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Übersetzt und mit einem Nachwort von Nils Röller
Translator: Nils Röller
Die Ikonen des Gesetzes fokussieren die Frage, wie absolut Mögliches ausgedrückt werden kann. Dazu werden Parallelen zwischen der bildenden Kunst, der Literatur, der Philosophie und der modernen Mathematik analysiert. Das Buch ist ein Schlüssel zum philosophischen Werk von Cacciari. Es ist lesbar als eine Ästhetik, die Cacciari mit dem Komponisten Luigi Nono erschlossen hat. Ihr gemeinsames Programm zielt auf die Sprengung des Kontinuums von Raum und Zeit, auf die Möglichkeit, die radikale Veränderung denkbar werden lässt. Das Nachwort orientiert über das philosophische Werk Cacciaris und dessen fragmentarische Rezeption in deutschen Übersetzungen.
Politisches Handeln ohne Zukunft
Oft stehen sich der Anspruch Handelnder, ihre Welt zu verändern, und die Tendenz bestehender Ordnungen, im status quo zu verharren, scheinbar unvermittelbar gegen-über. Ein Ansatz zur Überwindung dieser potentiell lähmenden Entgegensetzung, so die hier vertretene These, lässt sich im Begriff der Wiederholung bei Marx, Freud, Nietzsche, und Kierkegaard ausmachen. Alle vier stellen mithilfe der Wiederholung jeweils in verschiedenen Kontexten Überlegungen zu transformativem Handeln an. Zum einen diagnostizieren sie bestehenden Ordnungen Wiederholungsstrukturen, mit deren Hilfe sie sich gegenüber Veränderungsversuchen immunisieren. Um es mit solchen Ordnungen aufnehmen zu können, so die Diagnose weiter, muss auch transformatives Handeln selbst einen Wiederholungscharakter annehmen. Handeln stellt sich dann als ein befreiendes Wiederholen heraus, das die ihm auferlegten Beschränkungen zunächst annimmt, sie damit aber zugleich abzuwenden und umzugestalten vermag.
Judith Butlers Aussagen polarisieren. Bei aktuellen Themen wie Krieg, Islamismus-Debatte(n) oder dem Nahostkonflikt sorgen sie immer wieder für Kontroversen und vor allem für Diskussionen, u.a. mit Gayatri Spivak und Luce Irigaray.
Um zu verstehen, für welche Konzepte und Theorien Judith Butler steht, und um einen Einblick in das Leben einer der wichtigsten und einflussreichsten Gegenwartsphilosophinnen zu gewinnen, ist der Griff zu diesem Comic goldrichtig. Er führt nicht nur detailliert in die Theorien der Philosophin ein, sondern veranschaulicht mithilfe von Zeichnungen das Denken von Judith Butler. Bereichert durch ein Glossar und kürzere Anhangtexte, verschafft er den Leser*innen außerdem einen Einblick zur Geschichte des Feminismus, der Homosexuellenbewegung und der Sexualwissenschaft.
Eine designphilosophische Grundlegung
Author: Florian Arnold
Wir leben im Zeitalter des Entwerfens. Der Umstand, dass gerade Designpraktiken unser heutiges Selbstbild prägen, deutet auf einen fundamentalen Einstellungswandel seit den Anfängen der Moderne.
Seit Kants »kopernikanischer Wende« hat sich auch die philosophische Weltsicht irreversibel gewandelt: Die objektive Erscheinungswelt entpuppt sich als Produkt von gestaltenden Subjekten. Design und Philosophie verbindet so ein Entwurfsgeschehen, das kreative Tätigkeiten und kritische Reflexionen als Momente eines Ganzen ausweist. So ist Design mittlerweile zu einer praktischen Bedingung der Möglichkeit von Praxis überhaupt geworden: Komplementär zur Philosophie stellt Design eine transzendentale Praxis dar, durch die wir zugleich uns selbst umgestalten. Seiner inhärenten Logik folgend ist Entwerfen heute Ausdruck dessen, was im Sinne Heideggers den Selbst- und Weltentwurf des Menschen meint: Design ist Dasein.
Fichtes Theorie des Selbstbewusstseins (1794–1799)
Author: Suzanne Dürr
Im Zentrum des Buchs steht Fichtes Subjektivitätsmodell in den ersten beiden Versionen der Wissenschaftslehre, der Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre und der Wissenschaftslehre nova methodo.

Beleuchtet wird die Konzeption von Subjektivität als Prinzip von Fichtes System, als transzendentaler Grund unseres Wirklichkeitsbezugs im Denken und Handeln. Erst über eine Aufklärung der Struktur von Subjektivität kann unser Bezug auf eine objektive Wirklichkeit verständlich gemacht werden. Fichtes Modell wird als produktive Reflexion interpretiert, insofern es eine Begründung von Erfahrung in der Selbstbestimmung des Ichs leisten will. Hierbei wird die Genese des Modells vor dem Hintergrund seiner Systemkonzeption und seiner Auseinandersetzung mit dem Skeptizismus analysiert. Schließlich wird dieses auch in Bezug auf die Modelle Kants und Hegels verortet.
Zur Geschichte des Sehens gehört die der Visualisierung von Unsichtbarem durch technische Hilfsmittel. Dem Unsichtbaren zugewandt sind aber auch Praktiken des Hellsehens und der Geisterseherei. Die Beiträge des Bandes loten darüber hinaus diverse weitere Konzeptualisierungen, Inszenierungen und Thematisierungen des Unsichtbaren aus, insbesondere mit Blick auf die philosophische Tradition sowie im Rekurs auf literarische Texte, auf künstlerische Arbeiten und Installationen. Wie unsichtbar sind Infrastrukturen? – Dichtung, Mythos und Unsichtbares, Tarnkappen, Unsichtbares Handeln – ein unsichtbares Denkmal – Kunst der Verhüllung, verhüllende Kunst.
Annäherungen an Traditionen der deutschen Philosophie
Im Mittelpunkt der Beiträge des Bandes steht der Begriff des »Geistes«, einer der zentralen Begriffe der neuzeitlichen deutschen Philosophie, der auf die philosophischen und kulturellen Entwicklungen in Europa maßgebend gewirkt hat. Im Geist drückt sich die jeweilige aktuelle Welt aus (Zeitgeist, Volksgeist im Sinne Hegels). In diesem Sinne kann der Geist auch als situierter Geist (Derrida) verstanden werden, der die historische, kulturelle und lebensweltliche Mehrdimensionalität von Europa zum Ausdruck bringt. Die Beiträge stellen Europa als Werteordnung und Kulturprojekt vor und sind insofern eine Antwort auf die aktuelle Krise Europas. Unterschiedliche Aspekte dieses höchst spannenden Themenfeldes werden von folgenden Autoren erläutert: Gábor Biczó, Paul Cobben, Volker Gerhardt, Christoph Jamme, Krisztián Kukla, Csaba Olay, Michael Quante, Erzsébet Rózsa, Attila Simon, Tamás Valastyán.
Zum Verhältnis von Bios und Biologie am Beispiel mikroskopischer Bildgebung
Der Anspruch der Biologie, Leben zum Hauptgegenstand zu haben, provoziert Fragen in Anbetracht von Methoden wie der Mikroskopie. Die vorliegende Bild- und Medientheorie der Mikroskopie rekonstruiert und reflektiert biologische Praktiken der Licht- und Elektronenmikroskopie.
Dabei geht sie systematisch von der Auswahl der Objekte über die Präparation und Beobachtung bis hin zur Aufzeichnung des Sichtbargemachten in Form von Zeichnung, Fotografie oder Datenbild unter Einbeziehung von historischem Material vor. Die umfassende Untersuchung des Bildgebungsprozesses, seiner medialen Bedingungen sowie technischen und methodologischen Grundlagen zeigt, dass die mikroskopische Beobachtung kein passiver oder rein rezeptiver Vorgang, sondern von Beginn an in die Darstellung des Beobachteten involviert ist – bis zu einem Grad, in dem sich Beobachtung als schädigender Eingriff erweisen kann. Das Buch wirft somit zugleich epistemologische wie wissenschaftstheoretische Fragen auf.
Die Europa-Idee, die in den Nachkriegsjahren wirksam war, ist heute verdunstet. Diese Idee war stark geprägt vom Christentum, dem der alte Kontinent seine geistige Einheit verdankt. Die Institutionen des Christentums sind dabei konkurrierenden Interessen ihrer Mitglieder ausgesetzt, verlieren deren Zustimmung in unterschiedlicher Weise und haben das konfliktträchtige Potential ihrer konfessionellen Vielfalt noch nicht ganz überwunden. Daneben haben sogenannte fundamentalistische Richtungen innerhalb traditioneller Weltreligionen – in Europa außer dem Christentum auch das Judentum und der Islam – regen Zulauf.
Der Band hinterfragt die traditionelle Rolle religiöser Werte für die Union, ihre Transformation in der Geschichte und behandelt ihre Gegenwart und Zukunft. Letzteres tut er zum einen mit Hinblick auf die Frage nach der Zugehörigkeit des Islam zu Europa – in seiner gegenwärtigen Präsenz als auch in seinem historisch-kulturellen und philosophischen Einfluss –, zum anderen im Vergleich zwischen der (in sich noch unterschiedlichen) europäischen Konzeption des Verhältnisses von Religion und Staat und anderer westlicher Staaten, namentlich den USA.
Subjekttheoretische und gnadentheologische Überlegungen im Anschluss an das Phänomen der Kontingenz
Menschliche Praxis ist kontingent. Wir können das Gelingen unserer Vollzüge nicht nur durch unsere Vermögen sicherstellen. Gelingen hat immer auch Widerfahrnischarakter.
Will man dieses Phänomen ernst nehmen, muss man die Grundbegriffe, mit denen wir unsere Praxis denken – und das heißt seit der Moderne vornehmlich: die Begriffe des Subjekts und der Autonomie –, anders und neu denken. Das Subjekt kann nicht nur Instanz autonomer Aktivität sein, es muss zugleich als Instanz der Bestimmbarkeit durch das unverfügbar Entgegenkommende gedacht werden. Es reicht aber nicht, das Subjekt innerlich zu dialektisieren. Dem Widerfahrnischarakter des Gelingens eignet eine theologische Dimension, die den Begriff des Subjekts in den Horizont einer Theologie der Gnade stellt. Diesen Weg von einer kontingenz-sensiblen philosophischen Subjekttheorie zu einer subjektsensiblen Theologie der Gnade lotet das Buch argumentativ aus.