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Die Lebensumstände des "Mannes ohne Eigenschaften"
Author: Nanao Hayasaka
In welcher Wohnung wurde Musils »Mann ohne Eigenschaften« geschrieben? Wie sieht der Wallfahrtsort aus, wo der 19-jährige Musil seine ekstatische Initiation erlebte? Wie lebte es sich in den wechselnden Wohnungen des Autors und welchen Einfluss hatte Musils Umfeld auf sein Schaffen? Nach zahllosen Reisen und aufwendigen Recherchen ist es Nanao Hayasaka gelungen, diese Fragen zu beantworten und neue, kostbare Einsichten in das Leben des Schriftstellers zu gewinnen. Anhand zahlreicher Grundrisse und Bilder wird gezeigt, wie Robert Musil lebte und wo er schrieb. Auch 70 Jahre nach dessen Tod gibt es noch viel zu entdecken und zu erforschen.
Zum Bildungsauftrag der Universität im 21. Jahrhundert
Der "Bologna-Prozess" symbolisiert wie kein anderes Schlagwort die Krise der europäischen Bildungsanstalten – doch liegt »Bologna« der Krise zugrunde, oder bietet die umstrittene Reform bereits den Ausweg?
Kritiker befürchten, dass bei der praktischen Umsetzung des Bologna-Prozesses die Hochschulen zu höheren Lernfabriken umgestaltet werden und nicht länger ihren eigentlichen Zweck erfüllen – nämlich in der Tradition Wilhelm von Humboldts der Wissenschaft zu dienen und Persönlichkeiten zu bilden. In diesem Zusammenhang geht es daher immer auch um die Frage, ob einzelne Komponenten von Humboldts Universitätskonzept anachronistisch geworden sind.
Der Band behandelt das Problem in historischer wie systematischer Hinsicht und aus der Perspektive verschiedener Einzelwissenschaften (Philosophie, Theologie, Pädagogik, Geschichtswissenschaft, Literaturwissenschaft). Teil 1 untersucht die Wurzeln des humanistischen Bildungsideals vor der Folie wechselnder gesellschaftlicher und politischer Ansprüche. Teil 2 beleuchtet Risiken und Chancen des Bologna-Prozesses. Explizit oder implizit müssen sich alle vorgestellten Universitätsreformen an den Idealen Humboldts messen.
Anfangserzählungen in der skandinavischen Literatur um 1900
Series:  Anfänge
Sind Landnahmen Anfänge? Und dienen Rückbezüge auf frühere Landnahmen der Legitimation von Neugründungen? Kann man um 1900 noch ›Land nehmen‹? Mit diesen Fragen werden verschiedene um 1900 publizierte literarische Texte Skandinaviens beleuchtet, die Besiedlungs- und Kolonisierungserzählungen zum Inhalt haben. Die Autorinnen untersuchen an ganz unterschiedlichen Texten – Siedlerromanen, Polarliteratur, Knut Hamsuns Segen der Erde und Karen Blixens Afrika-Buch –, wie sich Landnahmeakte als räumliche Figurationen des Neuen im Zeichen einer modernen Ursprungsfaszination niederschlagen.
Reihe A - Russen und Rußland aus deutscher Sicht. Reihe B - Deutsche und Deutschland aus russischer Sicht
Editor: Lew Kopelew
Zum Projekt einer „erweiterten Vernunft“, das die Phänomeno-logie seit jeher verfolgt, gehört der Versuch, die zahlreichen Verhältnisse zwischen dem Sichtbaren und dem Unsichtba-ren zu klären. Dabei geht es im Rahmen einer Ästhesiologie oder einer Aisthetik nicht nur um eine Untersuchung der Potenziale des Sichtbaren, sondern auch des Unsichtbaren. Diese verweisen entweder auf den Grund der Möglichkeit der weltlichen Sichtbarkeit oder auf eine Grenze im Sinne eines „Ur-originären“, das sich dem Er-scheinen entzieht. Im ersten Fall nähert man sich dem Unsichtba-ren mit einer Kunst des Sehens dessen, was anderen unzugäng-lich bleibt, im zweiten Fall mit einer Kunst des „abweichenden“ oder anderen Sehens. Wir sehen meist nur, was wir bereits verste-hen, und sobald wir (wie in der Kunst) Unverständliches sehen, sehen wir plötzlich ganz anders.
Aufsätze aus dem Merkur
Author: Volker Gerhardt
Volker Gerhardt, seit 1992 Professor für Philosophie an der Berliner Humboldt-Universität, Koordinator der Akademieforschung in der Bundesrepublik Deutschland und Mitglied zunächst des Nationalen, dann des Deutschen Ethikrates legt hier die Sammlung seiner seit 1999 erschienen Merkur-Aufsätze vor. Sie behandeln Grundsatzfragen der Philosophie, der Politik und der Ethik – ausgehend von aktuellen Fragen der öffentlichen Diskussion. Die Aktualität hat sich bislang noch in keinem Punkt erledigt, zumal der Autor im Vor- und im Nachwort seine umstrittenen Positionen zur Bioethik und zur internationalen Politik erläutert. In der Einleitung wird erklärt, dass sich alle Beiträge einer existenziellen Erfahrung verdanken, die in der Methode des exemplarischen Denkens auch für andere erschlossen wird. So wird verständlich, wie nahe selbst die größte philosophische Abstraktion dem Ausgangspunkt des philosophischen Denkens – der sinnlichen Erfahrung und der konkreten Problembewältigung – ist. Das exemplarische Denken bewegt sich im Medium des Allgemeinen, bezieht aber seine ganze Beweiskraft aus der Gegenwart des Individuellen, die nur für Individuen Bedeutung hat.
Eine Literaturgeschichte der Entgrenzung
Author: Elke Brüns
Wie hat die Literatur den Mauerfall 1989 und die Vereinigung der beiden deutschen Staaten 1990 ge-deutet? Dieser Frage geht das Buch anhand von Texten ost- und west-deutscher Autoren nach. Die materialreiche Untersuchung fragt nach den symbolischen und ästhetischen Dimensionen der jüng-sten deutschen Geschichte. Beschrie-ben wird eine Wechselbeziehung: Reagiert die Literatur einerseits auf die historischen Ereignisse, so bringt sie andererseits die Erfahrung des Umbruchs mit hervor. Zum Einsatz kommen dabei die narrativen Strategien der Verleiblichung, des Engendering und der Familienge-schichte. Mit der Analyse von Mauer-fall, Währungsunion und Verei-nigung setzt die Arbeit drei Schwer-punkte, die als soziosymbolische Konfliktfelder um Revolution, Öko-nomie und Nation den bisherigen Gegenstand ‚Wendeliteratur‘ histori-sieren und neu bestimmen.
Mathematische Innovationen und ihre kulturellen Folgen
Series:  Kulturtechnik
Dass Mathematiker – und damit die Mathematik – gemeinhin als weltfremd gelten, ist eine weitverbreitete und tiefverwurzelte Ansicht. Daran hat auch die ständig zunehmende Bedeutung der Mathematik für moderne hochtechnologische Entwicklungen bislang nicht viel geändert, bei aller Hochachtung, die der Mathematik als Wissenschaft gezollt wird. Der vorliegende Sammelband untersucht deshalb, aus sehr unterschiedlichen Perspektiven, die kulturellen Wirkungen mathematischer Entdeckungen. Dabei wird den spezifischen kulturellen Mechanismen der Vermittlung besondere Aufmerksamkeit geschenkt. An dieser Stichprobe beteiligen sich Wirtschafts- und Kulturwissenschaftler, Mathematikhistoriker, Mathematiker und Informatiker. Das facettenreiche Bild, das sich bietet, enthüllt die bedeutende Rolle der Mathematik auch für die kulturelle Entwicklung insgesamt. Es wird aber ebenso deutlich, dass diese Rolle seit jeher bezahlt werden muss mit dem Verzicht auf Urheberschaft: Die Produkte der Mathematik lassen sich in größerem Maßstab nur mit „Benutzeroberflächen“ absetzen, die das wesentliche Mathematische unsichtbar machen. Aus dem Inhalt 1. Einleitung 2. JUDITH FIELD The visuell art 3. DAVID KING Astronomy and mathematics in the service of religion: the case of Islam 4. GIORGIO ISRAEL The mathematics of homo oeconomicus 5. THOMAS MACHO Zeitrechnung und Kalenderreform 6. WOLFGANG COY Rechnen und Rechenmaschinen als kultureller Faktor 7. FRIEDRICH KITTLER Buchstaben? Zahlen? Codes 8. JOCHEN KOUBEK Normative Mathematik in der Betriebswirtschaftslehre 9. RAINER BAYREUTHER Mathematik und Musik in der frühen Neuzeit
Zur Genealogie des Konzepts - Konzepte von Genealogie
Series:  Trajekte
Die gegenwärtige Konjunktur des Generationenbegriffs reicht von der Literatur über die Soziologie, Psychoanalyse, Geschichtsschreibung und Wissenschaftsgeschichte bis ins Feuilleton und die Produktwerbung. 'Generation' versteht sich als kulturelles Deutungsmuster, das sowohl eine Einheit von Erfahrungen und Eigenschaften faßt als auch den zeitlichen Abstand und die Merkmalsunterschiede zu vorausgegangenen Generationen definiert. Damit ist das narrative Muster der Generation, das in Literatur und Geschichte auf eine lange Tradition zurückblicken kann, auf viele andere Bereiche übertragen worden – und zwar ausgerechnet in einer historischen Situation, in der die Praktiken, die mit den Fortschritten der Biowissenschaften und der Reproduktionsmedizin entstehen, zu Interventionen in die bislang als natürlich erachtete Genealogie der familialen Generationenverhältnisse führen.