Erinnerte Macht

Antike Herrschergräber in transkultureller Perspektive

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Zu den Leitformen der alten Reiche Ostasiens und der westlichen Antike gehören exponierte Gräber der führenden Persönlichkeiten. Die Beiträge untersuchen, wie die Grabanlagen die Erinnerung an den Toten formten, zugleich die Wertvorstellungen ihrer Zeit spiegeln und zur Stabilisierung der geltenden Ordnung beitrugen.
Dabei interessiert die Funktion der Gräber als Mittel der Selbstdarstellung und als Selbstbeschreibung des Herrschers. Aufschluss geben vor allem jene Monumente, die vom Regenten selber zu Lebzeiten geplant und errichtet worden sind. Ein zweiter Aspekt ist die Bedeutung des Grabs als Manifestation von Vorstellungen über Herrschaft. So kann die Wahl der Bauform den Bezug auf frühere Denkmäler herstellen und damit den Verstorbenen in eine bestimmte Tradition stellen oder aber grundlegende neue Formen finden und so seine besondere Position betonen. . Ebenso untersucht wird der Einfluss der Gräber auf das Bild der Nachwelt von der Person des Herrschers und ihre Instrumentalisierung durch die Nachfolger zur Stabilisierung der eigenen Macht.
Among the guiding forms of the ancient empires of East Asia and Western antiquity are exposed graves of leading personalities. The contributions examine how the tomb complexes formed the memory of the dead, at the same time reflecting the values of their time and contributing to the stabilization of the existing order.

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Dietrich Boschung ist Professor am Archäologischen Institut der Universität Köln.
Alfred Schäfer arbeitet am Römisch-Germanischen Museum der Stadt Köln.
Marcus Trier ist Direktor des Römisch-Germanischen Museums in Köln.