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Platons Ideen, Hobbes Leviathan, Kants kategorischer Imperativ… Dies ist nur ein Ausschnitt von Ideen, deren Entwickler sich einen dauerhaften Platz in der Geschichte der Philosophie gesichert haben. Der Philosophiekanon jedoch wäre höchst unvollständig ohne Gottfried Wilhelm Leibniz: Genie der Barockzeit.
Leibniz (1646–1716) entpuppte sich im Laufe seines Lebens als bahnbrechender Mathematiker, der auch sein philosophisches System „more geometrico“, d.h. logisch-axiomatisch aufgebaut hat. Er erfand nicht nur die erste „4-Spezies-Rechenmaschine“ – ein früher Vorläufer des Taschenrechners. Durch Weiterentwicklung des binären Zahlensystems kann man ihn, in Zusammenhang mit der Erfindung des Computers, als frühen Wegbereiter der Digitalisierung ansehen. Nicht zuletzt begründete er parallel zu Newton die Infinitesimalrechnung und auch sein religiöses Weltbild gewann er aus dem Geist der Mathematik: Seine Auffassung der Schöpfung der Welt beruht auf der Annahme, Gott könne durch bloße „Berechnung“ ermitteln, welche der vielen möglichen Welten die beste sei. Leibniz „mathematische Metaphysik“ verstehen – mit „Philosophie für Einsteiger“ kein Problem!
Dynamiken zweckrationaler Passion
Author: Eckart Goebel
Revision der Leib-Körper-Differenz in Maurice Merleau-Pontys philosophischem Werk
Author: Selin Gerlek
Maurice Merleau-Pontys Werk zeichnet sich durch eine vielschichtige Thematisierung des Körpers aus. Vorliegende Studie entfaltet den hierfür zentralen Begriff der Korporalität.
In seinen Schriften richtet Merleau-Ponty seine besondere Aufmerksamkeit auf die leibkörperliche Natur unseres Zur-Welt-Seins. Dieser Fokus auf die leibliche Erfahrung geht allerdings mit einem Problem einher: Leib bleibt Medium unserer Erfahrung und ist daher durch ein notwendiges Entzugsmoment gekennzeichnet. Merleau-Pontys Antwort auf die Beschränkung leibtheoretischer Forschung ist die Öffnung zu einem systematischen Zusammenhang von Korporalität und Praxis. Vor diesem Hintergrund unterzieht die vorliegende Untersuchung die Leib-Körper-Differenz einer Revision und schlägt infolgedessen die „korporale Differenz“ zur Kennzeichnung der Ambiguität in der Erfahrung vor und führt zugleich Merleau-Pontys Philosophie der Korporalität ein, mit welcher insbesondere Kultur- und Sozialwissenschaften wichtige Impulse erhalten dürften.
Begegnungen des Politischen zwischen Gilles Deleuze und Jean-Luc Nancy
Author: Ralf Gisinger
Author: Alexander Berg
Was wusste Wittgenstein von Hegels Philosophie und wie verhält sich sein Denken zu demjenigen Hegels? Antwort auf diese Fragen sucht die vorliegende Studie in einer aufmerksamen Rekonstruktion der verschiedenen Bemerkungen Wittgensteins zu Hegel.
In einer späten Bemerkung bringt Wittgenstein das Verhältnis seiner eigenen Philosophie zu derjenigen Hegels auf den Punkt: „Mir scheint, Hegel will immer sagen, daß Dinge, die verschieden aussehen, in Wirklichkeit gleich sind, während es mir um den Nachweis geht, daß Dinge, die gleich aussehen, in Wirklichkeit verschieden sind.“ Um besser verstehen zu können, was er dabei im Sinn hatte, werden die verschiedenen Bemerkungen Wittgensteins zu Hegel in den Kontext der Entwicklung seines philosophischen Denkens gestellt, und es wird – auch ganz in Wittgensteins Sinne – weitergefragt, was dieses Denken mit der philosophischen Tradition verbindet.
Nietzsches Chiffren der Transzendenz
Author: Jutta Georg
In der Nietzscheforschung findet sich keine Studie, die sich explizit mit den Relationen zwischen dem Übermenschen und der ewigen Wiederkehr sowie mit deren Relevanz in Nietzsches Philosophie auseinandersetzt. Deren Verknüpfungen und ihrer Bedeutung für Nietzsches Philosophie widmet sich die Studie. Dabei wird die gesamte Bandbreite der nietzscheanischen Menschentypen – ausgehend von der These, dass es Nietzsche immer um den schaffenden Menschen geht – vom „Heerdenthier“ bis zum Übermenschen so diskutiert, dass die mit ihnen verbundenen Dispositive (Metaphysik, Religion, Moral, Philosophie und Kunst) in Nietzsches Evaluation transparent werden. Zudem Nietzsches favorisierte strebensethische Selbsttechniken, die tragische Bejahung/Amor fati, das aktive Vergessen, der hohe Punkt der Perspektive, das Pathos der Distanz etc. dahingehend prüfen, inwieweit sie auch als Vorbereitung für eine übermenschliche Zukunft dienen.
In der Forschung besteht Einhelligkeit darüber, dass Nietzsches Übermensch nicht in einem christlichen Kontext angehörig ist. Das entbindet jedoch nicht von der Frage, ob er in seiner Philosophie diskurstheoretisch an die Stelle des toten Gottes tritt, und ob mit ihm, entgegen Nietzsches Intension, eine Teleologie verbunden sein könnte. Wie bedeutend ist dieser Topos und der der ewigen Wiederkehr im Gesamtgefüge seines Denkens und umgekehrt, würde es ohne sie ein anderes sein. Diese Fragen sind bisher nicht angemessen diskutiert worden, weil die besondere Relevanz dieser Topoi nicht angemessen gewichtet wurde. Hier will die Untersuchung neue Erkenntnisse vorlegen, die auch unser Verständnis und Selbstverständnis als abendländische Menschen tangieren, allzumal Nietzsche dazu aufruft, diese zu überwinden. Umfassende Bejahung ist für Nietzsche unverzichtbar, weil durch die Lehre der ewigen Wiederkehr für ihn belegt ist, dass alles und jedes, auch jeder Augenblick als Teil des ewigen Ganzen unverzichtbar, notwendig und gerechtfertigt, erkennbar und begreifbar ist, und dass er wiederkehrt. Die Bejahung der Wiederkunft, die letztlich nur ein Übermensch umfassend vollziehen kann, übersteigt damit, wie ich es sehe, das eingeforderte Bejahungslevel für den des Übermenschen. Sie ist gleichsam der Prüfstein für den Erfolg sämtlicher Prozeduren des Jas. Gelingen diese, dann hätte das Ja über das Nein umfassend und definitiv gesiegt. Nietzsche folgert. Für Nietzsches Philosophie der Bejahung, die ein der Transformation ist, sind der Übermensch und die ewige Wiederkehr unverzichtbare Topoi.
Analogisches Denken, Kreativität und Leibniz' Idee der Erfindung
Editor: Constanze Peres
Ob Neues erschaffen, erfunden oder entdeckt wird, stellt das Denken immer wieder vor ein Rätsel. Was ist das Neue? Kann es Neues in Kunst und Wissenschaft geben? Und was heißt es überhaupt, von „neu“ und „alt“, von „erfinden“ und „hervorbringen“ zu sprechen?
Analogiebildungen sind nach Douglas Hofstadter und Emmanuel Sanders konstitutiv für die Hervorbringung des Neuen und durchziehen die gesamte Erkenntnis in Alltagserfahrung, Wissenschaft und Kunst. Bei Gottfried Wilhelm Leibniz spielen Analogie und Kombination für die Erfindung neuer „möglicher Welten“ eine ebenso zentrale Rolle wie die Schöpfung der Welt für die Idee des radikal Neuen. Im Sinne seiner Multiperspektivik werden in diesem Buch Kreativität, Erfindungskraft und analogisches Denken interdiziplinär analysiert, um aus verschiedenen Blickwinkeln die Entstehung des Neuen in Wissenschaft und Kunst auszuleuchten.
Praktiken antikonsensualer Rede in Philosophie und Rhetorik der Antike, Frühen Neuzeit und Moderne
Author: Christian Wilke
Widerspruch gegen Konsens dient der Durchsetzung von Interessen, dem ästhetischen Vergnügen und der Verbreitung der Wahrheit. Der Band wirft Schlaglichter auf die Geschichte einer vergessenen Schlüsselkategorie von der Klassischen Rhetorik bis zur Romantik.
Das Phänomen antikonsensualer Rede wird anhand des Begriffs der Paradoxie untersucht, der heute zumeist den logischen Widerspruch meint, im traditionellen Verständnis aber eine Rede oder eine These gegen (gr. pará) eine allgemeine Meinung (gr. dóxa) bezeichnet hat. Dabei werden verschiedene Praktiken antikonsensualer Rede nach ihrer Zwecksetzung und ihrer Formgebung unterschieden, die ihrerseits darauf hinweisen, in welchem Verhältnis Mensch, Sprache und Wahrheit jeweils gesehen werden. So wird erstmals ein Bogen von sophistischen Schaureden über moralphilosophische Lehren der Antike und der Renaissance bis hin zu den epochemachenden Aufwertungen des untersuchten Phänomens in Aufklärung und Frühromantik geschlagen.
Denkmuster und Repräsentationsformen vom Alten Testament bis in die Neuzeit
Die Naturalisierung der Geschlechterordnung hat eine eminent politische Bedeutung. Dies lässt sich an der Geschichte der Geschlechter in vormodernen Gesellschaften beobachten, gewinnt aber auch in unseren Tagen erneut unerwartete Aktualität.
Die vermeintliche »Natur«-Ordnung der Geschlechter, die teils explizit behauptet, teils aber auch begründungslos vor-ausgesetzt wird, demonstriert die Wirkungsmacht von Naturalisierung in besonderem Maße. Gerade hier wird die Umwandlung gesellschaftlich-kulturell bedingter und historisch variabler Verhältnisse in vermeintlich ahistorische und invariable Naturgegebenheit und Naturnotwendigkeit exemplarisch deutlich. Der Band zeigt Strategien und Modelle der Naturalisierung der Geschlechterordnung sowie die Breite und Varianz der Geschlechterrollen vom Alten Testament und der klassischen Antike über naturphilosophische Spekulationen im Mittelalter bis in die Literaturen und die Kunst der Neuzeit.
Zur Kritik der Erfahrung nach Hegel
Das Stichwort der ›Narben des Geistes‹ aus der Phänomenologie des Geistes nutzt die Untersuchung zu einer Kritik Hegels, die ihren Ausgang vom Verhältnis von Geist und Sprache, von Literatur und Philosophie nimmt.
Hegels Phänomenologie des Geistes stellt bis heute den umfassendsten Versuch dar, einen für die Moderne gültigen Begriff der Erfahrung zu begründen. Unter dem Stichwort ›Narben des Geistes‹ greift die Untersuchung Hegels Ansatz auf, um ihn zunächst mit literarischen Texten von Sophokles, Diderot und Goethe und in einem zweiten Schritt mit alternativen philosophischen Modellen von Benjamin bis zu Foucault zu konfrontieren. Den Abschluss bildet die Frage nach Erfahrungsbegriffen vor (Montaigne), parallel zu (Hölderlin) und nach Hegels Zeit (Nietzsche). Das Ziel der Untersuchung besteht in einer Kritik des Hegelschen Erfahrungsbegriffs im Blick auf den ästhetischen Diskurs der Moderne.