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Die conditio humana im Zeitalter der Medien
Die grundlegende medientheoretische Einsicht, dass Medien unsere Welt maßgeblich verändern, ließ die Kategorie ›des Menschen‹ hinter die Fokussierung auf technische Medien zurücktreten oder gar verschwinden.
Der Band hinterfragt aus medienphilosophischer Sicht die Menschenvergessenheit technikzentrierter Positionen, ohne die Medienvergessenheit der geisteswissenschaftlichen Anthropologien aus dem Blick zu verlieren. Im Mittelpunkt steht nicht die abstrakte Bestimmung eines wie auch immer zu denkenden menschlichen Wesens, sondern Fragen nach dem Wie und Wo der medialen Rahmungen und Positionierungen menschlicher Existenzweisen.
Inszenierung von Adoleszenz in den Filmen von Francois Truffaut und Louis Malle
Author: Verena Richter
Abseits des Blicks der Erwachsenen und auf Augenhöhe des Heranwachsenden – damit sind François Truffaut und im Anschluss Louis Malle wegweisend für ein bis heute zentrales Thema des französischen Autorenkinos: die Adoleszenz. Anhand der Filme beider Regisseure werden die filmgeschichtliche Entwicklung sowie die zentralen ästhetischen Verfahren dieses bisher kaum beachteten Schlüsselthemas des cinéma d'auteur sinnfällig. So beleuchtet die Arbeit insbesondere die diskursbegründende Rolle von Truffauts Debüt für eine moderne Darstellung Heranwachsender. Zugleich erarbeitet die Autorin eine „Topologie der Adoleszenz“: Räumliche Modellierungen in den Filmen werden hierbei einerseits auf die narrative Tradition des Entwicklungsromans sowie andererseits auf die seit dem 19. Jahrhundert bestehende „Anormalisierung“ dieser Altersphase zurückbezogen.
Perspektiven eines Phänomens zwischen Natur und Kultur
Was geschieht, wenn Menschen ins Staunen geraten? Der vorliegende Band verortet diese Frage im Spannungsfeld von Natur und Kultur und greift hierzu auf Impulse aus Philosophie, Kunst, Musik, Literatur, Technik und Naturwissenschaften zurück. Ausgehend von unterschiedlichen Wissenschaftsdisziplinen nähern sich die hier versammelten Autoren dem Staunen systematisch an. Die verschiedenen fachlichen Perspektiven verbindet dabei das Anliegen zu untersuchen, wie sich das Staunen im konkreten Einzelfall in das Verhältnis von Natur und Kultur einschreibt. Dabei zeigt sich, dass das Staunen weit mehr als nur ein momentbezogener Affekt jenseits des menschlichen Verstandes ist.
Christoph Schlingensief lebt, die Avantgarde lebt. Beide totzusagen, wäre ein Abgesang auf die transformative Kraft der Kunst. Christoph Schlingensief setzte sich in seiner Arbeit über mehr als vier hochproduktive Jahrzehnte mit avantgardistischen Bewegungen der Musik, der darstellenden und bildenden Künste, der Literatur und des Films auseinander. Seine heterogenen Verweise stellen die Vielfalt dessen aus, was zwischen der performativen Lautmalerei des Dadaismus und dem erweiterten Kunstbegriff von Joseph Beuys als Avantgarde gilt. In den Analysen, Theoriediskussionen und Erinnerungen dieses Bandes, die sich den prominentesten Bezugnahmen in Schlingensiefs Filmen, Inszenierungen, Aktionen und Installationen auf avantgardistische Stilrichtungen und Programme widmen, wird somit auch deutlich, wie Schlingensief selbst avantgardistisch wirksam wurde, und die Kunstwelt in ihrem Selbstverständnis transformierte und belebte.
Derek Walcott und Joseph Conrad
Author: Kathrin Härtl
„Between us there was, as I have already said somewhere, the bond of the sea“: so schreibt Joseph Conrad, der als Wegbereiter des modernism sowie nostalgischer kolonialistischer Schriftsteller des Empire gilt. Der karibische Nobelpreisträger Derek Walcott greift Conrads „bond of the sea“ auf und refiguriert diese Verbindung. Kathrin Härtls Monographie ist die erste vergleichende Untersuchung der Beziehung von Joseph Conrad und Derek Walcott und ihrer literarischen Texte. Anhand von drei Denkfiguren und drei Schreibformen untersucht sie die Bündnisse, Verbindungen, Verpflichtungen und Fesseln zwischen Walcott und Conrad. Die intertextuellen Bezüge besiegeln zwar den Bund zwischen den Autoren, doch die Verflechtungen der Texte gehen über diese verbürgten Referenzen hinaus.
»Jedes Porträt, das mit Empfindung gemalt ist, ist ein Porträt des Künstlers, nicht dessen, der ihm sitzt. Der ist bloß der Anlass, die Gelegenheit.« Dies behauptet Basil Hallward, der Maler aus Oscar Wildes The Picture of Dorian Gray, der damit einmal mehr bestätigt, was seit jeher für das Porträt, und nicht nur das gemalte, konstitutiv ist: dass es die Spannung einer Relation ins Bild setzt. Der vorliegende Band spürt dieser Spannung in den unterschiedlichsten Porträt- und Medienkulturen des 20. und 21. Jahrhunderts nach.
Literatur und Scham
Die Geschichte der Infamie ist die der Verfemten, die aufgrund ihrer fragwürdigen Lebensweise, des Verstoßes gegen soziale Normen und Vorgaben aus der Gesellschaft ausgeschlossen werden. Der Band setzt die Untersuchungen zum Zusammenhang von Literatur und Infamie fort und legt den Schwerpunkt auf das eng mit der Infamie verbundene Gefühl der Scham. Der Erfahrung der Ehrlosigkeit als einer fundamentalen Form der Nichtanerkennung korrespondiert auf der Seite der Affekte das Gefühl der Scham. Scham ist die unmittelbare affektive Folge, vom Anderen zurückgestoßen und seiner Rechte beraubt zu werden. Die Arbeit konzentriert sich vor diesem Hintergrund auf die Darstellung der Scham in der europäischen Literatur seit der Antike.
Series:  Inter/Media
Der Band befasst sich unter Rückgriff auf Ansätze der Material Culture Studies mit der Darstellung von Objektwelten, d.h. einzelnen Dingen oder auch Ding-Ansammlungen, im Werk Thomas Manns. In jüngster Zeit erfährt die materielle Seite von Kultur großes Interesse in den Geisteswissenschaften, die insbesondere die Frage nach der Welt der Dinge in den Fokus rücken. Obgleich sich in Thomas Manns Texten eine Vielzahl von Objekten finden lässt, denen als Dingmotiven zentrale Bedeutung zukommt, wurde das Werk eines der größten deutschen Erzähler des 20. Jahrhunderts noch nicht unter Rückgriff auf Ansätze der Material Culture Studies untersucht. Diese Forschungslücke schließt der vorliegende Band und eröffnet damit innovative Perspektiven für die Thomas Mann-Forschung.
Raumwissen und antiquarische Gelehrsamkeit
Bereits zur Zeit der europäischen Renaissance, lange vor der Ausrufung eines spatial turn in den Kulturwissenschaften, wurde das wechselseitige Verhältnis von Raum und Wissen als Analysekategorie eingeführt. Der Band demonstriert das mit Untersuchungen zu den archäologischen Landeskunden des 15. bis 17. Jahrhundert.
In der geographisch-historischen Betrachtung erschlossen sich im 15. Jahrhundert Raumkonzepte, die wiederum auf das eigene Selbstverständnis zurückwirkten. Der vorliegende Band geht in Fallstudien zu landeskundlichen Forschungen der frühen Neuzeit der Geschichte des Raumwissens nach. Dabei kommt Flavio Biondos Italia Illustrata (erschienen 1474) ein besonderes Interesse zu, da das Werk in vielen Bereichen Europas ähnliche Untersuchungen angeregt hat, etwa in Spanien, Skandinavien, der Schweiz und im Rheingebiet.
Optische und taktile Wahrnehmung in den Künsten
Digitale Kulturtechniken beeinflussen das Verhältnis von Bild, Blick und Berührung grundlegend. Der Band ist der Frage gewidmet, wie sich unsere visuelle und taktile Wahrnehmung historisch herausgebildet hat und aktuell verändert.
Welche Auswirkungen hat das Berührungsgebot von Tastbildschirmen auf die Kunstrezeption? Wandelt sich aufgrund der neuen Vorrangstellung der Hand etwas an unserem Tast-Verlangen gegenüber den Werken der Kunst? Oder befriedigen wir diese Lust im Umgang mit den Alltagsbildern, die mit einer Wischbewegung hervorgezaubert und wieder zum Verschwinden gebracht werden? Mit welchen Werken antworten Künstlerinnen und Künstler auf den Dualismus von Sehen und Tasten? Einerseits geht es um eine Standort-Bestimmung der Gegenwart. Von ebenso großer Bedeutung ist die Wahrnehmungsgeschichte optisch-taktiler Erkenntnisprozesse. Das digitale Zeitalter wird sich in diese Geschichte einreihen und sie zugleich verändern.