Theater und Krise

Paradigmen der Störung in Dramentexten und Bühnenkonzepten nach 2000

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In exemplarischen Studien aus literatur-, theater- und medienwissenschaftlicher Perspektive beleuchtet der Band das wechselseitige Verhältnis von Theater und Krise und rekurriert dabei auf die Tatsache, dass das Drama seit jeher eine Antwort auf kulturelle und gesellschaftliche Krisen darstellt – weist es doch mit der Peripetie ein ästhetisches Modell der Krise auf, in dem das Moment der Entscheidung zwischen Heilung und Katastrophe fokussiert, gespiegelt und verfremdet wird. Zugleich fungiert Bühnenkunst selbst als Motor gesellschaftlicher Emergenz, ist sie doch in der Lage, bestehende Ordnungen in Frage zu stellen, vermeintliche Sicherheiten zu erschüttern und Normalitäten zu stören, um sie auf diese Weise überhaupt ins Bewusstsein zu rufen.
From the point of view of literature, theater, and media studies, this volume illustrates the reciprocal relationship between theater and crisis. While drama, in which the aesthetic model of crisis is already inscribed with the moment of peripeteia, has not only always addressed social crises, stage art itself also functions as a motor of social emergence by disrupting existing orders and raising awareness of them as such.

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Marta Famula ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Germanistik und Vergleichende Literaturwissenschaft an der Universität Paderborn.
Verena Witschel ist im Zentrum für Bildungsforschung und Lehrerbildung – PLAZ-Professional School als Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Paderborn tätig.