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Series:  vita activa
Der Band erschließt historische Semantiken von Arbeit und Müßiggang. Er verfolgt, wie diese in der Romantik realisiert, erprobt und weiterentwickelt werden.
Die Zeit von der Mitte des 18. bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts ist für den modernen Arbeitsbegriff von großer Relevanz. Literatur und Künste bringen in die Auseinandersetzung um die Arbeit spezifische Anregungen ein, weil sie sich nicht auf die aufklärerische Gegenüberstellung von positiv bewerteter Arbeit und negativ bewertetem Müßiggang reduzieren lassen. Häufig werten sie das ›Andere‹ des tätigen Lebens auf oder operieren mit Überblendungen zwischen Arbeit und Nicht-Arbeit. Der Band erkundet die kultur-, sozial- und ästhetikgeschichtlichen Dimensionen dieser Thematik. Er sucht die von den Romantikern bevorzugten Inszenierungsräume von Arbeit und Müßiggang auf und schafft Begegnungen mit romantischen Figuren, die als Fleißige, Faulpelze, Künstler, Taugenichtse, Wanderer oder Mittagsschläfer die imaginierten Welten bevölkern.
Politisch-philosophische Perspektiven
»Heimat« ist zutiefst doppeldeutig. Heimat steht zum einen für Sicherheit und Geborgenheit, zum anderen für Enge und Exklusion. Heimat ist zugleich Paradies und Sehnsuchtsort wie auch Hölle. Das Buch lotet diese Spannung aus. Im Fokus steht nicht nur der gegenwärtige politische Gebrauch des Begriffs. Gefragt wird auch, ob es angesichts der Individualität, Pluralität und Heterogenität, die das Lebensgefühl der Menschen prägen, überhaupt noch Sinn macht, den Begriff »Heimat« zu verwenden. Gleichzeitig fordern Migration und Flucht die modernen westlichen Gesellschaften heraus, sich neu mit kulturellen Verortungen auseinanderzusetzen. Mit Beiträgen von Hans-Joachim Höhn, Birgit Recki, Armin Nassehi, Dominik Hammer, Jürgen Manemann, Christian Starck, Markus Kotzur, Burkhard Liebsch, Gerhard Kruip, Hans Joas, Ulrich Hemel, Jörg-Dieter Wächter und Saskia Wendel.
Gustave Courbets Selbstporträts sind einzigartig: Großformatig angelegt und appellativ komponiert, dabei vielfach irritierend genrehaft und szenenartig-situativ, ziehen sie den Betrachter in ihren Bann. Das selbstdarstellerische Schaffen Gustave Courbets (1819–1877) wurde bislang wenig untersucht. In detaillierten Werkanalysen fragt nun Stephanie Marchal nach der Motivation und Funktion dieser ungewöhnlichen Selbstbildnisse. Sie untersucht die Modernität und Zeittypik der nahezu 50 Selbstdarstellungen und verortet sie im Oeuvre des Malers. In die Betrachtung einbezogen werden neben den gezeichneten und gemalten erstmals auch die photographischen (Selbst-)Inszenierungen Courbets, seine selbstreferentiellen Gestaltideen der späten 1850er bis 1870er Jahre sowie die das lancierte Selbstbild reflektierenden Porträtkarikaturen.
Annäherungen zwischen Rechts- und Literaturwissenschaft
Was ist das für eine seltsame Beziehung, in der Rechts- und Literaturwissenschaft stehen? Welche Distanz zwischen den beiden setzen wir, bereits voraus, wenn von möglichen »Annäherungen« zwischen den Disziplinen die Rede ist? Wer ist in dieser Bewegung aktiv, wer passiv? Wie verschiebt sich die grundlegende Differenz wie die etwaigen strukturellen und thematischen Gemeinsamkeiten der beiden Disziplinen je nach dem, von welcher Seite aus sie beobachtet werden?
Wie systematisch ist Hegels System?
Das Bild der Philosophie Georg Wilhelm Friedrich Hegels, wie wir es kennen, ist zu großen Teilen immer noch eine Frucht des Stilisierungswillens seiner Schüler, die nach dem Tode des Meisters dessen Lehre systematischer präsentieren wollten, als diese in Wahrheit gewesen ist. Es gibt viele Untersuchungen zu seinen Teilen, aber kaum ein Buch zum Ganzen des Systems.
Gerade im Blick auf den anstehenden Abschluss der Edition der Vorlesungen innerhalb der Gesammelten Werke müsste aber eine Frage mit Nachdruck gestellt werden: Wie sieht es in Wahrheit mit Hegels System aus? Das System ist nicht so systematisch wie es scheint, oder, anders gesagt, das späthegelsche System ist nicht so stringent, wie man meinen könnte.
Author: Thade Buchborn
Durch das Zusammenführen von Schul-, Ensemble- und Instrumentalunterricht wird im Musikunterricht mit Blasinstrumenten vielen Schülerinnen und Schülern ein intensiver und motivierender Zugang zum Musizieren und zur Musik eröffnet. Doch erfüllt der Unterricht in Ensembleklassen die Anforderungen eines allgemein bildenden Musikunterrichts? In der Praxis fehlt es oft an Vielfalt: in der stilistischen Zusammenstellung des Repertoires, in der methodisch-didaktischen Gestaltung des Unterrichts sowie in den präsentierten Umgangsweisen mit Musik und den Formen des Zusammenspiels im Ensemble. In der vorliegenden Studie wurde das Ziel verfolgt, die Praxis des Musikunterrichts mit Blasinstrumenten durch die Berücksichtigung Neuer Musik als Themenfeld weiterzuentwickeln. Sechs Unterrichtsbeispiele zeigen, was die Neue Musik an ‚Neuem’ bringt. Erweiterte Materialkonzepte, alternative Formen der Zeitgestaltung, musikalische Gestaltungsarbeit nach offenen Modellen, Wege des Musik Erfindens oder Improvisierens in der Gruppe sowie neue Werkkonzeptionen finden Eingang in den Unterricht und eröffnen zugleich neue methodisch-didaktische Gestaltungsmöglichkeiten. Neue Musik stellt im Unterricht allerdings kein Sonderfeld dar. Sie wird im Kontext anderer Inhalte erschlossen und sowohl in thematische Unterrichtseinheiten als auch in den aufbauend konzipierten Instrumentallehrgang integriert. In der exemplarischen Auseinandersetzung mit einem vielfältigen Repertoire erlernen die Schülerinnen und Schülern den eigenständigen musikalisch-praktischen und hörend-rezeptiven Umgang mit der Pluralität gegenwärtiger und historischer Erscheinungsformen der Musik. Die vorliegende Studie bietet daher nicht nur eine detaillierte Auseinandersetzung mit einem neuen Inhaltsbereich, sondern verweist zudem auf die Möglichkeit eines Musikunterrichts mit Blasinstrumenten unter dem Anspruch von Allgemeinbildung.
Aus den Tagebüchern der Großherzogin Maria Pavlovna von Sachsen-Weimar-Eisenach 1829-1832
Author: Raphael Utz
Editor: Raphael Utz
Es gibt noch Entdeckungen in deutschen Archiven zu machen: Erstmals liegen nun die Tagebucheinträge der russischen Großfürstin und Weimarer Großherzogin Maria Pavlovna vollständig vor, in denen sie über ihre wöchentlichen Gespräche mit Goethe berichtet. Zwischen 1829 und 1832 entsteht so ein faszinierendes Bild des alten Goethe, der die vertraulichen Unterhaltungen mit seiner Landesherrin genießt und in ihr eine Hüterin seines Erbes erkennt. Die großen Umbrüche ihrer Zeit wie etwa die französische Juli-Revolution 1830 oder der polnische Aufstand 1830–1831 prägen die Gespräche am Frauenplan genauso wie literarische, wissenschaftliche und künstlerische Gegenstände und sind somit ein Schlüsseldokument für den Epochenwandel um 1830.
Im Begriff „Monstrum“ verschmelzen historisch gesehen die Vorstellung von etwas Wunderbarem (Fabelhaftem, Übernatürlichem) und etwas „Schrecklichem“ (einem bösen Omen, einem Unheilverheißenden, Schreckerregenden). Monstren lösen daher sowohl Erstaunen und Faszination aus als auch Angst und Entsetzen. Komplementär dazu verhält sich eine Lust am Monströsen und am Spiel mit Monstervorstellungen. Die Beiträge des vorliegenden Bandes widmen sich zum einen historisch und kulturell differenten Monsterkonzepten; darunter sind Fabelwesen, aber auch moralische Monster, sichtbare und unsichtbare Monstrositäten. Zum anderen gehen sie aus verschiedenen Perspektiven – vor allem anhand literarischer Texte – der Frage nach, ob es eine Grenzlinie zwischen dem Monströsen und dem Humanen gibt – und welche Konsequenzen gegebenenfalls das Fehlen einer solchen Grenze für das Selbstverständnis des Menschen hat.
Zum Projekt einer „erweiterten Vernunft“, das die Phänomeno-logie seit jeher verfolgt, gehört der Versuch, die zahlreichen Verhältnisse zwischen dem Sichtbaren und dem Unsichtba-ren zu klären. Dabei geht es im Rahmen einer Ästhesiologie oder einer Aisthetik nicht nur um eine Untersuchung der Potenziale des Sichtbaren, sondern auch des Unsichtbaren. Diese verweisen entweder auf den Grund der Möglichkeit der weltlichen Sichtbarkeit oder auf eine Grenze im Sinne eines „Ur-originären“, das sich dem Er-scheinen entzieht. Im ersten Fall nähert man sich dem Unsichtba-ren mit einer Kunst des Sehens dessen, was anderen unzugäng-lich bleibt, im zweiten Fall mit einer Kunst des „abweichenden“ oder anderen Sehens. Wir sehen meist nur, was wir bereits verste-hen, und sobald wir (wie in der Kunst) Unverständliches sehen, sehen wir plötzlich ganz anders.
Aufsätze aus dem Merkur
Author: Volker Gerhardt
Volker Gerhardt, seit 1992 Professor für Philosophie an der Berliner Humboldt-Universität, Koordinator der Akademieforschung in der Bundesrepublik Deutschland und Mitglied zunächst des Nationalen, dann des Deutschen Ethikrates legt hier die Sammlung seiner seit 1999 erschienen Merkur-Aufsätze vor. Sie behandeln Grundsatzfragen der Philosophie, der Politik und der Ethik – ausgehend von aktuellen Fragen der öffentlichen Diskussion. Die Aktualität hat sich bislang noch in keinem Punkt erledigt, zumal der Autor im Vor- und im Nachwort seine umstrittenen Positionen zur Bioethik und zur internationalen Politik erläutert. In der Einleitung wird erklärt, dass sich alle Beiträge einer existenziellen Erfahrung verdanken, die in der Methode des exemplarischen Denkens auch für andere erschlossen wird. So wird verständlich, wie nahe selbst die größte philosophische Abstraktion dem Ausgangspunkt des philosophischen Denkens – der sinnlichen Erfahrung und der konkreten Problembewältigung – ist. Das exemplarische Denken bewegt sich im Medium des Allgemeinen, bezieht aber seine ganze Beweiskraft aus der Gegenwart des Individuellen, die nur für Individuen Bedeutung hat.