Browse results

You are looking at 101 - 110 of 295 items for :

  • Art History x
  • Upcoming Publications x
  • Just Published x
Clear All
Schuberts Instrumentalmusik 1822–1828
Author: Christoph Wald
Obwohl viele der Instrumentalwerke Schuberts längst kanonischen Status erreicht haben, ist die Frage nach ihren zahlreichen Wiederholungen offen geblieben.
Das Buch möchte erstmals in einer umfassenden Untersuchung Wege zum Verständnis von Schuberts Wiederholungen aufzeigen. Wald erprobt zwei komplementäre Ansätze, um die Grenzen musikalischer Analyse zu überschreiten: 1. werden einschlägige Passagen mit den Erkenntnissen der Kognitionsforschung zusammengelesen und hinsichtlich einer klangräumlichen Wirkung untersucht. 2. wird die G-Dur-Klaviersonate vor dem Hintergrund zeitgenössischer Landschaftsdiskurse gedeutet. In beiden Ansätzen wird für ein poetologisches Verständnis argumentiert und gezeigt, wie die Wiederholungstechniken verschiedene Formen der musikalischen Zusammenhangsbildung erfahrbar machen.
Zur Tradition der Farbgrundzeichnung bis Albrecht Dürer
Author: Iris Brahms
Der Band analysiert erstmals die Farbgrundzeichnung von ihren Anfängen nördlich der Alpen bis Albrecht Dürer und beleuchtet ihre Funktionen, Materialästhetik und Medienreflektion im Wandel künstlerischer Anforderungen.
Die im 15. Jahrhundert zunehmende Bedeutung der Handzeichnung zeigt sich auch in zahlreichen erhaltenen Farbgrundzeichnungen. Helle und dunkle Zeichenmittel auf farbigen Fonds stellen Materialität in ihrem illusionistischen Potenzial eindrucksvoll heraus. Die Abstraktion von Buntwerten erprobt neue Seherfahrungen, so dass die Technik prädestiniert für Aushandlungsprozesse neuzeitlicher Darstellungsweisen erscheint. Die Nachfrage einer kunstinteressierten Klientel führte zu verschiedenen Popularisierungsverfahren. Mit Blick auf subtile Variationen gelingt eine wissenskulturelle Positionierung der Handzeichnung in neuem Licht.
Attribut, Material und Fragment in der Bildästhetik des Quattrocento
Author: Anna Degler
Die Unterscheidung in Haupt- und Nebensache ist ein kulturabhängiges ästhetisches Konstrukt, das immer wieder neu ausgehandelt wird. Dieser Band erschließt die Ästhetik des Beiwerks in der Bild- und Textkultur des Quattrocento über den historischen Begriff Parergon (dt. Beiwerk) folglich auch innerhalb einer Normen- und Rezeptionsgeschichte. Der Topos von der potentiellen Gefährdung des Werkes durch übermäßiges Beiwerk prägt seit der Antike westliche kunsttheoretische, theologische und nicht zuletzt auch wissenschaftliche Diskurse. In eingehenden Analysen verfolgt dieser Band das Phänomen aus der Perspektive von Künstlern des ausgehenden 15. Jahrhunderts, die das scheinbar Nebensächliche als konstitutiv anerkennen und dergestalt produktiv einsetzen. Maler wie Francesco del Cossa, Carlo Crivelli oder Vittore Carpaccio schöpfen aus dem prekären Verhältnis von Ergon und Parergon, indem sie dieses visuell reflektieren und dabei gerade im sakralen Tafelbild das Beiwerk als Ort elaborierter ästhetischer Auseinandersetzungen entdecken.
Robert Schumann und die Selbstreflexion in der Musik
In Literatur, Film und Malerei ist es gleichermaßen zu beobachten: Ab einem bestimmten Stadium von Modernität beginnen die Künste, die Bedingungen ihrer Entstehung und Wirkung zum Inhalt der Darstellung zu machen. Wie aber ist es um die Musik bestellt? Besitzt sie als primär klanglich organisiertes Medium ebenfalls die Kapazität zur ästhetischen Selbstreflexion? Anhand von Robert Schumanns Instrumentalwerken werden selbstreflexive musikalische Techniken in diesem Band erstmals monographisch untersucht. Dabei erweist sich Schumanns Musik als bestimmt von klanglichen Sollbruchstellen, mittels derer die Hörerinnen und Hörer angeregt werden, das Stadium selbstvergessener Verzauberung zugunsten der distanzierten und kritischen Begutachtung der Komposition hinter sich zu lassen. Die vieldiskutierten frühen Klavierwerke offenbaren auf diese Weise ebenso neue Sinnschichten wie die oft vernachlässigten Kompositionen der 1840er und 1850er Jahre. Indem er einem Moment des produktiven Zweifels Einzug in das Klanggeschehen gewährt, empfiehlt sich Schumann stärker denn je als musikalischer Wegbereiter der ästhetischen Moderne.
Bauten in Bildern des Quattrocento
Series:  Eikones
Author: Johannes Grave
Gemälde setzen immer eine Wand voraus, sind von Architektur abhängig. Wie ändert sich dieses Verhältnis, wenn das Bild selbst Gebäude oder Räume darstellt; wenn es durch eine perspektivische Erschließung der Bildtiefe seine Bindung an die Fläche zu überwinden scheint?
Architekturdarstellung wurde lange als Hilfsmittel zur Anwendung der Linearperspektive verstanden. Diese Studie offenbart nun überraschend komplexe Konstellationen zwischen Bildern und den in ihnen gezeigten Bauten. Keineswegs diente die Darstellung von Architektur vorrangig dazu, den Realitätseffekt der Perspektive zu nutzen, das Bild als »offenstehendes Fenster« erscheinen zu lassen. Vielmehr konfrontieren gerade die Bauten in Bildern des Quattrocento oftmals mit Ambiguitäten und Irritationen. Das Buch zeigt, welche Einsichten über die Bildauffassung der Frührenaissance sich aus den Darstellungen von Architektur gewinnen lassen.
Maschine, Blick und Bewegung auf der Opernbühne des Ancien Régime
Series:  Eikones
Die Opernbühne des Ancien Régime gehorcht dem Paradigma des Spektakels. Sie will Schaulust und Staunen hervorrufen und zielt auf die Konstitution und Repräsentation von Herrschaft. Der visuellen Überwältigungsrhetorik der Gegenreformation und des absolutistischen Hofes steht sie in nichts nach; sie ist Bestandteil von deren machtpolitischen Strategien. Zugleich bewirkt die spektakuläre Visualität eine Destabilisierung des dem Barock zugeschriebenen »Imperialismus des Bildes« und seiner visuellen Ordnungen.
Die französische Barockoper hat in Bezug auf diese Ordnungen stark desorientierende und verwirrende Implikationen. Aus interdisziplinären Blickwinkeln werden die historische Dimension der Praktiken des Spektakulären sowie Fragen der gegenwärtigen Aufführungspraxis erörtert.
Nietzsche, Wagner und das Musikdrama
Series:  Eikones
In Nietzsches Geburt der Tragödie wird der »apollinischen« Kunst des Bildners die »dionysische«, unbildliche Kunst der Musik gegenübergestellt und beides auf Wagners Musikdrama bezogen. Die hieraus gewonnenen ästhetischen Konfigurationen entfalten noch in der Zeit um 1900 bei Malern und Komponisten erhebliche Wirkung.
Der vorliegende Band unternimmt einerseits den Versuch, Nietzsches und Wagners Ideen in ihrer Entwicklung des Mit- und Gegeneinanders sowie einige der daran geknüpften Rezeptionsstränge historisch zu rekonstruieren, folgt aber andererseits auch dem Ziel, dies auf eine aktuelle Theorie und Praxis der Intermedialität von Bild und Klang beziehbar zu machen.
Künstlerische Strategien zur Darstellung von Arbeit unter globalisierten Bedingungen
Author: Renate Wöhrer
Anhand exemplarischer Analysen der Projekte von Allan Sekula und Moira Zoitl untersucht die Autorin, wie aus der öffentlichen Aufmerksamkeit verdrängte Arbeitsbereiche sichtbar gemacht und die darin Beschäftigten ermächtigend dargestellt werden. Die Transformation der Industriestaaten in Dienstleistungsgesellschaften lässt ›alte‹ Arbeitsformen, obwohl weiterhin vorhanden, obsolet erscheinen oder erkennt ihnen den Status von Arbeit ab. Untersucht wird, mit welchen Bildern der Arbeitswelt künstlerische Projekte die Relevanz dieser Tätigkeiten reklamieren, inwiefern dokumentarische Darstellungsweisen mit ihrem referentiellen Anspruch geeignet sind, gesellschaftspolitische Anliegen zu transportieren, und wie dieser Anspruch nach den gründlichen Infragestellungen durch Digitalisierung, Poststrukturalismus etc. aufrechterhalten werden kann.
Geschichten vom Aufstieg des ästhetischen Kapitalismus
Author: Michael Hutter
»Es wird darum gehen, zu zeigen, wie sich im Verlauf der gesellschaftlichen Entwicklung in Europa in den vergangenen 600 Jahren die Spiele der Bildkunst und die der Wirtschaft aneinander und miteinander entwickelt haben. Ich werde diese Geschichte aus zwei symmetrischen Blickwinkeln verfolgen – zum einen mit Blick auf die Wirkungen der Bildkunsterfindungen für den Sektor der Wirtschaft, der Erlebnisgüter produziert, zum anderen mit Blick für kommerzielle Veränderungen, die sich ihrerseits auf Erfindungen der Bildkunst ausgewirkt haben. In beiden Geschichten werden drei Perioden unterschieden. Die erste reicht von 1400 bis 1700, die zweite bis 1900, und die dritte bis zur Gegenwart. In jeder der Perioden konzentriert sich die Beobachtung auf ausgewählte Episoden in Spielvarianten, die deutlich kürzer waren als diese Perioden, die es aber erlauben, bestimmte Eigenheiten der historischen Entwicklung zu verdeutlichen.«
Wie kam es, dass um 1800 selbst Könige, Zaren und nordamerikanische Präsidenten ihre letzte Ruhestätte in ihren Gartenanlagenerrichten ließen? Welche Faktoren bewirkten, dass die alte Verbindung von Grab und Garten nun im Zuge neuzeitlicher Antike-Transformation revitalisiert werden konnte? Seit der Herausbildung des sogenannten Englischen Gartens im 18. Jahrhundert gehört das Grab- und Erinnerungsmal in landschaftlicher Inszenierung zu seinen markantesten Bestandteilen. Die Beiträge des Bandes fragen nach den Ursachen und Voraussetzungen dieses Phänomens und analysieren berühmte Beispiele einer solchen arkadischen Erinnerungskultur. Dem Band liegt die CD »Grab und Memoria – Musikalische Memoria in der frühen Neuzeit« bei.