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Zum Verhältnis materieller Bilder und mentaler Bildpraxis im Mittelalter
Wie sieht das Verhältnis der materiellen, gemalten Bilder zu den kontrovers diskutierten ›mentalen Bildern‹ aus?
Preisinger untersucht das facettenreiche Verhältnis der materiellen Bilder zu den mentalen Vorstellungsbildern in Form einer Fallstudie zur Bildproduktion, die vom Lignum vitae, einer Schrift des franziskanischen Gelehrten Bonaventura, ausging. In dieser Schrift leitet der Autor den Leser in verschiedener Weise zur inneren Visualisierung des Inhalts an. Parallel zu dieser Generierung mentaler Bilder entstanden bereits früh zahlreiche direkt von Bonaventuras Text abhängige Darstellungen. In einzigartiger Weise dokumentieren diese Werke den Niederschlag der spätmittelalterlichen Konzepte zur gezielten Ausbildung mentaler Bilder in der zeitgenössischen physischen Bildproduktion.

Eine phänomenologische Untersuchung
Author: Nicola Suthor
Die Rembrandt kennzeichnende Materialität des Farbauftrags wird in der Ausdeutung des Bildsujets gern übersehen bzw. als Indiz von Unvollendetheit gewertet. Die visuelle Kraft seiner rauen Malerei ist jedoch, wie Nicola Suthor im Einzelnen zeigt, äußerst subtil und kreiert eine vielschichtige, sinnbildende Textur, die einen Subtext eröffnet und Ausdruckstiefe herstellt.
Die stets gelobte Beseeltheit des Dargestellten ist von der Rauheit der Darstellung nicht zu trennen. Edmund Husserls Differenzierung des Bildes in drei Aspekte und Maurice Merleau-Pontys Begriffe des indirekten Sprechens und des Fleischs dienen als Instrumentarium, die Wirkungsweisen insbesondere »verschmierter« Passagen präziser zu analysieren. Auch Rembrandts Helldunkel, die Sichtbarkeit des Malgrunds und die Setzung der Farbe Rot als Farbblock weisen intentionale Strukturen auf, die an der phänomenalen Wucht des jeweiligen Bilds entscheidend mitwirken.
Eine Biografie des Kunstkenners und Leonardo da Vinci-Forschers Jean Paul Richter (1847-1937)
Diese auf eingehenden Quellenstudien beruhende biografische Studie gibt einen tiefen Einblick in die Geschichte der Kunstkennerschaft im ausgehenden 19. Jahrhundert.
Der in Dresden geborene Jean Paul Richter (1847–1937) ist als Herausgeber der schriftlichen Hinterlassenschaft Leonardo da Vincis bekannt geworden. Sein eigentlicher Beruf ist jedoch der eines Kunstkenners gewesen, dessen Haupttätigkeit in der Bestimmung von Kunstwerken, der Beratung von Sammlern sowie dem Verkauf von Bildern bestand. Die vorliegende Biografie beleuchtet die europäische Kunstkennerschaft im 19. und frühen 20. Jahrhundert, führt die Licht- und Schattenseiten einer schillernden Profession vor und fokussiert auf das Leben eines Kunstkenners, der zwischen den beiden epochalen Figuren Giovanni Morelli und Bernard Berenson stand. Indem sie das Exemplarische in all seinen Facetten ins Zentrum stellt und sozialgeschichtliche Aspekte nicht unterschlägt, vermag die Studie einer zukünftigen Geschichte der Kunstkennerschaft wichtige Impulse zu geben.
Formen, Motive, Materialien
Series:  Trajekte
Zu den besonderen Wortprägungen des Hamburger Kunst- und Kulturwissenschaftlers Aby Warburg gehört die Figur des Denkraums.
Darunter verstand er den »im Kampf mit den dämonischen Lebensmächten« gewonnenen Ort zwischen Objekt und Betrachter, an dem Reflexion erst möglich ist. Bilder verstand er hier als Werkzeuge zur Bewältigung der auch als gefährlich zu verstehenden Energien. Denn den visuellen Objekten sind eigenaktive und unkontrollierbare Anteile eigen, die sie als in einem lebendigen Zustand befindlich ausweisen. Das Nachleben des eigentlich Vergangenen oder Toten besteht in der Bewältigung dieses Denkraums, beziehungsweise durch seine Überführung in den Zustand der Besonnenheit.
Edgar Degas und die Wiederentdeckung der Monotypie im 19. Jahrhundert
Author: Jonas Beyer
Das um 1640 erstmals eingesetzte Verfahren der Monotypie erlebte im 19. Jahrhundert einen ungeahnten Siegeszug. Insbesondere die Impressionisten schöpften die Potenziale dieser zwischen Zeichnung und Druck oszillierenden Technik virtuos aus. Bei der Monotypie wird Farbe, ohne jede Gravur, direkt auf einer Platte verteilt, so dass nach dem Abdruck der Platte auf einen Papierbogen höchstens ein bis zwei weitere Abzüge möglich sind. Diese fallen jedoch notwendig blasser aus. Das Verfahren fordert zur raschen Umsetzung eines Bildes auf und übersetzt die künstlerische Handschrift wirkungsvoll ins gedruckte Bild. Wenn die Monotypie aber nur Unikate herstellt, wieso wird dann überhaupt mit einem mechanischen Vorgang, dem Druck, gearbeitet, der doch gemeinhin dem Zweck der Vervielfältigung dient? Und welche Rolle spielt der Druck als sinnstiftendes Moment, wenn der monotypische Grund später bei Künstlern wie Edgar Degas durch Pastell überlagert wird? Ausgehend von der Hybridität des Mediums werden im vorliegenden Buch die historischen Voraussetzungen und künstlerischen Beweggründe für den durchschlagenden Erfolg der Monotypie im 19. Jahrhundert nachgezeichnet.
Annäherungen an Turners aisthetische Bild- und ästhetische Erkenntniskritik
Dort, wo scheinbar nichts zu sehen ist, wo Unbestimmtheit nistet, hebt bei J. M. William Turner die sinnliche Erkenntnis des sehenden Auges an. Durch sie kann ein solches »Nichts« zu einer positiven ästhetischen Erfahrung werden. Turners Arbeiten sind mehr als nur Bilder von Licht und Atmosphäre und weitaus komplexer als subjektive Emanationen imaginativer, rationaler oder perzeptiver Prozesse. Sie reflektieren vielmehr kritisch das Wesen des Bildes als Paradox. Zugleich sind sie Orte einer ästhetischen wie aisthetischen Schulung der Episteme des Sehens, die sich jenseits von reiner Subjektivität und klärenden Kategorien in Negationen, Vergleichen und Chiasmen vollzieht. Die Studie eröffnet neue Einsichten auf Turner, indem sie seine Werke in einen Dialog mit seinen theoretischen Gedankenskizzen stellt und diese im historischen Kontext der ästhetischen Diskurse und epistemologischen Umschichtungen der Zeit um 1800 diskutiert.
Series:  Eikones
Wie sind Bild und Bewegung miteinander verflochten? Wie wird dieses Verhältnis sichtbar? Der vorliegende Sammelband nimmt unterschiedliche Bildtypen, ihre Bewegungen und ihre Wahrnehmung als Einsatzpunkt. Ausgehend von verschiedenen Konzepten der Bewegung wird das Bewegungspotenzial der Bilder aufgezeigt, wobei das Bewegliche an vermeintlich unbewegten Bildern ebenso befragt wird wie Modi der Stillstellung bei Bewegtbildern. Dem geht die Überlegung voraus, Zeitlichkeit als eine Grunddisposition des Bildes zu diskutieren. Die Beiträge spüren den Bedingungen der Wahrnehmung von Bewegung im und am Bild nach und untersuchen die Auswirkungen von Bildbewegungen auf unsere Konstruktion und Wahrnehmung von Welt.
Series:  Eikones
Es gibt das faszinierende Paradox, dass wir in abstrakten Darstellungen Leben sehen können. In einer Zeichnung von nur wenigen Strichen erkennen wir unmittelbar einen sich bewegenden Menschen. Ein bewegtes Quadrat nehmen wir als kriechende Raupe wahr. Seit Jahrhunderten ist die Untersuchung und Darstellung der Bewegung von Lebewesen von großem wissenschaftlichem wie künstlerischem Interesse. Verschiedene Bildtypen mit oft sehr abstraktem Charakter werden entwickelt, um animierte Bewegung bildlich einzufangen und zu analysieren. Dieser Band untersucht die Konstruktion, Wahrnehmung, Verwendung und Wirkung von Bildern animierter Bewegung in verschiedenen Disziplinen und Kontexten. There is a fascinating paradox in that we can see life in abstract images. In a drawing of just a few lines, we immediately recognize a human figure walking. A moving quadrangle is seen as a crawling caterpillar. For centuries, investigating and representing the movements of animals and humans has been an important scientific and artistic project. Different types of abstract representations have been developed to capture and analyse animate movements. The authors in this book investigate the construction, perception, use and impact of images of animate movement in a variety of disciplines and contexts.
Haushalten mit Sichtbarkeiten
Series:  Eikones
Mit Texten von Jacques Derrida, Emmanuel Alloa, Matthias Bruhn, Kathrin Busch, Martina Dobbe, Francesca Falk, Georg Frank, Marie-José Mondzain, Alexander Nützenadel, Michael Renner u.a.
Französische Cäsaren in Politik und Kunst
Frankreich erlebte mit Napoleon Bonaparte die Wiedergeburt der Cäsaren. Knapp fünfunddreißig Jahre später ergriff sein Neffe Louis-Napoleon Bonaparte die Macht. Von Anfang an stellte sich für beide Regime die Frage nach der Legimation ihrer Macht. Bilder spielten in diesem Zusammenhang eine entscheidende
Rolle.
Anhand der Gemälde jener Jahre erklärt Kopp den bonapartistischen Cäsarismus und betrachtet dabei erstmals das Erste und Zweite Kaiserreich gemeinsam.
Der Einsatz von Kunst in der Politik hat in Frankreich spätestens seit Ludwig XIV. Tradition. Da kein Autor je eine politische Theorie des Bonapartismus verfasste, bleibt uns heute nur noch der ikonographische Weg. Die im Band untersuchten Bilder funktionieren wie ein Schlüssel und bieten die Möglichkeit, die charakteristischen Merkmale des bonapartistischen Cäsarismus zu definieren.