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Entwicklungsgeschichtliche und systematische Untersuchungen zur Hegelschen Metaphysik
Rafael Aragüés dringt mit diesem Buch in den Kern des Hegelschen Idealismus ein. Dabei eröffnet seine Auslegung frische Perspektiven. Denn nicht das All-Eine, sondern Vernunft und Freiheit sind das große Thema der Philosophie Hegels. Ein Buch, das den Hegel-Kenner nicht unberührt lassen wird. Die Mehrheit der aktuellen Hegel-Forschung versteht die Hegelsche Philosophie als eine Philosophie des Absoluten. Doch was ist dieses Absolute, dieses All-Eine, diese ursprüngliche Einheit von allem? Hegel entwickelt in seiner Wissenschaft der Logik diesen Gedanken wie kaum ein anderer Denker. Die vorliegende Untersuchung befasst sich hinsichtlich dieser Frage mit umfangreichen Passagen der Logik sowie mit früheren Werken aus Hegels Frankfurter und Jenaer Zeit.
Subjektivität, Fremdheit, Demokratie
Die Demokratie lebt nicht nur vom Zusammenhalt. Um zu gedeihen, braucht sie auch Subjektivität und Fremdheit. Dieser Leitgedanke, diskutiert u. a. anhand der Flüchtlingskrise, liegt dem Band zugrunde. Gezeigt wird insbesondere, dass er zu einem in der Politischen Philosophie stark unterschätztem Grade gilt. Weil die Literatur reich an Querköpfen und Fremdlingen ist, bekamen alle Beiträger den Auftrag, an die Literatur anzuschließen. So werden hier Werke von Dostojewski über Beckett bis hin zu Franzen, Erpenbeck u.v.a. – zum Teil erstmals – in Dialog mit der Politischen Philosophie gebracht. Damit gelingt es dem Band, den Austausch zwischen Literatur und Philosophie neu zu befruchten. Zwölf Beitragende, unter ihnen Martha C. Nussbaum und Winfried Fluck, zeigen, wie dringend Demokratien Querköpfe und Außenseiter brauchen.
Neurophysiologische Kulturforschung
Series:  TRACE, Volume: 1
er vorliegende Band berichtet über die experimentelle Arbeit der Jahre 2005 bis 2015. Forschungsschwerpunkt waren die Hirnfunktionen, die durch die Wahrnehmung des Ornament- und Decorum-Phänomens ausgelöst werden. Es wurden Experimentserien durchgeführt zu den Medienbereichen Architektur, Szenographie, Gesten und Sprache.
Der Band enthält Beiträge von Nico Pezer, Victoria Kirjuchina, Thomas Grunwald, Martin Kurthen, Rainer Gabriel, Paul Kenig, Heiner Mühlmann, Larissa Dolde und anderen.
Grafik, Malerei und Fotografie in der Passagenarbeit
Author: Steffen Haug
Walter Benjamin beschäftigte sich für seine Passagenarbeit (1927–1940) auch ausgiebig mit Druckgrafiken, Gemälden und Fotografien des 19. Jahrhunderts. Diese Bilder werden hier erstmals identifiziert, in einem umfassenden Katalog dokumentiert und in ihrem Stellenwert für sein Werk erläutert. Die Untersuchung widmet sich insbesondere den Recherchen, die Benjamin 1935/36 im Cabinet des Estampes, der Grafiksammlung der Bibliothèque nationale, in Paris durchführte. Seine rund 90 Notizen zu den Bildern wurden zwar im Passagen-Werk (1982) abgedruckt, doch blieben die Werke selbst überwiegend unbekannt. Sie stammen von Künstlern wie Grandville, Meryon oder Daumier, aber auch von anonymen Zeichnern. Die Studie rekonstruiert Benjamins Recherchen und erläutert die Bedeutung der Bilder in den thematischen Zusammenhängen des Passagen-Projekts. Der Vergleich mit der Theorie im Kunstwerk-Aufsatz zeigt, dass Benjamin auch den Medienwandel in der frühen Moderne im Blick hatte. Das Buch macht deutlich, dass Benjamins Überlegungen im Passagen-Projekt auf konkrete Bilder bezogen waren.
Konzepte der Vermittlung und des Fremdverstehens im jüdisch-deutschen Kontext des 19. und 20. Jahrhunderts
Author: Sabine Sander
In welcher Gesellschaft wollen wir leben? Welches Menschen- und Weltbild teilen wir?
Die Arbeit untersucht Sprach-, Kultur- und Sozialtheorien von jüdisch-deutschen Gelehrten über einen Zeitraum von rund 100 Jahren – vom wilhelminischen Kaiserreich über die Weimarer Republik bis zum Zweiten Weltkrieg und im Exil. Erkundet wird, wie sich diese Gelehrten – die selbst zwischen Inklusion und Exklusion lebten – das Miteinander verschiedener Nationen, Konfessionen und sozialer Kreise vorstellten. Ihr Vertrauen setzten sie nicht in rechtsförmige Lösungen; vielmehr bezeugen ihre Theorien einen Dialogoptimismus, der die Begegnung zwischen Menschen in Miniaturen über Gleichheit, Anerkennung, Fremdverstehen, Geselligkeit, Takt, Humor, Liebe und Mitmenschlichkeit würdigte und das verantwortungsvolle Miteinander den handelnden und sprechenden Akteuren anvertraute.

Aufsätze, Kritiken und kleinere Schriften
Jacob Taubes war ein Denker zwischen Judentum und westlicher Philosophie, die sich ihm von Parmenides bis Marx und Kierkegaard, Heidegger und Benjamin spannte, »von Ionien bis Jena«, wie er zu sagen pflegte. Er dachte existentiell, weil er sich in einer postkatastrophalen Zeit wusste, in der er Parallelen zur Spätantike erkennen wollte, in der Streit zwischen Christus und den Cäsaren herrsche. Religionsgeschichtliche Befunde benutzte er als ein Arsenal von Figuren und Konstellationen zur Veränderung der Gegenwart. Darauf richtete sich sein Interesse, denn er war mit der Moderne so entzweit wie die antiken Gnostiker mit ihrer Zeit. Taubes war auch ein begnadeter Polemiker, der keine Auseinandersetzung scheute, aber auch zu würdigen verstand. Die in diesem Band versammelten, teils bisher unpublizierten Schriften enthalten sowohl den ersten als auch den letzten von Taubes selbst für eine Publikation verfassten Text und umspannen den Zeitraum von 1942 bis 1987. Sie machen zahlreiche in englischer Sprache verfasste Abhandlungen in deutscher Übersetzung zugänglich und lassen sich sowohl als Einführung in Taubes’ eschatologisches und gnostisches Denken als auch als Weiterführung seiner bereits vorliegenden Arbeiten lesen. Die Sammlung umfasst Kongress- und Rundfunkvorträge, Aufsätze, Vorworte, Interventionen, Buchbesprechungen und Würdigungen.
»Sein Gesicht war eigentlich sehr ebenmäßig geschnitten. Er hatte aber zugleich etwas (…) von einem Tier, das in seinen Backen Vorräte sammelt.« (Adorno über Benjamin)
In seinen Schriften unternimmt Walter Benjamin (1892–1940) eine Standortbestimmung innerhalb einer als Kräftefeld verstandenen Gegenwart. Philosophie, so könnte man mit Benjamin sagen, ist ihre Zeit in »Denkbildern« gefasst. Sein Werk lässt den Leser nicht nur durch die »Eiswüste der Abstraktion« wandern, sondern auch durch Städte, Kaufhäuser oder Passagen, neben eigenartigen Figuren wie dem Flaneur, dem Lumpensammler, dem Wartenden. Durch seine Texte richten wir den Blick gleichzeitig auf die vermeintlich hochwertigen Bildungsgüter und auf die flüchtigsten Kulturphänomene, um die implizite Gewalt, aber auch die unausgesprochenen Hoffnungen der Moderne in den Fokus zu rücken. Die vorliegende Einführung nähert sich durch eine Betrachtung dieser Orte, Bilder und Figuren dem Leben und Denken Benjamins – und dies für jedermann verständlich. Eine leichte Sprache, sowie die Kombination von Zeichnung und Text sorgen für hohe Anschaulichkeit, sodass sich auch Leser ohne akademische Vorkenntnisse an eine der wichtigsten Philosophien des 20. Jahrhunderts herantrauen dürfen.
»Totalitäre Herrschaft gleich der Tyrannis trägt den Keim ihres Verderbens in sich. So wie Furcht und die Ohnmacht, aus der sie entspringt, ein antipolitisches Prinzip und eine dem politischen Handeln konträre Situation darstellen, so sind Verlassenheit und das ihr logisch-ideologische Deduzieren zum Ärgsten hin eine antisoziale Situation und ein alles menschliche Zusammensein ruinierendes Prinzip. Dennoch ist organisierte Verlassenheit erheblich bedrohlicher als die unorganisierte Ohnmacht aller, über die der tyrannisch-willkürliche Wille eines einzelnen herrscht. Ihre Gefahr ist, daß sie die uns bekannte Welt, die überall an ein Ende geraten scheint, zu verwüsten droht, bevor wir die Zeit gehabt haben, aus diesem Ende einen neuen Anfang erstehen zu sehen, der an sich in jedem Ende liegt, ja, der das eigentliche Versprechen des Endes an uns ist.«
Am Grunde des Denkens von Hannah Arendt liegen die Erfahrungen des 20. Jahrhunderts. Zwei Weltkriege und die Shoah haben Verwüstung hinterlassen, wo vorher die alten Welten der abendländischen Kultur bestanden hatten. Damit ist auch der Glauben an humanistische Werte, der Glaube daran, dass der Mensch dem Menschen kein Wolf sein muss, in seinen Grundfesten erschüttert. Die Welt liegt in Trümmern und mit ihr die Menschen. Wie also weiter leben?

Die Tasse zum Comic finden Sie unter www.fink.de/tassen.
Über das Weltfremde in uns
Author: Peter Strasser
Peter Strassers neues Buch hat eine zentrale These, um welche die teilweise persönlich gehaltenen Reflexionen kreisen: Erst das Weltfremde in uns ermöglicht uns Beheimatung in der Welt.
Wer nicht schon einmal selbst so dachte, wird auf die große Idioten-Literatur des Abendlandes verwiesen. Der moderne Idiot ist ein Weltfremder. Aber eben darin wurzelt seine Gabe, die Welt als einen Ort zu erfahren,
wo es gerade die sich nahenden, sich der Anschauung öffnenden Phänomene sind, in denen eine letztmögliche Nähe zur Welt aufscheint.
Dieses Aufscheinen transzendiert das Faktische, wie es uns die Wissenschaft vermittelt; zugleich wird im sinnlich Intimen, im Bedingten und Flüchtigen, die Realpräsenz eines Absoluten, »Göttlichen«, spürbar. So streben, rational uneinholbar, die Dinge auf einen Horizont zu, den man früher »Schöpfung« nannte: den Beheimatungshorizont im Welt-Exil.

Phänomenologie der sprachlichen Kreativität und der interkulturellen Kommunikation
Die Sprache bildet die Welt nicht einfach ab, sondern gibt dem, was uns in der Erfahrung begegnet und was wir denkend erfassen, jeweils einen bestimmten Sinn und damit eine bestimmte Gestalt.
Ausgehend von dem methodischen Ansatz einer Phänomenologie der Sprache, wie sie vor allem von Maurice Merleau-Ponty entwickelt worden ist, wird untersucht, wie verschiedene Formen sprachlicher Sinnbildung einen neuen Blick auf die Welt, eine neue »Weltansicht« im Sinne Wilhelm von Humboldts eröffnen können. In Analysen zur Grammatik, zur Begriffsbildung und zum kreativen Sprachgebrauch werden Spielraum und Grenzen sprachlicher Weltgestaltung ausgelotet. Am Modell der Übersetzung wird schließlich gezeigt, wie trotz der Vielfalt sprachlicher Weltansichten eine Verständigung zwischen Angehörigen verschiedener Sprach- und Kulturgemeinschaften gelingen kann.