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Contributo alla ricostruzione della geografia mitica di una regione nella memoria culturale greca
Das Buch untersucht die mythischen Traditionen von Troia und der Troas in der Antike, um zu zeigen, wie das kulturelle Gedächtnis der Griechen die Frühgeschichte dieser nord-ägäischen Region rekonstruiert hat. Das kulturelle Gedächtnis der Griechen gliederte die Frühgeschichte der Troas in zwei Bevölkerungsphasen. In den mythischen Traditionen werden die Teukrer als das älteste Volk der Region betrachtet. Die Ankunft der Dardaner aus Samothrake, die sich mit der Gründung von Troia verbindet, stellt die zweite mythische Bevölkerungsphase der Troas dar.
Geschichte einer europäischen Zeitschrift
Seit Jahr und Tag zählt es zum guten Ton zwischen Lissabon und Tallinn, Dublin und Bukarest, auf die unzureichende Europäisierung der nationalen politisch-literarischen Debatten zu verweisen und diesen Zustand zu beklagen. Er ist ja auch beklagenswert. Wie aber hätten »europäische Zeitschriften« auszusehen, unter welchen Bedingungen könnten sie sich etablieren, und aus welchen Konstellationen heraus wurden sie in der Vergangenheit lanciert? Von diesen Fragen lässt sich Roman Léandre Schmidt in der ersten Studie zur Genese von Lettre internationale anleiten.
Es ist eine bewegte und in weiten Teilen wenig bekannte Geschichte, die dabei zutage tritt. Einige ihrer Stationen: Das transnationale Netzwerk reformkommunistischer Intellektueller und der »Geist von Prag« in den 1960er Jahren; der politischliterarische Diskurs der 1970er Jahre über Antitotalitarismus und Dissidenz; die Krise der französischen Intellektuellen um 1980; schließlich die Gründung von Lettre internationale durch den tschechischen Publizisten Antonin Liehm, zunächst in Paris, dann in zahlreichen Ländern und Sprachen zwischen Atlantik und Ural.
Ein Buch über die Schwierigkeiten grenzüberschreitender Medien in Europa – aber auch über die Kunst des Zeitschriftenmachens. Ein intellektuelles Abenteuer von höchster Aktualität.
Ästhetik und Epistemologie eines Motivs in Literaturen und Kulturtheorien der Karibik
Author: Isabel Exner
Schmutz ist Materie am falschen Ort, eine Kategorie, die nur existiert, weil sie sich Platzanweisungen kultureller Ordnungen widersetzt. Eine Ästhetik des Schmutzigen artikuliert sich in Aushandlungen von kulturellen Formen und Normen, sozialen und politischen Machtkonstellationen.
Das Buch untersucht die Beziehungen zwischen ästhetischen Modellen und Modellen des Zusammenlebens, die über den prominenten textuellen Ort von ›Schmutz‹ in karibischen Literaturen ausgehandelt werden. In der Karibik wurde die figurative Korrelation zwischen Schmutz, Abfall, Unreinheit und Gesellschaft im Kontext des Kolonialismus v.a. zur Rechtfertigung rassistischer Unterdrückungspraktiken instrumentalisiert. Ende des 20. Jh.s dominieren Entwürfe, die positiv Bezug auf Motivik und Metaphorik der ›Unreinheit‹ nehmen. Mit schmutzigem Realismus und karibischem Cyberpunk wird die Präferenz von Unreinheitsmodellen als imaginative Basis von Kultur(-kritik) allerdings hinterfragt.
Autofiktionalität und literarische Tradition
Author: Marisa Siguan
Wie kann man erlittene Gewalt und Massenmord in den unterschiedlichen Lagern erzählen und eine adäquate Sprache dafür finden, die das Erlittene weder banalisiert noch als überwunden beruhigend automatisiert? Der Band zeigt wie dieses Erzählen in Auseinandersetzung mit der literarischen Tradition geschieht.
Die behandelten Autoren bezeugen Auschwitz und den Massenmord an den europäischen Juden (Levi, Kertész, Améry), das Lager zur Deportation von Widerstandskämpfern (Semprún), den Gulag (Schalamow), das Lager zur Deportation von spanischen Republikanern nach dem Bürgerkrieg (Aub). Mit Beispielen aus ihren Werken wird gezeigt wie die Tradition, sowohl die künstlerische insgesamt wie die literarische, radikal verworfen und auch neu gefunden, neu erschrieben wird bei der Konstruktion von Fiktionen, die gleichzeitig Autofiktionen sind.
Raumbilder im Zeitalter der frühen Globalisierung
Globalisierung bedeutet auch einen veränderten Umgang mit Raum. An der Kunst- und Kulturgeschichte der frühen Neuzeit wird gezeigt, wie sich das gewohnte Gefüge auflöst und neue Raumbilder entstehen.
Mit der Globalisierung verändern sich nicht nur Handlungsreichweiten, sondern auch Maßstäbe, Anschauungen und Begriffe von Räumen. Als zwischen 1500 und 1850 die Grundformen des heutigen Weltsystems entstehen, lässt sich der Wandel von Raumbildern auf mehreren Ebenen beobachten. Neue Zugriffsweisen zeigen sich in Malerei und Stadtplanung, bei der Durchformung von Landschaften oder in der Kosmologie, sowie in der Praxis bei den ständig fortentwickelten Verkehrs- und Kommunikationstechnologien. Mit der Vielzahl neuartiger Raumbilder verändern sich auch die allgemeinen Vorstellungen von Räumlichkeit. Die Kunst- und Kulturgeschichte wird zur Raumgeschichte, zu der von nun an planetarische Perspektiven gehören.
Poetik der Poiesis in der russischen Avantgarde
Kunst = Neues Sehen. Diese Formel prägt die Avantgarde. Bis in die Gegenwart hinein bestimmt sie unser Denken. Wo aber liegen die blinden Flecken dieses Optozentrismus? Am Leitfaden der Gesten des Berührens, Gebens, Zeigens und Werkens beleuchtet die Studie Schlüsselszenen taktiler Interaktion zwischen Subjekt und Artefakt und beobachtet die Herausforderungen, die dem Auge durch die Hand erwachsen. Dabei werden Krisen einer visuell dominierten Perspektive auf die Künste wahrnehmbar, die zur Neubestimmung von Ästhetik und Poetik unter Einbezug haptischer Erfahrung auffordern. Denn die Augenversessenheit der Avantgardeforschung verstellt nicht nur den Blick auf ihren Gegenstand – sie steht mit ihrer Handvergessenheit prototypisch für eine systematische Verengung in den Literatur-, Kunst- und Kulturwissenschaften.
Eine Verflechtungsgeschichte
Die auf wachsender Verflechtung basierende Freundschaft zwischen Venedig und Aragon, obwohl sie von manchen Krisen geschüttelt war, gab dem spätmittelalterlichen Mittelmeerraum eine gewisse Stabilität. Erstmalig wird ein facettenreiches und in hohem Maße quellengestütztes Gesamtbild der von der Forschung bislang vernachlässigten venezianisch-katalanischen Beziehungen in einem langen 14. Jahrhundert gegeben. Drei neuralgische Felder werden untersucht: Diplomatie, Handel und Piraterie. Aktuelle Forschungsstrategien werden angewandt, wie etwa die akteurszentrierte Perspektive mit besonderem Augenmerk auf Mediatoren. Auch die Entwicklung von Institutionen, der Umgang mit staatlicher und nichtstaatlicher Gewalt zur See sowie die Analyse von Diskurs und Praxis der Freundschaft sind Gegenstand der Studie.
Poetische Verfahren der Kritik bei Alexander Kluge
Author: Dorothea Walzer
Dass Kritik nach dem Ende der großen Geschichte(n) weder als Lehre, noch als Aufklärung, sondern als Reflexiv- und Problematisch-Werden von Entscheidungsprozeduren und Urteilsformen selbst gedacht werden kann, souffliert Alexander Kluges Kunst- und Medienarbeit seit den frühen 60er Jahren.
Kluges Arbeit an exemplarischen Fällen, an Beispielen und Modellen hilft uns, die epistemologischen, die methodologischen und medientheoretischen Implikationen kritischer Schreib- und Darstellungsweisen der Gegenwartskunst zu erörtern. Quer zu den medienspezifischen Grenzen von Film, Literatur und Fernsehen prägt sich Kritik nach ihrem Ende, wie Dorothea Walzers Lektüre erweist, im wesentlichen im Rahmen der metapoetischen Verfahren von Essay, von Kommentar und Dialog aus, deren gattungstheoretische Setzungen sie auf die Probe zu stellen und letztlich zu reformulieren erlaubt.
Konstruktionen eines Ereignisses im spätmittelalterlichen Mediterraneum
Die Berichte der Chronisten über den Angriff einer Allianz aus genuesischen Bürgern und französischen Adeligen auf die tunesische Stadt Mahdiya werfen ein Schlaglicht auf die wechselhaften Beziehungen zwischen Europa und Nordafrika im Spätmittelalter. Im Mittelpunkt der Studie stehen der Konflikt zwischen der Seerepublik Genua und Tunis, die Verankerung des Kriegszuges in der ritterlichhöfischen Kultur der Zeit sowie die Darstellung Nordafrikas und der Muslime in den Quellen. Ein Akzent liegt dabei auf der Frage der Kontinuität von Idealen, Deutungen und Traditionen, die mit den Kreuzzügen verbunden sind. Der Ansatz der Untersuchung lässt immer wieder auch die Spannungen zwischen den chronikalischen Erzählungen und der komplexen historischen Realität sichtbar werden.
Reihe des Internationalen Graduiertenkollegs ALU Freiburg - RGGU Moskau