"Papierne Gespenster Amerikas"

Das US-amerikanische Fotobuch im Diskurs des 20. Jahrhunderts bei Henri Cartier-Bresson und Susan Sontag

Der nationale Mythos „Amerika“ manifestiert sich maßgeblich über ihre Fotografien, die als „Bilderwelt“ unsere Vorstellungen prägen. Im Zentrum des Buches stehen der französische Fotograf Henri Cartier-Bresson und die Schriftstellerin Susan Sontag. Beide werden hinsichtlich ihres Verhältnisses zur „Amerikanischen Fotografie“ untersucht, ein Feld der US-amerikanischen Kunst- und Kulturgeschichte, in dem der nationale Mythos der Vereinigten Staaten (modern, demokratisch, technologisch avantgardistisch) mit dem Medium Fotografie untrennbar miteinander verwoben wird. Das Buch zeichnet auf der einen Seite nach, warum Cartier-Bressons Bilder von Amerika nicht als Teil der „Amerikanischen Fotografie“ gewertet werden, und auf der anderen die Rolle, die Susan Sontags Essays Über Fotografie in der Verknüpfung von Nation und Medium zukommt.
The national myth of “America” manifests itself significantly through photography, shaping our ideas of America as an “image-world”. This book explores the photobooks and texts of French photographer Henri Cartier-Bresson and US-american critic Susan Sontag, analyzing their intertwined relationship to something we call “American Photography”.

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Burkhard Krüger arbeitet als Wissenschaftlicher Dienst am Institut für Kunstwissenschaft der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig. Zu seinen Forschungsinteressen gehören u.a. Fotografie und Fototheorie, insbesondere des US-amerikanischen Raums, Wissenschaftsgeschichte sowie das Buch als Objekt zwischen Kunst und Alltag.