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Eine Wissensgeschichte des Verstecks im 20. Jahrhundert
Verstecke sind die letzten winzigen weißen Flecke auf den Landkarten einer von Wissenschaften und Aufklärungen entzauberten Welt. Mit ihnen wird erstmals eine merkwürdige Erscheinung zur Sprache gebracht, die aufgrund ihres geheimen Wesens gerade nicht in Erscheinung tritt. Sie sind ein beliebtes Motiv in den Welten von Film, Literatur und in der Presse, werden aber von den Wissenschaften ignoriert. Neben Dingen und Lebewesen werden in ihnen auch Informationen heimlich gelagert und transportiert, was nicht erst mit den digitalen Welten im 20. Jahrhundert der Fall ist. Zur heimlichen Beobachtung bevölkern neugierige Wissenschaftler, wissbegierige Ermittler und lüsterne Voyeure diesen gegenaufklärerischen Ort zur Aufklärung von Heimlichkeiten. Das gleiche Ziel verfolgen Archäologen, Historiker, Abenteurer und Ermittler, die das Heim heimsuchen und ganz unverhohlen nach Architekturen des Geheimnisses durchkämmen. Nicht zufällig verbirgt sich das Heim im Geheimnis – und andersherum.
Open Access
Eine Analyse der faschistischen Rhetorik zwischen 1929 und 1936
Der Diktator Benito Mussolini suchte die Zustimmung und den Beifall der Italienerinnen und Italiener. Seine Rhetorik war aber weniger die eines Manipulators als die eines profunden Kenners der Sehnsüchte und Wünsche seiner Zeit.
In der Nachkriegszeit setzte sich das Narrativ durch, dass die italienische Bevölkerung seiner verdeckten Manipulation hilflos erlegen, gleichzeitig aber schon immer gegen den Faschismus und Mussolini gewesen sei. Dass dem nicht so war, Mussolini eine hohe Zustimmung inner- und außerhalb Italiens genoss – auch und gerade weil er in seinen Reden geschickt auf die Meinungen und Wünsche seiner Zeitgenossen einging –, das wird in dieser breit angelegten Propaganda-Analyse detailreich gezeigt. Die Studie geht dezidiert der Frage nach, wie Mussolini Mythen rhetorisch einsetzte, um gesellschaftlichen Konsens zu erlangen und aufrecht zu erhalten.
Series Editor:
Die dreibändige Ausgabe Deutsche und Russen im zwanzigsten Jahrhundert (West-östliche Spiegelungen Neue Folge) zu Grundproblemen des deutsch-russischen bzw. deutsch-sowjetischen Verhältnisses schließt chronologisch an die West-östlichen Spiegelungen von Lew Kopelew an. Sie konzentriert sich jedoch weniger auf die Entstehung, Kontinuität und Wirksamkeit von wechselseitigen Fremdenbildern, sondern beschäftigt sich mit der eingehenden Analyse des breiten Spektrums teils gleicher, teils gegensätzlicher Interessen während der beiden Weltkriege, in der Zwischenkriegszeit sowie vor, während und nach Beendigung des Kalten Krieges unter den Bedingungen zweier deutscher Gesellschaftsordnungen.

Im Gegensatz zum deutsch-russischen Wechselverhältnis bis zum Ersten Weltkrieg, das auf einer konstruktiven Interaktion von Vertretern beider Nationen beruhte, ist das Verhältnis zwischen Deutschland (Bundesrepublik, DDR) und Rußland/Sowjetunion fast das ganze zwanzigste Jahrhundert über geprägt durch weltumspannende Träume, Ernüchterungen in den Kriegen, aber auch wieder durch Hoffnungen auf ein friedliches Neben- und Miteinander. Die Begegnungen in Kriegs- und Friedenszeiten von Millionen von Menschen, denen trotz jeweils andersartiger kultureller Traditionen wiederholt ihre Ähnlichkeit wie Fremdheit bewußt wurde, hat auf allen politischen, wirtschaftlichen, kulturellen Ebenen zu einer Fülle unterschiedlichster Erfahrungen geführt. Sie stellen ein historisches, nicht selten auch propagandistisch benutztes Erbe dar, das bei aller Widersprüchlichkeit Grundlage für ein Gefühl von Gemeinsamkeit und gegenseitigem Verstehen ist. Um die Klärung derartiger Kernfragen in Geschichte, Politik, Philosophie, Kultur und in den Künsten, vor allem in Literatur und Film, geht es deutschen und russischen Spezialisten in der überblicksartig angelegten Dokumentation zum "deutsch-russischen Verhältnis in der Neuzeit".

Die Reihe ist abgeschlossen.
Editorial Board / Council Member: and
„Ägyptologie und Kulturwissenschaft“ ist mehr als ein Schlagwort, es ist Programm für eine integrative Forschung in zweierlei Hinsicht. Zum einen steht es für Untersuchungen, welche die altägyptische Kultur in ihrer Gänze und Komplexität und nicht nur unter Einzelaspekten betrachten. Es versteht Ägypten als Kultur und nicht als Text, Bild oder Scherbe. Zum anderen steht das Programm für einen intensiven inter- und transdisziplinären Austausch, von dem nicht nur die Ägyptologie profitieren, sondern den sie in zentralen Forschungsfeldern bereichern soll.
Series Editor:
Die Reihe ist abgeschlossen.
Die Reihe ist abgeschlossen.
Die Reihe ist abgeschlossen.
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