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Medialität und Bildlichkeit
Author: Dieter Mersch
Grundlegung einer medien-philosophischen Theorie der Bildlichkeit.
Bild und Bildlichkeit bilden zentrale Themen derzeitiger philosophischer, kunstwissenschaftlicher, medientheoretischer und kulturwissenschaftlicher Debatten. Dennoch bleibt der Begriff des »Bildlichen«, verstanden als ein theoretisches Prinzip, das alle Formen der Sichtbarmachung und Veranschaulichung umfasst, merkwürdig unscharf und ungeklärt. Unter dem Titel »Ikonizität« legt der Autor eine umfassende medienphilosophische Analyse des Begriffs vor, der vor allem eine zentrale Leistung des Bildlichen - im Unterschied zur diskursiven Rede - in den Vordergrund stellt: das Zeigen. Ausgehend von einer »Logik des Zeigens« geht es um eine Revision des besonderen Erkenntnisstatus des Bildlichen jenseits von Sprache und Diskursivität - das Bild als Ort »nichtpropositionalen« Wissens, das seine eigene Weise der Argumentation und Reflexivität behauptet. Dazu behandelt der Autor nicht nur Kunstbilder, Installationen, visuelle Medienkunst, Film und Video, sondern auch technische Bilder sowie den Bildgebrauch in den Wissenschaften.
Lateinisch-deutsche Ausgabe
Series:  Phantasos
Die zweisprachige Ausgabe legt rund zweihundertfünfzig Jahre nach ihrer Entstehung eine vollständige Übersetzung der ersten philosophischen Ästhetik vor. Einführende Essays und ausführliche Anmerkungen stellen das Werk in seinen philosophischen Kontext und erläutern Aufbau und Terminologie. Die für Baumgartens Ästhetik relevanten Stellen aus seiner Metaphysik, Ethik, Logik, Philosophia generalis und anderen Schriften sind im Anhang übersetzt. Ein kommentierter Sach- und Personenindex erschließt den Text lexikalisch und verweist auf Vergleichsstellen und deutsche Originalbegriffe in den Schriften Baumgartens und seines philosophischen Umfelds. Die ‚Morgenröte der Erkenntnis’ ist für Alexander Gottlieb Baumgarten das Sinnbild einer Dimension menschlichen Wissens, die er als erster Philosoph der Geschichte in das Zentrum theoretischer Überlegungen rückt: die sinnliche Erkenntnis. 1750/ 58 erscheint mit seiner berühmten ‚Aesthetica’ die Initialschrift der philosophischen Ästhetik. Sie entfaltet, vermittelt durch die deutschen Schriften seines Schülers Georg Friedrich Meier, eine epochale Wirkung in der Geschichte der Philosophie, aber auch der Künste, der Poetik, Rhetorik und der Kunsttheorien. Baumgarten definiert die neue philosophische Disziplin als „Wissenschaft der sinnlichen Erkenntnis“ und verortet sie systematisch neben der Logik als der Wissenschaft der „oberen Erkenntnisvermögen“. Die sinnliche Erkenntnis ist aber nicht nur ‚Morgendämmerung’ auf dem Erkenntnisweg zum ‚hellen Mittagslicht’ der Vernunft. Vielmehr hat sie als ‚Morgenröte’ eine eigene, spezifisch ästhetische, Dimension: die Schönheit. Die Schönheit der Phänomene gründet in der Fülle des Seins, die sich in voller Konsequenz in individuellen Seienden verwirklicht. In dieser Hinsicht ist die Ästhetik eine ‚Metaphysik des Schönen’. Die unübersehbare Merkmalfülle des Individuellen bleibt der rationalen Analyse verwehrt, erschließt sich aber in ganzheitlicher Weise der sinnlichen Erkenntnis. Der ästhetische Zugang komplementiert somit die theoretische Erkenntnis der Wirklichkeit auf unhintergehbare Weise und macht deshalb die Ästhetik als ‚Logik des Individuellen’ notwendig. Sinnliche Erkenntnis zielt auf eine eigene „ästhetische Wahrheit“, die sich in ganzheitlichen Gestalten wie z. B. Kunstwerken artikuliert. Insofern ist die Ästhetik auch eine, an der antiken Poetik und Rhetorik orientierte, philosophische ‚Theorie der Kunst’. Die von einer Philosophin und einem Latinisten interdisziplinär erarbeitete Übersetzung der Aesthetica und der sie ergänzenden philosophischen Texte strebt gute Lesbarkeit bei größtmöglicher Textnähe an. Damit soll dem lateinkundigen Leser auch das Verständnis der Originalschrift erleichtert werden. Das Aesthetica-Lexikon erläutert einerseits die Namen, die relevanten Begriffe und ihre Übersetzungen und ermöglicht andererseits deren Auffinden in dem umfangreichen Textkörper. Eine Bibliographie der wichtigsten Primär- und Sekundärliteratur faßt den derzeitigen Forschungsstand zusammen Die lateinisch-deutsche Ausgabe von Alexander Gottlieb Baumgartens „Aesthetica“ (1750/58) gehört neben Giovanni Battista Casanovas „Theorie der Malerei“ (1765-84) und der von Roland Kanz über Casanova verfaßten Biographie zum Themenschwerpunkt ‚18. Jahrhundert’ der Reihe PHANTASOS. Übersetzt, mit Anmerkungen, einführenden Essays, erläuternden Baumgarten-Texten, einer Bibliographie und einem Aesthetica-Lexikon versehen von Constanze Peters und Peter Witzmann
Der Band Philosophie in Europa erörtert die Frage, ob es eine spezifisch europäische Philosophie gibt. In ideengeschichtlicher und in systematischer Hinsicht wird untersucht, ob und inwiefern die Philosophie aus Europa stammt, wie die Rezeption der Philosophie innerhalb, auch außerhalb Europas verlief und noch verläuft.
Als akademisches Fach gesehen spielt die Philosophie in der heutigen Forschungslandschaft kaum eine herausragende Rolle. Trotzdem wird sie von vielen wissenschaftlichen Disziplinen, darüber hinaus von den Künsten, insbesondere aber von Gesellschaft, Wirtschaft und Politik als Gesprächspartner gesucht, zugleich herausgefordert. In der geistigen Entwicklung Europas ist die Philosophie einer der bedeutsamsten Faktoren. Nicht zuletzt wird die europäische, mittlerweile europäisch-nordamerikanische Philosophie weltweit gelehrt. Der Band Philosophie in Europa erörtert die Frage, ob es eine spezifisch europäische Philosophie gibt.
Diskussion eines ästhetischen Begriffs
Erstmalig stellt dieses Buch die Theorie und Geschichte des ästhetischen Authentizitätsbegriffs vor und liefert Beiträge zu den Feldern Philosophie, Ästhetik, Literatur, Kunst, Musik, Film, Fotografie und Architektur. Unstrittig ist Authentizität mit seinem Bedeutungsfacetten Echtheit, Wahrhaftigkeit, Ursprünglichkeit, Unmittelbarkeit und Eigentlichkeit in der zweiten Hälfte des 20. Jh. zu einem allseits verwendeten Catchword geworden. Strittig sind allerdings Begriffsinhalt, Begriffsumfang, Verwendungsweise und der theoretische Ort dieses schillernden Begriffs. Der Band konzentriert sich auf den ästhetischen Authentizitätsbegriff und diskutiert unter theoretischen, systematischen, pragmatischen und historischen Gesichtspunkten dessen kognitive Validität. Mit Beiträgen von: Michael Wetzel, Gayatri Chakravorti Spivak, Jochen Mekke, Barbara Kuhn, K. Ludwig Pfeiffer, Volker Wortmann, Jürgen Fohrmann, Sandor Radnóti, Andreas Huyssen, Hans-Ulrich Reck, Rosalind Krauss, Reinhold Martin, Andrea Lapp, Susanne Knaller und Harro Müller.
Konsum ist schon lange nicht mehr nur eine Notwendigkeit. Zum Sommerschlussverkauf 2004 lud ein grosses britisches Kaufhaus mit dem Slogan ein: „I shop, therefore I am“. Menschen definieren sich nicht mehr nur über das, was sie produzieren, sondern auch über das, was sie konsumieren. Konsumentenstile werden zu Lebensstilen. Konsumentenvereinigungen und Konsumentenboykotte haben den Konsum als ein Mittel der politi-schen Auseinandersetzung entdeckt. Der Konsumismus scheint zur Ideologie des Zeitalters zu werden. Der vorliegende Band geht den philosophischen, wirtschaftsethischen, soziologischen, ökonomischen und politischen Dimensionen des Konsums nach. Wenn der kulturelle Zusatznut-zen der Konsumgüter wichtiger wird als der materielle Nutzen dieser Güter, wird Konsum selbst zu einem kulturellen Phänomen. Die Ethik und Kultur des Konsums ist eine umfassende Frage an die Kulturwissenschaften.
Mathematische Innovationen und ihre kulturellen Folgen
Series:  Kulturtechnik
Dass Mathematiker – und damit die Mathematik – gemeinhin als weltfremd gelten, ist eine weitverbreitete und tiefverwurzelte Ansicht. Daran hat auch die ständig zunehmende Bedeutung der Mathematik für moderne hochtechnologische Entwicklungen bislang nicht viel geändert, bei aller Hochachtung, die der Mathematik als Wissenschaft gezollt wird. Der vorliegende Sammelband untersucht deshalb, aus sehr unterschiedlichen Perspektiven, die kulturellen Wirkungen mathematischer Entdeckungen. Dabei wird den spezifischen kulturellen Mechanismen der Vermittlung besondere Aufmerksamkeit geschenkt. An dieser Stichprobe beteiligen sich Wirtschafts- und Kulturwissenschaftler, Mathematikhistoriker, Mathematiker und Informatiker. Das facettenreiche Bild, das sich bietet, enthüllt die bedeutende Rolle der Mathematik auch für die kulturelle Entwicklung insgesamt. Es wird aber ebenso deutlich, dass diese Rolle seit jeher bezahlt werden muss mit dem Verzicht auf Urheberschaft: Die Produkte der Mathematik lassen sich in größerem Maßstab nur mit „Benutzeroberflächen“ absetzen, die das wesentliche Mathematische unsichtbar machen. Aus dem Inhalt 1. Einleitung 2. JUDITH FIELD The visuell art 3. DAVID KING Astronomy and mathematics in the service of religion: the case of Islam 4. GIORGIO ISRAEL The mathematics of homo oeconomicus 5. THOMAS MACHO Zeitrechnung und Kalenderreform 6. WOLFGANG COY Rechnen und Rechenmaschinen als kultureller Faktor 7. FRIEDRICH KITTLER Buchstaben? Zahlen? Codes 8. JOCHEN KOUBEK Normative Mathematik in der Betriebswirtschaftslehre 9. RAINER BAYREUTHER Mathematik und Musik in der frühen Neuzeit
Zur Kulturgeschichte der wissenschaftlichen Wahrnehmungen
Series:  Bild und Text
Die Geschichte der wissenschaftlichen Wahrnehmungen zeigt uns wie die Wissenschaften in unsere Kultur eingebunden sind. Sehen ist nicht einfach die Wahrnehmung dessen, was da ist. Die Objektivität der Naturwissenschaften gründet zwar darauf, dass es jemanden gibt, der zuschaut. Aber die Wahrheiten werden nicht einfach durch wahrnehmen gefunden. 'Bilder des Wissens' sucht den Raum abzuschreiten, den diese Fragen eröffnen. Das Buch fragt, wie wir uns dieser naturwissenschaftlichen Erfahrung sicher sein können. Dabei findet es die Antwort in der Geschichte, die zeigt, wie sich die Welt-Bilder der Wissenschaften entwickelt haben. Ausgehend von der Antike werden die wesentlichen Phasen in der Entwicklung der wissenschaftlichen Beobachtungen skizziert. Breidbach diskutiert das Verhältnis von Erfahrung, Beobachtung und Experiment und erläutert die Genese der wissenschaftlichen Bildwelten. Dabei zeigt er auf, wo in den Beobachtungen der Wissenschaft neue Facetten einer Wahrnehmungskultur dieser Wissenschaften erwuchsen und wie sie zu bewerten sind. Aus dem Inhalt Erfahrung wissen Sehen – Beobachten – Experiment Zur Wissenschafts-Geschichte des Beobachtens Mittelalterliche Buchbilder und Tafelbilder Von der Standardisierung der Beobachtung Artefakte und Natur-beobachtungen I: Der freie Fall – Galileo Galilei Artefakte und Natur-beobachtungen II: Die Entdeckung des Blutkreislaufs durch William Harvey Sehen und Illustration Bilder und Beobachtungen Galileis Monde Pflanzenbilder Mikrophotographien Haeckels Embryonenbilder Zur Archäologie des Blickes Beobachtungsbestimmungen Wissenschaftstheorie und Experiment Naturwissenschaft als Geisteswissenschaft
Author: Norbert Bolz
Modernität hat ihren Preis. Zwar wird sich heute niemand ernsthaft wünschen, wieder in vormodernen Verhältnissen zu leben. Aber das Projekt der Moderne war kein Weg ins Glück. Die aktuellen Problembegriffe der modernen Gesellschaft lauten: Komplexität und Kontingenz. Konkret meint das die Ungewißheit und Unsicherheit der allgemeinen Lebensverhältnisse, die Deregulierung des familiären und sexuellen Alltags, das Durchwursteln der Politik, die Unvorhersehbarkeit einer auf Wissen basierten Wirtschaft und die 'job uncertainty' eines globalisierten Arbeitsmarkts. Es gibt keine bessere Metapher für diese Entwicklungsdynamik der modernen Gesellschaft als die des Blindflugs. Auf die Instrumente und das Personal ist Verlaß, aber niemand weiß, wohin die Reise geht.
Von Bergson bis Deleuze
Ereignis auf Französisch bringt ein Stück Klarheit in das Dunkel der Vorstellungen, die gegenwärtig um das „Ereignis“ kreisen. Der 11. September hat erneut gezeigt: Es gibt eine Unkalkulierbarkeit sowohl des Ereignisses selbst wie auch der von ihm ausgelösten Folgen. Hierzu ist es hilfreich, die Philosophinnen und Philosophen zu Wort kommen zu lassen, die mit kaltem Verstand und sehenden Auges deren empirische Einmaligkeit und strukturelle Wiederkehr durchdacht haben. Erstmals werden die französischen Philosophien unter dem Gesichtspunkt des Ereignisses diskutiert, obwohl sie es waren, die überhaupt Ereignistheorien im großen Maßstab entwickelt haben. Der Band versammelt im ersten Teil Beiträge, die auf die deutschsprachige Vorgeschichte der französischen „Ereignisphilosophie“ Bezug nehmen. Neben Nietzsche und Husserl steht Heidegger zur Diskussion. Heidegger hat das „Ereignis“ zum Schlüsselbegriff seines Denkens gemacht und damit die entscheidende Vorlage für die – zumeist kritischen – Anknüpfungen in Frankreich geliefert. Im zweiten Teil werden Text für Text ausgewählte Positionen der französischen Philosophie zum Ereignis vorgestellt: Bergson, Merleau-Ponty, Sartre, Lacan, Levinas, Ricœur, Foucault, Derrida, Lyotard, Richir, Henry, Badiou. Der dritte Teil enthält dann eine ausführliche Erörterung bestimmter Facetten der Philosophie von Gilles Deleuze, der sich besonders intensiv mit der Problematik des Ereignisses auseinandergesetzt hat.
Karl Marx und Martin Heidegger haben das gemeinsame Schicksal, dass ihre Rezeption politisch überformt war. Seit dem Jahr 1989 hat sich das geändert. Ein verfehlter Sozialismus ist zusammengebrochen – Marx ist philosophisch vogelfrei. In eben diesem Jahr erschienen Heideggers „Beiträge zur Philosophie“, die einen genaueren Blick auf sein Denken in den 30er Jahren erlauben. Von diesem Ausgangspunkt her werden beide gemeinsam gelesen. Die Rezeption hatte sie zunächst und zumeist in zwei verschiedene Lager auseinanderdividiert. Der hier vorgelegte Essay macht sich umgekehrt daran, ihr Denken wirklich und wahrhaftig ineinander zu montieren. Ein einleitender Teil umreißt die „Extreme des Formbegriffs“ bei Marx und Dilthey. Dann wird der späte Marx in Heideggers „Kehre“ implantiert. Vor diesem Hintergrund fällt neues Licht auf das „Ereignis“. Der Versuchsanordnung für dieses Experiment liegt die Annahme zugrunde, dass in beiden Denkern gnostische Motive in ihre Bestandteile auseinandergefallen sind. Marx beschreibt im Kapitalbegriff den real existierenden „Demiurgen“ und seine verfehlte Schöpfung – sein kommender Gott, das Proletariat, hat welthistorisch verspielt. Heidegger erdenkt das ganz Andere, den Vorbeigang des kommenden Gottes im „Ereignis“. Marx beschreibt, was ist, Heidegger erdenkt, was fehlt und hält den Horizont einer geschichtstheologischen „Metaphysik“ offen. So ergänzen sie sich wechselseitig. Mit Marx für Heidegger – Mit Heidegger für Marx.