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Die Kulturgeschichte
Author: Alexis Dworsky
Dinosaurier! Die Kulturgeschichte erzählt uns von der kulturellen Evolution der Saurier. Der Dinosaurier ist eine Fiktion, kein Faktum, auch wenn uns das die Naturwissenschaft bislang immer weismachen wollte. Er hat eine Kulturgeschichte, in der Fossilien nur ein Stück des Puzzles ausmachen. Immer schon musste man sich ein »Bild« vom Saurier machen, immer schon war er ein kulturelles Konstrukt. Seine Bühne bereiten Buffon und Cuvier in den »Naturgeschichten« des 18. Jahrhunderts. Den ersten großen Auftritt erlebt er im viktorianischen England und wird im 20. Jahrhundert zu einem Superstar. Im Kalten Krieg kämpfen Tyrannosaurus und Triceratops um die Weltherrschaft und werden so zu Symbolen der verfeindeten Supermächte. Im Informationszeitalter verkörpert der Dinosaurier die Ideale der »New Economy« und verursacht gehörige »Kollateralschäden«. Eine gespenstische Aktualität gewinnen Dworskys Schilderungen angesichts der atomaren Katastrophe in Fukushima: Godzilla, aus dem Meer kommend, zertrampelt den Reaktor. Der Riesensaurier im Kino – Metapher und Menetekel einer unabwendbaren Katastrophe.
Rationale, performative und mimetische Verstehensbegriffe in den Kulturwissenschaften
Während ‚Verstehen’ in der Wissenschaftsgeschichte primär als Sprachverstehen, als Verstehen in und durch die Sprache begriffen wird, wird hier mit dem ‚Sinn-Apriori’ sowie mit dem performativen und mimetischen Verstehen eine Grenze gezogen, die vor oder hinter dem Sprachverstehen liegt. Gerade die drei Bereiche des Sinn-Aprioris – das Nicht-Verstehen, die Erschütterung und das Fremde – eröffnen eine andere Dimension des Verstehens jenseits des Sprach-Verstehens über den performativen Vollzug und das mimetische Vermögen.
Von Lou Andreas-Salomé bis Leopold von Sacher-Masoch
Das 19. Jahrhundert prägt uns bis heute. Nationalismus, Imperialismus, Kolonialismus, Industrialisierung, Sozialismus, Historismus, Fortschritts- und Niedergangsstimmung, Genetik und Evolutionstheorie lauten nur einige der aktuell gebliebenen Stichwörter. Das 20. Jahrhundert gefiel sich darin, das vorangegangene in die Vergangenheit verabschiedet und weit hinter sich gelassen zu haben. Nachdem es selbst vergangen ist, können wir auch das 19. Jahrhundert wieder mit anderen Augen sehen. Der Band erweist seine Bedeutsamkeit für die Gegenwart an herausgehobenen und beispielhaften Persönlichkeiten.
Wie der Liberalismus an der Grenze an seine Grenzen kommt
Author: Francesca Falk
Grenzen produzieren Widersprüche, sie sind die Bruchlinien unserer Gesellschaft. Francesca Falk zeigt nun, dass Grenzen vor allem Instrumente sind, die Gewalt produzieren und legitimieren.
Grenzen beherrschen die gesellschaftlichen und politischen Debatten und inspirieren zahlreiche wissenschaftliche und künstlerische Arbeiten. Globale Probleme erhalten an Grenzen eine mediale Sichtbarkeit. Das Thema der Grenz- und Migrationspolitik wird in einem Rückgriff auf die Bildlichkeit der politischen Theorie mit und gegen Michel Foucault, John Locke und Thomas Hobbes diskutiert. Auf diese Weise gelingt es, Grenzen in ihrer geschichtlichen Veränderlichkeit und ihrer Kontingenz darzustellen.
Der menschliche Faktor der Finanzkrise
Mitte September 2008 läutete der Zusammenbruch der Investmentbank Lehman Brothers den Beginn einer der größten Finanzkrisen aller Zeiten ein. Auch heute noch herrscht unter Experten große Uneinigkeit, was die Ursachen der Krise waren. Gier wurde dabei eher strukturell als »Geist des Kapitalismus« und insbesondere des Finanzkapitals diskutiert, nicht als menschliche Versuchung und als Schwäche.
Heinz-Kurt Wahren stellt dagegen den menschlichen Faktor in den Mittelpunkt seiner Betrachtung. Hierbei wird die Gier – und ihre Beziehung zu Finanzkrisen – aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtet. So kann Wahren klären, inwieweit sie zur Erklärung von Finanzkrisen taugt und in welcher Beziehung sie zu anderen Erklärungsansätzen steht, welche Quellen die Gier hat, in welchem Klima sie gedeiht, was sie fördert, mitunter auch besonders explosiv werden lässt, wie sie individuell und gesellschaftlich wirkt, welche Folgen das auf die Entwicklung von Finanzkrisen hat, und wie man die Gier dämpfen oder einhegen kann.


Aus dem Inhalt:

EINLEITENDE BEMERKUNGEN
EIN KURZER RÜCKBLICK AUF VERGANGENE KRISEN
RISIKEN WURDEN FALSCH BEWERTET UND VERDRÄNGT
VERURSACHT DIE GIER (WIRKLICH) FINANZKRISEN?
DIE GIER IM ANTIKEN GRIECHENLAND
DIE GIER AUS THEOLOGISCHER PERSPEKTIVE
DIE GIER AUS ANTHROPOLOGISCHER PERSPEKTIVE
DIE GIER AUS SICHT DER POLITISCHEN ÖKONOMIE
DIE GIER AUS PHILOSOPHISCHER PERSPEKTIVE
DIE GIER AUS ÖKONOMISCHER PERSPEKTIVE
DIE GIER AUS SOZIOLOGISCHER PERSPEKTIVE
DIE GIER AUS PSYCHOLOGISCHER PERSPEKTIVE
WANN WIRD GEWINNSTREBEN ZUR GIER?
WIE ENTSTEHT GIER?
DIE ROLLE DER MEDIEN
DER GIERIGE ALS KUNSTFIGUR
MORAL: BRAUCHT MAN DAS?
SYSTEMISCHE WECHSELWIRKUNGEN
WAS TUN?
WIE GEHT ES WEITER?
Zur Theatralität des Fliegens in der Frühen Neuzeit
Himmels-Falten eröffnet eine neue Perspektive auf die Geschichte der Luftfahrt, indem es das Theater der Frühen Neuzeit als einen Schauplatz aviatischer Wissensproduktion herausstellt. Die Zeitspanne von Leonardo da Vincis Flugstudien um 1500 bis zur ersten erfolgreichen Ballonfahrt durch die Montgolfière (1783) war eine Latenzzeit, in der Flug und Luftfahrt ihrer sakralen Bedeutung zunehmend enthoben, aber noch nicht im Bereich wissenschaftlicher Evidenz und technischer Realisierbarkeit angelangt sind. Wie die Studie zeigt, ist es gerade diese unscharfe Kontur des Fliegens, die in Kunst und Wissenschaft auf produktives Potenzial trifft: Der Flug wird zum Untersuchungsgegenstand und Aushängeschild der neuen Wissenschaften, zum Ansporn handwerklichen Erfindungseifers, zur beliebten Metapher in Rhetorik, Philosophie und Reiseliteratur sowie zum ästhetischen Faszinosum der Theater- und Festkultur. Viktoria Tkaczyk nimmt acht exemplarische Interferenzbereiche zwischen Flugkunst und -wissen in den Blick, so beispielsweise Leonardo da Vincis Theaterarbeit, die Einfluss auf die prominenten Flugmaschinen des italienischen Ingenieurs genommen hat.
In der mittelalterlichen Ordenslandschaft bestand ein erstaunliches Spannungsverhältnis zwischen Stetigkeit und Wandel. Vom frühmittelalterlichen Mönchtum zur Zeit der Langobarden und Karolinger bis hin zur Ordenslandschaft der Franziskaner und Augustiner im Spätmittelalter und in der Frühen Neuzeit wird das Verhältnis von Kontinuität und Diskontinuität beleuchtet. Themen sind u.a. die Verschiebung des monastischen Lebens, die Kontinuitätsstiftung in englischen Benediktinerklöstern und die Kontinuitätsdarstellung in der Ordenschronistik des Hoch- und Spätmittelalters.
Wirkungsästhetiken des Theaters
Ästhetische Erfahrungen haben Wirkungen: einerseits auf ihre Subjekte, andererseits auf gesellschaftliche Gruppen und politische Prozesse.
Seit den Avantgarden hat das Theater mehr als andere Kunstformen wirkungsästhetische Projektionen auf sich gezogen. Wenn es um Wirkungen von Theater geht, werden in den ästhetischen Diskursen der Moderne sowohl riskante Krisenerfahrungen als auch hochgespannte Heilungserwartungen heraufbeschworen – oft als zwei Seiten derselben Medaille: die Krise ist die Heilung; die Heilung ist die Krise. Welche Versprechungen und welche Enttäuschungen mit dieser Diskursfigur verbunden waren, diskutiert die Studie im Blick auf Theater- und Performancekunst im 20. Jahrhundert, politische Theatralität, Theatertherapie und social theatre.

Die wichtigsten Strukturmerkmale, Zäsuren und Hauptabschnitte der Kulturgeschichte des 20. Jahrhunderts werden in dieser die Reihe abschließenden Gesamtdarstellung kompakt vorgestellt.
Zum ersten betrifft das Politische Kultur, Unternehmenskultur und Sozialkultur. Zum zweiten geht es um Dimensionen und Räume kulturellen Handelns: Religionen und Glaubensvorstellungen, Rechtskultur, Erziehungs- und Bildungskultur, Alltagskultur sowie Raumkultur. Drittens gilt die Aufmerksamkeit produktorientiert zentralen kulturellen Sektionen: Werbekulturen, Literarischen Kulturen, Musikkulturen, dem Verhältnis von Kunst und Kultur, Kinderkulturen und Medienkulturen im Wandel.
Damit werden komplementär zu Querschnitten nach Jahrzehnten übergreifend die großen Entwicklungsstränge eines aufregenden Jahrhunderts entfaltet.
Herausforderungen eines kulturwissenschaftlichen Paradigmenwechsels in den Altertumswissenschaften
Für die ägyptologische Methodik und Didaktik stellt der gegenwärtige kulturwissenschaftliche Paradigmenwechsel eine besondere Herausforderung dar. In 38 Beiträgen werden die vielfältigen epistemologischen Schwierigkeiten, aber auch die Chancen diskutiert, die sich aus dem kulturwissenschaftlichen Paradigmenwechsel ergeben. Aus dem Gespräch von Ägyptologie, Kultur-, Geschichts- und Religionswissenschaft, Linguistik, Archäologie und Museologie ergeben sich neue Perspektiven. Nicht zuletzt gelingt es den Beiträgen, Impulse für die Entwicklung fachübergreifender Fragestellungen der verschiedensten kulturwissenschaftlichen Diskurse zu geben.