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Series:  Trajekte
Im Gegensatz zu Theodor W. Adorno wird Walter Benjamin kaum mit Musik in Verbindung gebracht. Dabei liegt in Benjamins Verhältnis zur Musik ein neuer Schlüssel zu seinem Denken. Obwohl in seinen Schriften durchaus von Musik, Klang und Tönen die Rede ist, sind diese in der Rezeption seiner Schriften bislang nur wenig beachtet worden. Dieser Band geht erstmals systematisch den kultur- und medienhistorischen Zusammenhängen von Benjamins akustischen Motiven nach und reflektiert zugleich ihre ästhetische Relevanz für die gegenwärtige Produktion von Klängen .Darüber hinaus dokumentiert Klang und Musik bei Walter Benjamin das Projekt einer Gruppe israelischer und deutscher Komponisten, die sich mit den Erinnerungsformen der Berliner Kindheit, Benjamins Radioarbeiten oder seinen Reflexionen zu Geschichte, Sprache und Übersetzung befassen.
Wie systematisch ist Hegels System?
Das Bild der Philosophie Georg Wilhelm Friedrich Hegels, wie wir es kennen, ist zu großen Teilen immer noch eine Frucht des Stilisierungswillens seiner Schüler, die nach dem Tode des Meisters dessen Lehre systematischer präsentieren wollten, als diese in Wahrheit gewesen ist. Es gibt viele Untersuchungen zu seinen Teilen, aber kaum ein Buch zum Ganzen des Systems.
Gerade im Blick auf den anstehenden Abschluss der Edition der Vorlesungen innerhalb der Gesammelten Werke müsste aber eine Frage mit Nachdruck gestellt werden: Wie sieht es in Wahrheit mit Hegels System aus? Das System ist nicht so systematisch wie es scheint, oder, anders gesagt, das späthegelsche System ist nicht so stringent, wie man meinen könnte.
Author:
Durch das Zusammenführen von Schul-, Ensemble- und Instrumentalunterricht wird im Musikunterricht mit Blasinstrumenten vielen Schülerinnen und Schülern ein intensiver und motivierender Zugang zum Musizieren und zur Musik eröffnet. Doch erfüllt der Unterricht in Ensembleklassen die Anforderungen eines allgemein bildenden Musikunterrichts? In der Praxis fehlt es oft an Vielfalt: in der stilistischen Zusammenstellung des Repertoires, in der methodisch-didaktischen Gestaltung des Unterrichts sowie in den präsentierten Umgangsweisen mit Musik und den Formen des Zusammenspiels im Ensemble. In der vorliegenden Studie wurde das Ziel verfolgt, die Praxis des Musikunterrichts mit Blasinstrumenten durch die Berücksichtigung Neuer Musik als Themenfeld weiterzuentwickeln. Sechs Unterrichtsbeispiele zeigen, was die Neue Musik an ‚Neuem’ bringt. Erweiterte Materialkonzepte, alternative Formen der Zeitgestaltung, musikalische Gestaltungsarbeit nach offenen Modellen, Wege des Musik Erfindens oder Improvisierens in der Gruppe sowie neue Werkkonzeptionen finden Eingang in den Unterricht und eröffnen zugleich neue methodisch-didaktische Gestaltungsmöglichkeiten. Neue Musik stellt im Unterricht allerdings kein Sonderfeld dar. Sie wird im Kontext anderer Inhalte erschlossen und sowohl in thematische Unterrichtseinheiten als auch in den aufbauend konzipierten Instrumentallehrgang integriert. In der exemplarischen Auseinandersetzung mit einem vielfältigen Repertoire erlernen die Schülerinnen und Schülern den eigenständigen musikalisch-praktischen und hörend-rezeptiven Umgang mit der Pluralität gegenwärtiger und historischer Erscheinungsformen der Musik. Die vorliegende Studie bietet daher nicht nur eine detaillierte Auseinandersetzung mit einem neuen Inhaltsbereich, sondern verweist zudem auf die Möglichkeit eines Musikunterrichts mit Blasinstrumenten unter dem Anspruch von Allgemeinbildung.
Im Begriff „Monstrum“ verschmelzen historisch gesehen die Vorstellung von etwas Wunderbarem (Fabelhaftem, Übernatürlichem) und etwas „Schrecklichem“ (einem bösen Omen, einem Unheilverheißenden, Schreckerregenden). Monstren lösen daher sowohl Erstaunen und Faszination aus als auch Angst und Entsetzen. Komplementär dazu verhält sich eine Lust am Monströsen und am Spiel mit Monstervorstellungen. Die Beiträge des vorliegenden Bandes widmen sich zum einen historisch und kulturell differenten Monsterkonzepten; darunter sind Fabelwesen, aber auch moralische Monster, sichtbare und unsichtbare Monstrositäten. Zum anderen gehen sie aus verschiedenen Perspektiven – vor allem anhand literarischer Texte – der Frage nach, ob es eine Grenzlinie zwischen dem Monströsen und dem Humanen gibt – und welche Konsequenzen gegebenenfalls das Fehlen einer solchen Grenze für das Selbstverständnis des Menschen hat.
Zum Projekt einer „erweiterten Vernunft“, das die Phänomeno-logie seit jeher verfolgt, gehört der Versuch, die zahlreichen Verhältnisse zwischen dem Sichtbaren und dem Unsichtba-ren zu klären. Dabei geht es im Rahmen einer Ästhesiologie oder einer Aisthetik nicht nur um eine Untersuchung der Potenziale des Sichtbaren, sondern auch des Unsichtbaren. Diese verweisen entweder auf den Grund der Möglichkeit der weltlichen Sichtbarkeit oder auf eine Grenze im Sinne eines „Ur-originären“, das sich dem Er-scheinen entzieht. Im ersten Fall nähert man sich dem Unsichtba-ren mit einer Kunst des Sehens dessen, was anderen unzugäng-lich bleibt, im zweiten Fall mit einer Kunst des „abweichenden“ oder anderen Sehens. Wir sehen meist nur, was wir bereits verste-hen, und sobald wir (wie in der Kunst) Unverständliches sehen, sehen wir plötzlich ganz anders.
Praktiken, Narrationen und Bilder
Nach einer langen Geburtsvergessenheit kündigt sich eine Wiederkehr der Geburt in den Kultur- und Sozialwissenschaften an, die durch gravierende Veränderungen im kollektiven und individuellen Imaginären und durch Umbrüche in den Praktiken, Erzählungen und Bildern der Geburt bestimmt wird. Die Geburt gewinnt eine neue Sichtbarkeit in den Medien und in der Öffentlichkeit, zu der auch das medizinische System mit seinen Techniken der Sichtbarmachung des Unsichtbaren beiträgt. Einerseits verstärkt die Professionalisierung der Geburtshilfe die Angst vor der mit der Geburt verbundenen Ungewissheit; andererseits trägt sie zur Erhöhung der Sicherheit von Mutter und Kind bei. Wurde die Geburt von Nachkommen als Ausdruck weiblicher Potenz und Kompetenz begriffen und lange an Eheschließung und Familie gebunden, so vollzieht sich gegenwärtig eine Pluralisierung und Individualisierung der Geburt und der familiären Lebensformen mit der Entstehung neuer konfliktreicher Arbeits-, Lebens-, Gender- und Beziehungsformen.
Trauermusik durch die Jahrhunderte
Editor:
Dieser Tagungsband bringt das brisante und oft verdrängte Thema des Todes speziell im Zusammenhang mit Musik zur Sprache. Aus unterschiedlichsten Blickwinkeln und Verständnissen heraus vermitteln die einzelnen Beiträge Ansichten und Perspektiven zur Trauermusik. Diese Initiative will nicht nur Darstellung bleiben, sondern Anstoß zu weiteren Reflexionen zu diesem so ‚lebensnahen’ Thema liefern.
Hollywood, Exil und Nachkrieg
Editor:
Vorgestellt werden u.a. die in Deutschland immer noch unbekannten US-amerikanischen Homefront und Combat Movies sowie der Casablanca-Typus des weit über seine Entstehungszeit hinaus wirksamen Kriegs- und Kultklassikers. Mediale Mobilmachung sollte bereits im Band Das Dritte Reich und der Film die Mobilmachung eines Mediums bezeichnen, das erst als medial perfektioniertes Kino politische Wirkungen ausüben konnte. Dies Konzept zielte darauf ab, einen Untersuchungshorizont auszubilden, in dem sich die Aufmerksamkeit nicht auf politisch-ideologische Instrumentalisierungen, sondern sehr viel entschiedener als bisher auf die Binnendynamik von Medienentwicklungen richtet. Diese Perspektive ist es, die jetzt unter dem Begriff einer Medialen Mobilmachung dadurch weiter entfaltet wird, dass nach den medialen Strategien eines gegen das Dritte Reich gerichteten Hollywood-, Exil- und Nachkriegskinos gefragt wird.
Vom Mythos zur Philosophie
In der Welt der Polis zeichnet Eric Voegelin den Gang der geistigen Entwicklung in Hellas nach – bis zu ihrem Höhepunkt in der Philosophie Platons und Aristoteles. War der erste Teil der Studie der spezifischen Ausgestaltung eines den Hochkulturen des Alten Orients vergleichbaren kosmologischen Welt- und Ordnungsverständnisses gewidmet, das seinen großartigen Ausdruck in der Mythopoetik Homers und der erwachenden Mythenspekulation Hesiods fand, so befaßt sich der zweite Teil mit dem Übergang vom archaischen zum klassischen Hellas. Auch hier liegt der Schwerpunkt auf dem sich wandelnden Welt- und Ordnungsverständnis. Voegelin verfolgt die über Jahrhunderte sich hinziehende Ablösung vom traditionellen Mythos der Polis durch die Philosophie als neuer symbolischer Form. Es ist der Prozeß, in dessen Verlauf es zur Entdeckung der menschlichen Seele, ihrer Tiefe und ihrer Ordnung kam, sowie zu der sie begleitenden Erfahrung und Erforschung der radikalen Transzendenz des Göttlichen. In ebenso eindringlichen wie eigenwilligen Analysen protokolliert er die einzelnen Schritte dieses geistigen Abenteuers in den Werken der großen mystischen Philosophen Anaximander, Heraklit und Parmenides. Das Buch gipfelt in einer Studie des „Athenischen Jahrhunderts“ – mit Betrachtungen über die politische Bedeutung der griechischen Tragödie, über die geistige Krise der Sophistik und über den Aufstieg und Fall Athens bzw. das Problem von „Macht“ und „Geschichte“ – wie es sich in den Werken Herodots und Tkukydides’ spiegelt.
Das Andere der Philosophie