Bild und Einbildungskraft

Reihe:

HerausgeberInnen: Bernd Hüppauf und Christoph Wulf
Die Gegenwart ist eine Zeit der Bilder, aber es besteht immer weniger Gewissheit darüber, was Bilder sind, was sie tun und welche Bedeutungen sie für das individuelle und kollektive Handeln und Phantasieren haben. Sie können abbilden; sie sind aber auch Ereignisse und als solche performativ. Sie sind an Wahrnehmung, Erinnerung und Projektionen von Zukunft entscheidend beteiligt. Bilder machen präsent, bringen Abwesendes nahe und simulieren virtuelle Welten. Sie machen Unsichtbares sichtbar und lassen Sichtbares verschwinden. Sie können Abbilder aber ebenso Produkte der Einbildungskraft sein, die Innenwelt in Aussenwelt verwandeln und Neues hervorbringen. Die Einbildungskraft entwirft Bilder, die einem inneren Auge sichtbar sind und in Medien zur Darstellung gebracht werden. Trotz ihres konstitutiven Charakters ist die Bedeutung der Einbildungskraft für das Hervorbringen und den Umgang mit Bildern bislang kaum erforscht.

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