Browse results

You are looking at 1 - 4 of 4 items for :

  • Comparative Studies & World Literature x
  • Upcoming Publications x
  • Just Published x
  • Status (Books): Not Yet Published x
Clear All
Neue Praktiken und Diskurse in Literatur, Kunst, Film und Internet 2010-2020
Author: Corina Caduff
Neue künstlerische Artikulationen zu Sterben und Tod (2010-2020) tragen wesentlich zur gesellschaftlichen Bearbeitung von entsprechenden Diskursen und Praktiken bei.
Die Thematik „Sterben und Tod“ erlebt seit den 2010er-Jahren in den Künsten einen enormen Aufschwung, der sich beispielsweise im neuen Genre „Autobiografische Sterbeliteratur“ manifestiert. Indem die Künste bestimmte Fragestellungen, Topoi und Phänomene künstlerisch ausgestalten, die ansonsten kaum in vergleichbarer Weise zur Darstellung kommen, formen sie deren gesellschaftliche Diskursivierung mit und fördern dadurch auch die Veränderung von entsprechenden gesellschaftlichen Praktiken. Mehrheitlich basiert die aktuelle künstlerische Auseinandersetzung mit dem Thema auf autobiografischen Darstellungen. Der vorliegende Band versammelt Einzelstudien zu unterschiedlichen Beispielen aus verschiedenen Künsten mit dem zeitlichen Fokus auf das Jahrzehnt 2010-2020.
Open Access
Die kritischen Tragödientheorien als Ästhetiken der Praxis in Deutschland, Polen und Russland 1789-1848-1917
Alle bisherigen Geschichten der Tragödientheorie haben ihre kritische Strömung verkannt, die auf keinen Fall die Aussöhnung mit dem Schicksal, dem Bestehenden, predigt, sondern eine Ästhetik der revolutionären Praxis formuliert, welche darauf hinzielt, das Element der Freiheit in die vollkommen determinierte Welt hereinzulassen.
Diese Ästhetik, deren Elemente sich bei den prominentesten Denkern und Dichtern der Epoche ausfindig machen lassen, gestaltet einerseits die Perzeption von Ereignissen und andererseits das Verhalten von den auf die Ereignisse reagierenden Menschen. Die expliziten Tragödientheorien krönten die philosophischen Ästhetiken, indem sie den Übergang der Theorie (der Absicht) in die Wirklichkeit modellierten, und zwar in den paradoxen Figuren des glücklichen Scheiterns und des schicksalhaften Fehlers. Die Tragödientheorien überprüfen also die Möglichkeiten, wie die immer noch ausbleibende Freiheit in der determinierten Welt des Anschaubaren möglich wäre und finden zur Zeit der Avantgarde eine Lösung in Form eines allgemeinen Festes ohne Rampe, die die positive, anschauliche und kollektive Freiheit verwirklicht.
Erwerbsarbeitslosigkeit in der Gegenwartsliteratur
Author: Lydia Mühlbach
Lydia Mühlbach untersucht literarische Verhandlungen des Themas Nicht-Arbeit in zeitgenössischen Romanen und diskutiert ihre Befunde in Auseinandersetzung mit sozialtheoretischen Gouvernementalitätskonzepten.
Im gegenwärtigen Diskurs gelten Arbeitslose als in besonderem Maße aktivierungsbedürftig („Fördern und Fordern“). Entsprechende Aktivierungsbemühungen der arbeitsmarktpolitischen Institutionen und ihre psychosozialen Auswirkungen beleuchten die von Mühlbach analysierten Texte von Jakob Hein, Anna Weidenholzer und Robert Naumann. Mit literarischen Mitteln spielen sie Konzepte, Ästhetiken und Werthaltungen zur Nicht-Arbeit durch, bringen Unterschiede zwischen erstem und zweitem Arbeitsmarkt in den Blick, problematisieren Kommunikationsweisen der Arbeitslosenverwaltung, experimentieren mit Formen programmatisch gewählten Nicht(s)tuns und leisten damit einen kritischen Beitrag zur Debatte.
Diagnosen der Moderne zwischen Honoré de Balzac und Henry James
Author: Helmut Pfeiffer
Wie antwortet der Roman, die Leitgattung der modernen Literatur, auf die Krisen politischer Ordnungen und ökonomischer Systeme zwischen Französischer Revolution und Erstem Weltkrieg?
Gegenstand der Interpretation sind französische und englische Romane zwischen dem Realismus und der Moderne. Die Fragestellung zielt auf die fiktionale Verarbeitung des kritischen Verhältnisses ethischer Orientierungen, politischer Instabilität und ökonomischer Transformation vor dem Hintergrund der neuen Formen gesellschaftlicher Differenzierung. Die vier ausgewählten Autoren (Honoré de Balzac, Gustave Flaubert, Joseph Conrad, Henry James) reagieren auf spezifische epochale Problemlagen. Sie stehen über die Grenzen der jeweiligen nationalliterarischen Traditionen hinaus in intensiven Wirkungs- und Rezeptionsverhältnissen, in denen sich die dynamische Evolution der Gattung Roman abbildet.