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Zur Verfassung eines Theaters für Europa
Author: Ruth Heynen
Europa formiert sich neu. Auf welcher Basis? Diese Schrift betrachtet verschiedene Versuche der Narration eines »Europa«: die politische Invention einer »Europäischen Union«, die kulturpolitische Erfindung einer »Union des Théâtres de l’Europe« und die besondere Aufgabe konkreter Theaterarbeiten innerhalb dieser Prozesse. Sie will vor Augen führen, dass in »transkulturellen« Inszenierungen etwas möglich wird, von dem Maurice Merleau-Ponty als »réapprendre à voir le monde« spricht, und zwar in seiner ganzen Widersprüchlichkeit. Sie zeigt, dass in diesen Inszenierungen, und nicht in Gesetzestexten oder kulturpolitischen Bemühungen, eine Möglichkeit der Erfahrung des Fremden liegt, die fähig sein könnte, bereits (voreilig) gesetzte Grenzen zu öffnen, die prinzipielle Unentscheidbarkeit, das Provisorische des Raumes sichtbar zu machen.
Zur Zeitlichkeit des Bildes
Bilder sind, anders als es eine hartnäckige ästhetische Tradition will, nicht bloß Raumkünste, sondern gehorchen einer ganz eigenen Zeitlichkeit. Was auf der Bildoberfläche liegt, ist bereits mit einem Blick zu erfassen, und doch entfaltet sich der ganze Detailreichtum der Bilderscheinung erst ganz allmählich. Diesem langsamen In-Erscheinung-Treten der Bilder steht die Plötzlichkeit gegenüber, mit der sie auftauchen und wieder verschwinden. Sie bannen einzelne Augenblicke, wirken dadurch oft schockhaft, traumatisch, überfordernd; selbst in filmischen Sequenzen tritt dieses Plötzliche auf, in Momenten der Montage und des Blickwechsels. Erscheinung und Ereignis versammelt 10 Beiträge aus Philosophie und Kunstwissenschaft, die aus verschiedener Perspektive nach den eigentümlichen Rhythmen, Chronologien und Zeitläufen des Ikonischen fragen.
Körperlichkeiten der Abstraktion in moderner und zeitgenössischer Kunst
Das Buch nimmt moderne und zeitgenössische Positionen abstrakter Kunst in den Blick, die sich einer Ästhetik der Körperlichkeit bedienen: Das Körperhafte wird in Form des physischen Körpers des Artefakts oder als Leib des Künstlers und Rezipienten thematisiert.
Der Band stellt Beispiele aus den Bereichen Malerei, Skulptur, Tanz, Fotografie und Film vor, die das Verhältnis von Abstraktion und Realität mittels Materialität und Leiblichkeit neu denken. Damit wird ein erweiterter Begriff von Abstraktion verfolgt, der sich nicht allein als Reduktion bestimmen lässt und der über die prominente Gegenüberstellung von Abstraktion und Figuration hinausgeht. Statt einer Abstraktion von Körperlichkeit werden so Körperlichkeiten der Abstraktion erkundet.
Modelle greifen tief in die Prozesse des Denkens und Handelns und in die Entwicklungen der Künste, der Wissenschaften, der Technologien und Kulturen ein. Anders als viele klassische modelltheoretische Ansätze suggerieren, kommen dabei aber nicht nur die bewusst ins Auge gefassten Aspekte der Modelle zur Wirkung, sondern auch solche, von denen man keine Kenntnis hat oder die man auszuschließen versucht. Hinter den auf das Konzept der Repräsentation verpflichteten Modellbegriffen verbirgt sich daher eine schier unermessliche Landschaft von produktiven Unbestimmtheiten, überraschenden Rollenwechseln und ineinander verflochtenen Wechselwirkungen. In dieser Welt herrschen nicht die Regeln der Isomorphie, der Analogie oder der Ähnlichkeit, sondern die der spielerischen Auffassung, der materiellen und medialen Performanz und des historischen Wandels. Dem vielfältigen Wechselspiel dieser und vieler anderer Einflussgrößen ist mit einem vereinfachten Idealszenario nicht beizukommen. Stattdessen gilt es zunächst einmal zu verstehen, dass wir die Bedeutung und die Wirkungsweisen der Modelle bislang kaum verstanden haben.
Mister Kanister und die orale Postmoderne
Author: Daniela Roth
Kanister sind Romuald Hazoumès bevorzugtes Material, mit seinen Kanister-Masken wurde er weltberühmt.
Romuald Hazoumè, Künstler aus Benin, Westafrika, nahm an der Documenta 12 teil. Sein Flüchtlingsboot aus Kanistern, »Dream«, gewann den renommierten Arnold-Bode-Preis. Seine Masken sind »Global Art«, weil der westliche Kunstbegriff auf das zeitgenössische Kunstschaffen der ganzen Welt ausgedehnt wurde. Aber Differenzen und eine Kulturalisierung des Anderen bleiben erhalten: Kanister-Masken sind interessant als Kunst einer anderen als der europäischen Kultur. Die Autorin zeigt, dass Kunst und Kultur in Benin, im Vodun, nicht getrennt sind – angefangen bei Hazoumès großformatigen Gemälden des Fa-Orakels bis hin zu den großen Installationen. Oraltraditionen in Afrika sollen schriftlich gerettet werden. Aber für Hazoumè äußert sich Kultur mündlich oder performativ. Er erzählt Geschichten.
Wenn Montage als ein Vorgang der Synchronisierung begriffen wird, rücken die Verfahren und Techniken der Kohärenzherstellung ins Blickfeld: Wie werden die einzelnen medialen Ebenen zu einer Einheit synchronisiert? Traditionell wurde diese Frage in Bezug auf die Montage und ihre Effekte gestellt und an dieser Ebene setzt der Band an. ›Montage‹ wird über die rhetorische Adressierung hinaus aber auch in einem erweiterten Sinne verstanden, der nicht auf den produktionsästhetischen Aspekt begrenzt ist: Als performativ versteht der Band Montage im Sinne einer Persuasion, einer ›Nahelegung‹, einer ›Attrahierung‹. Seine Beiträge nehmen die synästhetischen und persuasiven Effekte der kinematographischen Montage auf und erweitern sie auf Verfahren, Techniken und Effekte der Synchronisierung in anderen Kunstformen hin.
Festschrift für Gerhard Wolf
Einundvierzig Einzelstudien widmen sich Synergieeffekten zwischen Bildkulturen von der Spätantike bis ins 20. Jahrhundert. Geographisch behandeln sie westeuropäische Themen ebenso wie solche des Nahen Ostens, des Kaukasus, Süd- und Ostasiens, Afrikas oder der Neuen Welt. Fokussiert werden dabei sowohl kultur- als auch bildanthropologische Gesichtspunkte. Im Rahmen von Mikrogeschichten wird analysiert, wie sich im Zwiegespräch geschaffene Beziehungen im Kunstwerk konkret manifestieren und visualisieren. In den Zwischenräumen von Begegnung entstehen »Energiefelder«, die die Kategorien der Einordnung und des Begreifens ins Schwanken bringen und neue Sichtweisen und Fragen eröffnen.
Von der Höhlenmalerei bis zur Postmoderne – die Kunsttheorie für Einsteiger hält, was sie ver- spricht: einen kurzgefassten und unterhaltsa- men Überblick über die wichtigsten historischen und aktuellen Kunstdebatten.

Was ist Kunst? Wieso ist sie nicht immer schön? Wie unter scheidet man gute von schlechten Kunstwerken? Wie konnte es eigentlich passieren, dass ein Urinal der Sanitärfirma J. L. Mott Iron Works zu einem berühmten Kunstwerk wurde? Und weshalb konnte im vergangenen Jahr eine Dortmunder Putzfrau im Falle einer Kippenberger-Skulptur Kunst nicht von Dreck unterscheiden?
Wer nicht länger ratlos durch Museen und Galerien stolpern, sondern mitreden will, hat es jetzt ganz leicht: Die Kunsttheorie für Einsteiger führt in geistreichen Cartoons durch die Geschichte der Kunst und ihrer Theorien.
Was bisher kompliziert war, machen Richard Osborne, Dan Sturgis und Natalie Turner zu einem großen Vergnügen. Sie erklären, warum es Kunst ist, wenn Jackson Pollock Leinwände mit Farbe bekleckert oder Joseph Beuys fünf Kilo Butter an die Wand klebt.
Auch was man genau unter Impressionismus, Realismus, Dada oder Kubismus versteht, wird anhand berühmter Kunstwerke erläutert. Ausgestattet mit diesem Hintergrundwissen macht auch der nächste Museumsbesuch garantiert Spaß. Maler, Kunsthistoriker und Philosophen, alle haben ihren Auftritt, um gemeinsam zu zeigen, wie sich die Idee der Kunst in den letzten 5000 Jahren entwickelt hat.

Bilddiskurse im Werk von Gerhard Richter und Sigmar Polke
Author: Julia Gelshorn
Als die Malerei in der Nachkriegszeit in eine Krise gerät, suchen Künstler wie Gerhard Richter und Sigmar Polke ästhetische Radikalität nicht im so genannten »Ausstieg aus dem Bild«, sondern wenden sich einer Bildkritik im Medium der Malerei selbst zu.
Beide Künstler eignen sich malerisch Vorbilder aus der Kunstgeschichte und der Populärkultur an und markieren ihre Werke auf vergleichbare Weise als Wiederholungen von Bildern.
Das Buch analysiert diese Wiederholungen als Bezüge auf Diskurse der Kunstwelt einerseits und auf eine zeitgenössische visuelle Kultur andererseits, deren Kodes sie offen legen.
Diskurs - Macht - Analyse
Kultur artikuliert, reproduziert und reflektiert sich in hohem Maße in Aufführungen. Das theaterwissenschaftliche Forschungsprojekt Ästhetik des Performativen hat einen analytischen Aufführungsbegriff entwickelt, der den Geistes- und Sozialwissenschaften in- zwischen als neuer Leitbegriff dient.
Vertreter der Theater- und Tanzwissenschaft, der Ethnologie, der Anthropologie, der Theologie und der US-amerikanischen Performance Studies testen die Reichweite dieses Aufführungsbegriffs und entwickeln ihn weiter. Dabei setzen sie drei Schwerpunkte: Erstens wird diskutiert, wovon eigentlich die Rede ist, wenn 'die Aufführung' zur Sprache kommt. Zweitens wird die soziale und politische Dimension von Aufführungen in Bezug auf die Zirkulation von Macht erörtert. Drittens werden unterschiedliche Analysemethoden erprobt.