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Philosophische Reflexionen über das Mediterrane
Author: Jutta Georg
Die Studie untersucht, wie philosophische Reflexionen dazu beitragen können, der bedrohten und partiell verlorenen mediterranen Kultur, die gegenüber der Versagungsmoral des Nordens als überlegen angesehen wird, ein selbstbestimmteres Leben zu generieren – auch wenn man sich dabei auf eine unsichere Fahrt am Kompass eines erneuerten aufklärenden Denkens begeben muss. In diesem Zuge werden das Mittelmeer und seine Kultur des Mediterranen als Kreatoren eines postmoralischen Daseinsvollzugs rehabilitiert, womit sich die Entfremdungen nördlicher Existenzen – wie Nietzsche und Camus es sehen – in einem Prozess der Auflösung befinden sollten.
Belegt werden soll, wie Nietzsche die Literatur beeinflusste und wie seine Themen literarisch umgesetzt wurden. In Rede stehen dabei Robert Musil, Stefan George, Rainer-Maria Rilke, Heimito von Doderer, Else Lasker-Schüler, Hermann Broch und auch neuere Literaten: Bertolt Brecht, Thomas Bernhard, Heiner Müller, Martin Walser und Durs Grünbein. Abgesehen von den neueren Autoren, die bisher nicht in diesem Zusammenhang thematisiert wurden, eröffnen auch die Beiträge über die ältere Rezeption neue Perspektiven, sodass hier für beide Perioden neue Erkenntnisse bezüglich Nietzsches Einfluss auf sie vorgelegt werden. Zudem treten die beiden Rezeptionsphasen in einen Dialog, der verdeutlicht, welche Veränderungen sich ergeben haben und der damit die Forschung bereichert. Eine Bereicherung, die auch Auswirkungen auf die Germanistik und die philosophische Nietzscheforschung haben wird
Approaches to Eric Voegelin’s Political Philosophy
The first volume of this new yearbook focuses on Eric Voegelin’s 1952 paper “New Science of Politics”, its significance and enduring relevance.
Eric Voegelin’s “New Science of Politics” is today considered a classic of recent political philosophy, albeit a controversial one. As soon as it was published, the book caused a sensation, especially because of its relatively sharp criticism of the normative foundations of Western modernity. In doing so, Voegelin places the question of the ambiguity of the concept of representation and its claim to truth at the center of his reflections. The contributions to this volume aim to shed light on how fruitful and topical this perspective still is today from various perspectives. The contributions come from authors of different disciplines, including political science, philosophy, and sociology. In addition to a classification of the “New Science of Politics” in Voegelin’s oeuvre as a whole, the volume primarily inquires into the systematically interesting points of contact, which are also of interest beyond Voegelin’s reception.
Bazon Brock über Innovation und Tradition
Author: Andrea Seyfarth
Ohne Avantgarde gibt es keine Traditionen.
Mit und an den Schriften des Künstlers und Denkers Bazon Brock unternimmt es das Buch, eine Theorie zu entwickeln, die die Avantgarde als Schöpferin von Traditionen ausweist. Im Gegensatz zu den bekannten Ansätzen, die in den verschiedenen Avantgardebewegungen ein Absetzen gegen die Traditionen und das Klassische identifiziert sehen wollen, wird hier ein Avantgardebegriff verteidigt, der sie von ihrer einseitigen Fixierung auf das Neue löst und sie somit auch für die gegenwärtige Debatte fruchtbar macht.
So wird die Avantgarde weder als Innovationsimperativ gedeutet, der selbst klassisch geworden und damit gescheitert ist, noch verschwindet sie in einem gesamtgesellschaftlichen Neuheitsdiktat.
Vielmehr wird hier für einen Avantgardebegriff gestritten, der aus der Position des Neuen heraus den Blick auf die Traditionen und die historischen Bestände neu konstituiert.
Analyse und Kritik des Verhältnisses von Individuum und Gesellschaft
In diesem Band wird das Verhältnis von Individuum und Gesellschaft analysiert und die sich daraus ergebenden Probleme aufgezeigt und diskutiert.
Die Entwicklung der modernen Welt mit ihrer veränderten Wirtschaftsordnung und der auf das Ideal der ‚Humanitas‘ abzielenden Aufklärungs- und Bildungsrevolte war ausschlaggebend für das Auftreten des „Individuums“ und der Reflexion seines „Verhältnisses zur Gesellschaft“. Seit dieser Zeit befinden sich die Kategorien von „Individuum“ und „Gesellschaft“ in einem Spannungsfeld, das durch zwei im Wesentlichen gegensätzliche Denkrichtungen konstituiert ist, die sich mit Individualismus und Kollektivismus umschreiben lassen. Im Band soll eine philosophische Perspektivierung auf das Soziale erfolgen, um so ergänzende und neuartige Einblicke in das Wesen des Verhältnisses von Individuum und Gesellschaft zu gewinnen. Mit Beiträgen von Hans Friesen, Detlef Horster, Karl Mertens, Karin Mittelstädt, Michael Reder, Martin W. Schnell und Manja Unger-Büttner.
Erfahrungen von Identität und Alterität im 18. Jahrhundert
Der vorliegende Band geht auf ein interdisziplinäres Forschungskolloquium an der Universität Paderborn zurück. Fachvertreter:innen der Komparatistik, Romanistik, Germanistik, Geschichtswissenschaft und Philosophie richten den Blick auf den Atlantik als Transfer- und Verkehrsraum des 18. Jahrhunderts. Im atlantischen Raum, so der Tenor der hier versammelten Beiträge, werden die inneren Widersprüche dieses Jahrhunderts mit besonderer Anschaulichkeit sichtbar, insofern sich hier Freiheit und Sklaverei, Gleichheit und Kolonialismus, Autonomie und Heteronomie kreuzen. Systematisch lesbar wird damit eine transatlantische Aufklärung, die durch die Zirkulation von Menschen, Waren, Texten und Ideen begründet wird. Die hier vorgeschlagene Perspektive stellt die Vorstellung einer monolithischen ›europäischen Aufklärung‹ infrage und weist auf, wie sehr aufklärerische Selbstbehauptung und -reflexion auf eine stete Auseinandersetzung mit dem transatlantischen ›Anderen‹ angewiesen ist, um auf diese Weise den Raum zu entfalten und den Blick auf unterschiedliche Zentren und Knotenpunkte der Aufklärung zu richten.
Prolegomena medienästhetischer Archivologie
Author: Julian Raabe
Der Band widmet sich einer zeitgemäßen Neukonturierung des Archivbegriffs unter besonderer Berücksichtigung der sozialen Medien.
Der Paradigmenwechsel, der mit dem Übergang des Archivs ins Digitale einhergeht, birgt soziokulturelle Problemstellungen, die aus dem Zugewinn an Reichweite, Zugänglichkeit und dem hohen Grad an partizipatorischer Interaktion hervorgehen. Deshalb setzt sich der Band kritisch mit den Funktionen und Bedeutungen des Internets als Raum sozialer Archive, deren Medienästhethik sowie der strukturellen Gewalt der Plattformen des Web 2.0 auseinander. Der dort praktizierte Individualismus und seine Ausdifferenzierungen des Subjekts werden dabei in ihren ästhetischen wie politischen Dimensionen betrachtet und als potenzielle Kunstpraxis einer latenten Avantgarde untersucht.
Zum Begriff der Diachronie im Werk von Emmanuel Lévinas und seiner Relevanz im Kontext des antisocial turn in den Queer Studies
Author: Anna Fleischer
Die Ethik des Anderen im Werk von Emmanuel Lévinas beruht auf einem vollkommen neuen Denken der Zeit.
In seiner Auseinandersetzung mit Heidegger, Husserl, Rosenzweig und anderen Autoren entwickelt Lévinas den für seine Alteritätsphilosophie so zentralen Begriff der Diachronie und bestimmt die Zeit im Ausgang einer primären Diskontinuität und Unabgeschlossenheit, die sich als ein originäres Struktur-Moment im Subjekt ausweisen lässt. An der Schnittstelle zwischen Ethik und Zeit bietet Lévinas’ Denken hier völlig neue Anschlussmöglichkeiten an andere Forschungskontexte, etwa der dekonstruktivistischen Queer Theory des Literaturwissenschaftlers Lee Edelman. Im Dialog zwischen beiden Forschungsfeldern lässt sich schließlich eine radikale Ethik der Alteration begründen.
Die Sphinx und der Geist in der Geschichte
Die Entzifferung der Hieroglyphen gab Hegel wichtige Impulse für sein Ägyptenbild und seine zukunftsweisende Geschichtsphilosophie.
Kant, Goethe und Schiller kannten Ägypten nur aus biblischen und antiken Texten, in denen es mit wenig Verständnis oder gar offener Feindschaft behandelt wird. Herder ahnte mit seiner ungewöhnlichen Empathie für andere Kulturen die Bedeutung Altägyptens für die Geschichte. Hegel, der Kenntnis von der Entzifferung der Hieroglyphen im Jahr 1822 nahm, erkannte die Folgen für die Geschichtsforschung und die im Entstehen begriffene Anthropologie und bezog das Alte Ägypten in seine Schriften zu Geschichte, Religion und Ästhetik ein. Damit hat er zahlreiche Schriftsteller, Historiker und Philosophen bis in unsere Tage angeregt.
Der Band untersucht erstmals die gesamteuropäische Rezeption des für die mittelalterliche Literatur einschlägigen Autors Alanus ab Insulis.
Die Beiträge aus unterschiedlichen Disziplinen (u.a. Latinistik, Germanistik, Romanistik, Anglistik, Philosophiegeschichte) untersuchen die intellektuellen Auseinandersetzungen mit Alanus im gelehrten Milieu, das Verhältnis von Alanus’ allegorisch-literarischen Werken und mittelalterlichen ‚Klassikern‘ wie Jean de Meun, Dante und Chaucer sowie die Ausstrahlung von Alanus’ Werken in den deutschsprachigen Raum (Frauenlob; Heinrich von Mügeln).