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Forgetting and Forgetfulness in Modern Science
Author: Oliver Dimbath
The book offers a fundamental view on the problem of forgetting in sociology in general and within sociology of knowledge. Furthermore it focuses – as a case study – on the field of modern science. With recourse to the term ‚oblivionism‘, originally introduced with ironic-critical intent by the german romance scholar Harald Weinrich, it analyzes the fundamental and multifaceted problem of the loss of knowledge in the field of science.
A declarative-reflective, an incorporated-practical and an objectified-technical memory motif is at the centre. These form the basis for the development of the three forms of forgetting that are also central to modern science: forgetfulness, wanting to forget and, ultimately, making one forget.
Open Access
Die Reihe ist abgeschlossen.
Die Reihe ist abgeschlossen.
Soziale Insekten und die Phantasmen moderner Vergesellschaftung
Author: Eva Johach
Was prädestiniert Insektengesellschaften dazu, als Spiegelfolie für menschliche Gesellschaften zu fungieren? Eva Johach fragt in ihrer materialreichen Studie nach der Bedeutung von sozialen Insekten für das Gesellschaftsdenken in der Moderne.
Der notorische Vergleich zwischen menschlichen und Insektengesellschaften bildet ein wiederkehrendes Element in der Auseinandersetzung mit den Grundlagen moderner Vergesellschaftung. Die Studie verhandelt diese wechselseitigen Bezugnahmen unter dem Titel einer »wilden Soziologie«: als Spielarten einer oftmals spekulativen, heterogene Wissensfelder durchziehenden Problematisierung sozialer Prozesse. Die Auseinandersetzung mit Insektengesellschaften zielt in den Kern gesellschaftstheoretischer Fragestellungen: Fragen nach sozialer Organisation und Integration, nach Evolution und Reproduktion oder nach den möglichen Zukünften menschlicher Gesellschaften angesichts ihrer zunehmenden Technisierung.
Entfesselter Markt und Artifizielle Lebenswelt als Wiege neuer Religionen
Zwischen christlichem Glauben und religiöser Indifferenz sind in Europa neue Religionen entstanden, die bis in unsere Gegenwart ausstrahlen und die Wertorientierung leiten. Auf dem Wege einer historisch-soziologischen Analyse der Konjunkturen des Themas „Wiederkehr von Religion“ entwickelt Wolfgang Eßbach eine Typologie europäischer Religionen in der Moderne.Behandelt werden Konfessionalismus, Vernunftreligion, Nationalreligion, Kunstreligion, Wissenschaftsreligion und Elemente des Glaubens an Verfahren. Aus einer Rezension zum ersten Band:Monika Wohlrab-Sahr bezeichnet Wolfgang Eßbachs Buch, das „mit der Verknüpfung von religionshistorischer Akribie und gesellschaftstheoretischem Zugriff“ beeindrucke, als „eines der aufregendsten Bücher, das die deutsche Religionssoziologie seit langem hervorgebracht hat.“ (FAZ, 22.04.2015)
Die Inszenierung der Gesellschaft
Leben wir noch in einer Gesellschaft? Handelt es sich bei der Gesellschaft nicht um jene trügerischen Fiktionen von Ganzheit, auf die wir angewiesen sind, um sich im Denken und Handeln zu orientieren? Und gehört Gesellschaft nicht zu den großen Erzählungen, die vom Poststrukturalismus erfolgreich verabschiedet wurden?
Matthias Warstat widerspricht all diesen Annahmen. Gesellschaft existiert, auch wenn der Begriff heute jede Selbstverständlichkeit verloren hat. Gesellschaft ist etwas, das sich zeigt. Zudem ist ihre sinnliche Erfahrung an Theatralität gebunden. Nicht abstraktes Wissen, sondern konkrete Bilder und Szenen vermitteln uns das Gefühl, in ihr zu leben: Was für eine Art von Theater wird im sozialen Leben gespielt? In welchen Szenen scheint Gesellschaft auf? Wie tragen die Einzelnen durch ihr theatrales Handeln zur Darstellung von Gesellschaft bei – und was für eine Gesellschaft entsteht auf diese Weise? In zentralen Positionen aus der Sozialtheorie der Moderne sind theatrale Denkfiguren überdeutlich präsent. Das Buch verfolgt diese Linie bis zu prägenden Positionen der letzten Jahrzehnte, um daraus ein eigenes Verständnis gesellschaftlicher Theatralität zu entwickeln.
Zur Soziologie der Identifikation
Author: Ricky Wichum
Wie reguliert man Bedingungen und Organisation der Freiheit? Die Biometrie als eine aktuelle Technologie liberalen Regierens moderner Gesellschaften trägt einerseits zu Regulationen bei, erzeugt andererseits aber stets auch Krisen und Konflikte um die Grenzen der Freiheit.
Anstatt die Biometrie von vornherein als ein Herrschaftsinstrument der soziologischen Analyse zuzuführen, diskutiert der Autor zunächst, wie die Materialität der Biometrie überhaupt soziologisch sinnvoll zu befragen ist. Im Rahmen einer Soziologie der Identifikation wird sie als eine Technologie der Regierbarmachung und Selbstregierung skizziert, die verspricht, Steuerungsprobleme moderner Gesellschaften zu lösen. Drei Identifikationsdispositive der Biometrie stehen im Zentrum: das anthropometrische Signalement von Alphone Bertillon, die automatisierte Gesichtserkennung bei Facebook sowie die automatische Grenzkontrollspur »EasyPass«. Der Autor untersucht das jeweilige Zusammenspiel von gesellschaftlichen Problemlagen, Epistemologie und technologischer Bedingung, in dem die biometrische Identifikation als Lösung aufscheint und dabei zugleich Ordnungsoptionen des Sozialen vorprägt.
Aufsätze zu einer Kritischen Theorie des Sozialen
Author: Ingo Zimmermann
Die hier versammelten Aufsätze und empirischen Untersuchungen sind über einen Zeitraum mehrerer Jahre, zwischen 2011 und 2015 entstanden und spiegeln nicht nur die Verhältnisse einer sich zunehmend neoliberal gebärdenden und durch ökonomische Prinzipien beherrschten Gesellschaftsformation, sondern auch eine zunehmende Annexion des Sozialen durch wirtschaftsliberale Attribute und Einstellungen wider. Dem Zugriff eines ungebremsten Liberalismus, seinen Prekarisierungstendenzen, die beide umfassen, die Adressaten Sozialer Arbeit als auch die Akteure, eben die Sozialarbeiter selbst, entgegenzuwirken, ist erklärtes Ziel dieser Aufsätze. Sie verstehen sich in diesem Sinne als (Gegen-)Angriffe.
Skizze einer indeterministischen Soziologie
Author: Julian Müller
Die Soziologie unterscheidet sich von anderen Disziplinen nicht in erster Linie durch ihren Gegenstand, sondern vielmehr durch das Fehlen eines eindeutigen Gegenstandes. Streng genommen hat sie nichts, was ihr entgegensteht. Sie ist immer Teil dessen, was sie untersucht.
Wenn die Soziologie daher von ›sozialem Sinn‹, von ›sozialem Handeln‹ oder gar von ›Gesellschaft‹ spricht, dann darf man sich darunter nicht so etwas wie positiv vorliegende Objekte vorstellen, vielmehr: Problemstellungen. Und doch lässt sich nicht übersehen, dass diese soziologischen Probleme immer häufiger wie Objekte behandelt werden. Daher liegt gegenwärtig eine der größten Herausforderungen der Soziologie darin, der Versuchung zu widerstehen, ihrem Gegenstandsbereich immer mehr Bestimmtheit zuzumuten. Julian Müller stellt eine indeterministische Soziologie in Aussicht, die der Unbestimmtheit des soziologischen Gegenstandsbereichs theoretisch und methodisch Rechnung trägt.