Hadesfahrten

Untersuchungen zu einem literaturästhetischen Motiv

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Im Mythos hat die Welt der Toten seit alters literarisches Leben gezeugt, in eigentümlich konzentrierter Form gerade auch in der literarischen Moderne – zwischen Décadence und Vitalismus. „Hadesfahrten“ untersucht dieses Phänomen an signifikanten Beispielen. Diese Studie verwörtlicht Nietzsches These von der Kunst als einer „Todtenbeschwörerin“. An exemplarischen Bilddarstellungen und Fallbeispielen in Texten von Theodor Däubler, Else Lasker-Schüler, Hofmannsthal, aber auch Kafka und Döblin bis hin zu Ingeborg Bachmann, wird diese Topographie motivgeschichtlich und von ihrer figurativen Bedeutsamkeit her untersucht und in ihrer morphomatischen Wertigkeit zu bestimmen versucht. Die lyrische Hadesverortung des modernen Subjekts im „Waste Land“ T. S. Eliots wie auch bei Rilke beschließt diese Studie zu literarischen Todestopologien.

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Literaturkritik.de, 12.08.2015
Tanja Angelika Kunz lobt die gewählte Sprachform Rüdiger Görners: "Auf bemerkenswerte Weise gelingt es dem Verfasser, der inhaltlichen Bestimmung seiner Untersuchung zu entsprechen, indem er sich [...] einem gleichermaßen fließenden Gestus hingibt."
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