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Hagiographie im mittelalterlichen Mediterraneum
Stürme, Piraten, Orientierungslosigkeit, fremde Küsten – solche Motive begegnen uns in Erfahrungsberichten und literarischen Darstellungen von Schiffsreisen in verschiedenen kulturell-religiösen Kontexten des Mittelmeerraumes. Der Band enthält Beiträge zu komplexen Beziehungen zwischen Religion, Frömmigkeit und Meer aus der Sicht u.a. von Kunstgeschichte, Archäologie oder Byzantinistik.
Relevanz kam Kräften zu, die Rettung und Schutz vor den Gefahren des Meeres versprachen. Für viele mediterrane Beziehungen spielten Heiligenverehrung in Texten, Bildern und anderen Medien eine bedeutende Rolle. Schutzheilige wurden durch ihre Geschichten oder Martyrien mit maritimen Wagnissen und dem Meer im Allgemeinen in Verbindung gebracht und um Hilfe angerufen. In unterschiedlichen Milieus, unter Kauf- und Seeleuten oder Küstenbewohnern, erfuhren diese Heiligen besondere Verehrung.
West-östliche Kopfkissen
Author: Michael Wetzel
Seit der Öffnung des Landes vor 150 Jahren übt Japan auf den Westen eine magische Anziehung aus. Was zuerst in Paris als Mode des Japonismus entstand, breitete sich über ganz Europa aus und ebbt in immer neuen Wellen von Neojaponismen bis heute nicht ab.
Das Reich der Zeichen, die Bilder der fließenden Welt, Räume der Stille und Leere, aber auch Megacities und Cyberspaces, Mangas und Anime-Filme sind Assoziationen, die Japans Attraktivität ausmachen. Den kunst- und kulturgeschichtlichen Zusammenhängen dieser Phänomene geht das Buch auf den Grund, wobei es zu einem überraschenden Ergebnis kommt: dass es gar keine authentisch japanischen Themen sind, sondern dass sie erst aus dem wechselseitigen west-östlichen Kulturimport entstanden sind.
Die Cyborg-Dystopien von »Ghost in the Shell« haben ihre Wurzeln in der europäischen Romantik und die »Steampunk«-Welten Miyazakis zeugen von einer Nostalgie der industriellen Revolution des viktorianischen Zeitalters.
Kommunikation zwischen Kontinuität und Verunsicherung
Author: Elodie Kalb
Clownerie ist theoretisch fassbar als Produktionsebene von Ästhetisierungen: Ein »Clown« taucht auf, wenn Clownschauspieler und Beobachter eine kommunikative Situation bilden.
Ein »Clown« entsteht durch das Ausführen bestimmter Handlungen durch einen Clownschauspieler, die einer fluiden Logik unterliegen und durch die Zuordnungen von einem Beobachter, der eigene Vorstellungen und Erwartungen an die Situation heranträgt und die beobachteten Ausführungen damit versieht. Durch das »Besserwissen« des routinierten Beobachters und eine unerwartete Wendung in den Ausführungen kann eine Verunsicherung und damit Überraschung, Lachen, Ärger, Staunen, Furcht u.v.m. ausgelöst werden.
Die Arbeit stellt beobachtungssprachliche Modelle und kommunikationstheoretisch informierte Begriffe bereit, um formalisiert die Vorgänge in einer Situation erklären zu können, in der ein Beobachter feststellt: »Das ist ein Clown!«
Aufklärung – inzwischen postmodern überholt und damit Geschichte geworden oder womöglich sogar ein zivilisatorischer Irrweg, der zu kritischer Bestreitung und mehr oder weniger radikaler Umkehr Anlass gibt?
In dieser Abhandlung mit allgemeinphilosophischen Begründungs- und kulturwissenschaftlichen Zugangsvorschlägen sowie Überblicken über die Entwicklung der europäischen Philosophie, Literatur, Kunst und Musik seit ihren Anfängen lädt der Verfasser dazu ein, sich bei allen Bemühungen um ein differenzierenderes Bild im Einzelnen auch wieder ihrer allgemeineren Linien zu vergewissern. Ihm liegt daran, sich für das sie auszeichnende Ringen um Aufklärung im Sinne von Kants Diktum vom »Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit« zu interessieren. Dass es dabei nicht nur um vernunftbegründete Erkenntnis und Bildung geht, sondern auch um Rechtstaatlichkeit und Demokratie, gibt einem solchen Anliegen auch in dieser Hinsicht noch immer eine bleibende Aktualität.
"Poetik und Hermeneutik" – die Anfänge
Author: Julia Amslinger
Die in den frühen 60er Jahren gegründete Forschungsgruppe Poetik und Hermeneutik hat maßgeblichen Anteil an der intellectual history der Bundesrepublik. Das vorliegende Buch ist die erste wissenschaftsgeschichtliche Monographie zu dieser bemerkenswerten ›Akademie‹. Hans Robert Jauß, Hans Blumenberg und Clemens Heselhaus – allesamt ordentliche Professoren für Romanistik, Philosophie und Germanistik in Gießen – luden im Sommer 1963, achtzehn Jahre nach dem Ende der nationalsozialistischen Diktatur einen Kreis von zwanzig Personen zu einem Kolloquium der besonderen Art an ihre Universität: dem ersten Treffen der Gruppe Poetik und Hermeneutik. Das vorliegende Buch beschreibt entlang der Nachlässe von Hans Blumenberg, Hans Robert Jauß und anderer Teilnehmer die Anfangsphase der Forschungsgruppe. Der Traum einer forschenden Gemeinschaft wurde unter Ausschöpfung intellektueller, finanzieller, theoretischer, bürokratischer und medientechnischer Mittel in die Tat umgesetzt und gestaltete sich dann in der Realität gänzlich anders als geplant.
Contributo alla ricostruzione della geografia mitica di una regione nella memoria culturale greca
Das Buch untersucht die mythischen Traditionen von Troia und der Troas in der Antike, um zu zeigen, wie das kulturelle Gedächtnis der Griechen die Frühgeschichte dieser nord-ägäischen Region rekonstruiert hat. Das kulturelle Gedächtnis der Griechen gliederte die Frühgeschichte der Troas in zwei Bevölkerungsphasen. In den mythischen Traditionen werden die Teukrer als das älteste Volk der Region betrachtet. Die Ankunft der Dardaner aus Samothrake, die sich mit der Gründung von Troia verbindet, stellt die zweite mythische Bevölkerungsphase der Troas dar.
Geschichte einer europäischen Zeitschrift
Seit Jahr und Tag zählt es zum guten Ton zwischen Lissabon und Tallinn, Dublin und Bukarest, auf die unzureichende Europäisierung der nationalen politisch-literarischen Debatten zu verweisen und diesen Zustand zu beklagen. Er ist ja auch beklagenswert. Wie aber hätten »europäische Zeitschriften« auszusehen, unter welchen Bedingungen könnten sie sich etablieren, und aus welchen Konstellationen heraus wurden sie in der Vergangenheit lanciert? Von diesen Fragen lässt sich Roman Léandre Schmidt in der ersten Studie zur Genese von Lettre internationale anleiten.
Es ist eine bewegte und in weiten Teilen wenig bekannte Geschichte, die dabei zutage tritt. Einige ihrer Stationen: Das transnationale Netzwerk reformkommunistischer Intellektueller und der »Geist von Prag« in den 1960er Jahren; der politischliterarische Diskurs der 1970er Jahre über Antitotalitarismus und Dissidenz; die Krise der französischen Intellektuellen um 1980; schließlich die Gründung von Lettre internationale durch den tschechischen Publizisten Antonin Liehm, zunächst in Paris, dann in zahlreichen Ländern und Sprachen zwischen Atlantik und Ural.
Ein Buch über die Schwierigkeiten grenzüberschreitender Medien in Europa – aber auch über die Kunst des Zeitschriftenmachens. Ein intellektuelles Abenteuer von höchster Aktualität.
Autofiktionalität und literarische Tradition
Author: Marisa Siguan
Wie kann man erlittene Gewalt und Massenmord in den unterschiedlichen Lagern erzählen und eine adäquate Sprache dafür finden, die das Erlittene weder banalisiert noch als überwunden beruhigend automatisiert? Der Band zeigt wie dieses Erzählen in Auseinandersetzung mit der literarischen Tradition geschieht.
Die behandelten Autoren bezeugen Auschwitz und den Massenmord an den europäischen Juden (Levi, Kertész, Améry), das Lager zur Deportation von Widerstandskämpfern (Semprún), den Gulag (Schalamow), das Lager zur Deportation von spanischen Republikanern nach dem Bürgerkrieg (Aub). Mit Beispielen aus ihren Werken wird gezeigt wie die Tradition, sowohl die künstlerische insgesamt wie die literarische, radikal verworfen und auch neu gefunden, neu erschrieben wird bei der Konstruktion von Fiktionen, die gleichzeitig Autofiktionen sind.
Raumbilder im Zeitalter der frühen Globalisierung
Globalisierung bedeutet auch einen veränderten Umgang mit Raum. An der Kunst- und Kulturgeschichte der frühen Neuzeit wird gezeigt, wie sich das gewohnte Gefüge auflöst und neue Raumbilder entstehen.
Mit der Globalisierung verändern sich nicht nur Handlungsreichweiten, sondern auch Maßstäbe, Anschauungen und Begriffe von Räumen. Als zwischen 1500 und 1850 die Grundformen des heutigen Weltsystems entstehen, lässt sich der Wandel von Raumbildern auf mehreren Ebenen beobachten. Neue Zugriffsweisen zeigen sich in Malerei und Stadtplanung, bei der Durchformung von Landschaften oder in der Kosmologie, sowie in der Praxis bei den ständig fortentwickelten Verkehrs- und Kommunikationstechnologien. Mit der Vielzahl neuartiger Raumbilder verändern sich auch die allgemeinen Vorstellungen von Räumlichkeit. Die Kunst- und Kulturgeschichte wird zur Raumgeschichte, zu der von nun an planetarische Perspektiven gehören.
Eine Verflechtungsgeschichte
Die auf wachsender Verflechtung basierende Freundschaft zwischen Venedig und Aragon, obwohl sie von manchen Krisen geschüttelt war, gab dem spätmittelalterlichen Mittelmeerraum eine gewisse Stabilität. Erstmalig wird ein facettenreiches und in hohem Maße quellengestütztes Gesamtbild der von der Forschung bislang vernachlässigten venezianisch-katalanischen Beziehungen in einem langen 14. Jahrhundert gegeben. Drei neuralgische Felder werden untersucht: Diplomatie, Handel und Piraterie. Aktuelle Forschungsstrategien werden angewandt, wie etwa die akteurszentrierte Perspektive mit besonderem Augenmerk auf Mediatoren. Auch die Entwicklung von Institutionen, der Umgang mit staatlicher und nichtstaatlicher Gewalt zur See sowie die Analyse von Diskurs und Praxis der Freundschaft sind Gegenstand der Studie.