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Naturspriritualität und die Zukunft des Planeten
Author: Bron Taylor
Aus dem Englischen und mit einem Nachwort von Kocku von Stuckrad

Vom Schamanismus bis zum Waldbaden: Naturbezogene Spiritualität, exemplarisch verkörpert in Thoreaus „Walden“, hat heute vielerorts die traditionellen Religionen verdrängt. Wenn die Natur als heilig und ihr Schutz als menschliche Pflicht betrachtet wird, entsteht das Phänomen der „dunkelgrünen Religion“.
In diesem fundierten und einfühlsamen Werk untersucht Bron Taylor die Entstehung von „grünen Religionen“ in Nordamerika, Europa und darüber hinaus. Indem er ein großes Spektrum von Individuen und Gruppen heranzieht – Umweltschützer, Surfer, Künstler, Schriftsteller, Filmemacher, Politiker und Wissenschaftler – zeigt er den zunehmenden globalen Einfluss von naturbezogenen Spiritualitäten. Diese Religionen können „dunkelgrün“ werden und sogar Gewaltanwendung in Kauf nehmen, wenn zur Sakralisierung der Natur der aktive persönliche Einsatz für ihren Schutz hinzukommt und dieser zur moralischen Pflicht erklärt wird – man denke an Greenpeace oder Fridays for Future. Die faszinierende Gesamtschau eines Phänomens, das heute mehr Bedeutung hat denn je zuvor.
In Westeuropa begann die Reformation mit innertheologischen Disputen und entwickelte sich dann rasch zu einer die Gesellschaften insgesamt verändernden revolutionären Kraft, die enorme Auswirkungen auf das religiöse Leben, die politische Landkarte, Kultur und Wissenschaft zeitigte.
Auf den russischen Kulturraum wirkte die Reformation sowohl als religiöse wie auch als intellektuelle Macht ein, insbesondere aber durch ihre Anmutung kultureller und gesellschaftlicher Modernität, wie sie etwa Zar Peter I. durch seine „Kulturrevolution von oben“ seinem Lande aufprägen wollte. Vor allem seit petrinischer Zeit lassen sich Wirkungen der Reformation in Form von russischen Anverwandlungen feststellen, die – so das Konzept des Bandes – umso sprechender werden, wenn sie Wirkungsformen im westeuropäischen Kulturraum vergleichend gegenübergestellt werden.
Kunst der Urgeschichte im Spiegel sprachdokumentierter Religionen
Religiosität scheint ein Merkmal des Menschen zu sein. Klare Indizien für diese Vermutung begegnen uns allerdings erst mit der Kunst des Jungpaläolithikums, also vor etwa 40.000 Jahren. Da Texte aus dieser Zeit und auch aus den folgenden Jahrtausenden jedoch fehlen, stehen uns diese Befunde zunächst schweigend gegenüber.
Auch für die spätere Religionsgeschichte ist noch vieles unklar. Dennoch haben die weit fortgeschrittenen Analysen der Schriftzeugnisse aus dem Zweistromland, Ägypten, dem alten Iran, Indien und inzwischen auch Altamerika unser Verständnis revolutioniert. Zielsetzung dieses Bandes ist es, die Befunde schriftloser Kulturepochen mit den schriftgestützten späterer Epochen gleichsam gegenzulesen und enger zusammenzuführen.
Die politisch-ökonomische »Diesseitsreligion« des russischen Realsozialismus hat sich 1990 von der Bühne der Geschichte verabschiedet. Nicht verabschiedet haben sich die Motive der Kapitalismuskritik: die systemischen Krisen, das Elend, der Hunger, das System maßloser Verschuldung.
Fünf zentrale Fragestellungen lassen sich hieraus ableiten: nach den religiösen und theologischen Figuren der Ökonomiekritik im 19. und 20. Jahrhundert; nach dem Zusammenhang von Religion und Ökonomie; nach der Bedeutung und Tragfähigkeit der Säkularisierung angesichts der religiösen Implikationen sowohl der kapitalistischen Ökonomie als auch ihrer sozialistischen Kritik; nach der Bedeutung des Sakralen und Profanen in der bürgerlichen Moderne; nach der Religiosität der kommunistischen Bewegung, ihrer Heilserwartungen, politischen Kulte und Liturgien.
Author: Hartmut Zinser
Religionen stellen sich heute als friedliebend dar. Eine genaue Betrachtung hingegen zeigt, dass sie aus inneren Gründen nicht friedfertig sind; vielmehr musste ihnen Friedfertigkeit erst aufgedrängt werden. Hartmut Zinsers scharfsinnige Untersuchung führt eindringlich vor Augen, wie selbst Religionen, die Gewaltlosigkeit lehren, Krieg – zum Teil auf krummen Wegen – immer wieder gerechtfertigt haben. Dabei schreibt das Buch keine weitere Geschichte der Religionskriege, was immer dann nahe liegt, wenn Kriege als »Ketzerkriege«, »Missionskriege« oder »heilige Kriege« klassifiziert werden. Zinser richtet sein Interesse auf eine viel grundlegendere Fragestellung: nämlich auf das »Kriegspotential der Religionen«; ob Religionen nicht selbst ständig Gewalt hervorbringen und wenn ja, wie diese Mechanismen entstehen und funktionieren. Da es ohne einen Frieden der Religionen kaum Aussicht auf das geben wird, was Kant vor Augen stand, als er vom ›ewigen Frieden‹ sprach, muss von ihren Amtsträgern und Anhängern gefordert werden, dass sie selbstkritisch ihre kriegstreibenden Tendenzen bedenken und eindeutig alle Kriege abweisen und dies auch gegen Positionen und Gruppen innerhalb ihrer eigenen Reihen vertreten. Erst dann könnten Religionen zu friedensstiftenden Instanzen werden.
Ahura Mazda und sein Prophet Zarathushtra
Author: Harald Strohm
„Harald Strohm verbindet die Gelehrsamkeit eines Veda-Forschers mit dem Wissen der heutigen Psychologie über die frühkindliche Entwicklung ... Seit Mircea Eliade hat niemand die archaische Religion mit solcher Präzision und Verve dargestellt, interpretiert und zu bedenken gegeben.“ Bernhard Lang, Neue Zürcher Zeitung „So lässt uns dieses Buch aus tiefer Vergangenheit in unsere Gegenwart blicken, wo so viele Kriege im Namen von Einzelgöttern geführt werden. Zugleich erinnert Harald Strohms heiter gestimmte, ebenso gelehrt wie leicht geschriebene Darstellung ... an die verlorene Epoche der kindlichen fröhlichen Götter.“ Manfred Schneider, Deutschlandfunk „Als Entwicklungspsychologe bringt Harald Strohm Bewegung in die Frühgeschichte der indoiranischen Religion. Ein ganz besonderes Verdienst ist die Reproduktion des dem frühen 8. Jahrhundert entstammenden Wandbilds von Pandjikent (Tadjikistan).“ Helmut Humbach, Universität Mainz „Strohm verfolgt die historische Entwicklung von Varu?a, dem Anführer des polytheistischen indoiranischen Pantheons, und zeigt schlagend wie er zu Zoroasters monotheistischer Gottheit Ahura Mazda wurde. – Ahura Mazda hat später, zur Zeit der Babylonischen Gefangenschaft, prägend auf den Monotheismus der hebräischen Bibel und damit auf das Christentum und den Islam gewirkt.“ Michael Witzel, Harvard University
Vielfalt und Geschichte des religiösen Menschen
Die seit der Antike gebräuchliche Wendung »homo religiosus« ist vielfach konnotiert. Seit Schleiermacher steht sie für die Frage, inwieweit Religion eine Anlage des Menschen sei. Von dieser Fragestellung war es nicht weit zu jenen »modernen«, oft salopp-populärwissenschaftlichen und mediengerechten Thesen, denen zufolge Religion ein soziales Instrument der (Ohn-)Mächtigen, ein bloßes Medium psychologischer Kompensation, ja womöglich nur eine Art Epiphänomen unserer Hirnphysiologie sei.
Es ist nicht Aufgabe der Religionswissenschaften, die in solchen Entwürfen zum Tragen kommenden Formen soziologischer, psychologischer, neurophysiologischer und biologischer Theoriebildung zu kritisieren. Es ist aber sehr wohl ihre Aufgabe zu überprüfen, inwieweit solche Theoriebildung ihr beanspruchtes Objekt, eben Religion, überhaupt angemessen erfasst. Ausgewiesenes Ziel der hier versammelten Beiträge ist die »schöpferische Zerstörung« überholter Religionsbegriffe. Mit Beiträgen von Bernhard Lang, Gerhard Bosinski, Léon Wurmser, Klaus E. Müller, Jan Assmann, Theo Sundermeier, Reinhard Schulze, Raimar Zons und Harald Strohm.
Verfügungen über Zukunft in Wissenschaften, Religionen und Künsten
Series:  Trajekte
Jede Prognostik bezieht ihre diskursive Macht aus der Behauptung, in gewisser Weise über die Zukunft verfügen zu können, jede Prophetie versucht in ihren Appellen, die Zukunft zu verändern. In beiden Fällen verschränken sich Formen des Zukunftswissens mit Modi wirksamer Rede. Dabei ist Prophetie nicht einfach eine unwissenschaftliche 'Vorstufe' der Prognostik. Noch die differenzierten Prognosen über Klima, Bevölkerung und Ökonomie, die aus den Zukunftsmodellierungen heutiger Szenariotechnik gewonnen werden, stehen in der Nähe zur Prophetie. Prophetie und Prognostik untersucht diese Wissensformen, Symboliken und Aussageweisen in verschiedenen Religions- und Wissenschaftskulturen, in bildender Kunst und Literatur.
Die Reihe ist abgeschlossen.
Das politisch-philosophische Denken der Gegenwart steht im Zeichen einer erneuten Debatte des Theologisch-Politischen. Eine zentrale Rolle spielt dabei die Rückbesinnung auf die Briefe des Völkerapostels Paulus. Die unterschiedlichen Neulektüren, wie sie Giorgio Agamben, Alain Badiou und Jean-Claude Milner vorgelegt haben, entdecken die Gegenwart als deren nach wie vor gültige Adresse. Drei Fragestellungen lassen sich ausmachen: erstens die Rückgewinnung beziehungsweise Neuformulierung eines Universalismus, der den Konformismus kultureller Gemeinschaften aufsprengen würde; zweitens die geschichtliche Situierung der Gegenwart innerhalb der unvollendeten Geschichte, drittens die erneute Öffnung eines utopisch-revolutionären Horizontes jenseits der kapitalistischen figura mundi. Die Fragestellungen antworten auf Tendenzen und Konflikte der Gegenwart. Die Beiträge der Paulus-Lektüren gehen zurück auf Vorträge des ersten Kolloquiums des Internationalen Forschungskollegs Religiöse Ordnungsmodelle der Moderne an der LMU München. Sie knüpfen an die aktuellen Paulus-Lektüren an und führen die Debatte in den Bereichen Theologie, Literatur und Kulturtheorie fort. Mit Beiträgen von Alf Christophersen, Dominik Finkelde, Herbert Holl, Jens Kabisch, Pierre Legendre, Thorben Päthe, Giuliana Parotto, Christoph Schmidt, Anton Schütz, Peter Zeillinger.