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Die niederländische Landschaft der Frühen Neuzeit im Diskurs von Geographie und Malerei
Author: Tanja Michalsky
Tanja Michalsky zeigt, dass das, was wir »niederländische Landschaft« nennen, sich aus unzähligen einzelnen Bildern, Karten und Texten im kulturellen Gedächtnis gebildet hat. Dabei wurden ästhetische Strategien für ein Publikum entwickelt, das durch seine politische und soziale Situation sowie seine geographische Bildung erheblich mehr in Land und Landschaft sah, als wir heute vermuten würden. Ab der Mitte des 16. Jahrhunderts erlebte die Landschaftsmalerei in den Niederlanden einen außerordentlichen Aufschwung. Bislang wurde dies mit der Befreiung von der religiösen Ikonographie nach den Bilderstürmen und der Entwicklung eines freien Kunstmarktes im nördlichen Teil des Landes erklärt. Doch ganz im Gegenteil: Ausschlaggebend für diese Entwicklung war die Ausdifferenzierung von Geographie und Malerei, die in verschiedenen Diskursen Modelle und Techniken erprobten, um das Land zu vermessen, zu beschreiben und es darüber hinaus bildlich zu entwerfen. Die Begriffe Projektion und Imagination stehen für die Methoden von scheinbar neutraler Natur- und Landaufnahme sowie der Etablierung kollektiver Vorstellungen, die in Kunst und Wissenschaft, Malerei und Geographie eng verwoben sind.
Trauma und Therapie in der westdeutschen und österreichischen Kunst der 1960er Jahre
Kann Schmerz künstlerisch dargestellt werden?
Im Schatten der Gräuel von NS-Diktatur und Zweitem Weltkrieg stellt sich in den 1960er Jahren diese Frage bei westdeutschen und österreichischen Künstlern in besonderer Weise. Mit Georg Baselitz und Joseph Beuys sowie Günter Brus, Rudolf Schwarzkogler und Arnulf Rainer stehen fünf bedeutende Nachkriegskünstler im Zentrum dieses Buches.
Sprache, Macht und Bild in Zeiten der Souveränität
Author: Veronika Darian
Die in der Antike entstandene Gattung der Bildbeschreibung (gr. Ekphrasis) und eines der meistbesprochenen Werke der Kunstgeschichte, Diego Velázquez’ 'Las Meninas', treffen aufeinander. Das Ergebnis ist eine luzide Studie zum spannungsvollen Verhältnis von Bild, Sprache, Theater und Macht in der Zeit des barocken Absolutismus. Das ›Theater der Bildbeschreibung‹ bietet von seinen rhetorischen Anfängen bis zur gegenwärtigen Aporie nicht nur einen Einblick in herrschaftliche Machtstrukturen. Es eröffnet auch die Frage nach dem subversiven Potenzial der sich ›befreienden‹ Künste selbst. Bemerkenswert ist, wie dabei zusehends der Künstler und seine Kunst den Souverän von seinem angestammten Platz zu verdrängen beginnen.
Kunst, Propaganda und persuasive Kommunikation im Theoriewerk Ernst Kris'
Author: Steffen Krüger
Aus kommunikationswissenschaftlicher Perspektive beleuchtet Steffen Krügers Werkbiographie Ernst Kris‘ Interesse an Fragen der Propaganda. Ernst Kris (1900 – 1957) war Wissenschaftler in drei Disziplinen: Kunstgeschichte, Psychoanalyse und Kom¬munikationsforschung. Seine Schriften der 30er Jahre, in denen er die psychoanalytische Theorie auf kunsthistorische Probleme anwandte, gelten als herausragende Pionierarbeiten in den Grenzgebieten beider Fächer. Nachdem die Annektierung Österreichs durch das nationalsozia-listische Deutschland Kris ins engli-sche Exil gezwungen hatte, bot er sich dort als Propaganda-Analytiker für den Abwehrkampf gegen das NS-Regime an.
Merleau-Ponty zum Hundertsten
Merleau-Ponty, der Denker des Sichtbaren und des Unsichtba-ren, beschäftigte sich Zeit seines Lebens mit dem Motivkomplex „Kunst – Bild – Wahrnehmung – Blick“. Dieser Band zu seinem hundertsten Geburtstag würdigt seine innovativen Vorstöße und öffnet die durch den frühen Tod unterbrochenen Gedankengän-ge produktiv für neue Analysen zu dieser komplexen Thematik. Bill Viola sagte einmal in der Sprache Merleau-Pontys, dass „jede Kunstform vor allem das Unsichtbare abbilde. Aus diesem Grund besitzen Kunstwerke die Fähigkeit, uns über große Entfer-nungen hinweg im Hier und Jetzt zu berühren.“ Der Band geht diesen Potenzialen nicht nur in philosophischen Analysen zum Motivkomplex nach, sondern präsentiert auch die Resonan-zen, die dieses Denken in der Kunst hinterlassen hat.
Zeichen und Emotion. Die Logik einer kunsthistorischen Debatte
Author: Martin Büchsel
Ohne an die generalisierende Kritik der Ikonographie und Ikonologie anzuknüpfen, zeigt die Studie, dass Panofskys Vorstellung, der Stich repräsentiere das neuzeitliche Künstler-Gelehrten-Bewusstsein, die saturnisch-melancholische Genialität, in die Irre geht. Die Literatur zu dem bekannten Stich der Melancholie von Dürer erweckt den Eindruck, dass die Interpretationsbemühungen unabschließbar sind; beispiellos ist der Bücherberg, der zu diesem Stich angehäuft worden ist. Aber gerade die Frage, wieso der Stich zu immer neuen Interpretationen anregt, hat die vorgelegte Studie zum Ausgangspunkt gewählt. Das Ergebnis ist eine kritische, die Grenzen der ikonographischen Methode überschreitende Analyse des Zeichensystems und eine Neubewertung der Melancholie im Zuge der noch jungen Disziplin der historischen Emotionsforschung.
Text-Bild-Kombinationen bei Jean Le Gac und Sophie Calle
Die Kombination von Texten und Bildern ist seit den 1960er Jahren gängige Kunstpraxis. Anhand detaillierter, vergleichender Analysen paradigmatischer Arbeiten der französischen Künstler Jean Le Gac und Sophie Calle zeigt die Autorin, wie die aus der Konzeptkunst hervorgegangene Story Art das Potential des erzählenden Wortes und die suggestive Kraft der Fotografie in einem irritierenden Wechselspiel verbindet. Im Mittelpunkt des komplexen medialen Beziehungsgeflechts der untersuchten Kunstwerke steht die künstlerische Selbstbeschreibung, die bei beiden Künstlern in einer Vervielfältigung von Identitätsangeboten mündet. Wie bedingen sich in den Arbeiten von Jean Le Gac und Sophie Calle das Changieren zwischen Autoporträt und Autobiographie einerseits und die Auflösung linearer Selbstdarstellungen andererseits gegenseitig? Um dem Beziehungsgeflecht zwischen Form und Inhalt, Gestaltung und Gestalt sprachlich gerecht zu werden, greift die Autorin auf die für die Postmoderne grundlegende Referenzkategorie der Hybride zurück und prüft, inwiefern sie für das wissenschaftliche Sprechen über die konkreten bimedialen künstlerischen Selbstinszenierungen adäquat und fruchtbar erscheint.
Die westdeutsche Malerei im Kalten Krieg und im wiedervereinigten Deutschland
Author: Steffen Dengler
Wie konnte die abstrakte Kunst, die von 1907 bis 1945 nur von einem kleinen Zirkel geschätzt wurde, innerhalb weniger Jahre zum Sinnbild von Demokratie und Freiheit werden?
Die Doktrin, große Kunst sei machtfern, zweckfrei und überzeitlich, hat den Blick auf den politischen Kontext der westdeutschen Kunst seit 1945 ebenso verstellt, wie die vom alles kontrollierenden amerikanischen Imperialismus. Der Versuch, die künstlerischen Entwicklungen im politischen Kontext zu begreifen, erweist sich als fruchtbar, nicht zuletzt für das Verständnis des aktuellen Kunstbegriffs.
2. Auflage
Author: Hubert Locher
Hubert Locher rekonstruiert den Diskurs der wissenschaftlichen Kunstgeschichte seit ihren Anfängen im 18. Jahrhundert bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts. Nach der um die Mitte des 20. Jahrhunderts festzustellenden Zäsur ist zwar nicht das »Ende der Kunstgeschichte« zu konstatieren, aber doch das Ende der »großen Erzählung« der universalen Stilgeschichte der Kunst. Als Merkmal der Kunstgeschichte im »Zeitalter der Stilgeschichte« wird ihr Anspruch einer historischen Kunstlehre ausgemacht, der sich niederschlägt im Hang zu Konstruktionen der Totalität. In den Hauptabschnitten des Buches zur Kunstgeschichte der Nation, der Weltkunstgeschichte der Handbücher und zur Kunstgeschichte als universaler Formgeschichte werden drei solcher Konstruktionen beschrieben. Lochers magistrale Studie liegt hier in zweiter, korrigierter und um ein Nachwort ergänzter Auflage vor.