Browse results

You are looking at 21 - 30 of 89 items for :

  • Art History x
  • Upcoming Publications x
  • Just Published x
Clear All
Barockforschung und deutsche Kunstgeschichte (ca. 1830 – 1933)
Author: Ute Engel
Lange als schwülstig abgelehnt, wurde der Barock erst in den 1870/80er Jahren als eigenwertiger Stil in die kunsthistorische Stilsystematik eingefügt. Bald darauf setzten die Versuche ein, gerade den deutschen Barock unter dem Vorzeichen des Gesamtkunstwerks als Höhepunkt der abendländischen Kunstgeschichte nationalistisch zu vereinnahmen.
Diese Verschränkung von Stildebatte und Nationaldiskurs wird erstmals auf einer breiten Quellenbasis analysiert. Es kann gezeigt werden, wie Heinrich Wölfflin, August Schmarsow, Alois Riegl, Wilhelm Pinder u.a. im intertextuellen Austausch Denk- und Deutungsmuster des Barock als Stil und des spezifisch Deutschen in der deutschen Kunst prägten. So trug die Kunstgeschichte entscheidend dazu bei, bis 1933 ein nationales Identitätskonstrukt zu liefern, dessen sich die Nationalsozialisten nur noch bedienen mussten.
Innovationen entwickeln, statt Trends zu folgen
Design als Innovationsgenerator: Die nächste industrielle Revolution beginnt ... genau jetzt. Warten Sie nicht länger auf den nächsten heißen Trend, dem Sie folgen können. Entwickeln Sie selbst Innovationen, die diesen Namen verdienen!
Human Centered Design versteht sich als Verbindung aus kreativer Gestaltung, humanwissenschaftlicher Fundierung und experimentellem Arbeiten – und öffnet sich dabei bewusst einem interdisziplinären Blickwinkel. Martin Ludwig Hofmann führt in die Methodik des Human Centered Design ein und erläutert die Haltung, die diesem erweiterten Designverständnis zugrunde liegt. Eine intellektuelle Tour de Force von Apple über Adorno, von Naoto Fukasawa über Michel Foucault, von Paul Virilio bis zum kalifornischen Designbüro IDEO. Was Gestalter tun, ist in einem hohen Maße gesellschaftlich relevant. Es wird Zeit, dass wir uns dessen bewusst werden.
Der vorliegende Band widmet sich der europäischen Musik. Er fragt nach dem gesamteuropäischen Charakter der Musik dieses Kontinents und nimmt dabei auch ihre Wirkung über Europa hinaus in den Blick.
Der Arbeitskreis Europa – Politisches Projekt und kulturelle Tradition versucht, das Phänomen Europa in seiner gesamten Breite aufzufächern. Weit mehr als eine Interessengemeinschaft versteht er dabei Europa als einen identitätsstiftenden, in sich differenzierten, von Spannungen nicht freien Raum von Wirtschaft, Gesellschaft und Politik, ebenso wie von Kunst, Wissenschaft und Philosophie. Die in der Tradition gewachsenen kulturellen und politischen Werte stehen dabei im Vordergrund. Ohne diese Wertegemeinschaft wäre der politische Zusammenschluss Europas nicht zustande gekommen, und ohne eine kontinuierliche Bekräftigung der gemeinsamen Werte, zeigt sich neuerdings mehr und mehr, wird die Zukunft Europas gefährdet.
Die Partitur der Geste und das Theater der Avantgarde
Author: Martin Zenck
Pierre Boulez zählt zweifellos zu den renommiertesten Komponisten unserer Zeit. Von außerordentlicher Bedeutung ist darüber hinaus seine Rolle als Intellektueller, Autor, Theoretiker, Dirigent und Interpret. Martin Zenck legt mit seinem Buch Die Partitur der Geste und das Theater der Avantgarde die erste umfassende Studie über dessen vorläufiges Gesamtwerk in deutscher Sprache vor. Zenck verbindet es mit Boulez’ theoretischen Schriften, seiner Praxis als Dirigent und ›Kulturmanager‹ vor dem Hintergrund der philosophischen Diskurse und dem Panorama der anderen Künste seiner Zeit.
Im Mittelpunkt steht dabei der Musikdenker Boulez, der das Kompositorische selbst als eine genuine Denkpraxis begreift, die Martin Zenck auf völlig neue Weise als eine Praxis des ›Gestischen‹ versteht. Diese führt auf eine vierfache Signatur zurück: Die Textur der Schrift, ihre Bewegung einerseits, die zweitens den Leib und seine Gebärden einschließt, zum Dritten das synästhetische Spiel der Sinne und ihre verschiedenen Medien, und schließlich das performative Moment der Darbietung, der Präsentation, das auf seine Weise allererst Raum und Zeit entstehen lässt.
Die deutschen Beiträge zur Architekturbiennale Venedig seit 1991: Eine Oral History
Seit 1980 findet in Venedig die Architekturbiennale statt. Nach dem Vorbild der Kunstbiennale sind seit 1991 auch Länderpavillons Bestandteil der Ausstellung – auch jener Deutschlands. Damit markiert das seit 1989 mauerlose und seit 1990 wiedervereinigte Deutschland von Anfang an den politisch-kulturellen Referenzrahmen der deutschen Beiträge zur Architekturbiennale Venedig.
Germania, Venezia präsentiert zum ersten Mal die bis heute realisierten deutschen Beiträge zur Architekturbiennale Venedig in ihren inhaltlichen, kuratorischen und szenografischen Dimensionen. Eine Oral History mit Interviews aller wichtigen Akteure rekapituliert, wie sich das wiedervereinigte Deutschland auf dieser weltweit wichtigsten Architekturausstellung präsentiert hat.
Männerporträts von Otto Dix, Christian Schad und Anton Räderscheidt 1914–1930
Author: Änne Söll
Wie sieht die Situation für Männer nach dem Ersten Weltkrieg in der Weimarer Republik aus? Welche Möglichkeiten der Repräsentation von Männlichkeit ergeben sich daraus?
Anhand der Porträtmalerei von Christian Schad, Anton Räderscheidt und Otto Dix geht es um Männlichkeitsentwürfe der 1920er Jahre, deren Beziehung zum Bild der modernen Frau und ihrer medialen Repräsentation. Es werden die visuellen Strategien aufgezeigt, durch die sich moderne Männlichkeit zur Zeit der Weimarer Republik wieder legitimieren und stabilisieren konnte. Die Arbeit leistet damit einen entscheidenden Beitrag zur kulturwissenschaftlich orientierten Aufarbeitung der Kunst- und Geschlechtergeschichte der Weimarer Republik und beleuchtet den Anteil der neu-sachlichen Porträtmalerei an der Konstruktion damaliger Geschlechterbilder.
Author: Bruno Haas
Eine ikonische Situation entsteht, wenn ein Bild seinen Betrachter in Beschlag nimmt. Jede Art von Bild erzeugt ikonische Situationen, da ein Bild vor allem in der Beziehung mit seinem Betrachter existiert; in einer Beziehung, die das Bild und seinen Betrachter in einer gemeinsamen Situation vereint. Aber nicht jedes Bild stiftet die gleiche Art von Situation. Eine Theorie des Bildes hat es insofern auch mit der Aufgabe zu tun, die Geschichte jener durch das Bild gestifteten Situationen zu erforschen.
Bruno Haas unterscheidet im Wesentlichen vier Typen ikonischer Situation: den Bildkörper (z.B. Giunta Pisano), das Fenster- (Perugino), das Projektions- (Rubens) und das photographische Bild (Vermeer); sie sind in Europa zwischen dem 13. und dem 17. Jahrhundert nacheinander führend gewesen. Deren durch Quellenstudien bereicherte Beschreibung ergibt wesentliche Elemente zu einer Seinsgeschichte des Bildes in Europa. Dabei wird die Bildanalyse durch ihren »deiktisch-funktionalen« Charakter auch methodisch auf eine neue Grundlage gestellt.
Kaschnitz-Weinbergs Essay von 1944, einer der Grundlagentexte der Strukturforschung, befasst sich mit der Religion und Architektur der Megalithkultur, um zu erklären, warum Griechen und Römer ganz unterschiedliche Konzeptionen von Form und Raum in Architektur und Bildhauerei realisierten. Kaschnitz setzt die griechische Konzeption mit prähistorischen Kulturen in Beziehung, die Ahnen und Gottheiten in phallischen, aufrechten Monumenten verehrten. Er entdeckt die Vorgeschichte der römischen Konzeption in der Höhle, umhüllenden Räumen, die den Uterus der Mutter Erde evozierten. Dem Originaltext der englischen Erstübersetzung sind eine Einführung des Herausgebers, rekonstruierte Anmerkungen und eine umfassende Bibliographie beigegeben.
Adolf Hölzel und die Moderne
Beseelt von der Vorstellung, es könne, ähnlich der Musiktheorie, eine Harmonielehre der Farben in der Malerei gefunden werden, beginnt Hölzel Anfang des 20. Jahrhunderts einen avancierten theoretischen Diskurs. Hölzels pikturales Denken war dezidiert auf die bildimmanenten und formalen Gestaltungsprinzipien des Bildes und insbesondere die der Farbe ausgerichtet, verstand er das Bild doch immer als begrenzte zweidimensionale Fläche, die es durch Farbe zu verwandeln galt. In der Geschichte der Farbgestaltung und Farbtheorie nehmen die Farbenlehre Adolf Hölzels und sein künstlerisches Werk eine prominente Stellung im Übergang zur Moderne ein. Beleuchtet wird Hölzels Position im Generationenwechsel der Avantgarden bis hin zu den Hölzelreflexen in der Kunst nach 1945.
Die Anfänge der Zukunft
Die Neuen Medien sind Teil des Alltags geworden. Das Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe begleitet diesen Wandel in der Kunstwelt. Vor dreißig Jahren erdacht und fünf Jahre später gegründet, ist das ZKM heute eine einmalige Kultureinrichtung mit weltweiter Reputation.
Dieses Buch beschreibt den Weg von der Vision in die Realität. Es gibt Auskunft über die »Anfänge der Zukunft« in einem kulturpolitischen Prozess. Im Blick stehen Werden und Wachsen der Idee, die damalige Medienkunst, die Karlsruher Kunst- und Kulturszene und die inhaltliche und bauliche Realisierung. Zeitzeugen aus Kunst, Kultur, Wissenschaft, Architektur und Politik berichten, die an der Entwicklung mitgewirkt haben. Sie zeichnen den Entstehungsprozess nach und schildern ihre persönlichen Eindrücke und Erfahrungen. Die Leserinnen und Leser erwartet ein in einem Kaleidoskop der Vielfalt entstandenes kulturpolitisches Zeitdokument.