Von Nicht-Arbeit erzählen

Erwerbsarbeitslosigkeit in der Gegenwartsliteratur

Author:
Lydia Mühlbach
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Lydia Mühlbach untersucht literarische Verhandlungen des Themas Nicht-Arbeit in zeitgenössischen Romanen und diskutiert ihre Befunde in Auseinandersetzung mit sozialtheoretischen Gouvernementalitätskonzepten.
Im gegenwärtigen Diskurs gelten Arbeitslose als in besonderem Maße aktivierungsbedürftig („Fördern und Fordern“). Entsprechende Aktivierungsbemühungen der arbeitsmarktpolitischen Institutionen und ihre psychosozialen Auswirkungen beleuchten die von Mühlbach analysierten Texte von Jakob Hein, Anna Weidenholzer und Robert Naumann. Mit literarischen Mitteln spielen sie Konzepte, Ästhetiken und Werthaltungen zur Nicht-Arbeit durch, bringen Unterschiede zwischen erstem und zweitem Arbeitsmarkt in den Blick, problematisieren Kommunikationsweisen der Arbeitslosenverwaltung, experimentieren mit Formen programmatisch gewählten Nicht(s)tuns und leisten damit einen kritischen Beitrag zur Debatte.
Western societies consider unemployed to be in need of activation. Corresponding efforts of labor market institutions are highlighted in texts of J. Hein, A. Weidenholzer and R. Naumann analyzed by Mühlbach. Using literary means, they explore concepts and values of non-work, discuss communication methods of the unemployment administration and experiment with forms of programmatically chosen idleness.

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