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Eine Ästhetik der Reproduktion
Author: Maria Muhle
Eine Milieuästhetik verortet sich vor dem Hintergrund des mimetischen Zusammenhangs zwischen Leben und Milieu und jenseits tradierter Gegensätze von Produktions- und Rezeptionsästhetik, um so die Frage nach den heteronomen Beziehungen des künstlerischen Subjekts zu Milieu und Technik zu stellen. Im Anschluss an Roger Caillois’ Untersuchungen mimetischer Insekten, deren Anähnlichung an die Umwelt er in einem fotografischen Register als „Teleplastik“ versteht, untersucht das Buch einen nicht-anpassungsgeleiteten Milieubegriff (Canguilhem) und fragt nach dessen ästhetischen Konsequenzen. Zentral ist dabei das ambivalente Verhältnis zwischen Benjamin und Caillois, das Einsicht gibt in eine Neufassung von Ästhetik vor dem Hintergrund technischer Reproduzierbarkeit. Eine solche Milieuästhetik versteht das künstlerische Subjekt nicht in Begriffen von Kreativität, Inspiration, Spontaneität, sondern zuallererst mit Blick auf die (technisch-medialen) Determinismen des künstlerischen Prozesses.
Deutungsmuster vom Altertum bis in die Neuzeit
Naturkatastrophen sind ein spektakuläres Beispiel für die Ambivalenz des Verhältnisses von Natur und Ordnung. Zum einen gilt die Natur als Modell gesellschaftlich-politischer Ordnung, zum anderen als deren Gegenkraft, von der diese ständig bedroht ist. In Katastrophen wie Erdbeben, Sturmfluten oder auch Epidemien wird diese Latenz zu destruktiver Aktualität, deren Übermacht keine Ordnung gewachsen ist. Zugleich wird selbst dieser Zusammenbruch der Ordnung in Ordnungszusammenhänge eingeschrieben. Als göttliches Strafgericht etwa wird die Katastrophe zum Beleg einer der Natur gebietenden Ordnungsmacht, die umso absoluter erscheint, je verwüstender sie sich manifestiert.
Der Band beleuchtet kulturelle Repräsentationen von Naturkatastrophen von der Antike bis in die Neuzeit. Zur Debatte stehen Vorstellungen von göttlicher, natürlicher und politischer Ordnung, die zur Deutung von Katastrophen herangezogen, durch sie bestätigt, in Frage gestellt oder auch unhaltbar werden.
Transdisziplinäre Perspektiven
Die Reihe „Ästhetische Praxis“ widmet sich der Untersuchung von Praxis-Dimensionen der Künste aus transdisziplinärer Perspektive, aber auch der Erforschung alltäglicher ästhetischer Praktiken. Thematisiert werden soll, wie sich Kunstwerke als Manifestationen von Praktiken, etwa von Übungen, Proben, Improvisationen, Schreibprozessen, Akten des Skizzierens oder Entwerfens, verstehen lassen. Diese Praktiken können darüber hinaus in ihrem jeweiligen ästhetischen Eigenwert betrachtet sowie in Kontexten jenseits der Kunstwelt erforscht werden. Weitere Schwerpunkte bilden Arbeiten zu ästhetischen Praktiken im Kontext einer postkolonialen Ästhetik sowie tätigkeitstheoretische Untersuchungen zum Verhältnis von Handeln, Praxis und ästhetischer Praxis, die die aktuelle praxeologische Wende in den Geistes- und Sozialwissenschaften um eine ästhetische Perspektive ergänzen.

The series “Aesthetic Practice” is dedicated to the investigation of practice dimensions of the arts from a transdisciplinary perspective, but also to the exploration of everyday aesthetic practices.It will address how works of art can be understood as manifestations of practices, such as exercises, rehearsals, improvisations, writing processes, acts of sketching or designing. These practices can furthermore be considered in their eespective aesthetic intrinsic value as well as explored in contexts beyond the art world. Other focal points include work on aesthetic practices in the context of a postcolonial aesthetics as well as activity-theoretical investigations of the relationship between action, practice, and aesthetic practice, which complement the current praxeological turn in the humanities and social sciences with an aesthetic perspective.
Ein Grundlagentext zur Praxis und Ästhetik des japanischen Nō-Theaters. Zweisprachige Ausgabe. Übersetzt, philosophisch erläutert und herausgegeben von Ryōsuke Ōhashi, Rolf Elberfeld und Leon Krings
Das Buch bietet eine philosophisch kommentierte Übersetzung des altjapanischen Textes von Zeami zur Praxis und Ästhetik des Nō-Theaters.
Zeami beschreibt nicht nur die Praxis des Schauspielers in verschiedenen Aspekten, sondern entwickelt auch zentrale ästhetische Kategorien für die Rezeption des Nō-Theaters. Die Übersetzung wird ergänzt durch interpretierende Aufsätze zu Themen wie der Maske im Nō-Theater, dem Gebrauch des Körpers und einer Ästhetik des Atmens. Der Band liefert somit eine solide Grundlage für eine philosophisch-ästhetische Auseinandersetzung mit einer alten japanischen Schauspieltradition.
Die Frage nach sozialer Integration und die Idee Performativer Sozialphilosophie
Um zu vermeiden, soziale Integration nach Maßgabe eurozentrisch-assimilativer Narrative aufzufassen, ist die Konstitution sozialer Ordnung als eine performative Praxis leiblicher Verkörperung zu begreifen. Dann nämlich hat man das Fremde zwischen uns anzuerkennen und zwar als die je individuelle Realität des Leiblichen. Die Anerkennung der fremden und insofern unverfügbaren Realität leiblichen Seins muss einer exklusionskritischen Politik sozialer Integration als ethische Richtschnur dienen. Dementsprechend erweitert die Performative Sozialphilosophie klassische diskurstheoretische Auffassungen des Performativen um eine leib-phänomenologische Dimension. Ferner ergänzt sie die zeitgenössischen post-anthropologischen Konzeptionen des Sozialen um eine anthropologische Kritik. Schließlich gilt es die performative Verkörperung sozialer Ordnung vor dem Hintergrund der spezifischen Natur humaner Leiblichkeit zu verstehen.
Aesthetic and Ethical Transformations
Editor: Lucilla Guidi
This volume explores and expands a Wittgensteinian account of philosophy as an ongoing practice and exercise. It investigates the simultaneously aesthetic and ethical dimension of philosophical exercises, so as to uncover their transformative potential for and within ordinary practice, conceived of as a weave of trained, embodied habits. For this purpose, the volume focuses on three intertwined aspects:
1. It examines the aesthetic form of Wittgenstein’s texts, so as to consider the use of pictures, comparisons, and instructions as exercises to be enacted by readers, and further analyzes the transformative effects – both aesthetic and ethical – that such exercises bring out.
2. It draws a number of connections between Wittgenstein’s philosophical exercises and particular aesthetic practices.
3. It sheds light on continuities and discontinuities between Wittgenstein’s account of philosophy and the ancient conception of philosophy as an exercise and a way of life.
Sehen und Wahrnehmen in Optik, Naturforschung und Ästhetik des 17. und 18. Jahrhunderts
Author: Evelyn Dueck
Der Epoche der Aufklärung wird nicht nur eine besondere Vorliebe für den Sehsinn und das Licht nachgesagt, sondern auch ein bestimmtes ‚Wahrnehmungsmodell‘, das von dem Topos des kalten, distanzierten und klassifizierenden Blicks geprägt sei. Ausgehend von einem vereinzelt formulierten Zweifel an dieser Zuordnung sowie neueren Tendenzen in der Aufklärungsforschung geht die vorliegende Arbeit der Frage nach, ob sich ein solches Wahrnehmungsmodell im 17. und 18. Jahrhundert tatsächlich nachweisen lässt. Was wussten und wie dachten Naturforscher, Philosophen oder Optiker über das Auge und die Funktionsweise des menschlichen (und tierischen) Sehens? Es kann gezeigt werden, dass sich im Zeitraum von 1604 bis 1778 ein vielschichtiger Diskurs über Möglichkeiten und Grenzen der sinnlichen Empfindung entwickelt, der lange vor 1750 die physisch-psychische und kulturelle Bedingtheit des Sehens ins Zentrum rückt.
Open Access
Die Idee der Energie in der französischen Spätaufklärung (1770–1820). Aus dem Französischen von Heinz Thoma
Author: Michel Delon
Translator: Heinz Thoma
Die erstmalige Übersetzung eines Standardwerks zur Geschichte der Idee der Energie im Übergang vom 18. zum 19. Jahrhundert.
Diese Ideengeschichte löst eingeführte Sichtweisen auf das Zeitalter der Aufklärung auf. Sie konstatiert am Beispiel der Energie einen Bruch mit der Kultur des Klassizismus, zieht neue Verbindungslinien zur Romantik, löst tradierte Gegensätze von Idealismus und Materialismus, Tugend und Libertinage, Empfindsamkeit und Grausamkeit auf und erlaubt einen neuen Blick auf die Epoche der Terreur.
This essay develops a theory of improvisation as practice of aesthetic sense-making. While considering all arts, references are made to many concrete cases. A topic in vogue since the XX. century, as evidenced by the great philosophers who were interested in it (Ryle, Derrida, Eco among others), improvisation, a felicitous mixture of habit and creativity, norm and freedom, is constitutive of human action. Human practices – including very well-regulated activities such as playing chess, piloting airplanes, or medicine – permit and often require it to varying degrees.
Improvisation is also the true source of artistic experience. Consequently, the aesthetics of improvisation result in a philosophy of art: Art was born as improvisation. Yet improvisation has its own aesthetic dimension: that of a "grammar of contingency" in which notions such as emergence, presence, curiosity and authenticity explain the pleasures of joyful adventure and empathic involvement elicited by improvisation.
Prolegomena to Ecological Thinking in Heidegger
Author: James Fontini
"Nature as Limit" provides an account of Nature in terms of the collapse of the subject-object binary, presenting Heidegger’s work as a series of prolegomena toward a prospective ecological thought. This begins with a critical re-evaluation of the homology Heidegger discovers between the essence of technology and the trajectory of Western metaphysics, with special attention paid to his return to Aristotle’s Physics in 1939. The essence of technology is, in fact, an intrinsic aspect of Nature. It lies at the heart of all structured appearance as an autonomous occurrence in which humankind is entangled but cannot master. Examining and expanding upon the consequences of this, the book reimagines technics and our understanding of Nature as ‘technical image’ and beyond. The question of Nature becomes that of an unwavering finitude within the endless recycling of formal phenomenality. Transfiguring Heidegger’s concept of Ereignis and critiquing in passing some of its accepted interpretations, the book argues that Nature is a process or occurrence of limitation. It is a delimitation that both sets in motion and keeps in motion without itself ever coming into the picture. It is an uncapturable immanence in the total field of phenomena, irreducible to any presence and thus implicating an ‘absence’ at the heart of every occurrence, an incompletedness of any naturalism. This view of Nature is further explored through a series of figures of localization—Dasein, thing, clearing, et al.— that raise strange and compelling questions about time, space, and history, and which lead finally to a re-characterization of Dasein as an inversion of its environment as ecological awareness. These adventurous considerations push at the outer limits of what Heidegger’s philosophy can accomplish and conclude with a vision of how the motifs of death, poetry, and the unknowable help form the fundamental questions of ecological thought. "Nature as Limit" confronts Heidegger’s use of language on its own terms, exploring the full breadth of its intention, then proceeds to a demystification of that language, a reappraisal that offers a new lexicon for future readers. At stake is a reading of a rather unfamiliar Heidegger that nonetheless remains faithful to his text and rigorous in its reconstruction.