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Series:  Merz Akademie
Der Künstlerband O.k., Meta Memory ist ein Streifzug durch das Werk Julio Rondos. Vielfältige biografische und popkulturelle Ereignisse werden in seinen Arbeiten zu eindrücklichen Dokumenten – zu einer Parallelwelt des kollektiven Gedächtnisses und zur Metaebene des eigenen Erinnerns.
Die Beschäftigung mit der Erinnerung und das mentale Wiedererleben früherer Erfahrungen, die sich im Gedächtnis zu bildhaften Elementen oder Szenen verdichten, spielen in Julio Rondos Werk eine zentrale Rolle. In seinen Arbeiten übersetzt er erlebte Vergangenheit in transluzente Kompositionen, die zugleich Ausdruck von Erinnerung, subjektivem Verdrängen oder absichtlichem Vergessen sein können.
Mit Beiträgen von Jutta Koether, Nicola von Velsen, Michael Dreyer, Diedrich Diederichsen, Kathryn Hixson, Jörg Heiser, Birgit Sonna, Ralf Christofori, Thomas Locher und Ludwig Seyfahrt.
Extreme Bilder des christlichen Martyriums
In den jüngsten bildtheoretischen Debatten hat die Idee der Zeugenschaft steigende Konjunktur erlebt. Bilder sind nicht nur »stumme Zeugen«, sie halten vielmehr die Aussagen von Augenzeugen fest, und werden so zu historischen Quellen. Sowohl die Bilder als auch ihre Betrachter werden somit selbst zu »Augenzeugen« eines Ereignisses und das »Sehen mit den eigenen Augen« zu einem Kriterium von Evidenz. Die vorliegenden Beiträge widmen sich extremen Bildern des christlichen Opfertodes, wobei sie die Bildgeschichte des Martyriums als Zeugenschaft thematisieren. Hierbei werden bislang kaum untersuchte Verbindungen zwischen der martyriologischen Bildtradition und den Evidenzverfahren in der Theologie, den Naturwissenschaften und im Bereich des Rechts in den Fokus genommen. Das Verhältnis zwischen »testimonium« und Bildevidenz wird auf diese Weise vielschichtig diskutiert, wobei der Schwerpunkt auf die Zeit um 1600 gelegt ist.
Zum Melodramatischen im Wechsel der Medien
Series:  Eikones
Author: Maren Butte
In den letzten Jahrzehnten ist das Interesse für das Melodrama, das einst nur als verfehlte Tragödie oder Kitsch galt, angestiegen. Sowohl in wissenschaftlichen Schriften als auch in künstlerischen Arbeiten wird auf eine Gefühlskultur des Melodramatischen Bezug genommen.
Was bedeuten ›Melodrama‹ und ›melodramatisch‹ heute? Trotz seines theaterhistorischen Ursprungs evoziert der Begriff zunächst keine Autoren oder Dramentitel, vielmehr lässt er an Bilder, emotional aufgeladene Situationen und bestimmte Pathos-Gesten denken. Die Studie nimmt in exemplarischen Analysen diese ›Bilder des Gefühls‹ im Wechsel der Medien
in den Blick – von ihren Anfängen im 18. Jahrhundert bis zu ihren Zitaten und Re-Figurationen in der zeitgenössischen Performance.
Bild und Erkenntnis in der komplexen Dynamik und der fraktalen Geometrie
Series:  Eikones
Author: Nina Samuel
In den letzten Jahrzehnten haben die bildgebenden Möglichkeiten des Computers zum vieldiskutierten »Pictorial Turn« – der Wende zum Bild – in den Naturwissenschaften geführt. Mit dem öffentlichkeitswirksamen Auftritt der Bilder von Chaos und fraktaler Geometrie sowie ihrer breiten Popularisierung ab Mitte der 1980er-Jahre erfasste dieser Trend auch die Mathematik und damit diejenige Disziplin, die als »Reich des reinen Denkens« traditionell für ihre Bilderskepsis bekannt war.
Die Bilder dieses Forschungsfelds werden in der vorliegenden Studie zum ersten Mal bildtheoretisch reflektiert und diskutiert. Im Zentrum stehen Arbeitsmaterialien aus privaten Bildarchiven von Mathematikern und Physikern. Eine besondere Rolle spielt dabei die Handzeichnung als Denkform, die auf der Schwelle zum digitalen Medienumbruch eine neue Schwungkraft gewinnt.
Ein »Gesicht haben« gilt als Voraussetzung dafür, angeschaut zu werden. In der Bildergesellschaft begegnen wir Gesichtern überall: in der Politik, der Wirtschaft, der Werbung und in Kunst und Natur. Zugleich sind das Gesicht und sein Bild so alt wie die menschlichen Kulturen: Schauplatz humaner Identität. Wie kann man erklären, dass das Gesicht des Menschen uns bewegt? Der Band versammelt Beiträge aus unterschiedlichen Disziplinen, in denen das Gesicht einen wesentlichen Ort hat und nimmt die mehrsprachigen Diskussionen zum Thema auf, die im Rahmen des Nationalen Forschungsschwerpunktes Bildkritik (eikones) an der Universität Basel in Zusammenarbeit mit dem Istituto Svizzero in Rom sowie der Hochschule für Gestaltung und Kunst (FHNW) entstanden sind. To “have a face” is considered a prerequisite for being looked at. We encounter faces everywhere in our culture of images: in politics, economy, and advertisement as well as in the arts and nature. Moreover, the face and its image date back to the dawn of human societies and the arena of human identity. How can we explain the fact that the human face moves us? The essays gathered in this volume offer perspectives from different disciplines where the face holds a key position. They continue the multilingual discussions on this subject matter as they were developed in a collaboration between the NCCR Iconic Criticism (eikones) at the University of Basel, the Istituto Svizzero in Rome, and the University of Applied Sciences and Arts (FHNW) in Basel.
Oberfläche im Werk von Jean-Étienne Liotard (1702-1789)
Jean-Étienne Liotard gehört zu den bedeutendsten und zugleich eigenwilligsten Künstlern des 18. Jahrhunderts. Entlang von Haut, Farbe und Medialität eröffnet das Buch einen grundlegend neuen und vertieften Blick auf das spezifische Bildverständnis dieses ungebührend wenig beachteten, bis nach Konstantinopel gereisten und an den wichtigsten Höfen in ganz Europa tätigen Malers. Mit »Haut«, einem Begriff, der in den historischen Quellenschriften der Vormoderne als eine zentrale Metapher für Oberflächenphänomene fungierte, rücken so grundlegende Themen wie die transkulturelle Bildnismaskerade, Wahrheit und Trug (»Schminke«) in der Malerei oder die Verflechtung des ästhetischen und medizinischen Diskurses in den Fokus der Untersuchung. Ausgehend von den schriftlichen Zeugnissen des Malers sowie der breiten kunsttheoretischen Quellenbasis jener Zeit macht die Autorin die hohe Originalität, materiale Sensibilität, aber auch künstlerische Widerständigkeit des breiten und technisch besonders vielfältigen Werks von Liotard in seinem historischen Kontext sichtbar. Das Buch ist nicht nur eine lange fällige Untersuchung über den kosmopolitischen Künstler, sondern leistet auch einen exemplarischen Beitrag zur selbstreflexiven Thematisierung von Oberflächen (in) der (vormodernen) Malerei – und damit zu grundlegenden Fragen von Medialität und Bildlichkeit.
Annexion und Verkauf "Entarteter Kunst" aus deutschem Museumsbesitz 1938
Im Frühjahr 1938 annektierte Hermann Göring dreizehn Gemälde so genannter »Entarteter Kunst« von fünf herausragenden Künstlern der Klassischen Moderne: von Paul Cézanne, Vincent van Gogh, Franz Marc, Edvard Munch und Paul Signac. Alle Gemälde waren Teil öffentlicher Sammlungen. Sie gehörten der National-Galerie in Berlin, dem Museum Folkwang in Essen, der Städtischen Galerie in Frankfurt am Main und dem Städtischen Museum für Kunst und Kunstgewerbe in Halle an der Saale. Alleiniges Ziel der Aktion war es, die dreizehn Gemälde gegen Devisen ins Ausland zu verkaufen. Neben Hermann Göring stellte Josef Angerer die zentrale Figur dieses bis dahin singulären Vorgangs dar. Angerer, Händler und Prokurist der Teppichfirma Quantmeyer & Eicke in Berlin, sorgte für die Abwicklung der Geschäfte.

Die vorliegende Untersuchung erforscht Personen und Hintergründe der heimlichen Transaktion und dokumentiert die Schicksale der Gemälde. Sieben von ihnen wurden tatsächlich verkauft und sind heute in Museen und Privatsammlungen wieder nachweisbar. Von den übrigen fünf Bildern, die wahrscheinlich nicht verkauft wurden, fehlt jedoch weiter jede Spur; sie sind verschollen.
Doing and Un-doing Things - Notizen zur epistemischen Architektur
In überwiegend englischer Sprache entwickelt das House of Taswir eine an-archische Methode dinglicher Verdichtung, Zersplitterung und Umordnung. Es rückt die Dinge mit akribischer Präzision aus ihrem angestammten Zusammenhang: eine Denkfigur, die sich auf Freud und Warburg, aber auch auf Ibn Arabi, die Meister der Kabbalah, der Hadithe und des Talmud gründet.
Durch die Verknüpfung prämoderner Wissenswege mit surrealistischen Montagetechniken und dem Sampling zeitgenössischer Künstler schafft das House of Taswir eine radikale Gleichzeitigkeit diachroner Bezüge. Bruckstein entwirft darin eine epistemische Architektur, deren kosmopolitische Protagonisten sich aufgrund der unermesslichen Desaster im 20. Jahrhundert weitgehend zurückgezogen haben: insbesondere jüdische Protagonisten und rabbinische Quellen treten im House of Taswir in überraschenden, neuen Gewändern auf.

Das House of Taswir, von den Grafikern Verena Gerlach und Hannes Aechter auf spektakuläre Weise gesetzt, ist eine materielle, künstlerische, theoretische Inspiration für alle, die über eine Neuinszenierung nicht-linearer Wissensordnungen, digitale schwarze Löcher in Büchern und über die politisch-subversive Bedeutung einer „flachen Welt“ im öffentlichen Raum nachdenken.

Suchen und Finden
Series:  Eikones
Der Band fragt nach der Kraft der Imagination, die im Reich der Episteme ein besonders schwer zu fassender, nicht immer gern gesehener Gast ist.
Wie viel Fantasie braucht die Kunst, vor allem aber das wissenschaftliche Wissen? Wir bearbeiten dieses weite Feld, indem wir nach auslösenden Momenten, bildenden Prozessen und materiellen Substraten fragen. Danach, wie imaginiert wird, und womit: in der Wissenschaft, der Kunst, im Alltag. Bildern kommt die spezifische Rolle operativer Instrumente der Imagination zu, als Relais, als Ruhepunkte, an denen sich kreative Prozesse gleichsam selbstreflexiv manifestieren – aber auch als Impulsgeber, die Betrachtern ermöglichen, ihre Begrenztheit wahrzunehmen und zu überschreiten. Mit Beiträgen von: E. Alloa, F. Balke, G. Boehm, O. Budelacci, T. Demand, J. Küchenhoff, R. Makkreel, H. Moll, H.-J. Rheinberger, J. Sallis, W. Schäffner, R. Ubl, R. Villinger, G. Wildgruber u. a.
Zum Verhältnis materieller Bilder und mentaler Bildpraxis im Mittelalter
Wie sieht das Verhältnis der materiellen, gemalten Bilder zu den kontrovers diskutierten ›mentalen Bildern‹ aus?
Preisinger untersucht das facettenreiche Verhältnis der materiellen Bilder zu den mentalen Vorstellungsbildern in Form einer Fallstudie zur Bildproduktion, die vom Lignum vitae, einer Schrift des franziskanischen Gelehrten Bonaventura, ausging. In dieser Schrift leitet der Autor den Leser in verschiedener Weise zur inneren Visualisierung des Inhalts an. Parallel zu dieser Generierung mentaler Bilder entstanden bereits früh zahlreiche direkt von Bonaventuras Text abhängige Darstellungen. In einzigartiger Weise dokumentieren diese Werke den Niederschlag der spätmittelalterlichen Konzepte zur gezielten Ausbildung mentaler Bilder in der zeitgenössischen physischen Bildproduktion.