Von der Oralität zum SchriftBild

Visuelle Kultur und musikalische Notation (9.-13. Jahrhundert)

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Dieser Band untersucht die Entwicklung der musikalischen Notenschrift als Teil der Kulturgeschichte des Visuellen. Notationspraktiken des Mittelalters werden im Dialog mit schrift- und bildtheoretischen Ansätzen diskutiert. Frühe Formen von Notation sind Träger einer Spannung zwischen Schriftbild und Klang, zwischen Erinnerung und Vergegenwärtigung, zwischen Bildhaftem und Bilderlosem und werden in den veröffentlichten Beiträgen auf diesen gemeinsamen Fokus hin reflektiert. Die Prozesse der Verschriftlichung, die sich im Kontext der musikalischen Theorie und Praxis seit dem 9. Jahrhundert entfaltet haben, sind nicht nur musikhistorisch zentral, sie sind ebenso im Hinblick auf eine kulturgeschichtliche Diskussion über Schrift und Schriftlichkeit relevant. Im Anschluss an die Schriftbildlichkeitsdebatte leistet die hier gestellte Frage nach der visuellen Logik musikalischer Notenschriften einen bisher vernachlässigten, jedoch wichtigen Beitrag.
This volume aims to understand the early development of musical notation as part of a general cultural history of visuality. The early practice of writing music is discussed here as the phenomenon that developed from the interaction between oral tradition, the given written tradition, and the iconic writing of music. This book is the result of a research project funded by the Fritz Thyssen Foundation.

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Matteo Nanni ist Professor für historische Musikwissenschaft an der Justus-Liebig-Universität Gießen und Co-Leiter des D-A-CH Forschungsprojektes „Writing Music“.
Kira Henkel ist Tutorin für historische Musikwissenschaft und Mitarbeiterin am Institut für Musikwissenschaft und Musikpädagogik der Justus-Liebig- Universität Gießen.