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Wie sind die modernen Geistes- und Sozial-, kurz Humanwissenschaften entstanden, was leisten sie und was nicht? Antworten auf diese Frage liefern historisch detaillierte Rekonstruktionen der Weise, wie die Humanwissenschaften Europas in den verschiedenen Stadien ihrer Entwicklung Erkenntnisfortschritte erzielten und aktuell erzielen. Das Buch skizziert hierzu Entwicklungsgeschichten von je vier Schlüsseldisziplinen der Sozial- und Geisteswissenschaften: Politikwissenschaft, Wirtschaftswissenschaft, Soziologie, Psychologie; Jurisprudenz, Geschichtswissenschaft, Philologie, Philosophie. Elementare Unterscheidungen des Common Sense dienen dabei als Analyseinstrumente und Wegweiser. Kultur- und wissenschaftshistorisch zweckmäßig verwendet, könnten sie den schwindenden Sinn für die Einheit der Humanwissenschaften in der Vielfalt ihrer Stimmen neu beleben. Das Buch plädiert in diesem Sinne für eine Reform und die Neubelebung allgemeinbildender Klassikerstudien.
Erfahrungen von Identität und Alterität im 18. Jahrhundert
Der vorliegende Band geht auf ein interdisziplinäres Forschungskolloquium an der Universität Paderborn zurück. Fachvertreter:innen der Komparatistik, Romanistik, Germanistik, Geschichtswissenschaft und Philosophie richten den Blick auf den Atlantik als Transfer- und Verkehrsraum des 18. Jahrhunderts. Im atlantischen Raum, so der Tenor der hier versammelten Beiträge, werden die inneren Widersprüche dieses Jahrhunderts mit besonderer Anschaulichkeit sichtbar, insofern sich hier Freiheit und Sklaverei, Gleichheit und Kolonialismus, Autonomie und Heteronomie kreuzen. Systematisch lesbar wird damit eine transatlantische Aufklärung, die durch die Zirkulation von Menschen, Waren, Texten und Ideen begründet wird. Die hier vorgeschlagene Perspektive stellt die Vorstellung einer monolithischen ›europäischen Aufklärung‹ infrage und weist auf, wie sehr aufklärerische Selbstbehauptung und -reflexion auf eine stete Auseinandersetzung mit dem transatlantischen ›Anderen‹ angewiesen ist, um auf diese Weise den Raum zu entfalten und den Blick auf unterschiedliche Zentren und Knotenpunkte der Aufklärung zu richten.
Author:
Translator:
The magic of the Renaissance embodies a great meditation on the human condition.
This book focuses on the contribution that Heinrich Cornelius Agrippa of Nettesheim made to the philosophical discussion. Agrippa views humankind as a microcosm, created by God in His own image, whose purpose is to bring creation to completion. Soul and body conceal divine powers that each person can rightfully awaken through magical knowledge and miraculous practice. Agrippa’s humanism responds to the spiritual crisis that hit the Christian world in the early modern period.
Die Magie der Renaissance verkörpert eine umfassende Meditation über die Würde des Menschen. Laut Agrippa von Nettesheim begünstigt die Wiedergeburt der okkulten Wissenschaften eine Reform der Kultur. In seinen Schriften wird dem Menschen die Verwirklichung der Schöpfung durch magische Weisheit zugesprochen.
Zitat und skeptische Poetik bei Michel de Montaigne und Pierre Bayle
Author:
Wie verhält sich das Verwenden von Worten anderer im Modus des Zitats zum Denken und zur Form eines skeptischen Diskurses in der französischen Spätrenaissance und Frühaufklärung?
Montaignes emprunts der humanistischen Gelehrsamkeit sind zentraler Bestandteil der Poetik seiner Essais; seine charakteristische peinture de passage orchestriert einen Wechsel der Stimmen innerhalb seines großen humanistischen Selbstportraits. Zitieren – avant la lettre, da Montaigne noch nicht über den Begriff und die Konvention verfügt – wird zum formalen Mittel eines skeptischen Schreibens, das die Dinge in der Schwebe halten will. Bayle greift diese Technik in seiner „Rüstkammer der Aufklärung“ auf, um sie mit den Mitteln der bibliographischen Akribie neu zu gestalten; nunmehr auf den Begriff gebracht, wird Zitieren zum kritischen modus operandi einer skeptischen Erschütterung des historischen Bestands der philosophischen Tradition.
Analogisches Denken, Kreativität und Leibniz' Idee der Erfindung
Ob Neues erschaffen, erfunden oder entdeckt wird, stellt das Denken immer wieder vor ein Rätsel. Was ist das Neue? Kann es Neues in Kunst und Wissenschaft geben? Und was heißt es überhaupt, von »neu« und »alt«, von »erfinden« und »hervorbringen« zu sprechen?
Analogiebildungen sind nach Douglas Hofstadter und Emmanuel Sander konstitutiv für die Hervorbringung des Neuen und durchziehen die gesamte Erkenntnis in Alltagserfahrung, Wissenschaft und Kunst. Bei Gottfried Wilhelm Leibniz spielen Analogie und Kombination für die Erfindung neuer »möglicher Welten« eine ebenso zentrale Rolle wie die Schöpfung der Welt für die Idee des radikal Neuen. Im Sinne seiner Multiperspektivik werden in diesem Buch Kreativität, Erfindungskraft und analogisches Denken interdisziplinär analysiert, um aus verschiedenen Blickwinkeln die Entstehung des Neuen in Wissenschaft und Kunst auszuleuchten.
Mit Beiträgen von Horst Bredekamp (Kunstgeschichte, Bildtheorie), Rüdiger Campe (Literaturwissenschaft), Douglas Hofstadter und Emmanuel Sander (Kognitionswissenschaft), Jürgen Mittelstraß (Philosophie, Wissenschaftstheorie), Constanze Peres (Philosophie, Ästhetik), Martina Plümacher (Philosophie, Kulturphilosophie), Christina Schneider (Philosophie, Mathematik) und mit Einführungen von Martin Grötschel und Thomas de Maizière.
Denkmuster und Repräsentationsformen vom Alten Testament bis in die Neuzeit
Die Naturalisierung der Geschlechterordnung hat eine eminent politische Bedeutung. Dies lässt sich an der Geschichte der Geschlechter in vormodernen Gesellschaften beobachten, gewinnt aber auch in unseren Tagen erneut unerwartete Aktualität.
Die vermeintliche »Natur«-Ordnung der Geschlechter, die teils explizit behauptet, teils aber auch begründungslos vor-ausgesetzt wird, demonstriert die Wirkungsmacht von Naturalisierung in besonderem Maße. Gerade hier wird die Umwandlung gesellschaftlich-kulturell bedingter und historisch variabler Verhältnisse in vermeintlich ahistorische und invariable Naturgegebenheit und Naturnotwendigkeit exemplarisch deutlich. Der Band zeigt Strategien und Modelle der Naturalisierung der Geschlechterordnung sowie die Breite und Varianz der Geschlechterrollen vom Alten Testament und der klassischen Antike über naturphilosophische Spekulationen im Mittelalter bis in die Literaturen und die Kunst der Neuzeit.
Descartes' Dichten, Träumen, Denken
Author:
Zum Abschluss seines Studiums entwirft Descartes ein Thesenblatt. Darin dichtet er eine Allegorie seines Bildungsweges, die unser Bild vom Begründer des modernen Rationalismus irritiert. Für den klassischen Descartes gilt allein das rationale Denken als unbezweifelbare Quelle aller Wissenschaft. Dahingegen schöpfte er in seinem frühsten Text, der Widmung seines Thesenblatts von 1616, aus den Quellen der Musen, der antiken Poesie und Mythologie. Wenige Jahre später erblickte er in seinen Träumen eine Anthologie römischer Dichter und deutet sie als Verheißung seiner künftigen Philosophie. Die intuitive Einbildungskraft der Dichter überflügelt das deduktive Denken der Philosophen. Ausgehend vom Thesenblatt zeichnet Moser ein ungewöhnliches Portrait des jungen Descartes, um es schlaglichtartig mit seinen späteren Werken zu kontrastieren. Die nackte Vernunft erscheint dabei immer wieder neu im Kleid der Imagination.
Die Quellen der Genealogia Deorum Gentilium in Neapel
Anlässlich des 700. Geburtstags von Giovanni Boccaccio beschäftigt sich Peter Roland Schwertsik mit dessen Abstammungssagen der antiken Götter. Dabei entdeckt er, dass Boccaccios rätselhafte Hauptquelle Theodontius auch die Basis eines Manuskripts seines Freunds Zanobi da Strada bildet.
In seiner Studie zu Boccaccios Genealogia Deorum Gentilium untersucht Schwertsik die zeitgenössischen Quellen dieses Hauptwerks des italienischen Nationaldichters. Darunter befindet sich auch der mysteriöse Theodontius, dessen historische Existenz sehr umstritten ist. Schwertsik identifiziert eine Handschrift als in enger Verbindung mit Theodontius stehend, ediert sie in ihren wesentlichen Teilen und verortet sie in der Überlieferungsgeschichte.
Schlüsseltexte und Erläuterungen
2012 jährt sich Jean-Jacques Rousseaus Geburtstag bereits zum 300. Mal – dennoch sind seine Gedanken heute aktuell wie nie. So zieht uns sein vielschichtiges Œuvre in seinen Bann. Rousseau ist ein rätselhafter Denker, den es noch zu entdecken gilt.
Fast scheint es, als habe Rousseau mit seinem Leben und Werk die Geschichte des modernen Menschen geschrieben. Viele unserer Gewissheiten und Zweifel tragen seine Handschrift.
Dass alle Gewalt vom Volk ausgeht, hat Rousseau in die Verfassung der modernen Demokratie eingeschrieben. Keiner hat wie er die Freiheit des Individuums zur Grundlage aller Aufklärung gemacht. Sein Lob der Natur hat der Ökologie die Stichworte geliefert und unseren Glauben an den Fortschritt bis ins Mark erschüttert. Anders als ihm nachgesagt wurde, proklamierte Rousseau allerdings keine Rückkehr zum Naturzustand. Die Revolution hat er vorausgesagt und möglicherweise mit entfacht, doch ohne an ihre Verheißungen zu glauben.
In seiner Skepsis und Nüchternheit ist er uns heute näher als in seinen Hoffnungen auf Demokratie und auf den Einklang des Menschen mit der Natur.
Das Rousseau-Brevier lässt den faszinierenden Denker in neuer deutscher Übersetzung selbst zu Wort kommen und bietet zudem ungewohnte Zugänge zu den wichtigsten Fragen und Antworten seines Werkes, den Grundthemen seines Denkens und seiner Persönlichkeit. Denn so aktuell die rousseauschen Ideen sind, so wenig sind seine Texte bekannt. Erläutert werden Rousseaus Zivilisationskritik, die politische Philosophie, seine pädagogische Anthropologie und seine Autobiographie – für alle, die Rousseau entdecken oder sich ein neues Bild von ihm machen möchten.
Dabei zeigt sich der seltsame Zauber seiner Wirkungsgeschichte sowie die überraschende und andauernde Aktualität seiner Vorschläge.
Rousseaus Fragen sind zu seinem 300. Geburtstag immer noch unsere eigenen.
Mensch und Natur in der Renaissance. Festschrift zum 70. Geburtstag für Eckhard Keßler
Sonne und Mensch, die laut Aristoteles den Menschen zeugen (Physica, II, 2, 194b), stehen stellvertretend für das weite Interessenspektrum, das Eckhardt Keßler als Forscher und akademischer Lehrer der Philosophie der Renaissance ebenso kompetent wie umsichtig erforscht und vermittelt. Mit den in diesem Band versammelten Beiträgen versuchen Freunde, Kollegen und Schüler Eckhardt Keßlers, seine wegweisenden Forschungen zu Humanismus, universitärer und außeruniversitärer Philosophie der Renaissance und der Frühen Neuzeit aufzugreifen und die Kenntnis der Geistesgeschichte der Epoche mit der dem Jubilar eigenen Akribie voranzutreiben.