. Tübingen: Francke; (2000): Komplexität und Mangel ästhetischer Zeichen. Baumgartens (proto)semiotische Theorie und Goodmans Symptome der Kunst. In: Studia Leibnitiana XXXII, 2, S. 215-236; (2000): Wahrheit – Sein – Struktur. Auseinandersetzungen mit Metaphysik. Hg. m. D. Greimann. Hildesheim/Zürich /New York: Olms; (2000): Schönheit als ontosemantische Konstellation. Ibid., S. 144-173; (2003): Kandinsky, Leibniz und die RaumZeit. In: Spektrum der Wissenschaft „Phänomen Zeit“, S. 84-89; (2006): Zeit, Performanz und die ontosemantische Struktur des Kunstwerks. In: Time and History. Proceedings of the 28. Int. Wittgenstein-Symp., Kirchberg a.W. Ed. by F. Stadler et al. Frankfurt/ Paris u.a.a.O.: Ontos, S. 363-385; (2009): Leibniz’ und Baumgartens Konzeption der Kontinuität und Ganzheit als Grundlage einer Ästhetik. In: M. Sachs et al. (Hgg.): Die Permanenz des Ästhetischen. Perspektiven der philosophischen Ästhetik, Wiesbaden: Vs-Verlag, S. 139-162.

Martina Plümacher

studierte 1977-1984 Philosophie, Geschichte und Erziehungswissenschaft an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf sowie 1991-93 Malerei an der Städel-Abendschule in Frankfurt a.M. 1985 schloss sie ihr Studium in Düsseldorf mit Staatsexamen ab. 1993 wurde sie im Fach Philosophie an der Universität Bremen promoviert, wo sie sich 2000 auch habilitierte. Nach Lehrtätigkeiten an den Universitäten Bremen und Berlin wurde Plümacher 2007 Professorin für Philosophie an der Technischen Universität Berlin. Seit 2010 ist sie Mitglied des Vorstands der Internationalen Ernst-Cassirer-Gesellschaft e.V. (IECG). AUSGEWÄHLTE VERÖFFENTLICHUNGEN: (1995): Identität in Krisen. Selbstverständigungen und Selbstverständnisse der Philosophie in der Bundesrepublik Deutschland nach 1945. Frankfurt/ a.M.: Peter Lang. (1996): Philosophie nach 1945 in der Bundesrepublik Deutschland. Hamburg/ Reinbek: Rowohlt; (2004): Wahrnehmung, Repräsentation und Wissen. Edmund Husserls und Ernst Cassirers Analysen zur Struktur des Bewusstseins. Berlin: Parerga; (2012): Epistemic Perspectivity. In: Rethinking Epistemology. Vol. I, hg. von G. Abel and J. Conant. Berlin/ Boston: de Gruyter, S. 155-172; (2015): Erkenntnisperspektiven und ihre Kontexte. In: Erkenntnistheorie: Wie und Wozu? Hg. von S. Tolksdorf / D. Koppelberg. Münster: Mentis, S. 435-459; (2016 hg. mit G. Abel): The Power of Distributed Perspectives. Berlin Studies in Knowledge Research. Vol. 10. Berlin/ Boston: de Gruyter; (2016): Distributed Perspectives in Perceiving, Thinking, and Acting. In: Ibid., S. 13-33; (2018): Die Perspektivität des Denkens in Handlungskontexten. In: Perspektivität als Grundstruktur der Erkenntnis. Philosophiegeschichtliche und systematische Aspekte, hg. von C. Asmuth und Q. Landenne. Würzburg: Königshausen & Neumann, S. 223-246; (2018): Die Perspektivierung der Wirklichkeit. In: Abel im Dialog. Perspektiven der Zeichen- und Interpretationsphilosophie. Hg. von U. Dirks und A. Wagner. Berlin/ Boston: de Gruyter, S. 1059-1083.

Emmanuel Sander

schloss sein Studium der Mathematik und Psychologie an der École Nationale de la Statistique et de l’Administration Économique (ENSAE) mit Diplom ab. 1990 legte er seine Magisterprüfung im Bereich der Theoretischen Mathematik ab, wurde 1997 im Bereich Kognitionspsychologie promoviert und habilitierte sich 2008. Seit 2000 entwickelt er eine Theorie der Mechanismen der Konstruktion und der Weitergabe von Wissen, die auf der Analogie basiert. Bis 2017 war Sander Professor für Entwicklungspsychologie und Bildung an der Universität Vincennes-Saint Denis in Paris, wo er die Forschungsgruppe „Verstehen, Denken und Wissenserwerb“ im „Labor Paragraphe“ leitet. Seitdem ist Sander ordentlicher Professor an der Universität Genf im Bereich „Intervention in Schulsituationen: Lernen und Entwicklung“ und Leiter des IDEA-Teams. AUSGEWÄHLTE VERÖFFENTLICHUNGEN: (2000): L’Analogie, du Naïf au Créatif. Analogie et Catégorisation. Paris: L’Harmattan; (2008 mit J. Lautrey, S. Rémi-Giraud, A. Tiberghien): Les connaissances naïves. Paris: Armand Colin; (2010 mit S. Gamo, J.-F. Richard): Transfer of strategies by semantic recoding in arithmetic problem solving. Learning and Instruction, 20, 400-410; (2013 mit D. Hofstadter): L’Analogie: Cœur de la pensée. Paris: Éditions Odile Jacob; (2013 mit D. Hofstadter): Surfaces and Essences: Analogy as the fuel and fire of thinking. New York: Basic Books; (2013 mit D. Hofstadter): Analogy: The vital talent that fuels our minds. New Scientist, 2915, 30-33; (2013 mit F. Bianchini): The central role of analogy in cognitive science. Methode: Analytic perspective, 2, 21-26; (2014 mit D. Hofstadter): Die Analogie: Das Herz des Denkens. Stuttgart: Klett-Cotta; (2019 mit D. Hofstadter): 表象与本质: 类比,思考之源和思维之火. Beijing: Cheers; (2019 mit H. Gros u. J.-P. Thibaut): When masters of abstraction run into a concrete wall: Experts failing arithmetic word problems. Psychonomic Bulletin & Review, 26(5), 1738-1746; (2020 mit L. Raynal und E. Clément): Are superficially dissimilar analogs better retrieved than superficially similar disanalogs? Acta Psychologica, 203.

Christina Schneider

studierte von 1972 bis 1978 Mathematik an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Nach dem Diplom in Mathematik wurde sie 1984 mit einer Untersuchung im Fach Statistik zum Dr. rer.pol. promoviert und unterrichtete seit 1979 am Institut für Wissenschaftstheorie und Statistik der Ludwig-Maximilians-Universität München. Im Jahr 2000 legte sie zudem ihre Promotion im Fach Philosophie ab, in dem sie sich 2008, ebenfalls an der Ludwig-Maximilians- Universität, habilitierte. Seit 2002 lehrt sie Philosophie an der Ludwig-Maximilians-Universität München, seit 2016 an der Hochschule für Philosophie, München und seit 2019 an der Universität Augsburg. Ihre Forschungsinteressen in der Philosophie umfassen Ontologie, Metaphysik, metaphysische Fragen der Theologie und Meta-Metaphysik, sowie die Philosophie von Gottfried Wilhelm Leibniz. Ihre wissenschaftstheoretischen Interessen gelten den Grundlagen der statistischen Inferenz und Wahrscheinlichkeitstheorie. Ausgewählte Veröffentlichungen: (2001): Leibniz’ Metaphysik. Ein formaler Zugang. München: Philosophia Verlag; (2001): Leibniz’s Theory of Bodies: Monadic Aggregates, Phenomena or both? In: Kriterion (Brasilien), Bd. 104, S. 33-48; (2009): Metaphysische Freiheit – Kohärenz und Theorie. München: Philosophia Verlag; (2017): Gottes Handeln in der Welt – Spekulation und die Adäquatheitsfrage. In: Gottes Handeln in der Welt . Herausgegeben von B. P. Göcke u. R. Schneider. Regensburg: Friedrich Pustet, S. 437-458; (2019): Leibniz’ Metaphysik – oder: Wie wird aus einem platonischen Himmel ein Gott? In: Die Wissenschaftlichkeit der Theologie. Bd. 3: Theologie und Metaphysik. Hg. v. B. P. Göcke. Münster: Aschendorf, S. 37-56; (2019): Neque enim quaero intelligere ut credam, sed credo ut intelligam – zu Anselms Beweisauffassung und Semantik. In: Wort und Wahrheit. Fragen der Erkenntnistheorie. Hg. v. U. Lehner u. R. Tacelli, Stuttgart: Kohlhammer, S. 233-244; (2019): Spinoza and Leibniz on the Absolute and Its Infinity – A Case Study. In: The Infinity of God: New Perspectives in Theology and Philosophy. Hg. v. B. P. Göcke u. Chr. Tapp, Notre Dame/ Indiana: University of Notre Dame Press, S. 78-96.